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Nasensekret absaugen

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    Nasensekret absaugen

    Weiss jemand, wie man Nasensekret über den Rachen absaugt. Bei mir läuft das Sekret direkt in den Rachen und teilweise steckt es hinter dem Gaumensegel fest. Es ist nicht nur unangenehm sondern nimmt mir manchmal auch die Luft. Mein Mann stochert mit der Absaugpumpe ein wenig aufs Geratewohl aber vielleicht kennt jemand elegantere Techniken.

    Vielen Dank

    #2
    ...mit der Absaugpumpe ein wenig aufs Geratewohl...
    Das wäre auch mein Tipp gewesen. sorry.

    Kommentar


      #3
      Durch die Nase? Es gibt Katheter mit Knick vorne. Die sollen gut dafür sein

      Und viel trinken
      Zuletzt geändert von ralf-100; 07.11.2020, 16:10.

      Kommentar


        #4
        Hallo meine Liebe, grüsse dich,

        bei meinem Männe musste extrem viel abgesaugt werden. Wir hatten Zeiten, da musste ca. 110 x in 10 Stunden - vor allem Speichel - abgesaugt werden.

        Meist war es aus dem Mundraum. Es war auch häufig genug weit hinten im Rachen. Da musste man eben tiefer rein mit dem Schlauch.
        Dabei sollte man versuchen zu Beginn optisch (und wenn geht durch Fragen) eine schnelle Bestandsaufnahme durchzuführen und dann erst loszusaugen. Und immer wieder gucken und fragen ob es korrekt und ausreichend durchgeführt ist.
        Sehr zügiges zielsicheres und hygienisches Arbeiten ist wichtig.

        Mein Mann hatte - wegen des häufigen Absaugens - keine Mund-Nasen-Maske tagsüber (nur in der Nacht), sondern nur die Nasenloch-Atemmaske (oder Nasenmaske). Da war der Mund am Tag immer zugänglich. Aber für das nasale Absaugen musste diese Maske natürlich ab und deshalb durfte dies nur etliche Sekunden dauern.

        Damit der Speichel bzw. Sekret besser rausgeht, hatte Männe den Mund kurz geschlossen während des Absaugens (dann ist "Saugkraft" stärker als bei geöffnetem Mund).
        Wir saugten auch über die Nase so tief wie möglich. Dafür hatten wir extra dünne, kurze, biegsame Absaugkatheder (aus der Kinderversorgung). Später nahmen wir meist den "normalen" mit dem wir auch den Mund absaugten (mein Mann hatte sich an diese Prozedur gewöhnt).

        Wichtig empfanden wir eine gute Saugerschlauch-Qualität: vorne abgerundet also mit einer kleinem Wulst (atraumatisch, verletzungsärmer), 4 kleine Löcher vorne (mit es sich nicht festsaugen kann) und eine weiche Qualität (besser biegbar), natürlich den korrekt benutzten Fingertip am Verlängerungs-/Verbindungsschlauch und diesen nicht zu lange (das beeinflusst die Absaugstärke).
        Wir hatten AbsaugKatheder ohne Knick (kenne ich nicht).
        Ebenso gibt es unterschiedliche Qualitäten bei den Absauggeräten selbst - die einen sind leise und trotzdem saugstark, die anderen laut und lahme Enten. Auch die Form des Gerätes ist wichtig und z.B, dass am Gerät gleich ein Wasserbehälter befestigt werden kann. Den benötigt man um nach dem Absaugen gleich den Schlauch wieder sauber frei saugen kann (Reinigung Saugschlauch).

        Beim oralen Absaugen die Saugstärke war bei uns meist ganz hoch eingestellt (da ist viel "Totraum" im Mund). Beim nasalen Absaugen sollte die Einstellung geringer sein (man muss sich "rantasten").
        Den Saugschlauch vorher in Wasser tauchen, dann flutscht es besser.
        Wenn man sehr tief in die Nase saugt, sollte man nicht eintauchen und möglichst steril arbeiten, wegen Hygiene/Bakterien.

        Zu Beginn der Zeit des Absaugens, war ich total überfordert und auch unsere "Intensivkrankenschwestern" hatten keine Ahung und wurden von deren Arbeitgebern nie eingewiesen in die Versorgung eines ALS-Patienten bzw. das Absaugen eines solchen speziell bei Maskenbeatmung. Kein Arzt , nicht der Intensivpflegedienst, auch nicht der Versorger (HuL) konnte mir / uns helfen.

        In Youtube guckte ich dann Filmchen über das Absaugen und las etliche Internet-Infos.
        Und übte dann bei mir oral und auch nasal.

        Dann legte ich los und kämpfte mich in diese "Aufgabe". Anschließend übten wir Wochen (Patient Männe, ich und Intensivkrankenschwestern).
        Nach etlichem Abmühens hatten alle Beteiligten dies dann im "Schlafe" perfekt ausführen können.
        Aber man muss gewillt sein, dies eben korrekt und gut auszuführen.
        Wenn jemand "keine Lust" hat, so wird es auch kein gutes Ergebnis - auch wenn er es können sollte!

        Suche bitte passende Filme in Youtube und lass deinen Mann dies gucken.
        Womöglich könntet Ihr eine qualifizierte Pflegefachkraft (gegen Taschengeld) engagieren um deinen Mann zu schulen.

        Du bist doch eine Kluge - deshalb guten Erfolg und ein lieber Gruß an deinen Männe!

        Wie machen dies die Intensivpfleger bei dir?

        https://www.youtube.com/watch?v=979jWMsF62c

        https://pqsg.de/seiten/openpqsg/hint...d-absaugen.htm

        https://pflegeheute.de/sites/pflegeh...probe_shop.pdf

        PS.: Wir hatten tatsächlich mal den teuren "Roboterarm" am Rolli installieren lassen und mein Männe probierte sich darüber selbst abzusaugen (Absauggerät wurde mittels Fernbedienung über Rolli ein-/ausgeschaltet). Leider ist dieser teure Roboterarm nicht genug flexibel und exakt und so mussten wir unsere "Feldstudie" wieder einstellen.
        Zuletzt geändert von Skyline; 09.11.2020, 12:43.

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          #5
          Hallo Skorpida, hast du heute irgendetwas Positives zu berichten? Klappt es nun?

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            #6
            Was ich manchmal mache, ist den Schlauch zwischen Zunge und gaumen einzuklemmen. Dadurch entwickelt sich ein Sog, der weiter nach hinten reicht als der Schlauch. Dabei ist mein Kopf nach vorn geneigt und der Schlauch kommt schräg von unten
            Zuletzt geändert von ralf-100; 22.11.2020, 10:40.

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              #7
              So wie Ralf-100 (einklemmen des Schlauches zw. Zunge und Gaumen) - aber ohne Kopf nach vorne neigen - hatte auch mein Ehemann lange praktiziert. Der Sog ist dadurch - wie Ralf sagt - stärker.

              (@Skorpida: schade, dass du nicht antwortest)

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