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Erfahrungen mit Vitamin B12

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    Erfahrungen mit Vitamin B12

    Ich möchte hier gerne meine Erfahrungen mit Vitamin B12 einstellen. Ja, schon wieder Vitamin B12. Weil ich es so wahnsinnig wichtig finde, dass andere, die noch nicht im Rolli sitzen, früh genug mit Vitamin B12 beginnen.
    Vielleicht hat noch jemand Erfahrungen mit B12 und möchte es auch den anderen mitteilen.

    Nachdem ich mich im Sommer 2018 intensiv mit den Funktionen und der Wirkungsweise von Vitamin B12 beschäftigt habe, begann ich am Dienstag den 28.8.2018 mit der Einnahme von Vitamin B12 Tabletten mit dem Wirkstoff CyanoCobalamin. Schon in der ersten Nacht habe ich ein unheimliches kribbeln im ganzen Körper verspürt. Nach fünf Tagen konnte ich schon ganz eindeutig feststellen, dass sich mein Bewegungsradius erweitert hat, und ich mich wesentlich leichter bewegen konnte.

    Ich sitze seit fast 10 Jahren im Rolli und konnte mir kaum noch einen Kaffee oder ein Glas Wasser einschenken. Eine volle Flasche Wasser konnte ich nur noch mit beiden Händen hoch heben. Und auch nur dann, wenn ich die Ellenbogen auf dem Tisch aufstützen konnte. Nach nur zwei Wochen konnte ich die gleiche Flasche wieder mit einer Hand hoch heben und mir einschenken.
    Ich hätte schwören können, wenn das so weiter geht, stehe ich an Weihnachten vor dem Weihnachtsbaum und singe Halleluja.
    Aber der Traum war dann doch etwas zu kühn.
    Aber immerhin konnte ich an Weihnachten meinen Besuchern wieder einen Sekt einschenken. Und das mit einem Arm.

    In den letzten fünf Monaten habe ich viel probiert. Ein messbares Ergebnis war der B12 Wert im Blut. Übrigens ist dieser Wert bei allen meiner Geschwistern, die den gleichen Gendefekt wie ich haben und schon zum Teil seit 20 Jahren im Rolli sitzen, im, oder unter dem grauen Bereich. Bei mir waren es 261.
    Was aber besonderes an diesem Wert ist, dass dieser innerhalb von zwei Wochen nach dem absetzen von B12 Tabletten bei mir von 870 auf 290 abschmiert. Dazu benötigt ein gesunder Mensch zwischen ein und fünf Jahren, und auch nur dann, wenn er von Heute auf Morgen zum Veganer wird.
    Das bedeutet, täglich Vitamin B12 nachfüllen. Drei Monate habe ich mir drei mal die Woche B12 gespritzt. Zu wenig. Erst als ich dazwischen wieder zusätzlich 2x1 Tablette genommen habe, war ich wieder etwas stabiler. Heute nehme ich 3 Tabletten à 1000 mcg pro Tag im Abstand von ca. 8 Stunden.
    Ich bemerke aber auch, dass die Fortschritte immer geringer werden, und bemerke sie manchmal einfach nicht mehr.
    Genau so, wie ich es früher irgendwann bemerkt habe, dass ich bestimmte Sachen auf einmal nicht mehr konnte, geht es heute in umgekehrter Richtung.
    Und diese geringe Geschwindigkeit macht es unheimlich schwierig, die Richtung beizubehalten.

    Aber einen Fortschritt möchte ich hier doch noch erwähnen. Und zwar wieder mit dem Akkuschrauber. Diesen konnte ich vor der Einnahme von B12 nur noch mit beiden Händen hoch heben. Nach etwa einer Woche B12 war das mit einer Hand wieder möglich. Nach etwa drei Monaten konnte ich wieder mit ausgestrecktem Arm damit arbeiten und nach einem halben Jahr ist es wieder möglich über längere Zeit (zwei Stunden) damit zu arbeiten.
    Sicherlich könnte ich noch viele andere Fortschritte hier aufzählen. Aber vielleicht hat noch jemand positive Erfahrungen mit Vitamin B12 gemacht.

    Ich muss natürlich ganz klar dazu bemerken, dass das nicht von alleine kommt.
    Ich arbeite noch genau so an mir wie vor der Einnahme von B12. Nur mit dem Unterschied, dass ich es vorher gemacht habe um nicht zu schnell Abwärts zu schlittern, und Heute um den Aufwärtstrend zu genießen.

    Allerdings ist das auch nur möglich, weil ich mit dem zu Viel oder zu Wenig eine paradoxe Einstellung habe. Es heißt ja immer man soll nicht zu wenig und nicht zu viel machen. Aber woher weis ich, dass ich zu wenig mache. Doch wohl erst dann, wenn’s zu spät ist. Wenn ich zu viel mache, merke ich das am nächsten oder spätesten am übernächsten Tag. Und dann kann ich ja gleich darauf reagieren, in dem ich ein bisschen weniger mache oder mal ne Pause einlege.

    Ich bin der Meinung, dass wir, meine Geschwister und ich, drei Phasen der Genesung durch machen werden.
    1. Phase: Abbau der Entzündung der Meylinschicht. Diese Phase hat in den ersten ca. 4 Wochen zur größten Veränderung beigetragen.
    2. Phase: Regeneration der noch vorhandenen Nerven (bei einer funikulären Meylose dauert das nachweislich bis zu einem Jahr).
    3. und schwierigste Phase: Wiederaufbau der Muskulatur und dadurch Aktivierung der Erneuerung der Nervenzellen.

    "Ich kann, ich will, ich muss" (Jo Deckarm)
    Nicht der ist glücklich, der machen kann was er will, sondern der, der will was er macht.
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