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Fragen zu Muskelzucken und Schwäche

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    Fragen zu Muskelzucken und Schwäche

    Hallo zusammen,

    ich habe mich lange gesträubt hier zu schreiben. Ich habe eine diagnostizierte Angststörung und befinde mich auch in Behandlung (Primäre Therapie allerdings vorerst abgeschlossen; warte auf Gruppentherapieplatz). Nun ist es eben so, dass auch Angstkranke körperlich krank werden können. Es ist für Menschen wie mich daher schwer, eine klare Grenze zu ziehen zwischen sinnvollen und übertriebenen Sorgen. Zumindest habe ich meine psychische Krankheit akzeptiert und arbeite daran.

    Ich erwarte hier in keiner Weise irgendwelche Diagnosen oder ähnliches. Ich habe nur einige grundsätzliche Fragen, für die bislang keine zufriedenstellende Antwort gefunden habe. Möglicherweise ist eine eindeutige Antwort aber auch nicht überall möglich. Dann muss ich eben daran arbeiten, das zu akzeptieren.

    Ich habe nirgends im Web eine klare Aussage gefunden, wie sich Faszikulationen bei ALS o.ä. im Detail äußern. Dass sie sowohl als Erstsymptom als auch generalisiert vorkommen können ist mir mittlerweile klar. Auch dass sie scheinbar so gut wie nie ohne merkliche „tatsächliche“ Schwäche einhergehen. Jedoch würde ich folgendes gerne genau wissen:

    Faszikulationen bei ALS:
    • Sind ALS-Faszikulationen, wenn sie auftreten, grundsätzlich DURCHGEHEND in einem Bereich vorhanden (mehrere Stunden/Tage) und gehen dann auf andere Bereiche (ebenfalls durchgehend) über oder können sie auch nur sporadisch auftreten (alle paar Stunden für wenige Sekunden/Minuten)?
    • Sind sie grundsätzlich auch während des Schlafens vorhanden oder beginnen sie erst nach dem Aufwachen/Aufstehen?
    • Ist es immer ein ganzer Bereich (z.B. mehrere Fasern/Bündel Oberarm oder Oberschenkel) oder können es auch nur einzelne Fasern/Bündel sein (immer die/das gleiche)? In Videos scheinen es immer ganze Bereiche zu sein … aber die können ja auch von fortgeschrittenen Stadien sein.
    • Lassen sich ALS-Faszikulationen grundsätzlich durch Beklopfen und/oder Kälte auslösen?
    • Ist es möglich, ALS-Faszikulationen willkürlich durch Bewegung/Anspannung/Entspannung zu stoppen?
    Schwäche bei ALS:
    • Wie fühlt sich „tatsächliche“ Schwäche bei ALS an? Ist diese grundsätzlich immer sofort da, so dass man plötzlich etwas gar nicht mehr greifen/heben kann oder kann es sich auch (zunächst) nur um eine schnellere Ermüdung z.B. des Armes handeln, so dass der Arm eher zittert und man etwas weniger lange (aber noch mit voller Kraft) halten kann?
    • Kann man bei einer schlaffen Lähmung den Muskel noch willentlich (nur mit mehr Aufwand) anspannen?
    • Kann die Anstrengung einen befallenen Muskel schmerzen lassen (wie Muskelkater) oder ist diese „Überanstrengung“ gar nicht mehr möglich, weil die Kraft dazu nicht mehr ausreicht?
    • Ist bei „tatsächlicher“ Schwäche die mit Faszikulationen einhergeht schon irgendetwas sichtbar bzw. „messbar“ (Umfang Oberarm/Unterarm/Waden)?
    Es wäre toll, wenn jemand zu diesen Fragen etwas schreiben kann. Ich glaube, das würde auch anderen hier helfen, bestimmte Symptome besser einzuschätzen und vielleicht weniger panische Posts abzusetzen.

    --------

    Falls es jemanden interessiert (wobei ich verstehen kann, wenn man dazu keine Lust hat nach den ganzen anderen offensichtlichen Krankheitsängste-Posts … dann bitte nicht weiterlesen;-) hier meine Krankheitsgeschichte:
    • leichte Skoliose; bin schon immer etwas "krumm" und mein Computerarbeitsplatz tut sein Übriges. Habe auch einen deutlichen Rundrücken und schon seit ich denken kann dauernd Verspannungen im Nacken.
    • Seit ca. 2015 Schmerzen im linken unteren Rücken mit Ausstrahlung in das linke Bein bis runter zu den Waden (mal mehr mal weniger ausgeprägt ... aktuell mehr). Nicht eindeutig diagnostiziert. Kann LWS sein (Protrusion im MRT ... aber das haben ja viele) oder ISG oder einfach nur dauerhafte Verspannungen mit Nerveinklemmung o.ä..
    • Seit ca.8 Monaten Schmerzen im linken Sprunggelenk; MRT: Konochenmarködem mit Osteochondraler Läsion; Schmerz wandert ständig um den Fuß herum und ist vor allem links der Achillessehne ausgeprägter bei längeren Gehstrecken; Bisher nur KG und drei Hyaluronspritzen (hat ein bisschen was gebracht ...)
    Meine aktuellen Symptome:
    • Seit ca. 7 Monaten leichte Schmerzen im rechten Arm nachdem ich einige sehr schwere Steine gehoben habe. Erste Vermutung: Tennisarm. Behandelt mit Bandage und KG. Allerdings tut fast immer der ganze Arm weh, wenn ich aktuell etwas Schweres hebe. Brachioradialis, Bizeps bis hoch zur Schulter. Ellenbogen innen (Schleimbeutel?). Die Schmerzen sind immer nur leicht. Dann fühlt sich der ganze Arm seltsam an ... wie geschwollen oder leicht taub/leicht brennend/ziehend; schwer zu beschreiben. Nach Dehnen meist besser.
    • Dazu kommt seit einiger Zeit ein Taubheitsgefühl in kleinem Finger und Ringfinger; vor allem, wenn der Arm bei Computerarbeit auf der Tischkante liegt. Dazu kommen nun auch leichte Schmerzen im Daumen/Daumenballen. Seltsamerweise habe ich diese Beschwerden in beiden Armen! Vermutung Orthopäde: Kubitaltunnelsyndrom mit Beteiligung HWS (Double-Crush) weil im MRT HWS leichte Protrusion C5/C6 und etwas verengte Nervenaustrittsöffnungen (Lt. Befund aber keine sicherer Erklärung für Beschwerden!?). Neurologische Untersuchung: körperlich (das Übliche) und NLG; keine Auffälligkeiten. Aussage: Ulnarisnerv „könnte“ gereizt sein; Soll nachts Bandage tragen.
    • Sporadisch an verschiedenen Stellen Muskelzucken. Hotspots am Brachioradialis links und am linken Oberschenkel. Des Weiteren oft an den Fußsohlen, beiden Waden (mehr links) dem Oberschenkeln und den Armen (Unterarm meist unten wenn Arm aufliegt; Bizeps und etwas häufiger Trizeps; oft am Tag nach dem Training vermehrt) … aber eben nicht durchgehend und scheinbar auch nicht nachts (kommt i.d.R. erst nach dem Aufstehen oder später. Aber halt jeden Tag).
    Nun habe ich mit einem leichten Sportprogramm für den Rücken, die HWS und die Schultern angefangen und festgestellt, dass mein linker Arm schon nach kurzer Belastung (Aufstützen) zittert und sich insgesamt schwächer anfühlt als rechts. Die Schwäche scheint hauptsächlich aus der vorderen Schulter (Deltamuskel) zu kommen. Nun könnte das völlig normal sein da ich Rechtshänder bin, wenig sportlich und mich mit dem linken Arm vor dem Körper angewinkelt aufstütze bei der Computerarbeit (Viele Stunden täglich). Es könnte also sein, dass das schon lange so ist und mir nur wegen meiner Ängste nun so auffällt. Auch bin ich letztens als es so glatt war gleich zweimal ausgerutscht und hab mich mit den Händen abgefangen. Seitdem auch etwas Schmerzen in den Handgelenken … und die Schultern haben danach auch leicht wehgetan.

    Alles zusammen, die unspezifischen Beschwerden in den Armen, die gefühlte Schwäche links und das Muskelzucken, machen mir nun doch Sorgen … und durch meine Angststörung natürlich mehr als andere Menschen.

    Wie gesagt, ich erwarte hier keine Diagnosen. Mein Problem ist u.a., dass ich schon häufig gelesen habe, dass, falls es sich tatsächlich um etwas „Schlimmes“ handelt, es wohl noch sehr früh wäre, um eine umfangreichere Diagnostik beim Spezialisten anzufragen. Ein anderer Nutzer hier hat mal beklagt, dass er trotz immer schlimmer werdender Symptome keine Untersuchungstermine mehr erhält, weil er „zu früh“ vorstellig wurde und von den Ärzten nun nicht mehr für voll genommen wird. Ich möchte in diese Untersuchungsspirale gar nicht erst rein, wenn es nicht nötig ist.

    Ich „versuche“ davon auszugehen, dass die Beschwerden in den Armen und die Zuckungen in Beinen und Armen hauptsächlich von den Protrusionen in LWS und HWS und Nervenreizungen o.ä. kommen und die gefühlte Schwäche im linken Arm einfach auch daher rührt, dass ich ein sportmuffeliger Mittvierziger mit Computerarbeitsplatz und schlechter Haltung bin … und dass meine Psyche das alles noch verstärkt.

    Wenn aber jemand zu meinen Symptomen was zu sagen, würde ich das auch gerne lesen. Ich hake auch nicht hundert mal nach und frage nur, wenn ich was nicht verstanden habe. Versprochen ;-)

    Und danke, dass ihr auch mit "unsereins" oft so viel Geduld habt.
    Zuletzt geändert von prometheus; 06.01.2022, 23:15.

    #2
    Hallo Prometheus,
    ich bin ALS-Betroffene und auf ein paar deiner Fragen kann ich dir eine Antwort geben. Doch ich kann nur meine Sicht beschreiben. D.h. ich weiß nicht, ob das auf alle ALSler zutrifft.

    Faszikulationen:
    Die sind nicht durchgehend. Meistens merk ich sie, wenn ich mich bzw. der Muskel sich in Ruhe befindet.
    Anfangs war das nur abends im Bett, vor dem Einschlafen und nur an den Oberschenkeln. Ich habe es immer so beschrieben: "als ob unter der Haut Käfer laufen und an die Decke klopfen". Es sind auch nur kleine Bereiche von 3, 4, 5 cm2.
    Mittlerweilen treten diese Faszikulationen am ganzen Körper, zu allen möglichen Zeiten und unterschiedlich lange auf. Kann auch gleichzeitig am Bauch und im Oberarm sein. Jedoch sobald der Muskel arbeiten soll, hört dies meistens auf.
    Willkürliches Auslösen der Faszikulationen ist nicht möglich.

    Schwäche:
    Ich beschreib kurz, wie es bei mir begann:
    Nach einem arbeitsreichen Tag begann ich abends plötzlich mit dem rechten Fuß zu hinken. Kein Schmerz, kein Grund ersichtlich, warum.
    Am nächsten Morgen war alles wieder normal.
    So ging das eine lange Zeit ( ca. 3 Monate) Nur begann das Hinken immer früher. Und dann war es durchgehend.
    Für mich heißt das, sobald durch die Bewegung der Muskel zu stark beansprucht ist, arbeitet er nicht mehr. Ist einfach zu müde. Am morgen des folgenden Tags, kann die Kraft wieder da sein, bis am Abend gehts aber wieder nicht mehr.
    Die Muskel, wenn sie befallen sind, können anfangs noch angespannt werden, haben aber weniger Kraft.
    Bei mir war als erstes der rechte Fußheber betroffen. Jetzt kann ich diese Muskeln vom Fußheber überhaupt nicht mehr ansteuern. Mein Gehirn findet keinen Weg dorthin. Es bewegt sich nichts, trotz größter Anstrengung. Und so ist es mit jedem neu betroffenem Bereich.
    Ein Zusammenhang zwischen Faszikulationen und Schwäch/Lähmung ist nicht genau zu erkennen.

    Schmerzen sind keine vorhanden.
    Das Einzige was leicht schmerzhaft ist, sind die Krämpfe. Die Krämpfe sind jedoch nicht mit den Krämpfen von früher zu vergleichen. Sie sind anderst und bei mir mit dem Medikament LIMPTAR gut in Griff zu bekommen.

    Soweit meine Symptome.
    Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt

    Liebe Grüße Barbara

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      #3
      Nachtrag zur Schwäche:
      ich kann am Vormittag, zwar mit Anstrengung und viel langsamer als früher, noch einen Bleistift oder Kuli rechts halten und schreiben. Am Nachmittag geht dies nur noch manchmal, meistens ist nix mehr leserlich. D.h. die Feinmotorik in der rechten Hand verschwindet langsam. Die Schreibhilfe (runder Schaumstoff, in den der Bleistift gesteckt wird, dadurch dickere Form) ist noch eine kleine Hilfe, damit es nicht so anstrengend ist.
      LG Barbara

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        #4
        Hallo Barbara,

        danke für deinen Bericht und dass du dir als Betroffene die Zeit nimmst.

        Es scheint, als wäre wirklich jeder Verlauf anders.

        Nur zwei Verständnisfragen zur Ergänzung:
        • Was war zuerst da, die Schwäche im Fuß oder die Faszikulationen oder kam beides gleichzeitig?
        • Wie fühlt die sich die Schwäche an bzw. wenn die Kraft nachlässt? Ist es wie eine Überlastung mit leichtem Brennen und Verhärten des Muskels oder ist die Kraft einfach nur weg ohne weitere Empfindungen?
        Ich glaube, gerade wie sich die Schwäche zeigt ist für Viele, so auch für mich, sehr schwer nachzuvollziehen. Da wäre es sicher gut, den Unterschied zu einer "normalen" Überlastung oder einer nur "gefühlten" Schwäche zu kennen ... wenn es den denn gibt.

        LG, Prometheus

        Kommentar


          #5
          Hallo Prometheus,
          die Schwäche im Fuß und die Faszikulationen begannen bei mir gleichzeitig.
          Wenn die Kraft schwindet, das kannst du dir vielleicht so vorstellen: du willst einen Einkaufskorb hoch heben und er ist einfach zu schwer, obwohl er leer ist. Da ist kein Brennen keine Verhärtung, der Korb ist nur zu schwer.
          Genauso ist es beim auf die Beine stehen, der restliche Körper kann von der Beinmuskulatur einfach nicht mehr getragen werden.
          Ich kann es nur so beschreiben.
          Noch was anderes:
          die bereits befallene Muskulatur z.B. im Fitnesszentrum zu trainieren, ist kontraproduktiv.
          Als ich in der Physioterapie noch für ca. 3 Minuten mit Gurtunterstützung am Laufband, Laufbewegungen machte, dauerte es immer 1 Woche bis die Beinmuskulatur wieder auf den Stand vor dem Laufband kam. Dieses Training war für die Beine zu anstrengend. Ich selbst konnte beim Training nichts merken oder selbst einschätzen, wann es zu viel ist. Erst der Tag danach zeigte das Ergebnis.
          Somit kein Laufband mehr.
          LG Barbara

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            #6
            Hallo Barbara,

            vielen Dank nochmal für deine ausführlichen Beschreibungen. Das wird sicher auch Anderen helfen ihre Symptome besser einzuschätzen.

            Meine besten Wünsche und einen schönen Abend :-)

            Gruß, Prometheus

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              #7
              Hallo,du solltest als Angst Patient aufhören,hier in solchen Foren solche Fragen zu stellen oder nach Antworten zu suchen. Denn jeder Verlauf ist anders und es gibt sie nicht die typischen Erstsymptome. Jeder wird dur was anderes erzählen,bei dem einen waren Faszikulationen das erste Symptom,bei anderen Schwäche,beim nächsten Muskelatrophie......

              Ich kann dir nur sagen,zur Beruhigung tragen die Antworten von anderen Foren Mitgliedern nicht bei. Ich schreibe das aus eigener Erfahrung.

              Die Zeit wird es bringen. So doof das auch klingt. Hier nach Antworten für deine Probleme zu suchen ist nicht der richtige Weg. Ich habe es auch gemacht aber es hat mich fast wahnsinnig gemacht vor Angst. Und das ist nicht zielführend.

              Leb dein Leben,so gut du kannst aber es gibt schönere Hobbies als hier zu lesen.

              ​​​​​​

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                #8
                Ah und noch was,nimmst du Psychopharmaka? Denn einige machen auch Faszikulationen.

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                  #9
                  Hallo TinaMarie,

                  danke für deinen gut gemeinten Rat. Im Prinzip völlig richtig. Man sollte gar nicht erst anfangen zu googeln. Krieg ich nur leider nicht hin.

                  Mir hat die Beschreibung der Schwäche von Barbara auf jeden Fall etwas geholfen, weil man dazu wirklich kaum etwas findet.

                  Viele trauen sich auch nicht die Ärzte so detailliert zu fragen aus Angst, sofort als Hypochonder eingeschätzt zu werden ... was ja auch häufig passiert (zu recht oder unrecht). Viele Ärzte tragen unbewusst dazu bei, dass aus "normalen" Sorgen schlimme Ängste werden, weil sie genervt sind, kurz angebunden oder überheblich. So habe ich zumindest mein Vertrauen in die Ärzte mit der Zeit verloren. Daher gehe ich auch nur noch zu Untersuchungen, wenn es sich gar nicht mehr vermeiden lässt. Die Ärzte haben eine nicht unerhebliche Mitverantwortung an meinen Krankheitsängsten. Du könntest das ganz sicher nachvollziehen, wenn du meine ganze Geschichte kennen würdest.
                  Ich würde auch definitiv KEINEM Arzt mehr sagen oder zeigen, dass ich Angstpatient bin. Das geht in den allermeisten Fällen nach hinten los.

                  Darüber hinaus können Betroffene (ob nun diagnostiziert oder (noch) nicht) einige Fragen einfach besser beantworten, besonders wenn es um die eigene Befindlichkeit geht.

                  Viel wichtiger ist jedoch, dass man sich seine Angsterkrankung eingesteht und, wenn man ins googeln kommt (was ich bisher nie vermeiden konnten), Informationen so gut es geht filtert. Ich erkenne einen "Leidensgenossen" (also einen Angskranken) in Forenbeiträgen meist sehr schnell. Auch deren Beschreibungen tragen so, zumindest für mich, oft sinnvoll zur Informationssammlung bei, da man sehr gut sieht, welche Symptome auch von der Psyche ausgelöst oder verstärkt werden können. Mir hilft das manchmal, mich selbst davon zu überzeugen, dass das mir nur mein Kopf einen Streich spielt.

                  Ich komme grundsätzlich immer nur in die Angst, wenn sich Symptome einstellen, die über einen längeren Zeitraum bestehen und/oder sich verschlimmern ... ohne dass ein Arzt mir eine halbwegs valide Diagnose mitteilen kann. Wenn ich genau weiß was ich habe und der Arzt mir das glaubhaft vermitteln kann, dann habe ich auch kein Problem. Ich gerate also nicht bei jedem Zucken und Herzstolpern in die Angst. Wenn ich allerdings einmal drin bin ... tja.

                  Aber wie gesagt: Auch Angstpatienten werden krank. Und wer "gar keine" Agst hat, der wird den Weg in diese Foren vermutlich erst gar nicht finden.

                  Ich habe übrigens nie was genommen. Vor vielen Jahren habe ich mal eine viertel Benzo probiert ... und würde das sicher nie wieder tun! Mein Vater war Alkoholiker ... mit potenziellen Suchtmitteln will ich nichts zu tun haben. Die kann ich immer noch nehmen, wenn ich wirklich auf dem Weg in die Grube bin ...
                  Aktuell nehme ich nur CBD-Öl gegen Unruhe.
                  Zuletzt geändert von prometheus; 09.01.2022, 20:22.

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                    #10
                    Neurofilamente und EMG so kann mann eine ALS abschließen..

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                      #11
                      Danke, prometheus, dass du übersichtlich und strukturiert gefragt hast und danke an Barbara, für deine aufschlussreiche Erklärung.

                      ​​​​​​Nach meiner Booster-Impfung sehe ich leider genau diese Symptome auch bei mir.

                      Danke auch an Dobi90 für den präzisen Tipp. Bei mir scheitert es bisher am Arzt, der diese Werte abnehmen will. Ich war während Weihnachten und Neujahr dreimal im Krankenhaus und wurde wieder heim geschickt, ich möchte die Symptome ambulant abklären. Im August 2022 habe ich einen Termin.


                      Wie ist das mit Schlafstörungen bei euch?

                      Kommentar


                        #12
                        Hallo Janjo du kannst selber auf eigene Kosten die neurofilamente bestimmen lassen in ulm Kosten ca 80€ mfg..

                        Kommentar


                          #13
                          JanJo
                          Hast du Mal die Antikörper von Covid messen lassen .??
                          Ich war heute beim Arzt weil ich zu den Beschwerden auch Muskelschmerzen in Armen und Beinen habe sowie ,, Gänsehaut,, Gefühl in den Beinen und Wadenkrämpfe. Das Gänsehautgefühl kommt auch in den Oberschenkeln vor ..

                          Bei den Antikörper kam ein nicht mehr messbare Wert raus , also ich war an der obersten Wertgrenze von 24000 Antikörper.

                          Meine Neurologie meinte das ich höchstwahrscheinlich Covid durchgemacht habe dann geimpft wurde und jetzt durch das Virus ein ,, Überempfindlichkeit,, der Nerven habe und das dadurch die Muskelatur bisschen gelitten hat ..

                          Lenke dich ab .. gehe zum Sport .. solange keine Schwäche eintritt ist alles i.O ..

                          Schwäche ist wirklich Schwäche .. meinte auch die Neurologie .. sie sehen es schon bei der Gangart oder wie jemand was anhebt oder bei den ,,Übungen ,, die man machen soll z.B Hüpfen , Kniebeuge , Fersengang , Zehenspitzen auch was da alles gemacht wird .. spätestens da sieht man wenn eine Schwäche vorliegt .. weil die ALS Patienten in der Regal diese Übungen nicht richtig oder erschwert ausführen können , weil der Muskel schon geschätigt ist.

                          Es kann sein, dass du das Crampi Syndrom hast glaube wird auch BFS genannt .. es kommt bei 70% der Menschen vor und es kommt mit Schmerzen , Kribbeln , Krämpfen auch vor und Knacken der Knochen und die ,,gefühlte Schwäche,, ..

                          ​​​​​​Ich bekomme jetzt ein Medikament dagegen, weil ich zweimal ein Virus durchgemacht habe .. Hepatitis E und dann höchstwahrscheinlich Covid .. und dann habe ich auch noch eine Autoimmunerkrankung ,, Rheuma,,..

                          Sie meinte ich soll mir kein Kopf machen , und wenn ich den Wert haben möchte würde sie es auch machen . Wird mir aber nicht bringen weil er erst aussagekräftige in Kombination mit einem pathologischen EMG ist. Und man nimmt das auch in der Regel zusätzlich im Liquor ab . Sie sieht kein Anlass für meine ,, Beschwerden,, .. EMG und alle anderen neurologischen Untersuchungen sind unauffällig. Und das haben mir viele Ärzte jetzt gesagt.

                          Und wenn sie es jetzt abnimmt , kann es trotzdem in 1 - 2 Jahren auch wieder anders sein .

                          Die Hyperreflexie ist bei Crampi normal und auch bei einer überstanden Virusinfektion. Hepatitis ist auch nicht ohne glaube mir.

                          Dazu hat sie sich neben mir gesetzt und meinte das sie auch sehr lebhafte Reflexe hat. Und es mir auch gezeigt. Manchmal ist es auch die eigene Dynamik also die Eigene Physiologie . Das hat mich enorm beruhigt. Sie hat es mir auch alles nochmal erklärt.

                          Mein EMG und alles andere sind Okay .. Ich soll mir kein Kopf machen .. sie kontrollieren es im April alles nochmal ..

                          Und ich solle nochmal zum Schilddrüsenarzt, vielleicht löst sich mit einer Jodtablette alle meine Probleme. So hat sie es nicht gesagt , aber durch die Blume ausgedrückt.

                          Für mich Endet die Reise hier jetzt, weil umso mehr man liest und so verrückt macht es einen und ,, Angst,, kann vieles bewirken.

                          Und das Forum soll für die Betroffenen sein , die solche Ernsthaften Erkrankung haben. Ich denke die sind es sich auch leid immer und immer wieder solche ,, Angsthasen,, wie ,,uns,, oder mich hier zusehen.

                          Ich spreche meinte Respekt an die Betroffenen hier aus , das hier trotz der ,, schweren Last,, die ihr habt immer noch so motiviert seit und vor allem voller Lebensfreude. Auch wenn es sicherlich schwere Stunde gibt. Ich finde das man mehr Forschung diesbezüglich betreiben soll.

                          Ach, mein Wort zum Abschluss .. ich wünsche allen viel Kraft

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                            #14
                            Dobi90
                            hi Dobi
                            hast Du mir bezgl NFL mal Deine Quelle bitte? meine Informationen sind da ‚leicht abweichend‘

                            Kommentar


                              #15
                              was meinst du genau?

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