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Thema: Junger Mann mit unklarer Erkrankung...

  1. #51
    medien_wien Gast

    Standard

    Na bumm.......Du hast ganz sicher Borreliose.
    Gibt's keine Neurologie mit Borelliose Ambulanz in deiner Nähe?
    LG Marlies

  2. #52

    Standard

    Hey Marlies,

    ich denke auch das es meine Vermutung noch einmal bestätigt hat und nun eigentlich kein Zweifel mehr bestehen sollte.
    Die Charite hatte mal eine solche Ambulanz, diese wurde aber eingestampft aus unerklärlichen Gründen.
    Einen Neurologen zu finden in Berlin der bei Borreliose nicht gleich abwinkt ist verdammt schwierig, vorallem da ich ja nicht im Liquar "postiv" bin, was aber ach nur 30% der Erkrankten sind. Die Konifere (Dr. Hopf-Seidel) zum Thema Borreliose sitzt in Ansbach, was mir den Weg auch Wert ist aber leider nimmt sie keine Neupatienten. Sie war früher reine Neurologin und hat sich nun auf diese Infektion spezialisiert, da sie merkte das sehr viele neurologische Probleme damit im Zusammenhang stehen.

    Ich bin in 2 Wochen in Berlin bei einen Allgemeinmediziner, welcher sich auch nur damit beschäftigt und werde sehen was er nun weiter machen möchte. Das große Problem sind denk ich auch die ganzen Co-Infektionen. Gib mal bei YouTube "Bartonella effect" ein, da wirst du sehen was die Biester alles zum zucken bringen.

    Ich hoffe dir geht es gut und ich wünsche noch einen schönen Tag.
    Borrelio

  3. #53
    medien_wien Gast

    Standard

    Ach, das ist ein Schei......
    Wir haben am AKH (Wien ) und allen anderen Universitätskliniken Borelliose Ambulanzen.

    Aber Vl. auch, weil die Biester bei uns in der Vielzahl auftreten.
    Mein Hund hat wenn wir am Wochenendhaus in der Steiermark sind immer am Tag 3-4 dieser Viechern, die auf ihn herumturnen, welche ich dann herunter holen mus��

    Vl. Kommst nach Wien?
    AKH wien:
    http://www.akhwien.at/default.aspx?pid=5654

    Europas 2 grösstes Spital☺
    Geändert von medien_wien (22.04.2016 um 15:40 Uhr)

  4. #54

    Standard

    Hey Marlies,

    ja bei euch in der Gegen sind um einige mehr als bei uns im schnöden Flachland.. Wien ist dennoch eine Reise wert.
    Ich war mal auf der Seite von Spital, konnte aber nichts über eine Borrelioseambulanz finden. Aber nichtdetotrotz werden auch sie dort nur Schulmedizinisch behandeln was der Rahmenplan ergibt 3Wochen 200mg Doxycyclin was aber leider bei weiten nicht ausreicht.

    Ich habe nun in 10 Tagen meinen Termin beim Borreliosespezialisten und 3 Tage später bei einen Heilpraktiker der sich wohl sehr gut damit auskennt. Ich werde in jedenfall berichten.

  5. #55

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    Hallo Zusammen,

    ich möchte euch mal ein Update geben nachdem nun wieder 2 Jahre vergangen sind und meine Beschwerden sich eigentlich verschlimmert haben. Es wurde weiterhin nichts gefunden bei meinen Untersuchungen, sei es Neurologe,Endokrinologe oder Rheumatologe. Da mein Hausarzt mittlerweile auch sieht das es immer schlimmer wird mit meinen Muskelschmerzen, Restless Legs, Faszikulationen und der roten Hände hat er nochmal einen Test auf Bartonella gemacht und dieser ist weiterhin Positv obwohl es eine Serumnarbe da wohl nicht gibt. Er hat mittlerweile 3 Patienten die unererklärliche gesundheitliche Probleme haben und dazu postiv auf Bartonella sind. Zusätzlich ist noch die ganze Zeit mein CRP leicht erhöht (zw. 6-12) und der CK-Wert (210-240).

    Nun wollte er mir Levofloxacin verschreiben, was ich aber aufgrund der mir bekannten Nebenwirkungen abgelehnt habe und nun konnte ich Ihn überreden Cotrim (Barts-Wirksam aber keine Borreliose) und Roxithromycin (Borreliose) und was soll ich sagen, mir geht es nun seit den ersten 10 Tagen Einnahme wesentlich besser. Die Schmerzen sind nur noch zu 20% vorhanden und das Restless-Legs komplett verschwunden, nun habe ich Angst das wenn die Therapie vorbei ist (8Wochen) das dann alles wieder aufflammt...

    LG Borrelio

  6. #56
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    Zitat Zitat von Borrelio Beitrag anzeigen
    Er hat mittlerweile 3 Patienten die unererklärliche gesundheitliche Probleme haben und dazu postiv auf Bartonella sind.
    Das wundert mich nicht.
    Bartonella henselae, der Erreger der Katzenkratzkrankheit wurde erst Anfang der 1990er Jahre entdeckt.
    (von deutschen Wissenschaftlern, nicht den Amerikanern)
    Wie man erst vor kurzem entdeckt hat, hat dieses Bakterium eine einzigartige, bisher noch bei keinem Bakterium entdeckte Eigenschaft.
    Es hat in sich einen Virus, sozusagen als Haustier. Hat sich Bartonella in der Zelle festgesetzt lässt es dieses Virus frei. Das Virus verändert die DNA, wie es alle Viren tuen. Im Gegensatz zu anderen Viren wird die Zelle aber nicht zur Produktion weiterer Viren veranlasst, sondern es wird "nur" der Energiestoffwechsel nachhaltig gestört. (das verhindert, dass die Zelle den ganzen Sauerstoff verbraucht, denn den braucht Bartonella zum überleben)
    Das kann zu diversen Beschwerden führen, ähnlich wie bei einer Mito.
    von dem Virus kriegt das Immunsystem deshalb auch gar nichts mit. Wenn es eine teilungsfähige Zelle ist, dann wird der Gendefekt munter weiter vererbt.

    Das Immunsystem reagiert nur auf das Bartonella.
    In 90% der Infektionen heilt die Bartonellainfektion von selber aus.
    Bei ca. 10% kommt es durch den oben beschriebenen Prozess zu Komplikationen oder chronischen Verläufen.

    Das Ganze ist eigentlich genial. Nur nicht für den Wirt.
    Geändert von KlausB (11.05.2018 um 23:50 Uhr)
    Man bestreite keines Menschen Meinung; sondern bedenke, daß wenn man alle Absurditäten, die er glaubt, ihm ausreden wollte, man Methusalems Alter erreichen könnte, ohne damit fertig zu werden.
    (Arthur Schopenhauer)

  7. #57

    Standard

    Guten Morgen Klaus,

    ein sehr interessanter Ansatz, das habe ich so noch nirgends gehört. Es klingt aber durchaus plausibel und wollte dich mal fragen ob du auch eine Quelle dazu hast?

    Somit müßte ja auch wenn man Bartonella, im übrigen ist bei mir auch die benannte henselae postiv, richtig behandelt wurde das benannte Virus mit weg gehen. Meine Ärzt möchte nun erstmal 8 Wochen behandeln und dann schauen wie es mir weiter geht, er meinte auch das Cotrim seiner Erfahrung nach sehr verträglich ist und er kann sich durchaus vorstellen das AB bis zu 12 Monate zu verschreiben, wird bei chronischen Harnwegsinfekten wohl auch gemacht. Da ich alles selber zahlen muss bin ich immer wieder erstaunt wie wenig diese Medikamente eigentlich Kosten, die wahrscheinlich eine vielzahl von Problemkranken helfen könnten. Ich bin nun bei einer Monatspackung von 50 Stück bei 16.40€...

    Ich habe die Tage erst was aus Marburg gelesen (Zentrum für unerkannte und seltene Erkrankungen), wo ein Arzt meinte das sehr viele der überwiesenen Patienten mit unklarer Diagnose eigentlich eine chronische Infektion mit Borreliose und Co. haben. Ich habe nur halt das "Glück" das ich so deutlich postiv bin in meinen Blutwerten, sei es Elisa,IFT oder Westerblot.. das zieht sich durch alle Reihen.

    Bei deinem Spruch mit den Wirt musste ich irgendwie schmunzelz, aber es ist gut wenn man seinen Feind kennt.

    LG
    Geändert von Borrelio (12.05.2018 um 10:31 Uhr)

  8. #58

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    Mahlzeit Zusammen,

    so ich wollte euch mal wieder auf den laufenden halten..

    Ich bin nun seit ziemlich genau 31 Tagen auf Antibiotika (Cotrim Forte 960mg 1-0-1 u. Doxycycline 200mg 1-0-1) was soll ich sagen, die Muskelschmerzen sind komplett verschwunden, das Restlesslegs genau so und die geröteten Hände haben sich wesentlich gebessert. Es gibt nur eine Sache die sich verschlimmert hat und das ist das Muskelzucken besonders in den Waden und meinem Hausärztin denk das dies mit den absterben der ganzen Bartonellen und den dazu im zusammenhang stehenden Toxine im Körper zusammen hängt. Wir fahren das Schema noch 2 Wochen so weiter und dann wird das Doxycyline durch Roxythrymecin ersetzt, Cotrim (Sehr Bartonella wirksam) bleibt erhalten für mindestens weitere 4 Wochen.

    Mir hat die Ärztin noch einen Fallbericht im Netz gezeigt wo es sich auch um einen sehr ähnlichen Fall handelt und diesen möchte ich euch gern verlinken.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17401716

    Wie Ihr da sehen könnt hatte der junge Mann ebenfalls:

    - Raynaud's Syndrom
    - Muskelatropien
    - und eine Art Vaskulitis, bei mir Einblutungen in der Haut


    Ich bitte euch auf den Weg der Diagnosefindung sich unbedingt auf chronische Infektionen zu sensibilisieren, dies scheint häufiger als manche Ärzte das wahr haben möchten..

    LG Borrelio
    Geändert von Borrelio (31.05.2018 um 14:47 Uhr)

  9. #59

    Standard

    Ich gl da bist du auf dem richtigen Weg!
    Lg.M

  10. #60

    Standard

    Mahlzeit Zusammen,

    mir geht es unter Antibioteka weiterhin sehr gut. Ich fühle mich so gut, das ich sagen würde das es mir in den letzten vier Jahren (Anfang der Probleme) nicht einmal so gut ging wie unter Cotrim und Doxycyclin.

    In den letzten Tagen hat sich wieder etwas getan und zwar ist mein Zucken des Muskels zwischen Zeigefinger und Daumen komplett verschwunden, desweiterin ist nun bei NLG dort kein Karpaltunnelsydrom mehr feststellbar. Der untersuchende Neurologe konnte sich das nicht erklären, da das Sydrom auch schon 3x vorher bestätigt wurde. Auf meinen Einwand das ich momentan mit Antibioteka gegen Bartonella behandelt werde sagte er nur: er habe noch nie von gehört das diese Bakterien solche Probleme machen und er würde das Antibioteka absetzen.

    Ich habe euch mal ein Bild von meiner linken Hand mit angehangen wo man auf den rechten Bild (08.04.18) gut die entzündete Haut sehen kann, nun möchte ich nicht wissen wie dann die Muskeln und Nervenbahnen aussehen..
    Das linke Bild (aktuell) ist unter der Therapie mit Cotrim und Doxycyclin.

    LG Borrelio
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von Borrelio (08.06.2018 um 15:06 Uhr)

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