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Thema: Persönliches Budget

  1. #11
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    Hallo Kathrin

    mir geht es mit dem a.G so wie dir.
    Hat mein Neurologe geraten dass ich das beantragen soll. Hab eine Ablehnung bekommen.
    Mein Neuro sagte mir, dass ich Widerspruch einlegen soll, und sie ihn dann anschreiben sollen.
    Bin gerade dabei das zu machen.

    Hanni

  2. #12
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    Denkt bitte auch an den sog. "Jammerlappen". Das ist ein Beiblatt zum Antrag, auf dem Ihr detailliert vom Aufstehen bis zum Schalfen gehen aufführt, bei was Ihr eingeschränkt seid.

    Zum aG speziell: Ich habe aufgeführt, dass ich draußen IMMER den Rolli nutze, um mein bisschen verbliebene Restkraft in der Wohnung zum Laufen einzusetzen. Meine Physiotherapeutin hat mir ein kurzes Attest geschrieben, dass ich eine recht gute Schnellkraft habe, meine Haltekraft aber nur sehr gering ist.
    Heißt: Ich kann aufstehen und stehen, muss mich aber nach 20 Sekunden wieder setzen. Ich kann 20-30 Meter laufen, muss mich dann aber einige Minuten ausruhen. In der Tagessumme kommt schon einiges zusammen, aber nix, womit man wirklich etwas anfangen kann. Das bekommt meine Neurologin nicht mit, sie sieht mich immer nur aufrecht in ihr Behandlungszimmer laufen und dass ich beim Krafttest ganz gut abschneide.

    Vielleicht hilft Euch das etwas. Viel Glück!
    Marlie

    Diagnosen: PROMM/DM2 u. Polyneuropathie

  3. #13
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    Hallo Ihr Liebn,

    ja das Merkzeichen"ag".
    Habe mal geklagt und was der Richter mir sagte konnt ich auch verstehen. Es wäre für Beinamputierte usw.
    Jetzt frag ich mich allerdings immer wieder, warum bekommen ältere Leute mit Rollator oder Gehstock den blauen Parkausweis. Ich hab nur den orangenen und dürfte die Rollstuhlparplätze garnicht nutzen.

    Naja Montag geht's nach München in die Ambulanz des FBI. Und danach Verschlechterungsantrag. Es treten ja immer mehr vermehrt Lähmungen des re. Armes und Beines auf und ich hab links auch nicht mehr soviel Kraft. Haben bei meinem E- Rolli die Steuerung auf links montiert. Mal sehn wie lange.

    Liebe Hanni,

    drück Dir ggd die Daumen!!!

    Lieber Klaus,

    mir fällt im Moment Garnichts ein für die Teilhabe. Vielleicht sieht man sich mal dann kann man drüber reden.

    Liebe Marlie,
    wird das mal beantragen. Achso nix mehr mit Reha. Krieg keine mehr, Therapie sinnlos.

    Wünsch euch ein schönes WE

    lG

    Kathrin

    Vielleicht bis Oktober!

  4. #14
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    Auch wenn Du nur zeitweise außerhalb des Hauses auf den Rollstuhl angewiesen bist hast Du Anspruch auf das aG.
    Wie sollst Du denn auf einem normal breiten Parkplatz in das Auto einsteigen? Das gilt auch wenn Du nur Beifahrer bist.

  5. #15
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    Hallo Kathrin

    erst mal Danke
    mein Neuro lässt sich nicht ins Boxhorn jagen. Er hat mir gesagr was ich aud den Widerspruch schreiben soll. Ist am 31. 5. weg.
    und eine Reha hab ich von meiner KK schon genehmigt bekommen. Ich weiß auch schon wo. hab es mir selber ausgesucht.
    Fehlt nur noch der Termin. Meine Unterlagen sind schon in der Rehaklinik.
    Muskelkranken seht laut meiner KK jedes Jahr eine Reha zu. Ich war das letzte mal vor 4 Jahren.

    Gruß Hanni

  6. #16
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    Zitat Zitat von KlausB Beitrag anzeigen
    Auch wenn Du nur zeitweise außerhalb des Hauses auf den Rollstuhl angewiesen bist hast Du Anspruch auf das aG.
    Wie sollst Du denn auf einem normal breiten Parkplatz in das Auto einsteigen? Das gilt auch wenn Du nur Beifahrer bist.
    Das stimmt leider nicht. Die Voraussetzungen für das aG sind sehr eng definiert. Meinen Antrag haben sie damals trotz Rollstuhl (mit ärztl Attest) und genau aufgeführter Darlegung der Parksituation abgelehnt. Ich war fast 2 Jahre mit dem Rolli unterwegs, bevor ich das aG bekam.



    Kathrin, das kann nicht sein, dass Dir die Reha verweigert wird! Ich habe dort schon viele gesehen, die fast nichts mehr alleine machen können. Denen ging es sicher nicht besser als Dir.

    Diagnosen: PROMM/DM2 u. Polyneuropathie

  7. #17
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    Hallo Marlie,

    auch der Widerspruchsbescheid war in Deinem Fall wohl falsch.

    Das Bundessozialgericht hat im Urteil vom 10.12.2002 - Az.: B 9 SB 7/01R folgendes geschrieben:
    ...fordern also nicht den vollständigen Verlust der Gehfähigkeit, sondern lassen ein - ggf erst durch orthopädische Versorgung ermöglichtes - Restgehvermögen zu. Die Gehfähigkeit muss nur so stark eingeschränkt sein, dass es dem Betroffenen unzumutbar ist, längere Wege zu Fuß zurückzulegen

  8. #18

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    hallo zusammen, ich habe FSHD Muskelschwund und mittlerweile aG...

    ich kann mit fußheberschienen und korsett kurze strecken zu fuß zurücklegen, aber im laufe des antrags, widerspruch und letzendlich der klage gegen den bescheid des versorgungsamt habe ich folgendes gelernt...

    um aG zu bekommen muss folgendes gegeben sein:
    1. man kann sich nur mit großer Anstrengung außerhalb des Kraftfahrzeug bewegen
    2. diese Bewegungseinschränkung muss ab dem ersten Schritt gegeben sein


    ob man eine rollstuhl verordnung hat ist egal.
    wenn irgendwo in einem ärzte bericht steht, dass man kurze strecken zu fuß gehen kann und erst für längere strecken (100m) einen rollstuhl benötigt, dann bekommt man auch kein aG.



    aber:
    auf meinen ersten änderungsantrag um aG zu bekommen, wurde dieser abgelehnt und das versorgungsamt hat in seiner begründung die o.g. punkte 1 & 2 explizit genannt.
    im darauf folgenden jahr habe ich hausarzt, orthopäde, und neurologische muskelambulanz explizit diese formulierungen in ihren jahrlichen untersuchungsberichten bestätigen lassen... trotzdem wurde mein antrag wieder abgelehnt.
    daraufhin habe ich mit einem anwalt zusammen geklagt.

    davor hatte ich 80 und G, jetzt habe ich 90, aG und sogar B

  9. #19
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    Das mit der kurzen Gehstrecke wird von den Versorgungsämtern häufig falsch ausgelegt. Rechtlich anerkannt ist, dass man noch bis zu 100 m sich noch unter Anstrengung fortbewegen kann.

    In Innenstädten wäre es teilweise schier unmöglich irgendwelche Gehhilfen mal kurz auf der Straße liegen zu lassen um auch nur wenige Meter zum engen Parkplatz zurück zu legen, auszuparken und die Gehhilfen wieder einzusammeln.
    Ähnlich verhält es sich als Beifahrer wenn man im fließenden Verkehr mit dem erhöhten Platzbedarf einsteigen will (nach so einem Versuch hätte sich das Thema dann sowieso erledigt). Abgesehen von der Unmöglichkeit wäre das auch ein Verstoß gegen die StVo.

    Auch wenn die Notwendigkeit der Parkerleichterung nur zeitweise oder unter bestimmten Gegebenheiten notwendig ist, spricht das nicht gegen das aG. Schließlich gilt die auch nur mit der Einschränkung "sofern in zumutbarer Entfernung keine andere Parkmöglichkeit besteht" (§ 48 Stvo).
    Wenn in unmittelbarer zum Behindertenparkplatz ein für seine Bedürfnisse ebenso geeigneter normaler Parkplatz frei ist, darf man rein formal auch mit Parkausweis nicht auf dem Behindertenparkplatz parken.
    Geändert von KlausB (18.06.2016 um 21:50 Uhr)

  10. #20

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    In dem o.g. Urteil des BSG steht:

    Die Instanzgerichte haben im Anschluss daran versucht, mit 100 Metern zumutbarer Wegstrecke auch eine Grenze für "aG" zu markieren ... Die maßgebenden straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften stellen jedoch nicht darauf ab, über welche Wegstrecke ein schwerbehinderter Mensch sich außerhalb seines Kraftfahrzeuges zumutbar noch bewegen kann, sondern darauf, unter welchen Bedingungen ihm dies nur noch möglich ist: nämlich nur mit fremder Hilfe oder nur mit großer Anstrengung. Wer diese Voraussetzung - praktisch von den ersten Schritten außerhalb seines Kraftfahrzeuges an - erfüllt, qualifiziert sich für den entsprechenden Nachteilsausgleich (insbesondere Parkerleichterungen) auch dann, wenn er gezwungenermaßen auf diese Weise längere Wegstrecken zurücklegt.

    Der Kläger gehört danach zum berechtigten Personenkreis, wenn seine Gehfähigkeit in ungewöhnlich hohem Maß eingeschränkt ist und er sich nur unter ebenso großen körperlichen Anstrengungen fortbewegen kann, wie die in der Verwaltungsvorschrift genannten Personen (vgl BSG SozR 3-3870 § 4 Nr 23). Die erste Voraussetzung erfüllt der Kläger, denn nach den im Berufungsurteil getroffenen Feststellungen vermag er sich nur mit Gehstock und orthopädischen Schuhen und auch dann nur noch schleppend, watschelnd, kleinschrittig und deutlich verlangsamt fortzubewegen. Ob dies mit entsprechend großen körperlichen Anstrengungen verbunden ist, lässt sich den berufungsgerichtlichen Tatsachenfeststellungen jedoch nicht mit hinreichender Deutlichkeit entnehmen, zumal das LSG bei seiner Beurteilung von anderen rechtlichen Kriterien ausgegangen ist.

    Da der erkennende Senat die nach alledem noch erforderliche ergänzende Sachverhaltsaufklärung im Revisionsverfahren nicht nachholen kann (vgl § 163 SGG), ist das Berufungsurteil aufzuheben und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das LSG zurückzuverweisen (vgl § 170 Abs 2 Satz 2 SGG). Dieses wird davon ausgehen können, dass in ihrer Gehfähigkeit in ungewöhnlich hohem Maß eingeschränkte schwerbehinderte Menschen sich beim Gehen regelmäßig körperlich besonders anstrengen müssen. Die für "aG" geforderte große körperliche Anstrengung dürfte gegeben sein, wenn der Kläger die von ihm nach 30 Metern einzulegende Pause deshalb macht, weil er bereits nach dieser kurzen Wegstrecke erschöpft ist und neue Kräfte sammeln muss, bevor er weitergehen kann.
    https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb...l=esgb&id=2364
    D.h. man kann für aG schon noch eine Wegstrecke von 100 m bewältigen, aber nicht ohne Pause nach jeweils ca. 30 m.

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