Ergebnis 1 bis 4 von 4

Thema: Kraftfahrzeughilfe für EU-Rentner

  1. #1
    Registriert seit
    12.02.2004
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    141

    Standard Kraftfahrzeughilfe für EU-Rentner

    Hallo,

    ich beziehe eine unbefristete volle Erwerbsminderungsrente und habe nun einen Rollstuhl verordnet bekommen. Als Mito ist meine Kraft sehr eingeschränkt. Ich habe daher einen leichten und leichtgängigen Aktivrollstuhl (Sopur Easy Life), der horizontal, aber nicht vertikal klappbar ist. Vertikal klappbar wäre er, wenn die Rückenlehne nicht verstellbar wäre. Ich brauche aber eine verstellbare Lehne.

    Leider passt er kaum (nur liegend mit viel Gefrickel) in unser Auto. Ich schaffe es nur unter größter Anstrengung, ihn einzuladen und bin dann völlig fertig. Außerdem ist dann die Rücksitzbank umgeklappt und das Auto ist so voll, dass wir nichts und niemanden außerdem transportieren können.

    Auch im Hinblick auf eine fortschreitende Verschlechterung und später erforderliche Umbauten würden wir gerne einen VW Caddy (kein anderes Auto, kein Reimport. Dies ist die für uns beste Lösung) kaufen, der noch nicht so alt ist, dass wir laufend Reparaturkosten haben. Für unseren Euro 5 – Diesel bekommen wir aber relativ wenig Geld und unsere Ersparnisse reichen nicht aus. Einen Kredit für ein Auto abzubezahlen, ist nicht möglich. Soweit die Rahmenbedingungen. Bitte stellt dies nicht in Frage.

    Ich habe mich bereits ein wenig schlau gemacht. Die Kraftfahrzeughilfe-Verordnung bezieht sich in erster Linie auf Arbeitnehmer u.ä., scheidet also aus. Rentenversicherung, Unfallversicherungsträger, Kranken- und Pflegekasse ebenso. Beim Sozialhilfeträger werden wir als Hausbesitzer (zahlen wir noch ab) keine Chance haben. Stiftungen kommen vermutlich auch nicht in Frage, da diese allenfalls dann einspringen, wenn alle anderen abgelehnt haben, wie ich gelesen habe. Auch wüsste ich nicht, welche Stiftung realistisch in Frage käme. Ich finde die Recherche sehr schwierig.

    Bleiben Versorgung- und Integrationsamt. Man kann es als EU-Rentner vielleicht über Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gesellschaft versuchen. Aber welcher Kostenträger kommt da dann realistisch in Frage? Hat jemand zu diesen Varianten Erfahrungen?

    Viele Grüße

    Marc
    Geändert von Marc (02.01.2018 um 09:59 Uhr)
    Krankheitsrelevante Daten s. Profil

  2. #2
    Registriert seit
    26.06.2007
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    2.291

    Standard

    Das wird wohl nur über Leistungen zur Teilhabe gehen.
    Dafür gibt es in den Gemeinden meistens ein gesondertes Amt. häufig beim Sozialamt angesiedelt.

    Die werden sich aber an der Kraftfahrzeughilfe-Verordnung orientieren.
    Das heißt, dass das Auto noch mindestens den halben Neuwert haben muss. Es gibt auch nur einen Zuschuss von höchstens 10.000,- EUR (abzüglich des Restwertes Deines alten Autos).
    Wenn Du später Umbauten brauchst muss das Auto zu dem Zeitpunkt auch noch den halben Neuwert haben.
    Man bestreite keines Menschen Meinung; sondern bedenke, daß wenn man alle Absurditäten, die er glaubt, ihm ausreden wollte, man Methusalems Alter erreichen könnte, ohne damit fertig zu werden.
    (Arthur Schopenhauer)

  3. #3
    Registriert seit
    03.07.2015
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    600
    Blog Entries
    1

    Standard

    Hallo Marc,

    so weit mir bekannt ist, ist dafür die Eingliederungshilfe zuständig. Allerdings lehnen diese auch ganz gerne irgendwelche Anfragen meistens erst einmal ab. Ist zumindest meine Erfahrung. Ob dir/euch aber eine solche Hilfe zu stehen würde, könntet du aber bei einem Sozialverband, - z. B. VDK erfragen.
    Liebe Grüße,
    Sharon

  4. #4
    Registriert seit
    12.02.2004
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    141

    Standard

    Hallo,
    danke für die Hinweise. In unserer Gemeinde ist es das "Amt für Soziales" für Eingliederungshilfe/ Leistungen zur Teilhabe an der Gesellschaft zuständig. Auf einen Zuschuss zu einem neuen Auto macht man mir dort aber wenig Hoffnung. Geringfügig bessere Chancen hätte ich wohl auf einen Zuschuss zu einem behinderten gerechten Umbau. Dazu muss ich dann aber in bisher nicht bekanntem Umfang Auskunft über mich geben. Ich müsste Kontoauszüge des letzten halben Jahres vorlegen, u.ä.. So blank ziehen mag ich gar nicht.

    Die Dame kannte sich nach eigenen Bekunden aber nicht sehr gut aus (wie so häufig bei Behörden/ Leistungenträgern). Die geringen Chancen auf einem Zuschuss zu einem Auto machte die Damen daran fest, dass ich schwer begründen könne, warum ich es vergleichbar häufig ein Auto benötige, wie eine erwerbstätige Person... Das ist doch schizophren! Jemand, der noch gesund genug ist, um zu arbeiten, hat bessere Chancen auf einen Zuschuss, als jemand, der eine Erwerbsminderungsrente bezieht. Ich muss mich jetzt erst einmal neu sortieren. Vielleicht werde ich mich weiter mit dem Amt für Soziales abmühen, vielleicht versuche ich noch etwas über das Versorgungsamt oder Stiftungen. Sofern ich noch etwas erreiche, werde ich hier berichten. Vielleicht nutzt es anderen.

    Viele Grüße
    Marc
    Krankheitsrelevante Daten s. Profil

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •