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Thema: Patienten sollen zu Wort kommen

  1. #21

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    Bitte bei der Zahnbürste darauf achten das die Bürste ein glattes Borstenfeld hat, wenn es Borsten mit. unterschiedlichenlängen. sind bürstet man ggf schnell eine Kerbe in die zähne.

  2. #22
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    Standard Palliativ-Care - Hospitze - Pflegehinweise für eine Fachkraft

    Frau Kellermann "begleitet" seit 25 Jahren "terminal" erkrankte Menschen als "Palliative-Care-Fachkraft".

    Ich begleite meinen Mann mit ALS seit 2009 und sorge seit 2011 mit ansteigenden Anforderungen. Meine Anstrengungen sind keinesfalls "Palliativ".
    Unsere Anstrengungen gehen dahin weiter zu leben, mit allen Mitteln der modernen Medizintechnik, so lange wie es dem Betroffenen sinnvoll erscheint.

    Eine Palliativ-Fachkraft pflegt nicht, um mit moderner Medizintechnik die Menschen am noch angenehmen Leben zu erhalten. Es ist ein Pflegen des "Sterbens".

    Welche Forumteilnehmer denken an eine Pflege des Sterbens? Geht es nicht eher um die Pflege zu einem noch guten, annehmbarem Leben und dies so lange wie möglich?
    Dann wären es doch die falschen Pflegeratschläge und Hinweise (.....was ich schon immer mal sagen wollte.../ Patienten sollen zu Wort kommen.... etc.) - oder?

    Eine mir bekannte Person mit ALS wurde aus dem Hospitz "entlassen", weil sie anscheinend nicht schnell genug verstarb (Argument: sie sei dort nicht richtig).
    Für uns ist Palliativ-Care nicht dies, was wir uns wünschen - sondern genau das Gegenteil.

  3. #23
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    Zitat Zitat von Skyline Beitrag anzeigen
    ... Eine Palliativ-Fachkraft pflegt nicht, um mit moderner Medizintechnik die Menschen am noch angenehmen Leben zu erhalten. Es ist ein Pflegen des "Sterbens". ...
    Hallo Skyline,
    das sehe ich anders, denn "palliative Behandlung" (von pallium = Mantel) ist laut der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin:
    die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten ... zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht, und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt“.

    Zumindest auf meine Frau treffen diese Merkmale zu; deshalb sehe ich unsere Bemühungen um sie durchaus als palliative Behandlung. Tatsächlich kamen eine Zeitlang ambulante Palliativmediziner zu uns, die sich so lange um meine Frau gekümmert haben, bis wir (die Hausärztin und ich) in der Lage waren, die adäquate Behandlung und Pflege selbständig sicherzustellen.

    Zitat Zitat von Skyline Beitrag anzeigen
    ... Eine mir bekannte Person mit ALS wurde aus dem Hospitz "entlassen", weil sie anscheinend nicht schnell genug verstarb (Argument: sie sei dort nicht richtig). ...
    Die Entlassung kann durchaus berechtigt gewesen sein: Die Hospiz-Stationen sind m.W. tatsächlich für Sterbende mit absehbarem Lebensende gedacht; dementsprechend begrenzt ist die Zahl der Hospiz-Betten. Häufig sind ALS-Patienten m.E. aber keine "Sterbenden" im üblichen Sinne, weil ALS keine tödliche Krankheit ist: sie können bei guter Pflege bekanntlich sehr lange leben (z.B. Stephen Hawking mit 55 Jahren seit der Diagnose). Weder ihn noch meine Frau (8 Jahre seit ALS-Diagnose) würde ich als "Sterbende" bezeichnen. Ich könnte ohne weiteres vor ihr sterben und bräuchte dann ein Hospizbett evtl. nötiger als sie.

    Alles Gute!
    Geändert von Blauracke (22.02.2018 um 12:50 Uhr)

  4. #24
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    Ich hatte vor ein paar Monaten mal die Palliativ Care Ambulanz des Hospizes in der Nachbarschaft angerufen und mich sehr gut mit einer Schwester unterhalten. Wir waren uns einig, dass Lebensqualität an oberster Stelle steh guten sollte. Auf die Frage, wann "palliativ" eigentlich anfinge, antwortete sie: Im Prinzip mit der Diagnose einer derzeit unheilbaren Krankheit wie ALS oder auch Krebs, bei dem die Aussichten geheilt zu werden sehr ungewiss sind.

    Für mich gehört zur Pflege und zum Umgang inzwischen dazu, dass mein Freund auch gesundheitlich unvernünftig sein darf ohne dass ich mit erhobenem Zeigefinger da stehe. Wenn ihm die Prophylaxe mit dem Hustenassistent den Moment versauen würde, dann darf er das als erwachsener Mann auch schleifen lassen und, genau, einfach leben.
    Gut ist, was gut tut.

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