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Thema: Parkausweis für Behinderte

  1. #11
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    Hi Orwell,

    in der Wohnung schaffe ich noch die Strecke vom Sessel in die Küche mit dem Stock, mit etwas Pause sogar mehrmals täglich. Außerhalb der Wohnung gehe ich keinen Meter mehr, ich bin ausschließlich mit dem E-Rolli unterwegs. Das wurde mir von der Neurologin bestätigt.

    Und es gibt da auch entsprechende Urteile:
    Das Gericht hat nun festgestellt, dass das Merkzeichen aG keinesfalls nur vollkommen gehunfähigen Personen zusteht. Auch die von vielen Gerichten und Versorgungsämtern festgelegte maximale Gehstrecke von 100 m wurde als untauglich eingestuft. Die maßgebenden straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften stellen nach Ansicht der Richter darauf ab, unter welchen Bedingungen sich jemand außerhalb seinen Kraftfahrzeuges bewegen kann: nämlich nur mit fremder Hilfe oder nur mit großer Anstrengung. Als Vergleichsgruppe dient die in der Verwaltungsvorschrift aufgeführte Personengruppe: Querschnittsgelähmte, Doppeloberschenkelamputierte, Doppelunterschenkelamputierte, Hüftexartikulierte und einseitig Oberschenkelamputierte, die dauernd außer Stande, sind ein Kunstbein zu tragen oder nur eine Beckenprothese tragen können oder zugleich unterschenkel- oder armamputiert sind, sowie andere Schwerbehinderte, die nach versorgungsärztlicher Feststellung, auch auf Grund von Erkrankungen, dem vorstehenden Personenkreis gleichzustellen sind.

    Das Merkzeichen steht demzufolge denjenigen Personen zu, die in ihrer Gehfähigkeit in ungewöhnlich hohem Maße eingeschränkt sind und sich nur unter ebenso großen körperlichen Anstrengungen fortbewegen können, wie die genannten Personen. Eine Rollstuhlabhängigkeit ist damit nicht mehr Voraussetzung für das Merkzeichen aG. Viele Gehbehinderte, die zwar noch gehfähig sind, dies aber nur mit großer Anstrengung oder mit fremder Hilfe können, erhalten durch das Urteil die Möglichkeit das Merkzeichen aG zu beantragen.

    Urteil vom 10.12.2002 (AZ: B 9 SB 7/01 R) neu definiert
    Nach Rücksprache mit dem VDK habe ich das Attest nun doch zum Amt geschickt, mit der Bitte um Weiterleitung zum MD. Mal sehen... In 2-3 Monaten werde ich wieder in die DKD zur Verlaufskontrolle gehen, danach kann ich auch einen begründeten Verschlechterungsantrag stellen.

    Ich ärgere mich nur darüber, dass ich mich mit so einem Mist rumschlagen muss, neben allem anderen...

    LG Marlie

    Diagnosen: PROMM/DM2 u. Polyneuropathie

  2. #12
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    Hallo Marlie,
    der MD der versorgungsämter hat meist überhaupt keine Ahnung über neuromuskul. Erkrankungen und dessen Ausmaß.
    Das B hab ich durch den Richter bekommen. Mehr wie 60% wollte man mir nicht geben.
    Wenn ich aber manch älteren mensch sehe, mit Parkerlaubnis dann sträuben sich meine Nackenhaare.
    Die können rennen!!!!
    Da fragt man sich!
    Gruss Kathrin

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