Ergebnis 1 bis 5 von 5

Thema: Arbeiten am Computer – Teil 2: Eingabegeräte

  1. #1

    Standard Arbeiten am Computer – Teil 2: Eingabegeräte für die Spracherkennungssoftware

    Nachdem Sie im 1. Teil meines Berichtes einiges über Dragon NaturallySpeaking und den dafür erforderlichen Computer erfahren haben, beschäftigt sich dieser 2. Teil mit den Eingabegeräten für die Spracherkennungssoftware.

    Das Headset oder Mikrofon

    Als erstes sollten Sie das Headset entsorgen, das zusammen mit der Premium Version von Dragon NaturallySpeaking geliefert wird. Ob sie ein kabelgebundenes oder kabelloses Spracherkennung-Headset oder ein freistehendes Mikrofon verwenden, sie sollten es in jedem Fall nicht an das integrierte Audiosystem Ihres Rechners anschließen. Die Qualität dieser integrierten Soundkarten ist oft wesentlich schlechter, als die von USB Audioadaptern, die zusammen mit dem Headset oder Mikrofon geliefert werden. Schließen Sie also Headset oder Mikrofon über USB an Ihren Rechner an. Dazu kommt, dass Sie bei einem Wechsel des Rechners nur dann ihre vorhandenen Sprachprofile auf dem neuen Rechner weiterverwenden können, denn Ihr USB-Audioadapter bleibt der gleiche. Nehmen Sie ein Headset mit nur einer Ohrmuschel, denn dann können Sie auch noch telefonieren oder jemandem anderen zuhören. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten kabelgebundene Headsets (http://dragon-spracherkennung.forumprofi.de/topic883-test-von-drei-kabelgebundenen-headsets.html). Bedenken Sie aber, dass Sie noch in der Lage sein müssen, es sich selbst auf-oder abzusetzen oder dass jemand anderes das für sie machen muss.

    Das Kabel des Headsets hängen Sie am besten an der Spitze einer Schreibtischlampe auf, die in etwa 30-40 cm Abstand von ihrem Ohr steht. So schwebt das Kabel und hängt nicht an ihrem Körper herunter, wo es sich nur verheddert. Gute Mikrofone nehmen sogar Ihre Atemgeräusche auf. Dann sollten Sie, abweichend von anderen Ratschlägen, das Mikrofon an der Wange in der Höhe Ihrer Nasenspitze tragen. Hier die Abbildung eines umgebauten Headsets mit vergrößertem Auflagepolster, dessen Mikrofonabstand mit Klettband fixiert wurde.

    Ob die Grundvoraussetzung für eine sehr gute Spracherkennung – die lautlose Arbeitsumgebung – bei Ihnen erfüllt ist, können Sie leicht prüfen. Computer an, Headset auf, Dragon NaturallySpeaking arbeitsbereit. Sagen Sie jetzt nichts sondern machen Sie nur das, was Sie auch sonst beim Arbeiten tun. Tippen Sie auf eine Taste der Tastatur, klicken Sie mit der Maus und sorgen Sie für alle anderen Hintergrundgeräusche die normalerweise auftreten. Atmen Sie einfach einige Minuten vor sich hin, drehen Sie den Kopf, und bewegen Sie sich auf ihrem Schreibtisch- oder Rollstuhl (wenn das Ihnen noch möglich ist). Dragon versucht jetzt jedes Geräusch, das es über das Mikrofon vernimmt, zu interpretieren. Wenn Dragon schon jetzt Worte oder Kommandos versteht, brauchen Sie nicht weiterzumachen. Hervorragende Ergebnisse können Sie so nicht erzielen. Wenn Dragon jetzt immer wieder aktiv wird und nichts Sinnvolles erkennt („Bitte sagen Sie das noch einmal“) dann wird es mit den gleichen Störungen auch zu kämpfen haben, wenn Sie etwas sagen. Minimieren Sie diese Störungen. Ganz vermeiden können Sie sie nicht. Das ist – zusammen mit einer klaren und deutlichen Aussprache – die zweite Voraussetzung für eine hervorragende Spracherkennung.

    Spiegel

    Zur Kontrolle der richtigen Position des Mikrofons ist ein Handspiegel praktisch, den Sie so vor sich aufstellen, dass Sie ihr Gesicht sehen. Solche Spiegel gibt es preiswert bei http://www.spiegelfabrik.de/.

    Ende des 2. Teils

    Damit endet der 2. Teil des Erfahrungsberichtes. Der 3. Teil beschäftigt sich mit Eingabegeräten für die Hände, der 4. Teil damit, wie man einen Computer unter Windows ohne Hände bedienen kann. Im 5. Teil geht es um das Telefonieren und das richtige Sitzen am Schreibtisch.
    Geändert von Hannes54 (23.12.2013 um 13:18 Uhr)

  2. #2

    Lächeln Erfahrungen mit Spracherkennung und geeignetes Headset

    Ich bin neu hier und schon mal versucht, darauf zu antworten, bin aber auf "zitieren" gegangen, aber es hat meinen Beitrag nicht genommen. Also versuche ich es noch einmal.
    Ich bin Ergotherapeut und arbeite schon seit mehr als 3 Jahren mit Naturally Speaking, zuerst noch mit Version 10. Damals war das manchmal sehr mühsam, das Programm hat sich eingefroren und musste gewaltsam beendet werden. Jetzt hingegen ist es qualitativ sehr gut und ich benütze es im Alltag (Datenbank und Mailverkehr) praktisch handsfree. Und ich arbeite auch mit Klienten, einer davon sogar mit Tracheotomie und Sprechventil (also beatmet).
    Ein Typ zur Verbesserung der Sprechqualität: Zu Beginn einer Sitzung einen gesprochenen Satz mit dem Audiorecorder aufnehmen, dann abhören und bewerten auf einer Skala 1 - 10. Dann das ganze nochmals machen inklusive Bewertung. Bei meinen Klienten konnte ich so meistens eine Steigerung um ein bis zwei Punkte erreichen.
    Zum Headset: Ich verwendete ein Headset Plantronics DSP 100 (nicht mehr erhältlich), welches eine eigene Soundkarte enthält. Diese Soundkarte hat einen Filter, welcher Umgebungsgeräusche herausfiltert, so dass es auch in einem Großraumbüro benützt werden kann. Ich habe es getestet, der Klient arbeitete damit und ich habe in einem Meter Abstand daneben gesprochen in normaler Lautstärke und es hat meinen Störtext nicht aufgenommen, sondern nur dasjenige, dass der Klient gesprochen hat. Es gibt jedoch auch heutzutage solche mit Geräuschfilterung, z.B. das Sennheiser PC 26 für 41 €.
    Ich arbeite auf dem Mac mit Dragon Dictate 4 vom demselben Hersteller. Doch dieses Programm kommt bezüglich Erkennungsqualität nicht an Naturally Speaking heran. Auch hat es noch Bugs, so dass es nachmal nach einem Punkt eine einzelnen Buchstaben anfügt, ärgerlich! Auch sind leider die Befehle unterschiedlich bzw. gar nicht vorhanden. Viele Befehle können nicht trainiert werden, weil sie in der Liste gar nicht erscheinen. Viele Wörter sind zwar im Wörterbuch, werden beim diktieren aber nicht erkannt. Erst wenn sie separat trainiert werden, werden sie erkannt. All diese Wörter einzeln zu trainieren ist Sisyphusarbeit Dafür muss ein Wort im Gegensatz zu Naturally Speaking 3 mal gesprochen werden und nicht nur einmal.
    Auf dem PC bin ich ca. 2-3 mal schneller mit Spracherkennung als mit 10-Finger Tastaturschreiben, obwohl ich dieses auch gut beherrsche!

  3. #3

    Standard

    Hallo. Mich würde mal interessieren, ob jemand hier Erfahrung mit diesem Headset: http://www.schaefer-shop.de/p/headset-sennheiser-pc-131 hat? Ist Geräuschfilterung das Gleiche wie Geräuschunterdrückung? Sorry, kenne mich leider nicht so gut aus!

  4. #4

    Standard

    Zitat Zitat von MediMax Beitrag anzeigen
    Hallo. Mich würde mal interessieren, ob jemand hier Erfahrung mit diesem Headset: http://www.schaefer-shop.de/p/headset-sennheiser-pc-131 hat? Ist Geräuschfilterung das Gleiche wie Geräuschunterdrückung? Sorry, kenne mich leider nicht so gut aus!
    gute Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung (=micro, dass die umgebungsgeräusche aufnimmt und gegensteuert) kosten 200+€
    aber ich benutze geschäftlich für voip und videotelephonie einen Sennheiser PC 8 USB (20-30€), die sprachqualität ist top, kein echo, kein rauschen.
    kann man einfach bei amazon kaufen, testen, und wenn es einem persönlich nichts taugt innerhalb von 14 Tagen zurückschicken.

  5. #5

    Standard

    Hallo,

    ich habe das Headset Plantronics CS520A, auch sehr teuer, aber sein Geld durchaus wert. Sehr gute, klare Sprachqualität und keine Störung durch Umgebungsgeräusche.
    Telefoniere damit sehr gerne.

    Gruß,
    Estha

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •