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EMG Befund

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    EMG Befund

    Hallo zusammen,

    Ich bin neu hier im Forum und wollte gerne mal eure Einschätzung haben.

    Zu mir, ich bin männlich 28 Jahre, habe eine Frau und eine 3 jährige Tochter und bin selbstständig.

    Vor ca. 1 1/2 Jahren viel mir in einer sehr stressigen Phase auf, dass meine linke Wade immer wieder, fast durchgehend am Zucken ist/war. Das hat mich damals schon hier und da belastet, habe es aber nicht wirklich weiter verfolgt.

    Seit paar Monaten fiel mir dann auf, dass meine linke Wade an Durchmesser verloren hat. Mittlerweile ist sie im Umfang 2cm kleiner als die rechte. Beim einseitigen Wadenheben merke ich dass die linke Wade ca. 20 Wiederholungen schafft und die rechte doppelt so viele.

    Ich hatte gestern einen Termin beim Neurologen dem die Atrophie mit dem bloßen Auge aufgefallen ist. Darauf haben wir einen Reflex Test gemacht, der soweit in Ordnung war, scheinbar war am linken Bein in der Kniescheibe der Reflex nicht gleich intensiv wie im rechten.

    Danach wurde ein EMG gemacht. Oberarme, Hände, Oberschenkel, Waden. Alles soweit unauffällig, außer bei den Waden konnte er die Zuckungen sehen. Dann hat er gemeint, dass er die Atrophien auf dem EMG gar nicht sehen kann, dafür ist es nicht da - er konnte es ohnehin mit dem bloßen Auge erkennen. Ich habe auch mal ein paar Bilder angehangen.

    Was mir auf jeden Fall weiter aufgefallen ist, dass mein Zucken sich auch auf andere Bereiche verlegt hat aber das in der Wade trotzdem geblieben ist, heißt teilweise mehreres Zucken an unterschiedliche Stellen.

    Darüberhinaus merke ich wenn ich einseitiges Wadenheben mache, dass meine linke Wade deutlich früher zu macht.

    Ich habe seit dem Termin wirklich fürchterliche Angst, dass es ALS sein könne und meine Lebenszeit nun auf paar Jahre begrenzt ist und mein Körper immer weiter abbaut. Ich kann das gar nicht mehr wirklich aushalten, weil ich auch in anderen Foren und im Internet generell gelesen habe, dass es solche Verläufe durchaus gibt, mit einem langsamen voranschreiten der Symptome.

    Vielleicht könnt ihr eure Einschätzung einfach mal da lassen.

    EMG BEFUND:

    Hier ist mein Befund. Die chronische neurogene Schädigung links macht mir extrem Sorgen und dass dort auch was von Fussheberparese steht. Aber würde nach 1 1/2 Jahren Faszikulation in dem Muskel der erkennbar abgebaut hat auch eine aktive neurogene Denervierung gefunden werden?


    M

    Wadenmuskulatur bds.

    **Beurteilung:**

    Die Genese der zur Vorstellung führenden Symptomatik bleibt aktuell unklar. Die Diagnose einer Amyotrophen Lateralsklerose kann aktuell nicht gestellt werden. Gegen ein Faszikulus-Crampus Syndrom spricht die Atrophie. Anamnestisch wurde MR-morphologisch eine differentialdiagnostisch in Betracht zu ziehende Bedrängung der S1-Wurzel links ausgeschlossen.

    Klinisch zeigt sich eine Atrophie der Wadenmuskulatur links mit konsekutiver Fußsenkerparese sowie Faszikulationen der Wadenmuskulatur bds. Gefühlsstörungen oder Pyramidenbahnzeichen lagen nicht vor.

    Elektroneurographisch ergibt sich kein Anhalt für eine Polyneuropathie. Insbesondere können keine Leitungsblöcke nachgewiesen werden.

    In der elektromyographischen Untersuchung können die sichtbaren Faszikulationen in der Wadenmuskulatur bestätigt werden. Links finden sich hierbei zudem Hinweise auf eine chronisch neurogene Schädigung. Im Bereich des M. interosseus dorsalis manus I rechts lassen sich ebenfalls Faszikulationen abgrenzen. Klassische Zeichen einer akuten Denervierung finden sich in der ausführlichen Untersuchung nicht.

    Sonographisch ließen sich isoliert Faszikulationen im Bereich der Wadenmuskulatur bds. nachweisen.




    ### Seite 2

    M

    Entladungsfrequenz.

    M. tibialis anterior rechts ohne pathologische Spontanaktivität, ohne Faszikulationen, mit regelrecht konfiguierten MUPS mit normaler Dauer und normaler Amplitude sowie zeitgerechter Rekrutierung bei gelichtetem Interferenzmuster. Keine erhöhte Entladungsfrequenz.

    M. tibialis anterior links ohne pathologische Spontanaktivität, ohne Faszikulationen, mit regelrecht konfiguierten MUPS mit normaler Dauer und normaler Amplitude sowie zeitgerechter Rekrutierung bei gelichtetem Interferenzmuster. Keine erhöhte Entladungsfrequenz.

    M. vastus lateralis links ohne pathologische Spontanaktivität, ohne Faszikulationen, mit regelrecht konfiguierten MUPS mit normaler Dauer und normaler Amplitude sowie zeitgerechter Rekrutierung bei normalem Interferenzmuster. Keine erhöhte Entladungsfrequenz.

    M. vastus lateralis rechts ohne pathologische Spontanaktivität, ohne Faszikulationen, mit regelrecht konfiguierten MUPS mit normaler Dauer und normaler Amplitude sowie zeitgerechter Rekrutierung bei normalem Interferenzmuster. Keine erhöhte Entladungsfrequenz.

    M. biceps brachii rechts ohne pathologische Spontanaktivität, ohne Faszikulationen, mit regelrecht konfiguierten MUPS mit normaler Dauer und normaler Amplitude sowie zeitgerechter Rekrutierung bei normalem Interferenzmuster. Keine erhöhte Entladungsfrequenz.

    M. biceps brachii links ohne pathologische Spontanaktivität, ohne Faszikulationen, mit regelrecht konfiguierten MUPS mit normaler Dauer und normaler Amplitude sowie zeitgerechter Rekrutierung bei normalem Interferenzmuster. Keine erhöhte Entladungsfrequenz

    M. interosseus dorsalis manus I rechts mitpathologische Spontanaktivität, ohne Faszikulationen, mit regelrecht konfiguierten MUPS mit normaler Dauer und vereinzelt hoher Amplitude (bis 3,8mV) sowie zeitgerechter Rekrutierung bei normalem Interferenzmuster. Keine erhöhte Entladungsfrequenz

    M interosseus dorsalis manus I links ohne pathologische Spontanaktivität, ohne Faszikulationen, mit regelrecht konfiguierten MUPS mit normaler Dauer und normaler Amplitude sowie zeitgerechter Rekrutierung bei normalem Interferenzmuster. Keine erhöhte Entladungsfrequenz

    **Muskelsonographie:**

    Zungen und Zungenbodenmuskulatur ohne Nachweis von Faszikulationen

    Oberarmmuskulatur ohne Nachweis von Faszikulationen, Heckmatt Grad I

    Unterarmmuskulatur ohne Nachweis von Faszikulationen, Heckmatt Grad I

    M. interosseus dorsalis manus I bds ohne Nachweis von Faszikulationen

    Oberschenkelmuskulatur ohne Nachweis von Faszikulationen, Heckmatt Grad I

    M. tibialis anterior bds. ohne Nachweis von Faszikulationen, Heckmatt Grad I

    M. gastrocnemius bds. mit Nachweis von Faszikulationen.

    Beurteilung:

    Isolierter Nachweis von Faszikulationen im Bereich der




    ### Seite 3

    **Klinisch neurologische Untersuchung:**

    Wach voll orientiert, keine Aphasie, Dysarthrie oder Dysphagie, Neglect oder Hemianopsie, HN frei, Zungenmotilität unauffällig, keine Fibrillationen, keine Paresen der Nackenbeugung und Streckung, an den Armen keine Paresen, AER schwach auslösbar seitengleich, Wartenberg-Zeichen negativ, keine Atrophien, keine Faszikulationen, an den Beinen keine Paresen in der Einzelkraftprüfung, keine Paresen der Hüftstreckung links, BER mittellebhaft, ASR subjektiv empfunden links<rechts, Babinski und Strümpell-Zeichen negativ, Faszikulationen im Bereich der Waden, Atrophie der linken Wade (Messung im oberen Dritte - rechts 42cm, links 40cm). Fersen und Hackenstand bds. unauffällig. Romberg bds. unauffällig. Subjektiv schnellere Ermüdbarkeit bei 10 maligem Zehenstand links.

    **ENG/EMG:**

    Motorische Neurographie:

    N. tibialis rechts mit einer normalen DML, normalen Amplitude und normalen NLG am Unterschenkel und in der Kniekehle. Normale F-Wellenlatenzen und normale F- Wellenpersistenzen.

    N. tibialis links mit einer normalen DML, normalen Amplitude und normalen NLG am Unterschenkel und in der Kniekehle. Normale F-Wellenlatenzen und normale F- Wellenpersistenzen.

    N. peroneus rechts mit einer normalen DML, normalen Amplitude und normalen NLG am Unterschenkel und über dem Fibularkopf. Normale F-Wellenlatenzen und normale F- Wellenpersistenzen.

    N. peroneus links mit einer normalen DML, normalen Amplitude und normalen NLG am Unterschenkel und über dem Fibularkopf. Normale F-Wellenlatenzen und normale F- Wellenpersistenzen.

    N. ulnaris rechts mit einer normalen DML, normalen Amplitude und normalen NLG am Unterarm, über dem Sulcus ulnaris sowie Oberarm. Normale F-Wellenlatenzen und normale F-Wellenpersistenzen.

    Sensible Neurographie:

    N. ulnaris rechts mit einer normalen Amplitude und einer normalen NLG.

    N. suralis rechts mit einer normalen Amplitude und einer normalen NLG.

    N. suralis links mit einer normalen Amplitude und einer normalen NLG.

    **H-Reflex:**

    Rechts 30,6ms und links 30,8ms

    **Elektromyographie:**

    M. gastrocnemius caput mediale und laterale links ohne pathologische Spontanaktivität, mit Faszikulationen, mit regelrecht konfiguierten MUPS mit normaler Dauer und teilweise erhöhten Amplitude (bis 5mV) sowie zeitgerechter Rekrutierung bei gelichtetem Interferenzmuster. Keine erhöhte Entladungsfrequenz.

    M. gastrocnemius caput mediale rechts ohne pathologische Spontanaktivität, mit Faszikulationen, mit regelrecht konfiguierten MUPS mit normaler Dauer und normaler Amplitude sowie zeitgerechter Rekrutierung bei gelichtetem Interferenzmuster. Keine erhöhte Entladungsfrequenz​​

    Ich habe so eine große Angst

    Liebe Grüße​
    Angehängte Dateien

    #2
    Wie will dein Neurologe denn jetzt weiter machen? Hat er dich an eine Muskel- oder Motoneuronambulanz einer Uniklinik überwiesen?

    Kommentar


      #3
      Zitat von Marillian Beitrag anzeigen
      Wie will dein Neurologe denn jetzt weiter machen? Hat er dich an eine Muskel- oder Motoneuronambulanz einer Uniklinik überwiesen?
      Er meinte, dass ich ambulant ein MRT von der Lendenwirbelsäule machen soll, weil es daher kommen könnte.

      Aber scheinbar muss ich mich selbst darum kümmern um noch weitere Spezialisten drauf gucken zu lassen.

      Wie deutest du den Befund?

      Kommentar


        #4
        Aber du hattest doch schon ein MRT laut dem Befund (Anamnestisch wurde MR-morphologisch eine differentialdiagnostisch in Betracht zu ziehende Bedrängung der S1-Wurzel links ausgeschlossen.) Wozu dann nochmal? Und wenn du es nochmal machen sollst dann muss er eine Überweisung ausstellen mit dem Grund der MRT-Untersuchung damit der Radiologe weiss was er untersuchen soll.

        Kommentar


          #5
          Also sonderlich beunruhigend liest sich der EMG Befund nicht. Eine akute Denervierung gibt es nirgends, lediglich das Interferenzmuster ist teilweise gelichtet. Das kann auch durch mangelnde Mitarbeit auftreten. Typische ALS EMGs sehen anders aus.

          Kommentar


            #6
            Btw, bleib bitte im Forum Ohne Diagnose, hier sind Forumsteilnehmer mit bestätigter Diagnose.

            Kommentar


              #7
              Zitat von Hustinettenbaer Beitrag anzeigen
              Also sonderlich beunruhigend liest sich der EMG Befund nicht. Eine akute Denervierung gibt es nirgends, lediglich das Interferenzmuster ist teilweise gelichtet. Das kann auch durch mangelnde Mitarbeit auftreten. Typische ALS EMGs sehen anders aus.

              Danke für deine Einschätzung.

              Kannst du vielleicht noch darauf eingehen?

              Mein EMG zeigte Hinweise in der linken Seite chronisch-neurogene Schädigung und ein gelichtetes Interferenzmuster mit erhöhten Amplituden, jedoch wurde bei nur einem Einstich pro Muskelpartie keine pathologische Spontanaktivität gefunden. Da in der rechten Hand jedoch PSA nachgewiesen wurde, habe ich massive Angst, dass ein ALS-Frühstadium mit langsamem Verlauf übersehen wurde. Meine Sorge ist besonders groß, dass die PSA in der Wade aufgrund der wenigen Einstichstellen schlichtweg nicht getroffen wurde, obwohl die Atrophie bereits deutlich sichtbar ist. Kann eine solche Befundkonstellation inklusive der Hand-Auffälligkeit wirklich allein durch eine S1-Wurzelschädigung im Rücken erklärt werden, oder wurde hier etwas Gravierendes übersehen?

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                #8
                Zitat von Hustinettenbaer Beitrag anzeigen
                Also sonderlich beunruhigend liest sich der EMG Befund nicht. Eine akute Denervierung gibt es nirgends, lediglich das Interferenzmuster ist teilweise gelichtet. Das kann auch durch mangelnde Mitarbeit auftreten. Typische ALS EMGs sehen anders aus.

                Danke für deine Einschätzung.

                Kannst du vielleicht noch darauf eingehen?

                Mein EMG zeigte Hinweise in der linken Seite chronisch-neurogene Schädigung und ein gelichtetes Interferenzmuster, jedoch wurde bei nur einem Einstich pro Muskelpartie keine pathologische Spontanaktivität gefunden (in der rechten Hand hingegen schon). Da das Messfeld einer EMG-Nadel scheinbar sehr klein ist, habe ich riesige Angst, dass die PSA in der Wade aufgrund der wenigen Einstiche schlichtweg übersehen wurde. Meine größte Sorge ist nun, dass beim nächsten Termin plötzlich doch PSA gefunden wird und sich meine Befürchtung eines langsamen ALS-Frühstadiums bestätigt. Kann diese Befundkonstellation wirklich allein durch eine S1-Wurzelschädigung erklärt werden, oder ist meine Angst vor einem methodisch übersehenen Befund berechtigt?"

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                  #9
                  Zitat von Hustinettenbaer Beitrag anzeigen
                  Btw, bleib bitte im Forum Ohne Diagnose, hier sind Forumsteilnehmer mit bestätigter Diagnose.
                  Danke für deine Einschätzung.

                  Kannst du vielleicht noch darauf eingehen?

                  Mein EMG zeigte Hinweise in der linken Seite chronisch-neurogene Schädigung und ein gelichtetes Interferenzmuster, jedoch wurde bei nur einem Einstich pro Muskelpartie keine pathologische Spontanaktivität gefunden (in der rechten Hand hingegen schon). Da das Messfeld einer EMG-Nadel scheinbar sehr klein ist, habe ich riesige Angst, dass die PSA in der Wade aufgrund der wenigen Einstiche schlichtweg übersehen wurde. Auf der einen Seite denke ich: bei einer Atrophie von 2cm im Durchmesser und klar erkennbaren Faszikulationen und er sticht da in die Nähe muss doch was gefunden werden, auf der anderen Seite ist mein größte Sorge nun, dass beim nächsten Termin plötzlich doch PSA gefunden wird und sich meine Befürchtung eines langsamen ALS-Frühstadiums bestätigt. Kann diese Befundkonstellation wirklich allein durch eine S1-Wurzelschädigung erklärt werden, oder ist meine Angst vor einem methodisch übersehenen Befund berechtigt?

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                    #10
                    Ich bin kein Arzt und kann dir nur meine Erfahrungen berichten. Du hast das EMG an ziemlich vielen Stellen gehabt und wenn der Neuro sorgfältig gearbeitet und Erfahrung hat, dann wird er nichts übersehen haben was nicht gemessen wurde. Allerdings kommt beim EMG notgedrungen der Faktor Zufall ins Spiel, weil man ja nicht stundenlang jeden einzelnen Muskel zerstechen kann.
                    Aber ganz generell würde ich persönlich dem EMG nicht so viel Stellenwert beimessen. Es ist nur ein Hilfsmittel, im Vordergrund steht immer die Klinik.

                    Hattest du nicht bereits ein Wirbelsäulen MRT, wo ein möglicher S1 Schaden gefunden worden wäre?

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                      #11
                      Zitat von Hustinettenbaer Beitrag anzeigen
                      Btw, bleib bitte im Forum Ohne Diagnose, hier sind Forumsteilnehmer mit bestätigter Diagnose.
                      Darauf möchte ich bitte auch noch mal hinweisen. es reicht wenn du einen Thread in ohne Diagnose machst. Keine hier kann dir eine Diagnose geben, das kann auch Google und KI nicht. Sprich mit deinen Ärzten und vertraue ihnen. alles andere ist Angst, auch die ist behandelbar.

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                        #12
                        Hallo Healthyhealthy,

                        deine Angst ist nachvollziehbar, sie kann aber genau deine Symptome unbewusst noch befeuern und verstärken. Auf jedem Fall kann sie die Faszikulationen triggern. Eine neurogene Schädigung und ein gelichtetes Interferenzmuster​ können auch von einem Bandscheibenschaden in dem Bereich kommen. Wenn du so besorgt bist, dann mache dir eigenständig einen Termin in einer ALS-Ambulanz. Guter Kliniker erkennen recht schnell einen positiven Befund - einen Ausschluss bringt dann die Zeit. Egal wie, für den Fall der Fälle machst du nichts falsch, es gibt kein Mittel dagegen, egal, was dir andere weismachen wollen. Deine Generation ist sowieso dramatisch angsbehaftet und mit 28 Jahren ist eine Erkrankung sehr selten, aber nicht unmöglich. Deutlich unter 5 Prozent der Neuerkrankungen haben in etwa dein Alter.

                        Aber die Anmerkung "Die Diagnose einer Amyotrophen Lateralsklerose kann aktuell nicht gestellt werden." ist etwas spezifisch und unglücklich gewählt und würden weitsichtige Neurologen nicht so formulieren, zumal wenn sie wissen, dass der Patient den Befund in die Hand bekommt.

                        Wenn dir keiner eine Überweisung geben will, dann musst du den Erstkontakt als Selbstzahler finanzieren und über diese Schiene versuchen reinzukommen. Du kannst auch abwarten und sehen, was passiert oder hoffentlich nicht.

                        Was selbst ernannte Forumswächter wie #11 rund um die Uhr hier propagieren, sollte dir egal sein. Schreib' wo du willst, die haben nichts zu sagen. Aber höre auf im Internetforen wie diesem eine Diagnose zu finden. Hilfestellungen wie du vorgehen kannst ja, mehr aber nicht. Wo du ungefähr wohnst, solltest du ergänzen.

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