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Knie TEP mit HMSN

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    Knie TEP mit HMSN

    Guten Tag Zusammen und euch allen ein gutes neues, gesundes und erfolgreiches Jahr.

    Mir soll in ca. 2 Wochen das rechte Knie erneuert werden. Nun habe ich etwas Bammel, dass sich nach der OP die Muskulatur nicht erholt und ich nicht mehr gehen kann.
    Hat jemand Erfahrung mit HMSN und einem künstlichen Kniegelenk?
    Der Arzt wollte sich zu dem Thema nicht wirklich äußern.

    Grüße
    sieweb

    #2
    Sofort nach der OP wird in der Regel mit Krankengymnasitk begonnen, meiner Erfahrung nach (dreimal FUß-OP) ist das anstrengend, aber nützlich für den Muskelerhalt.

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      #3
      ​Hallo Zusammen,

      ich gebe zu dem Thema mal ein Update, als Orientierung für Betroffene, die eventuell mal das gleiche Problem haben.

      Am 23. Januar, als vor ca. 7 Wochen, lies ich mir ein neues Knie einsetzen. Ich begann schon recht schnell in der Akutklinik auf Krücken umher zu gehen und Übungen zu machen. Eine Woche nach OP wurde ich in eine Rehaklinik gefahren. In der Rehaklinik sagte ich dem Chefarzt, "dass ich die Reha gerne verlängern möchte, da der Heilungsprozess bei mir aufgrund der HMSN etwas langwieriger sein würde". Mit Verweis auf die HMSN wurde die Reha von 2 1/2 Wochen auf 4 1/2 Wochen verlängert. Gerade in den beiden Verlängerungswochen machte ich gute Fortschritte.

      In der Reha arbeite ich sehr hart und intensiv. Ca. 5 orthopädische Anwendungen pro Tag, dazu ca. 2 Anwendungen pro Tag für die HMSN (Ergotherapie). Wenn es nicht auf meinem Therapieplan stand, ging ich von mir aus noch ca. 1 1/2 Stunden in den Kraftraum (MTT). Darüber hinaus ging ich ca. 2 bis 3 Mal täglich vor der Klinik umher (mit Krücken) und absolvierte so täglich ca. 10.00 Schritte. Ich war einer der fleißigsten Patienten und bekam von allen Seiten positives Feedback. Abends schlief ich oft zwischen 19:00 und 20:00 Uhr vor Erschöpfung ein. So eine Reha ist für einen HMSN-Patienten m.E. nach sehr viel anstrengender, als für einen Patienten ohne neuromuskuläre Erkrankung.

      Seit 10 Tagen bin ich wieder zu Hause und fahre bereits wieder mit meinem PKW zur Krankengymnastik. Darüber hinaus habe ich mir Rezepte für Lymphdrainage geben lassen sowie für "Training an Geräten". Ich möchte diesen Monat noch nicht wieder in die Muckibude gehen, dafür bin ich noch nicht stabil genug. In meiner Wohnung mache ich Übungen auf der Gymnastikmatte und versuche 2 bis 3 Mal täglich "um den Block zu gehen". Seit ich wieder zu Hause bin, nutze ich keine Krücken mehr, aber bei meinen Rundgängen um den Block nutze ich Wanderstöcke.

      Mein Physiotherapeut ist zufrieden mit mir, die Beweglichkeit des Gelenks ist überdurchschnittlich gut und die Wunde ist gut verheilt. Das Knie schmerzt noch, ich nehme seit ca. 4 Wochen keine Schmerzmittel mehr.

      In der Rehaklink war "heile Welt", da fiel ich mit meiner HMSN unter den vielen eingeschränkten Patienten nicht auf. Hier, zu Hause, holt mich die HMSN leider wieder ein und ich merke deutlich, wie die Erkrankung mich einschränkt. Mittlerweile macht sich mein Rücken wieder stark bemerkbar und ich habe zum Ende meiner Rundgänge meist taube Füße.

      In den zurückliegenden Tagen waren wir zweimal im Kino und vorher Essen, weil ich mal wieder am "normalen Leben" teilnehmen möchte. Das Sitzen ist mit dem operierten Knie aber sehr anstrengend.

      Laut Operateur "war das Knie schon sehr kaputt"! und "die Entscheidung für die OP war richtig"!. Ich hoffe mal, dass sich alles weiterhin positiv für mich entwickelt. Im Moment bin ich recht zuversichtlich, dass sich mein operiertes Knie und vor allem die Muskulatur wieder erholt.

      Grüße, sieweb​
      Zuletzt geändert von sieweb; 11.03.2024, 09:42.

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