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Ausschluss mitochondrialer Myopathie

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    #16
    Hallo Lyri,

    die Diagnostik von Muskelerkrankungen kann manchmal nervtötend langsam vorangehen. Dein Neurologe hat schon recht, für Behörden, Reha- Einrichtungen und sonstige Institutionen reicht die Aussage: "Myopathie" oder Muskelerkrankung.

    Die Ergebnisse von Muskelbiopsien oder molekulargenetischen Tests sind manchmal nicht zwingend eindeutig. Bei den mitochondrialen Myopathien gibt es zwar viele genetische (zB Punktmutationen der mitochondrialen DNA) und bioptische (zB ragged red Fasern) Marker, aber auch diese müssen nicht zwingend in den Analysen auftauchen.
    In einigen Fällen ist es wirklich die Suche nach der Nadel im Heuhafen. Einige Phänomene sprechen für eine bestimmte Erkrankung, andere dagegen, die eigentlich zu erwartenden Phänomene tauchen nicht auf. Manchmal bleibt nach der ganzen Diagnostik trotzdem nur die Möglichkeit, von einem "Verdacht auf..." zu sprechen. Aber letztlich geht es bei der Namensgebung nur um eine medizinische Einordnung. Diese hat auch sogleich ihre Grenzen, wenn der Name gefunden ist. Diese Einordnung schütz leider nicht.

    Schützen kannst Du dich am besten selbst, wenn Du auf deinen Körper hörst und dies den entsprechenden Menschen mitteilst, Angehörigen, Freunden, Zufallsbekanntschaften, Therapeuten und Ärzten. Der Name deiner Erkrankung ist dabei gar nicht so wichtig. Viel wichtiger ist dein Körpergefühl beschreiben zu können. "Muskelerkrankung" ist übrigens ein viel einfacher einsetzbarer Name für diverse Muskelerkrankungen, deren genaue Benennung stets für viel Verwirrung sorgt. Ich spreche häufig nur noch von Muskelerkrankung und der eigentlich Name meiner Erkrankung ist ziemlich egal geworden.

    Ich denke schon, dass Du noch einen Befund bekommst, aus dem mindestens hervorgeht, in welcher Sparte deine Erkrankung zu rubrizieren ist, etwa "Verdacht auf mitochondriale Myopathie". Stoß dich in so einem Fall dann nicht weiter an der Unsicherheit in der medizinischen Diagnostik. Streiche für dich einfach "Verdacht auf..." und gehe vom Rest aus. Oder eben nur von Muskelerkrankung. Die medizinischen Aussagen, die jetzt schon getroffen wurden, reichen eigentlich für alles aus, was Du deiner Erkrankung wegen für dich erkunden willst oder offiziell beantragen musst. Ansonsten zählt wirklich nur dein Gefühl zu Dir selbst.

    Ich wünsche Dir dennoch eine möglichst schnelle und klare Antwort, damit das sprachlich Ungewisse ein Ende hat.

    Liebe Grüße
    Guido

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      #17
      danke

      danke für dein mail,

      meine frau ist zur zeit auf reha und so schreibt hier ihr mann im auftrag von lyri.

      sie machen bei ihr nun noch 2 tests:
      PolG1 gen
      tRNF gen

      wenn ich das so richtig geschrieben hab(?!)

      lieben gruß
      im auftrag - ehemann

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