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Linkes Herzohr wegen Unverträglichkeit von Blutverdünner schließen

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    Linkes Herzohr wegen Unverträglichkeit von Blutverdünner schließen

    Hallo,
    habe aufgrund einer Central Core Myopathie auch gelegentlich Vorhofflimmern und Herzrhythmusstörungen. Deshalb muß ich Blutverdünner Marcumar nehmen. Marcumar ist zwar am verträglichsten von allen Blutverdünnern, aber dennoch mit starken Nebenwirkungen wie starke Magenprobleme, Rückenschmerzen, Brechreiz und Muskelverkrampfungen. Jetzt gäbe es die Möglichkeit das linke Herzohr zu verschließen damit ich keine Blutverdünner mehr nehmen muß. Marcumar ist zur Zeit bei mir erforderlich weil eventuelle Ablagerung im linken Herzohr durch den unregelmäßigen Herzschlag ins Gehirn wandern können und zu einem Schlaganfall führen können.
    Es gibt Krankenhäuser die wollen, dass weiterhin noch Macumar eingenommen wird. Manche Krankenhäuser sagen man braucht noch AS. Manche Krankenhäuser sagen man muß nach dem Herzohrverschuß überhaupt keine Medikamente mehr einnehmen.
    Wer kann mir aus eigener Erfahrung schildern wie nach dem Herzohrverschluß verfahren wurde und ob es erfolgreich war.
    Gruß Klaus

    #2
    Hallo,
    habe mir das Herzohr verschließen lassen Alles ist optimal verlaufen. Schlaganfall kann ich somit nicht mehr bekommen. Marcumar konnte ich absetzen.

    Ich habe auch noch 2 Stents. Damit ich aber keinen Stentverschluß bekomme, muß ich ASS 100 lebenslang einnehmen. Durch meine Centrale Core Myopathie habe ich mit ASS extreme Nebenwirkungen wie Atemnot, Nervenschmerzen, Muskelschmerzen, Verdauungsprobleme, Wasser lassen muß ich alle Stunde, auch nachts. Bei einer Magenspiegelung wurde chronische Magenschleimhautentzündung und ein Aspirinmagern festgestellt. Letztlich bekomme ich auch mit Alternativmedikamenten solche Probleme.

    Die Probleme sind so groß, dass das Leben so nicht mehr lebenswert ist..

    Wer hat ähnliche Probleme?
    Ist das Risiko sehr groß, dass sich der Stent verschließt, wenn ich das ASS weglasse.
    Merkt man das rechtzeitig, wenn der Stent zumacht.
    Gibt es Alternativen.

    Gruß Klaus



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      #3
      ASS wirkt ja nicht als Blutverdünner. Vielmehr hemmt es das COX-1-Protein und unterdrückt damit das Kleben der Blutplättchen, was die Gefahr des Verklebens der Stents reduziert.
      Ab ca. 100 mg hemmt es auch COX-2. Vielleicht macht Dir das Probleme. Dann könnte man auf 50 mg reduzieren.
      Wenn Du das nicht gar nicht verträgst könntest Du den Arzt nach einem leichten COX-1-Hemmer in niedriger Dosierung fragen. Ist natürlich keine Garantie, dass Du das besser verträgst, weil die meines Wissens nach auch immer auch COX-2 hemmen. Aber vielleicht gibt es inzwischen auch selektive COX-1 Hemmer.

      Wenn sich da keine Lösung des Problems finden lässt musst Du abwägen ob der Verlust der Lebensqualität den Effekt der Reduzierung der Ablagerungen (ganz verhindert lassen ich die sich wohl nicht) überwiegt.
      Man könnte ja auch darauf verzichten und die Herzprobleme engmaschiger überwachen.
      It's a terrible knowing what this world is about

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        #4
        Das mit dem "muss ich ein Leben lang einnehmen" ist so eine Sache.
        Ich müsste nach einem Schlaganfall auch lebenslang ein Statin einnehmen. Das würde das Risiko für einen erneute Schlaganfall reduzieren. Effektiv um 1 - 2%.
        Dafür wäre ich dann aufgrund der Nebenwirkungen einige Zeit früher ein Pflegefall werden. Bereits 2 Tage der Einnahme (ohne mich darüber zu informieren. Hätte ich dann auch nicht genommen) haben mir, aufgrund meiner Muskelerkrankung, etwas Muskeln gekostet. Unwiederbringlich.
        It's a terrible knowing what this world is about

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          #5
          Hallo Klaus,
          kann man durch engmaschige Kontrollen feststellen, wenn ein Stent zumacht und dann das Problem vorher positiv lösen?
          An den Stent ist doch Haut drübergewachsen. Das ist doch jetzt so, wie in den restlichen Blutbahnen. Warum soll dann noch ASS gegen Stenttrombose einnehmen?

          3 Jahren habe ich Blutverdünner genommen. Jetzt nehme ich ASS 100.
          In den 3 Jahren bin ich wegen den Nervenschmerzen fast nur gelegen.
          Vor 3 Jahren konnte ich noch mit Stock gehen. Jetzt kann ich fast nicht mal mehr zur Toilette mit dem Rollator gehen. Durch die Blutverdünner bin ich jetzt Pflegestufe 3.
          Was weg ist von der Muskelkraft kann ich nicht mehr wieder zurückholen.
          In der Herzklinik haben sie gesagt, meine Beschwerden kommen nicht vom Blutverdünner und wenn ich die Herzmedikamente weglasse, bin ich eines Tages habseitig gelähmt, bettlägerig und sappere beim Essen. Der Arzt hat noch gesagt, wenn mir was passiert wegen der Weigerung der Medikamente ist er schmerzfrei.
          Vor 3 Tagen habe ich ASS, Pantoprazol und gelegentliche Schmerzmittel eigenmächtig abgesetzt. Jeden Tag wurde es besser. Seit heute sind alle Beschwerden komplett weg.
          Gruß Klaus

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            #6
            Wenn Du das jetzt schon Alles abgesetzt hast und es Dir besser geht, dann versuch doch mal erst einmalnur mit 50 mg ASS wieder anzufangen.
            Vielleicht liegt es ja nicht an dem ASS allein. Es könnte sich auch um eine Wechselwirkung mit einem der anderen Medikamente handeln.
            Wenn Du das so ca. 3 Tage verträgst kannst Du Dich an 75 mg und wenn das auch klappt an die 100 mg herantasten.
            Danach kannst Du dann mit nach und nach mit den anderen Medikamenten anfangen. vielleicht zunächst mit dem Pantoprazol

            Besser wäre es gewesen, wenn der Arzt mal auf die Idee gekommen wäre!
            Ich habe so das Gefühl, der nimmt Dich nicht richtig ernst. Es ist schließlich sein Job Wirkung und Nebenwirkung gegeneinander abzuwägen und eine Lösung vorzuschlagen.
            Die Entscheidung was man einnimmt trifft man immer noch selber, das kann einem sowieso kein Arzt abnehmen. Dazu gehört aber auch eine sachliche und vollständige Information durch den Arzt und eine Suche nach Alternativen auch abseits des Standardprotokolls.
            Wenn ein Arzt in einer gegebenen Fallkonstellation immer nur das Selbe macht, egal welche Wirkung das beim Patienten hervorruft, dann kann man da auch eine Maschine hinsetzen.

            Damals, mit meinem Statin, habe ich auch mit dem Arzt diskutieren müssen. Eine von mir verlangte Blutuntersuchung hat Ihn dann anhand der Werte endgültig überzeugt. Hätte ich Ihn nicht überzeugen können, hätte ich das aber auch nicht mehr genommen.
            Zuletzt geändert von KlausB; 06.06.2023, 03:15.
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              #7
              Hallo,
              habe ja sehr zahlreiche Unverträglichkeiten.
              Herzmedikamente habe ich alle durchprobiert auch mit geringerer Dosis. Das Problem ist halt immer, dass die Nahrung im Magen und Darm nicht weitertransportiert wird. Alles krampft. Wenn die Nahrung zu lange nicht wieder ausgeschieden wird, fängt alles an zu gären und zu blähen und mach vielseitige starke Probleme. Letzlich haut es dann alles mit Durchfall wieder raus. Seit einem Monat lasse ich alle Medikamente weg. Mir geht es blendent. Laut Kardiologen kann das Risiko einen Herzinfarkt zu bekommen dadurch bei 30 % liegen
              Weidenrindenextrakt macht außer, dass es mir schwindelig wird weniger Probleme. Wer kennt Alternativmedikamente ohne Zusatzstoffe und in welcher Menge werden diese angewendet.
              .
              Gruß Klaus.​

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