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    Hilfe! Dringend

    Hallo, (hab schon im Kummerkasten geschrieben ohne Antwort )

    Ich leide unter Curschmann Steinert
    leider habe ich bislang nicht viel über die Erkrankung lesen können.
    Ich muss mich selbst katherisieren, leider werden meine Sehleistungen immer schlimmer und ich denke jetzt langsam über einen Dauerkatheder nach, den mir mein Arzt schon vor 2 Jahren andrehen wollte. Leider habe ich keine richtigen Infos, wie sich das im Alltag handhaben läßt vor allem da ich ja auch noch jung bin (Mitte Dreißig) an die Sexualität denke, denn ich bin verheiratet und wollte es eigentlich auch bleiben. Wenn man dann aber mit so einem Schlauch im Bauch rumläuft, ist es nicht gerade besonders toll.
    Aber ich würde gerne von anderen Erkrankten Erfahrungsberichte lesen, um sich einfach mal austauschen zu können.
    Ansonsten habe ich starke Probleme, ich sitze seit 4 Jahren im Rollstuhl mit fehlt die Kraft in den Armen und Beinen,
    habe schlimme Schluckbeschwerden und muss Breiige Nahrung zu mir nehmen.
    Atemprobleme sind bei mir ebenfalls vorhanden, der Arzt (Lungendoc) meinte ich benötige bald ein Beatmungsgerät für die Nacht, dabei stellt sich die nächste Frage, ist man dann noch mobil? Ich vereise sehr gerne.
    Mein Herz ist vergrößert und am Anfang nächster Woche bin ich im Krankenhaus wegen kardiologischer Untersuchungen.
    Beschwerden über Beschwerden aber ich lasse den Kopf nicht hängen. Wäre schön, wenn ich auf diesem Wege mit Leuten Kontakt bekäme, die auch unter dieser Erkrankung leiden, ich freue mich natürlich auch über alle anderen Zuschriften.
    Vielen Dank

    #2
    hallo, für mich ist nicht ganz klar, ob du männlich oder weiblich bist.
    Zu mir selbst - ich kann dir keine Antworten geben, da ich nicht krank bin.-
    Ich habe nur einen Mann kennengelernt, der an Muskeldystrophie Becker Kiener erkrankt ist.Mit fast 40 kann er kaum laufen, keine Treppen steigen, Sexualität ist nur eingeschränkt möglich, Alltagsaufgaben werden schleichend schwerer....ich stehe davor, gleichaltrig und heule oft -- ich bin nicht krank, mag ihn aber sehr, und erahne doch, was auf mich zukommt.- Von den pflegerischen Aufgaben weiß ich auch nicht viel, obgleich ich Pädagogin bin - aber bisher in der Kinder-und Judendarbeit.

    Ich kenne ihn nicht mal persönlich, bisher nur übers Internet und die meisten Fragen stelle ich selbst - nur fühlte ich mich entlastet, wenn auch andere ihre Erfahrungen schildern : wie verläuft es? Was kann seine Krankheit aufhalten bzw. verzögern? Welche pflegerischen Arbeiten muß ich lernen und wie lang ist seine durchschnittliche Lebenserwartung ? Wie ist das Ende? Was kann ich bis dahintun - nicht in einer Reha- sondern im Alltag zwischen Mensch und Mensch ? - Ich suche auch nach Antworten, nicht nach blabla, ist da irgendjemand ?

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      #3
      Hallo,

      also ich habe eine andere Muskelerkrankung, kann aber aus eigener Erfahrung zum Thema Beatmung eine Menge beitragen, da ich seit 8 Jahren selber beatmet bin. Inzwischen sogar ganztägig, aber das ist ja bei Dir noch lange nicht der Fall. Jedenfalls kann man jederzeit mit Atemgerät verreisen, wir sind sogar im Wohnmobil ohne externe Stromversorgung mobil. Wichtig ist eine gut angepasste Maske, am besten individuell angefertigt, die nicht drückt. Sobald die ersten Atembeschwerden auftreten, wirst Du Dich über die Entlastung durch die Beatmung wieder besser fühlen.
      Ich habe übrigens seit fast einem Jahr eine PEG-Magensonde, weil ich zwischenzeitlich auch große Schluckbeschwerden hatte. Bevor überhaupt keine Nahrung mehr aufgenommen werden kann, sollte man sich zu dem kleinen Eingriff ruhig durchringen, denn es macht das Leben wieder leichter, d.h. man kann sich auf wichtigere Dinge als die Ernährung kümmern. Das ist meine Erfahrung und im ALS- Forum habe ich ähnliche Aussagen gelesen.

      Zu dem Katheder werden sich sicher noch andere zu Wort melden, da kenne ich mich nicht aus.

      Übrigens können die Herzprobleme auch mit der schlechten Beatmung zusammenhängen, denn ich bekomme Medikamente fürs Herz, obwohl es organisch gesund ist, seit meiner Beatmung. Aber das werden die Ärzte ja wohl abklären.

      Alles Gute Tilde

      [ 05. Mai 2007: Beitrag editiert von: Tilde ]
      Die Gesundheit ist wie das Salz, man merkt nur, wenn sie fehlt.

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        #4
        hallo, kytara
        ich denke, du solltest dich für einen subrapubischen katheter entscheiden. du kannst ihn mit katheterauffangbeutel tragen (wenn du unterwegs bist) oder ohne und in die toilette gleich selbst entleeren. das ist einfach!! der eingriff ist simpel, du bekommst ein kleinen eingang am bauch gelegt..... aber das wird dir der arzt alles erklären. liebe grüße, inge

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          #5
          Vielen lieben dank für eure Antwort, ich weiblich, hatte ich vergessen dazu zu schreiben.
          Ich lass mich mal überraschen, am Montag bin ich bei meinem Urologen und Dienstag beim Kardiologen, danach weiß ich vielleicht mehr, ich werde euch dann einfach mal berichten.

          Atemprobleme habe ich schon oft akute, aber mal sehen, solange es ohne Gerät noch geht [img]smile.gif[/img], einerseits wäre es vielleicht wirklich eine Herzentlastung, naja gut das Ihr es angesprochen habt, ich werde mal den Kardiologen danach fragen.
          Liebe Grüße an euch alle und vielen, lieben Dank.

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            #6
            Hallo,
            ich weiß erst seit dem Sommer über meine Erkrankung bescheid, seit der Geburt meiner Tochter. Ich habe allerdings zwei Töchter: Die Große (12) ist gesund, meine Kleine hat Conginetale myotone Dystrophie. Jede Woche zweimal Physoitherapie, einmal Frühförderung und jeden Tag zu Hause mit ihr turnen. Meine Krankheit verläuft sehr langsam, aber wie lange ich kaum Beschwerden habe, kann mir keiner sagen. Mit der Kleinen ist es jetzt so, daß sie zwar Fortschritte macht, was ihre Entwicklung betrifft, aber ob sie jemals laufen lernen wird, ist ungewiß. Ich wüßte gern, ob jemand damit Erfahrungen hat, wie man (falls notwendig) eine rollstuhlegrechte Wohnung findet, an wen man sich da wenden kann, ob es irgendwelche Unterstützung gibt, wo man sie beantragt usw. Würde mich über Antwort freuen.

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              #7
              Hallo balu0908,

              wegen einer rollstuhlgerechten Wohnung würde ich die Wohnungsgesellschaften, bzw. die Vermieter direkt fragen.
              Zeitgleich empfehle ich Dir ein Gespräch mit Eurer Behindertenbeauftragen oder Gleichstellungsbeauftragten der Stadt etc..
              Leider kann ich Dir für Deine Gegend keine Adressen nennen.
              Ich wünsche Dir viel Erfolg.
              Herzliche Grüße,
              Daniela alias Zwara.

              central core disease, 41 Jahre

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                #8
                Hallo balu,

                einige deiner Fragen kann evtl. auch eine DGM- Kontaktperson klären. In Brandenburg (Stadt) kenne ich jetzt leider niemanden, deshalb geben ich Dir mal die TelfonNr und die E-mail- Adresse des DGM- Landesvorsitzenden:
                Heinz Strüwing
                Tel: 03332 / 23684
                E-mail: heinz.struewing@dgm.org

                Du kannst hier im Forum für deine Fragen auch ein neues Thema eröffnen. Die Taste dafür ist oben rechts auf der jeweiligen Forumsseite.

                Liebe Grüße
                Guido

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