Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

FSHD und Ernährung

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    FSHD und Ernährung

    Hallo, ich wollte gern mal erfahren, wie andere Muskelerkrankte (speziell welche, die FSHD betroffen sind)sich ernähren. Ich ernähre mich seit geraumer Zeit vegetarisch, esse demnach kein Fleisch. Mein Arzt hat zu mir gesagt, dass das auf meine Muskelerkrankung keinen Einfluss hat. Nun bekomme ich ständig von meinen Eltern vorgehalten, dass ich meine Krankheit damit vorantreibe. Ich hoffe jemand von euch weiß da mehr darüber bzw. hat sich mit dem Thema Ernährung schon auseinander gesetzt.. Es würde mir viel helfen dazu eine Information zu erhalten. Noch konnte ich mich nicht überwinden die Ernährung umzustellen.. ich würde es aber tun, wenns mir hilft..
    Ich danke jedem der mir antwortet.

    #2
    Hallo, Bea,
    ich habe gerade vor ein paar Tagen von Prof. Dr. Pongratz (Muskelexperte) gehört, dass Muskelkranke nicht auf Fleisch oder Fisch verzichten sollten, da dieses tierische Eiweiß den übermäßigen Kreatinabbau, der durch das Zugrundegehen der Muskelzellen entsteht (erhöhte CK-Werte), ausgleichen könnte.
    Vielleicht könnte Dir auch Dr. Weber von der DGM-Geschäftsstelle Deine Frage als Fachmann beantworten. Ich bin nur medizinischer Laie.
    Weiterhin guten Appetit (aber nicht so viele Kalorien, weil durch mangelnde Muskelmasse weniger Energie verbraucht wird und sich das als Übergewicht äußern kann). und noch viele kompetente Antworten
    wünscht Anita
    ms

    Kommentar


      #3
      Sehr geehrte Bea.

      Grundsätzlich kann man durch die Ernährung weder die Erkrankung beschleunigen noch in ihrem Verlauf bremsen.
      Der Körper benötigt aber bestimmte Nährstoffe in ausreichender Menge. In Mitteleuropa ist in einer ausgewogenen Ernährung ist dies in der Regel erfüllt. Bei Sonderdiäten bzw. Ernährungsformen kann dies aber auch bei manchen Nährstoffen schwierig sein. Vegetarische Ernährung ist zwar insgesamt als günstig anzushen, wobei aber auf einen ausreichenden Anteil an Eiweiss und Eisen geachtet werden muss. Für Muskelkranke kann der u.U. geringe Anteil an Eiweiss ein Problem darstellen. Wenn Eiweiss in der Ernährung fehlt, greift der Körper für die kontinuierlich ablaufendne Auf- und Abbauvorgänge auf Speichereiweiss zurück. Gespeichertes Eiweiss ist die Muskulatur, d.h. dass über den Muskelabbau auf Grund der Erkrankung ein zusätzlicher Abbau durch den Eiweissmangel auftreten kann. Dasselbe passiert auch bei stark kalorienreduzierten Diäten, da auch dabei in der Regel der Eiweissanteil in der Nahrung zu gering ist. Auch aus diesem Grund ist es für Muskelkranke schwer oder zumindest langwierig eine sinnvolle Diät durchzuführen.
      Wenn Sie auf einen ausreichenden Anteil an Eiweiss achten ist die vegetarische Ernährung aus ernährungsmedizinischer Sicht zunächst nicht nachteilig. Vegane Ernährung würde ich jedoch ablehnen.
      Ich stehe Ihnen jederzeit auch gerne telefonisch zur Verfügung (07665/9447-33).<P>Mit freundlichen Grüßen<P>Dr. Jens-Peter Weber<BR>Medizinischer Referent der DGM

      Kommentar


        #4
        Hallo,
        auch ich habe FSHD und bin seit ca 15 Jahren Vegetarier.Wer Wurst und Fleisch weg läßt ist aber noch lange kein Vegetarier.Täglich Frischkornbrei (nach Dr. Brucker)zum Frühstück und schon ist der Tagesbedarf von Eiweiss und Vitaminen gedeckt.Ansonsten lassen sich Eiweismangel durch Vollkornprodukte kompensieren.
        Gruss Zilli

        Kommentar

        Lädt...
        X