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täglicher toilettengang

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    täglicher toilettengang

    nach jedem, kleinen, toilettengang habe ich das gefühl das es noch nicht alles war. nach kurzer zeit muss ich dann erneut aufs klo. war auch schon beim urologen, jedoch ohne ergebnis. man sagte es könne mit der grunderkrankung zu tun haben.
    also bevor ich nen weiteren arzt aufsuchen muss, wollte ich mal nachfragen ob es anderen auch so oder ähnlich ergeht.
    bitte keine antworten wie: mach mal nen termin beim...
    danke

    #2
    Hallo martinik,

    ich kenne jetzt deine Grunderkrankung nicht, aber es gibt bei einigen Myopathien schon die Möglichkeit, dass die Schließfunktionen der Schließmuskeln, bzw. die peristaltischen Bewegungen des Darms eingeschränkt sein können. Allerdings ist dieser Zusammenhang bei Muskeldystrophie, soweit ich weiß, klinisch nicht nachgewiesen. Das heißt, in der Lehrmeinung taucht dies auch nicht weiter auf.

    Bei Muskeldystrophie ist jedoch durchaus bekannt (ärtzliche Erfahrung), dass es zu einer Darmträgheit kommen kann. Die Folgen sind vielfältig: Laute Verdauung, Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung usw. Auch das Gefühl, dass da immer noch ein Rest ist. Dabei ist die Frage, ob die Einschränkung wegen einer dystrophischen Darmmuskulatur, oder wegen anderer sekundärer Effekte auftritt, noch völlig unklar. In der Regel heißt es ja, dass glatte Muskulatur (zB. Darmmuskulatur) dystrophisch nicht betroffen ist.

    Zum Blasensystem kenne ich keine Aussagen. Aber ich denke, die Erscheinungsbilder, bzw. die Verläufe bei Muskeldystrophie bilden neben den typischen immer auch ganz individuelle Muskeleinschränkungen aus, so dass möglicher Weise auch mal eine Funktionseinschränkung im Blasensystem feststellbar wäre. Ohne damit behaupten zu wollen, dass ein dystrophischer Prozess vorliegt.

    Es sollte zuvor jede andere Möglichkeit in Betracht gezogen werden. Gerade bei Männern um die 40 kommt es zu einer Vergrößerung der Prostata- Drüse, die genau solche Symptome erzeugt. Aber das liegt bei dir ja wohl nicht vor.

    Ich denke, Muskeldystrophien haben immer wieder Begleiterscheinungen, die nicht direkt auf einen muskeldystrophischen Prozess in einem Muskel zurückgeführt werden können. ZB. taucht bei nicht wenigen FSHD- Erkrankten eine Innenohr- Schwerhörigkeit auf, die mit Muskeln nicht das Geringste zu schaffen hat. Es kann also zu Effekten kommen, die zunächst nicht mit einem Muskelabbauprozess zu erklären sind.

    Was die Schließmuskulatur angeht, so gibt es auch hierfür eine Art Physiotherapie. Da die Schließmuskeln willentlich zu betätigen sind, können auch in diesem Bereich Übungen gemacht werden, die die Schlussfähigkeit wieder steigern und ein Restgefühl vermindern helfen sollen. Möglicher Weise kennt dein Physiotherapeut sich diesbezüglich aus.

    Liebe Grüße
    Guido

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