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    wollen wir nicht gemeinsam etwas verfassen?

    Hier noch mal meine Antwort zu Heikes Thema als eigenes Thema und Frage an Euch alle hier im Forum:
    Wir haben offenbar alle so unsere erfahrungen gemacht mit diversen Klinikmarathons, anerkennung der erkrankung nicht nur von uns selbst, sondern auch vom umfeld, notwendigerweise mit den ärzten, den kassen, den reha-anträgen, den "begutachtungen" vom mdk, ...fehldiagnosen, nebenwirkungen von medikamenten, wie sag ichs meinem partner, meinem kind, neuen bekannten, dass ich nciht "invalide" bin, dass ich nicht oder nur wenig arbeite, warum ich so bedrückt bin ect pp..
    Und die meisten schreiben hier dennoch (nach der ersten verarbeitung) recht positiv, witzig, lakonisch über manche auch recht eigenartig anmutende ereignisse mit all dem. Als ich noch SRP-positive Polymyositis haben sollte (was weltweit nur einige hundert menschen haben - angeblich - aber angeblich kann sich eine SRP-positivität ja auch nicht wieder ändern, wie sie es bei mir dann letztes jahr "getan" hat), war dies noch extremer, denn scheinbar existieren krankheiten und notwendige massnahmen in unserem gesundheitssystem umso weniger, je seltener eine erkrankung ist. Das betraf z.b. reha-anträge (o-ton der Krankenkasse: hilft ja eh nichts mehr), medikamente mit weniger nebenwirkungen als zytostatika sie haben, die es "nur" deswegen nicht gibt, weil zuwenig forschungsgelder für seltene erkrankungen ausgegeben werden (muss sich ja schliesslich rentieren, ein medikament zu entwickeln) als auch vieles andere.
    Es ist nun mal sehr schwierig mit so einer krassen veränderung im leben zunächst auf soviel eigenes und zusätzlich von außen erfahrenes unverständnis zu stossen - und erfordert viel selbstbewusstsein, sich dabei nicht aufzugeben, was umgekehrt aber bedeuten kann, dass wir letztlich daran wachsen können - denn nur unsere muskeln lassen nach, und wir bestehen nun mal nicht nur aus muskeln und deren veränderungen.
    das ziel dabei wäre, beiträge zu sammeln von allen, die mir schildern mögen, wie es ihnen mit dem umgang ihrer erkrankung geht, nämlich uns selbst unsere stärken, unseren witz und findigkeit im umgang mit der erkrankung TROTZ aller wenig logischen udn erst recht nicht unbedingt menschenwürdigen erfahrungen auch mit den "übergeordneten instanzen" zu schildern, neben unserem eigenen Weg der akzeptanz
    wen das anspricht, der schreibe mir doch etwas dazu, ich freu mich über jede antwort!
    sondra

    #2
    Hallo du

    Sowie du schreibst geht se allen so vorallen wenn man mit dingen konfrontiert wird und hat noch keine Ahnung.
    Unser Sohn Nico hat duchenne und haben es ende kurz vor Weihnachten 2006 erfahren.
    Gleich nach seiner Geburt usste ich das mit ihm was nicht stimmt und der marathon ging los .Ich weis nicht wieviele Kinderärzte ich gewechselt habe.Schlussendlich bin ich laut Ärzte hüsterische Mutter bis Psychischkrank abgestempelt worden.Bis zu dem Tag x.Und von heute auf morgen hat sich das komplette Leben für uns gewendet.Es ist ja nicht nur die Ärztebesuche und die streitereiten mit Ämter und Krankenkassen .Nein wir bleiben alle etwas auf der Strecke und wir haben nicht einmal genügen Zeit über alles nachzu denken und zu trauern.Ein normales Leben haben wir schon lange nicht mehr doch trotzallem würde ich diese Zeit irgentwie nicht mehr Messen .Was ich merke ich wachse mit und verstehe viele Dinge und sehe von der Anderen Seite auf einmal zu.Bemerke wie unsere Gesellschaft wirklich ist.
    Ich habe nch eine ältern Sohn und dachte damals wie alles so schwer ist und regt mich wegen kleinigkeiten auf z. B Heute ist alles anderes.
    Ich finde es gut wie du es schreibst .Dies ist nunmal unser Alltag. Mach weiter so schreibe zurück
    Bis bald Melle

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