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Was ist mit Testosteron???

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    Was ist mit Testosteron???

    wenn wir schon grad beim Thema sind (Vitamin B 12), was ist den mit Testosteron? Über das hab ich noch gar nichts gelesen! Hat schon jemand Erfahrung damit? Aber ich denke grundsätzlich, dass ein Medikament her muss, dass Einfluss auf das Gen hat, den es liegt immerhin am Gen und da hilft nicht einfach mal Kreatin nehmen oder sich Aufspritzen lassen mit Testosteron, beim gesunden Menschen mag das ja klappen. Aber vielleicht hab ich auch eine falsche Ansicht. Wie gehts euch den in der Ansicht?

    Gruß Steffi

    P. S. trotz allem, die Hoffnung stirbt zuletzt!!!

    #2
    Hallo Steffka,

    in meiner Eigenschaft als Mann habe ich von Natur aus eine gewisse Erfahrung mit Testosteron (Frauen übrigens wohl auch). Und ich kann sagen, es bewirkt so allerhand, aber leider keinen Stopp des Muskelabbaus. Außerdem gibt es bei solchen Mitteln, wenn man sie künstlich zuführt, auch immer eine Menge Nebenwirkungen. Wie wäre es mit starkem Bartwuchs? Mein Bartwuchs ist jedenfalls ausgeprägt genug, um nicht noch mehr davon haben zu wollen. Aber das ist ja auch nur eine der nebensächlichen Nebenwirkungen.

    Es ist bei solchen Mitteln (Steroide, Anabolika) immer größte Vorsicht geboten. Die Nebenwirkungen erstrecken sich eben doch auch immer auf andere Organe, wie Herz, Leber usw. Dann ist auch noch ein starkes Muskelaufbautraining nötig, um gute Effekte zu erzielen, was sich bei uns aber ja sowieso verbietet.
    Bislang hat sich die Behandlung von Muskelerkrankungen mit Steroiden jedenfalls medizinisch nicht durchgesetzt, weil die Mediziner die Risiken höher einschätzen, als die Vorteile.

    Bei den meisten Muskeldystrophien ist das fehlende Protein ja auch schon bekannt. Es geht dann gar nicht mehr darum, einen richtigen Wirkstoff zu finden, sondern herauszubekommen, wie der fehlende Wirkstoff an die Stelle kommt, wo er benötigt wird. Das Problem ist eher der Transport und nicht der Wirkstoff.
    Und natürlich die möglichen Nebenwirkungen. Ob sich nämlich ein bekannter Wirkstoff, der genetischer Weise nicht produziert wird, einfach so ohne negative Nebenwirkungen zuführen lässt, ist völlig unklar. Die pharmakologische Erfahrung zeigt eher, das nicht. Ein menschlicher Organismus ist wohl doch komplizierter, als uns die Genetik der letzten zwanzig Jahre weiß machen wollte.

    Meine Ansicht zu der Sache mit der medizinischen Lösung für unser Problem baut deshalb nicht auf der Hoffnung auf, diese noch erleben zu dürfen. Meine Hoffnung liegt darin begründet, dass ich als Muskelkranker am Ende nicht auf irgendwas gewartet habe, was mein Leben von außen gerade rücken soll. Im Gegenteil, ich habe nach außen sogar die Erwartung, dass mein Leben so akzeptiert wird, wie es nunmal ist. Und da ich diese Erwartung nach außen habe, muss ich sie aus eigener Überzeugung auch für mich selbst haben. Ich muss für mich annehmen können, dass mein Leben ist, wie es ist. Wie gesagt, meine Ansicht.

    Ich verstehe schon, dass bei vielen chronisch erkrankten Menschen die Hoffung auf medizinische Lösungen sehr groß ist, weil ihre Situation dies so erzwingt. Deshalb ist es natürlich wichtig, die Medizin in ihren Vorhaben zu unterstützen. Aber häufig werden da eben auch Erwartungen geweckt, die sich nicht erfüllen lassen. Es ist eben immer noch schwierig, beurteilen zu wollen, was die nahe Zukunft bringt. Manche Prognosen der Genetik haben sich als schamlose Propheterie herausgestellt. Vielleicht, weil wir gerne an einfache Lösungen glauben wollen.

    Liebe Grüße
    Guido

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      #3
      ja das hab ich mir schon gedacht, dass es so nebenwirkungen hat, ist ja auch typisch, trotzdem denke ich sollten wir nicht so negativ eingestellt sein!!! es kommt bestimmt was, dass helfen wird, egal ob wir es noch erleben, davon ist ja ned die rede, sondern generell für die zukunft. ich bin erst 20 und habe vielleicht auch noch mehr hoffnung darin, da ich noch viele, viele jahre zu leben hab, im gegensatz zu einem 50. jährigen, einer 50. jährigen (nicht falsch verstehen), wenn ich schon ein hohes alter hätte, denke ich, würde ich auch nicht mehr dran glauben. ich denke akzeptieren muss man es trotzdem wie es ist und damit möglichst gut umgehen, aber die hoffnung gibt einem ein gutes gefühl

      es ist ja sehr positiv, dass sich damit beschäftigt wird, was wurde den schon alles ausprobiert von medikamenten, stoffe bis zu grüntee ... und ich wünsche es vor allem den duchenne und becker kiener betroffenen.

      liebe grüße steffi
      Zuletzt geändert von steffka; 19.05.2009, 14:15.

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