Hi, ich wollte mal Fragen ob sichhier im Froum noch mehr Betroffene aufhalten, oder ob ich hier die Einzige bin?!
Rippling Muscle Disease (RMD)
RMD ist eine autosomal-dominant erbliche Caveolinopathie und kann durch
Mutationen im Caveolin-3 Gen auf dem kurzen Arm von Chromosom 3
(3p25) hervorgerufen werden (5,63). Sie wurde erstmals 1975 von
Torbergsen in einer norwegischen Familie beschrieben (58).
Der klinische Phänotyp wurde in der Folgezeit an weiteren deutschen und
amerikanischen RMD-Familien genauer herausgearbeitet. Zu den
Symptomen gehören belastungsabhängige Muskelschmerzen,
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Muskelkrämpfe und schmerzhafte Muskelsteifigkeit in Ruhe oder bei
Belastung.
Bei vielen Patienten findet sich eine generalisierte oder lokal die Wadenmuskulatur
betreffende Muskelhypertrophie. Paresen und Muskelatrophien
kommen selten vor. Nach körperlicher Belastung kann es zur Myoglobinurie
kommen. Laborchemisch findet sich meist eine CK-Erhöhung im Serum. Bei
RMD-Patienten im Kindesalter kann, insbesondere nach längeren
Ruhephasen, für einige Minuten ein passagerer Zehenspitzengang auftreten.
Zu den für die Erkrankung charakteristischen Zeichen mechanischer
Übererregbarkeit gehören durch Perkussion oder mechanischen Druck auslösbare
rasche Muskelkontraktionen (Perkussion-/Pressure-Induced Rapid
Muscle Contractions, PIRC), die nicht habituieren und einen deutlichen
Bewegungseffekt erzeugen. PIRC sind von myotonen Reaktionen
abzugrenzen. Diese verlaufen träger, dauern länger an und zeigen im EMG
charakteristische myotone Serienentladungen, demgegenüber sind PIRC
elektrisch stumm. Neben PIRC kann es nach Beklopfen der Muskulatur bei
RMD zu lokaler Muskelwulstbildung (muscle mounding) kommen, wobei dies
nicht spezifisch für diese Erkrankung ist, sondern auch bei anderen
Myopathien auftritt. Bei einem Teil der Patienten kommt es spontan oder
nach rascher Dehnung der Muskulatur zu wellenartig sich ausbreitenden
Muskelkontraktionen (rippling muscle) (46,47,49,54,58,59,62).
Untersuchungen deutscher RMD-Familien zufolge sind PIRC und muscle
mounding diagnostisch sehr verläßliche klinischen Zeichen, die bei allen
RMD-Patienten nachweisbar sind, während das rippling-Phänomen nur bei
etwa 60% der Betroffenen auftritt (62).
Zur Phänotypisierung von RMD wurden folgende Diagnostik-Kriterien
herausgearbeitet:
1) PIRC in mindestens zwei Muskeln der oberen und unteren Extremitäten
bei normalen Muskeldehnungsreflexen und Ausschluß myotoner Serien
im EMG.
2) Mindestens eine der folgenden Auffälligkeiten: CK-Erhöhung im Serum,
rippling muscle, muscle mounding.
Sind bei einem Patienten diese Diagnostik-Kriterien erfüllt, liegt ein
begründeter Verdacht auf RMD vor (62).
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Differentialdiagnostisch sind bei Angabe schmerzhafter Muskelsteife und
dem klinischen Nachweis von Zeichen erhöhter Muskelerregbarkeit und
Muskelhypertrophie die hereditären Myotonie-Erkrankungen, z.B. Myotonia
congenita, zu berücksichtigen. Bei diesen Erkrankungen zeigt das EMG
myotone Serienentladungen, die bei RMD immer fehlen. Myalgien und CKErhöhung
lassen auch an eine Muskeldystrophie oder Myositis denken. Bei
der Abgrenzung zu RMD ist der Nachweis von PIRC wegweisend. Bei
Belastungsintoleranz und CK-Erhöhung sind differentialdiagnostisch
metabolische Myopathien zu berücksichtigen. Weitergehende
Stoffwechseluntersuchungen sind hier bei der Abgrenzung hilfreich (47).
Die Therapie der RMD ist symptomorientiert, eine kausale Behandlung
bislang nicht möglich.
Stehen belastungsabhängige Myalgien im Vordergrund, ist eine analgetische
Therapie mit Nicht-Opioiden (z.B. Paracetamol, Metamizol,
Diclofenac) oder bei Bedarf auch mit niederpotenten Opioiden (z.B. Tramadol,
Tilidin mit Naloxon) indiziert. Bei funktionell beeinträchtigenden
Symptomen wie schmerzhafter Muskelsteifigkeit oder Muskelkrämpfen
können zunächst Magnesium in Kombination mit Chinin-Präparaten, Flupirtin
oder Benzodiazepine zur Muskelrelaxation eingesetzt werden. Bei
Beschwerdepersistenz ist auch die Gabe von Kalziumantagonisten (z.B.
Verapamil, Dantrolen) empfehlenswert.
Der klinische Verlauf und die Prognose von RMD ist in den meisten Fällen
gutartig. Die Ausprägung der Symptome unter den RMD-Patienten und auch
im intraindividuellen Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich. Ein Teil der
Patienten kann durch Myalgien, Muskelkrämpfe und Muskelsteifheit in der
Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt sein, andere dagegen werden dadurch
nicht wesentlich beeinträchtigt.. Wenn neben den Symptomen der
mechanischen Übererregbarkeit auch Paresen und Muskelatrophien auftreten,
kann dies den Verlauf entscheidend beeinflussen und zur weiteren Leistungseinschränkung
führen.
Rippling Muscle Disease (RMD)
RMD ist eine autosomal-dominant erbliche Caveolinopathie und kann durch
Mutationen im Caveolin-3 Gen auf dem kurzen Arm von Chromosom 3
(3p25) hervorgerufen werden (5,63). Sie wurde erstmals 1975 von
Torbergsen in einer norwegischen Familie beschrieben (58).
Der klinische Phänotyp wurde in der Folgezeit an weiteren deutschen und
amerikanischen RMD-Familien genauer herausgearbeitet. Zu den
Symptomen gehören belastungsabhängige Muskelschmerzen,
10
Muskelkrämpfe und schmerzhafte Muskelsteifigkeit in Ruhe oder bei
Belastung.
Bei vielen Patienten findet sich eine generalisierte oder lokal die Wadenmuskulatur
betreffende Muskelhypertrophie. Paresen und Muskelatrophien
kommen selten vor. Nach körperlicher Belastung kann es zur Myoglobinurie
kommen. Laborchemisch findet sich meist eine CK-Erhöhung im Serum. Bei
RMD-Patienten im Kindesalter kann, insbesondere nach längeren
Ruhephasen, für einige Minuten ein passagerer Zehenspitzengang auftreten.
Zu den für die Erkrankung charakteristischen Zeichen mechanischer
Übererregbarkeit gehören durch Perkussion oder mechanischen Druck auslösbare
rasche Muskelkontraktionen (Perkussion-/Pressure-Induced Rapid
Muscle Contractions, PIRC), die nicht habituieren und einen deutlichen
Bewegungseffekt erzeugen. PIRC sind von myotonen Reaktionen
abzugrenzen. Diese verlaufen träger, dauern länger an und zeigen im EMG
charakteristische myotone Serienentladungen, demgegenüber sind PIRC
elektrisch stumm. Neben PIRC kann es nach Beklopfen der Muskulatur bei
RMD zu lokaler Muskelwulstbildung (muscle mounding) kommen, wobei dies
nicht spezifisch für diese Erkrankung ist, sondern auch bei anderen
Myopathien auftritt. Bei einem Teil der Patienten kommt es spontan oder
nach rascher Dehnung der Muskulatur zu wellenartig sich ausbreitenden
Muskelkontraktionen (rippling muscle) (46,47,49,54,58,59,62).
Untersuchungen deutscher RMD-Familien zufolge sind PIRC und muscle
mounding diagnostisch sehr verläßliche klinischen Zeichen, die bei allen
RMD-Patienten nachweisbar sind, während das rippling-Phänomen nur bei
etwa 60% der Betroffenen auftritt (62).
Zur Phänotypisierung von RMD wurden folgende Diagnostik-Kriterien
herausgearbeitet:
1) PIRC in mindestens zwei Muskeln der oberen und unteren Extremitäten
bei normalen Muskeldehnungsreflexen und Ausschluß myotoner Serien
im EMG.
2) Mindestens eine der folgenden Auffälligkeiten: CK-Erhöhung im Serum,
rippling muscle, muscle mounding.
Sind bei einem Patienten diese Diagnostik-Kriterien erfüllt, liegt ein
begründeter Verdacht auf RMD vor (62).
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Differentialdiagnostisch sind bei Angabe schmerzhafter Muskelsteife und
dem klinischen Nachweis von Zeichen erhöhter Muskelerregbarkeit und
Muskelhypertrophie die hereditären Myotonie-Erkrankungen, z.B. Myotonia
congenita, zu berücksichtigen. Bei diesen Erkrankungen zeigt das EMG
myotone Serienentladungen, die bei RMD immer fehlen. Myalgien und CKErhöhung
lassen auch an eine Muskeldystrophie oder Myositis denken. Bei
der Abgrenzung zu RMD ist der Nachweis von PIRC wegweisend. Bei
Belastungsintoleranz und CK-Erhöhung sind differentialdiagnostisch
metabolische Myopathien zu berücksichtigen. Weitergehende
Stoffwechseluntersuchungen sind hier bei der Abgrenzung hilfreich (47).
Die Therapie der RMD ist symptomorientiert, eine kausale Behandlung
bislang nicht möglich.
Stehen belastungsabhängige Myalgien im Vordergrund, ist eine analgetische
Therapie mit Nicht-Opioiden (z.B. Paracetamol, Metamizol,
Diclofenac) oder bei Bedarf auch mit niederpotenten Opioiden (z.B. Tramadol,
Tilidin mit Naloxon) indiziert. Bei funktionell beeinträchtigenden
Symptomen wie schmerzhafter Muskelsteifigkeit oder Muskelkrämpfen
können zunächst Magnesium in Kombination mit Chinin-Präparaten, Flupirtin
oder Benzodiazepine zur Muskelrelaxation eingesetzt werden. Bei
Beschwerdepersistenz ist auch die Gabe von Kalziumantagonisten (z.B.
Verapamil, Dantrolen) empfehlenswert.
Der klinische Verlauf und die Prognose von RMD ist in den meisten Fällen
gutartig. Die Ausprägung der Symptome unter den RMD-Patienten und auch
im intraindividuellen Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich. Ein Teil der
Patienten kann durch Myalgien, Muskelkrämpfe und Muskelsteifheit in der
Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt sein, andere dagegen werden dadurch
nicht wesentlich beeinträchtigt.. Wenn neben den Symptomen der
mechanischen Übererregbarkeit auch Paresen und Muskelatrophien auftreten,
kann dies den Verlauf entscheidend beeinflussen und zur weiteren Leistungseinschränkung
führen.

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