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Leidensdruck... bitte um Rat

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    Leidensdruck... bitte um Rat

    Hallo ihr lieben,

    ich weiß nicht ob ich hier richtig bin oder nicht, allerdings habe ich aufgrund meiner vorgeschichte und meiner aktuellen probleme den verdacht das es sich bei mir um eine muskelerkrankung handeln könnte. Ich habe mir nun auch endlich mal einen termin beim neurologen geholt, habe diesen aber erst für april bekommen. Vielleicht kann ich mich hier vorab aber schon ein wenig austauschen und eure einschätzung der dinge erfahren? Ich würde euch nun gerne erstmal meine geschichte erzählen und es würde mich sehr freuen wenn ihr sie bis zum ende lesen würdet…
    ich bin vor 40 jahren geboren und als kind schon sehr häufig umgeknickt, die damalige diagnose war *knick-spreiz-senk-fuß* mir wurden dann einlagen verpasst und gut war es. Zu beginn der pubertät (12)wurde eine achillessehnenverkürzung *links* festgestellt und nach neurologischer untersuchung… man wollte wohl eine spastik ausschließen… wurde diese dann operativ behoben. Ich war als kind sportlich recht aktiv, zumindest habe ich es versucht, dabei ist mir da schon aufgefallen das ich anders laufe als die anderen kids. Mein lauf sah immer irgendwie komisch aus, viele machten sich lustig, ich war auch nie so schnell wie andere und ausserdem hatte ich damals schon das gefühl das es mich mehr anstrengt als es sollte. Nach meiner damaligen op habe ich die sportlichen aktivitäten fast restlos aufgegeben… irgendwie erholte sich meine linke wade scheinbar nicht richtig. Die einschränkung durch die kraftlosigkeit habe ich einfach so hingenommen. Im laufe der letzten 15 jahre bin ich bei vielen ärzten gewesen, unter anderem wegen meiner vorfuß-leiden die sich im laufe der jahre verschlimmert haben. Die meisten orthopäden sagten… auch im hinblick auf meine kraftlosigkeit… ich solle sport machen und an den füßen kann man nichts operieren. Durch meinen beruf als postzustellerin wurden die probleme mit meinen krallenzehen immer massiver und so wurde dann vor 3 jahren doch operiert. Im anschluß daran wurden links und auch rechts nochmals die achillessehnen verlängert. Bei der letzten op wurde festgestellt das die muskulatur in der rechten wade fast komplett nekrotisch ist… eine biopzie unter der op war aber ohne befund. Aufgrund meiner körperlichen situation musste ich mich in den innendienst versetzen lassen. Ja und nun ist mein leidensdruck mittlerweile so groß, das ich manchmal ziemlich verzweifelt bin… in den letzten jahren ist mir das treppensteigen zum beispiel immer schwerer gefallen, ein freies steigen ohne festhalten ist schon lange nicht mehr möglich. Ich muss mich mittlerweile regelrecht am geländer hochziehen und stütze mich mit der anderen hand automatisch am oberschenkel ab. Schnelles gehen lässt mich ermüden und leichte steigungen entwickeln sich zur qual. Gerade im bezug auf die treppen vermeide ich es an öffentlichen orten diese überhaupt zu benutzen… eigentlich gehe ich nur noch treppen wenn ich unbeobachtet bin… zu oft hört man (alte frau). Frustrierend ist es auch wenn alte herrschaften einen flott überholen L. Bei kleinen anstrengungen bekomme ich schnell herzstolpern und bin völlig aus der puste… meine ärzte sagen… das treppensteigen liegt an fehlenden bauchmuskeln und die herzrythmusstörungen hat man schon mal, kardiologisch ungefährlich. Festgestellt wurde als kind eine leichte skoliose und ein morbus scheuermann. Mittlerweile habe ich fast ständige schmerzen im unteren rückenbereich und ständige kopfschmerzen… schwere gegenstände kann ich nicht mehr über brusthöhe heben und wenn ich am boden sitze quäle ich mich hoch als wäre ich 90.unter anderem fällt es mir zunehmend schwererz.b. beim kochen und küchenarbeiten aufrecht an der arbeitsplatte zu stehen. Ich stehe dann immer vornüber gebeugt und muss mich dazu zwingen mich aufzurichten.Bisher dachte ich immer, das ist halt normal so… kein arzt findet etwas und alle sagen du musst mehr sport machen. Ausserdem bin ich ständig müde obwohl ich ausreichend schlaf bekomme, mein arzt sagte das es normal ist wenn man morgens um halb 5 aufstehen muss… ich geh aber abends um 8 ins bett und schlafe mittags auch noch…

    so, für alle die bis hierher gelesen haben… vielen dank fürs zuhören. Abschließend habe ich dann noch eine frage… hätte man bei der muskelbiopzie etwas finden müssen was auf eine muskelerkrankung schließen lässt, oder kann es sein das ausgerechnet in DER probe nichts war? Und, bei meiner tochter (17) wurde durch zufall ein 3fach erhöhter ck wert gefunden der sich nicht erklären lässt. Mittlerweile geht man davon aus das es bei ihr mit rheuma zusammenhängt…

    Lg Trine

    #2
    Hallo Trine,

    erstmal: Willkommen hier im Forum. Schön, dass du den Weg zu uns gefunden hast - wenn auch der Grund nicht gerade erfreulich ist.

    Zu deiner Geschichte: das hört sich tatsächlich sehr nach einer Muskelerkrankung an und du wirst hier schon ganz richtig sein. Natürlich kann dir hier niemand sagen, welche Erkrankung du hast (wenn sich schon die Ärzte damit so schwer tun, wird sich kein Laie finden, der eine Ferndiagnose wagt *g*), aber du wirst immer ein offenes Ohr finden und auch mal den einen oder anderen Ratschlag erhalten, wenn du eine konkrete Frage hast.

    Bei einer Muskelbiobsie muß nicht immer etwas krankheitstypisches zu finden sein - gerade wenn man einen untypischen Muskel biobsiert. Bei Verdacht auf FSHD wird meist ein Muskel im Oberarm gewählt (weil diese sehr früh und am stärksten betroffen sind) und bei einer Gliedergürteldystrophie wird gewählt zwischen dem Oberarm oder dem Oberschenkel - je nachdem, wo sich die Erkrankung manifestiert hat.
    So zumindest wurde es mir in der Neurochirurgie erklärt, als bei mir eine Biobsie anstand.

    Da die genetisch bedingten Muskelerkrankungen vererbbar sind, ist es dann natürlich auch auffällig, dass der CK-Wert bei deiner Tochter erhöht ist wenn bei dir eine Muskelerkrankung in Frage kommt. Wie ist denn dein CK-Wert?

    Ich hoffe, dass du möglichst bald Antworten auf deine Fragen findest und die Ärzte dir weiterhelfen können.
    Liebe Grüße, Heike
    Der Vorteil der Intelligenz besteht darin: Sich dumm stellen zu können. Das Gegenteil ist weitaus schwieriger.

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      #3
      liebe Heike,

      vielen dank für deine antwort :-)
      ich habe mal über meinen ck-wert nachgedacht. er wurde einmal vor 4 jahren untersucht, da ich plötzlich herz-rythmusstörungen bekam. mein arzt hatte damals den verdacht das es eine herzmuskelentzündung sein könnte. der ck.mb wert war erhöht und das belastungs-ekg sehr schlecht... wieviel weiß ich leider nicht mehr. eine herzmuskelentzündung wurde dann durch einen kardiologen ausgeschlossen. die herz-rythmusstörungen habe ich immer noch recht häufig. seit ein paar wochen habe ich zusätzlich noch das gefühl als würde mir ständig jemand auf dem brustkorb sitzen :-/. ich habe nun einen neurologen ausfindig gemacht der für nächste woche noch einen termin hat... hoffe das ist kein schlechtes zeichen das man dort nicht wochenlang warten muss ;-).

      Lg Dannie

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        #4
        Hallo Trine!

        Hallo Trine!
        Auch von mir herzlich willkommen hier im Forum!
        Ich habe FSHD und man hat bei mir auch eine Biopsie vorgenommen, die war aber in Ordnung.Es hat bei mir einige Jahre gedauert, bis die Diagnose, letztendlich durch den Gentest, feststand.Mein Neurologe hat mich nach
        Magdeburg überwiesen zu einem Spezialisten, dort wurde auch das Blut gentechnisch untersucht.
        Ich hoffe sehr für dich, das du bald Klarheit bekommst.


        LG TINA

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          #5
          Hallo Trine

          Du glaubst nicht wie gut ich dir nachfühlen kann es geht mir genau so ich komme mir auch vor wie 90 Jahre mindestens.
          ich weiß nicht ob ich was mit den Muskeln habe will das aber mal untersuchen lassen.
          Bis jetzt habe ich Polyneuropatie RLS und Polyarthrose die mir das Leben schwer machen ich habe schlimme schmerzen und kann mich kaum bewegen ,hast du dich in diese Richtung mal untersuchen lassen.
          Bewegungseinschränkungen können ja sehr viele Gründe haben.
          Ach ja und herzlich Willkommen natürlich.
          Du bist immer richtig hier du bekommst bestimmt noch viele Antworten und Tips die du gebrauchen kannst.
          Alles Liebe
          Mäuschen

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            #6
            hallo Mäuschen,
            auch ein liebes dankeschön an dich für deine antwort. ich hatte noch kurzfristig einen neurologentermin für gestern bekommen. der arzt war ziemlich taff, er hat mich 3 stunden auf den kopf gestellt und ist schließlich zu der meinung gekommen das es eine proximal beteiligte muskeldystrophie sein muss. auch wenn nicht alles ganz so klar in sein bild passt. zur abklärung hat er mich in ein muskelzentrum überwiesen. also habe ich nun am 14.3. einen termin in der uniklinik essen. ich bin gespannt was dabei herauskommt und ob überhaupt etwas herauskommt. durch viel nachhaken in meiner familie sind wir nun soweit informiert das meine mutter und ihre schwester dieselben probleme... nur nicht so stark... haben wie ich. ihr bruder hat keine beschwerden, genauso wie mein bruder. meine mittlere tochter äußert das sie auch leichte beschwerden hat und mein kleinster hat ein genauso merkwürdiges laufbild wie ich als kind. meine große tochter ist beschwerdefrei. ausserdem hatte meine oma multiple sklerose... sofern es eine war?... wir haben schon überlegt ob da vor 70 jahren vielleicht noch falsch diagnostiziert wurde.

            Lg an alle :-)

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              #7
              Hallo Trine,

              also, dass da eine Erbkrankheit im Spiel ist, steht wohl außer Frage!!! ;-)

              Es wäre schön, wenn du nach dem Termin in Essen mal berichtest, wie es da war. Ich war nämlich bisher immer im Muskelzentrum der Düsseldorfer Uniklinik und bin da überhaupt nicht zufrieden! Einen kompetenten Arzt (oder zumindest einen, der diesen Eindruck erweckt) habe ich da auf jeden Fall noch nicht gefunden. Essen wäre für mich schon eine Alternative, da es auch nur ca. 30km bis da sind.

              Alles Gute für Dich :-)
              VG, Heike
              Der Vorteil der Intelligenz besteht darin: Sich dumm stellen zu können. Das Gegenteil ist weitaus schwieriger.

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                #8
                hallo heike,
                ja, ich glaube eine erbkrankheit können wir nicht mehr so wirklich ausschließen ;-). wenigstens kann mir keiner mehr unterstellen das ich mir das nur einbilde... nicht das das schon jemand getan hätte, aber man weiß ja nie :-).
                na klar sag ich dir bescheid wie es mir in essen gefallen hat. mein doc wollte mich ja eigentlich nach bochum schicken, aber da er ende des monats weg ist und noch kein nachfolger feststeht, habe ich dann ein problem mit ner neuen überweisung. der termin in bochum ist erst im juni, ich halte ihn aber trotzdem fest... man weiß ja nie, vielleicht möchte ich noch ne 2. meinung hören :-). woher kommst du denn wenn ich fragen darf und welche krankheit hast du?

                Lg Trine

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                  #9
                  Hallo Trine,

                  ich komme aus Tönisvorst, das ist eine kleine Gemeinde gleich neben Krefeld und ich habe FSHD.

                  Liebe Grüß und bis bald, Heike
                  Der Vorteil der Intelligenz besteht darin: Sich dumm stellen zu können. Das Gegenteil ist weitaus schwieriger.

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