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    Frauenarzt

    Guten Morgen!

    Ich richte hier speziell ein Thema an die Damen:

    Wie sieht es beu euch aus, wenn ihr zum Frauenarzt müsst?
    Wird auch dort vom Arzt und Assistentin geholfen, sofern ihr noch selbstständig hinkommen könnt oder müsst ihr eine Begleitperson mitnehmen?

    Wieso ich dieses Thema in den Raum stelle ist folgendes:

    Ich habe mir langer und schwieriger Suche endlich einen barrierefreien Frauenarzt gefunden. War das erste Mal dort und es hat auch alles sehr gut geklappt.
    Hatte im Vorfeld schon nachgefragt, ob es möglich wäre, dass der Herr Doc. mich heben könnte.

    Nachdem jetzt wieder ein Kontroll-Termin ansteht, wurde mir bei der Terminanmeldung mitgeteilt, dass sich der Herr doc. den Rücken verrissen hätte und mich nicht heben könnte. Ich sollte eine Begleitperson mitnehmen.

    Eine Begleitperson zu finden ist eher sehr schwierig bei mir in Ö, da ich keine persönliche Assistenz habe sondern noch in der häuslichen Pflege zu Hause betreut werde. Meine Mutter geht 40 Stunden arbeiten und meinen Vater möchte ich bei so einem Thema eher nicht um Hilfestellung bitten. Auch kann ich diesbezüglich meine Geschwister nicht fragen, da diese noch schulpflichtig sind oder bereits kurz vor dem Master stehen.

    Als ich mit meiner Mutter darüber gesprochen habe, hat sie sich bereit erkärt mich dorthin zu begleiten und mich dabei zu unterstützen. Nun habe ich den Termin bereits 8 Mal verschieben müssen, weil es sich aus beruflichen Gründen doch nicht aus ging.

    Auch wird meine Mutter nicht jünger sondern älter und ich glaube kaum, dass sie mich mit 70 Jahren noch zum Frauenarzt begleiten kann, geschweige eine hebeleistung vollbringen kann.

    Die einfachste Lösung wäre, ins Krankenhaus auf die Gyn zu gehen und mich dort zu untersuchen, aber dies möchte ich eher nicht. Die Wartezeiten sind immer so lange und man kann einfach kein persönliches Gespräch führen. Auch komme ich mir dort immer vor, wie ein Vieh auf dem Wochenmarkt.

    Nun möchte ich euch fragen.

    wer hilft euch beim Frauenarzt?
    Pfleger? Persönlicher Assistent?
    Geht ihr überhaupt zum Frauenarzt?

    Danke für Antworten!

    Lg, Chavez

    #2
    Hallo Chavez!!

    Danke für Deinen Beitrag! Mein Mann könnte mich zwar begleiten, aber irgendwie möchte ich nicht, daß er bei der Untersuchung dabei ist. Aber ich kann mich nicht mehr ohne Hilfe anziehen und komme auch nicht mehr alleine vom Stuhl hoch. Deshalb interessiert es mich auch, wie das andere Frauen bewältigen! Ich drücke mich nämlich jetzt schon 2 Jahre davor und müßte doch nochmal zur Vorsorge.

    LG Sandra

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      #3
      Hallo Sandra!

      Meine Mutter hat den Raum verlassen und gewartet bis der Arzt mit der Untersuchung fertig war.

      Es war für mich aber trotzdem ein sehr erniedrigendes Gefühl als ich dort mit gespreizten Beinen auf sie gewartet habe.
      Ich weiß, dass ich mich da nicht schämen muss, weil es meine Mutter ist, aber man hat doch gewisse Hemmungen.

      Wieso kann dein Mann nicht einfach den Raum verlassen? Hast du ihn schon einmal danach gefragt?

      Lg, Chavez

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        #4
        Hallo Chavez,

        früher war die Pflege diesbezüglich sehr flexibel; heute sorgt das Qualitätsmanagement dafür, dass dies nicht mehr möglich ist.
        Die Arztpraxis muss gewährleisten, dass ihre Patienten auch behandelt werden können. Sprich, die Arzthelfer(innen) und der Arzt oder die Ärztin. Wenn das nicht geht, begnügt sich die KK mit der Empfehlung, dass man eben eine andere Praxis suchen müsse, in der die Behandlung möglich ist. Das Problem bleibt also am Erkrankten hängen. Das weißt Du ja und das hilft Dir nicht weiter.

        Schnelle Hilfe wüsste ich nun nicht. Die einzige mir bekannte offizielle Variante hast Du angesprochen: Persönliches Buget (gibt es das in Ö?)

        Aber das dauert natürlich und da musst Du auch jemanden finden, dem Du vertrauen magst. Darüber hinaus musst Du Dir die Assistenz selbst organisieren. Es sei denn, ein Wohlfahrtsverband übernimmt dies für dich. Vielleicht fragst du da mal nach, wie die sich Lösungen für deine Frage vorstellen können: Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt.

        Ansonsten lohnt es sich vielleicht auch, mal die DGM- Sozialberatung zu fragen, was es da für Möglichkeiten gäbe. info@dgm.org oder 049 7665 94470

        Ich wünsche Dir konkretere Antworten.

        Liebe Grüße
        Guido

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          #5
          Hallo Chavez

          Also ich gehe in die Frauenklinik, werde dort sehr gut behandelt und es hat gar nichts von unpersönlich, geschweige denn langen Wartezeiten.

          Ich sage bei der Anmeldung, dass ich ein bisschen länger und Hilfe brauche, dann bekomme ich einen Randtermin und sowohl Ärztin als auch Arzthelferin sind für mich da, so wie ich es brauche. Lange warten musste ich nur auf den ersten Termin, dann ist man ja eine Patientin wie sonst überall und bekommt schnell einen Untersuchungstermin. Nichts im Vergleich zu den vielen Jahren, die ich mich vorher gedrückt habe...Der Vorteil vom Spital ist für mich auch noch der, wenn noch was anderes gemacht werden muss, bin ich gleich barrierefrei am richtigen Ort.

          Im Übrigen würde sich ja keiner den Rücken brechen, wenn sie dir wenigstens die Hose hochziehen, oder? Das finde ich schon ein bisschen armselig, wenn man nicht mal das mehr machen kann...

          Vielleicht kannst du ja mal noch bei einem andern Spital nachfragen/probieren, wäre sicher eine zukunftstaugliche Lösung.

          Liebe Grüsse
          Sandra
          Zuletzt geändert von tomsa; 24.03.2012, 14:52.

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            #6
            @ Gudio:

            Danke für Deine ausführliche Nachricht.

            Was ist persönliches Budget?
            Ich habe davon noch nie gehört.

            Wenn ich mir jemanden organisieren müsste, wäre dies kein Problem, denn der nächste Frauenarztbesuch ist noch ein paar Monate entfernt und nicht bereits am Montag

            Die Tips mit Diakonie und Arbeiterwohlfahrt werde ich mir merken und dort mal Kontakt aufnehmen.

            @ Sandra:

            Das mit dem Hose runterziehen ist ein kleines Problem. Nachdem ich nicht mehr stehen kann, müsste ich komplett gehoben werden, weil meine Kraft nicht mehr ausreicht zu stehen.

            Der Gedanke mit der Frauenklinik ist mir noch nicht gekommen. Werde mal googeln, ob es so etwas bei uns in Ö gibt - Danke!

            Lg, Chavez

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              #7
              Hallo Chavez

              Ich komme auch schon lange nicht mehr von einem Stuhl hoch, wenn nicht ein extrem stabiler Tisch daneben steht... Habe mir deswegen angewöhnt, die Hosen im Liegen anzuziehen, das geht ganz leicht, obwohl ich das Becken keinen Milimeter mehr heben kann.

              Kannst du nicht ein langes Rutschbrett mitnehmen, dann muss dich doch keiner aus dem Rollstuhl hochheben?

              Irgendwie hab ich das Gefühl, der Arzt könnte vielleicht öfters mal Rückenprobleme haben??? In der Klinik ist das Personal wahrscheinlich öfter mal mit Patienten konfrontiert, die nicht so selbständig unterwegs sind und kann dir sicher besser und rückenschonender assistieren. Bei uns hat es übrigens nur noch behandelnde Ärztinnen, nur der Chefarzt ist ein Mann...

              Liebe Grüsse
              Sandra

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                #8
                Hallo Chavez,
                ich weiß jetzt nicht, wo in Ö du wohnst, aber falls Wien/Umgebung, dann schau dir einmal diesen Link an: http://www.frauengesundheit-wien.at/...hinderung.html
                Du musst ziemlich weit runterscrollen, da findest du die Daten vom Gesundheitszentrum Wien-Mitte (WGKK). Angeblich sind die auf Rollifahrerinnen eingestellt. Ich war noch nicht dort, habe es aber "in Reserve", falls ich bei meiner Ärztin einmal nicht mehr zurecht komme. Die ist zwar total nett und hilfsbereit, könnte mich aber nie im Leben heben.
                LG, Svalur
                TAKE IT ISI!

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                  #9
                  @ Sandra:

                  Rutschbrett funktioniert nicht. Ich habe keine Kontrolle mehr über mein Gleichgewicht und auch kann ich nicht selber über das Rutschbrett rutschen. Aufgrund meiner Wirbelsäulenversteifung glaube ich auch nicht, dass dies eine so gute Idee wäre.

                  Ja, Ärzte haben sehr oft Rückenschmerzen, aber meiner hat einen Bandscheibenvorfall. Habe danach gefragt

                  @ Salvadur:

                  Nein ich bin nicht aus Wien, aber trotzdem Danke für die Seite

                  Lg, und gute Nacht

                  Chavez

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                    #10
                    Hallo Chavez,

                    danke für Deine Antwort. Ich werde es dann nächstes Mal auch so machen und meinen Mann mitnehmen und dann rausschicken. Gefragt habe ich ihn noch nicht, aber ich denke, das macht er bestimmt!

                    LG Sandra

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                      #11
                      Hallo chavez,

                      hab Dank für das Thema..., da auch ich mir über längere Zeit Gedanken machen muss.
                      Noch bekomme ich die Beine hoch bzw. runter per Gürtel/Springseil, wer weiß wie lange noch

                      Ich wünsche Euch eine schöne Osterzeit und ein paar erholsame schmerzfreie Tage
                      Liebe Grüße Ariane

                      https://forum.dgm.org/showthread.php?...en-Betroffenen

                      Respektiere Dich selbst. Respektiere die anderen. Und übernimm Verantwortung für alles, was Du tust. (Dalai Lama)

                      https://www.rollende-schnatterbude.de - Der Rheuma-Garten ist inzwischen in der Rollenden Schnatterbude integriert

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