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Schlaflabor - Uniklinik Münster

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    Schlaflabor - Uniklinik Münster

    Hallo,

    ich komme gerade aus der Uniklinik Münster, wo ich 4 Tage im Schlaflabor und zur weiteren Diagnostik auf der Neurologie war.
    Schlafen konnte ich nicht so gut im Schlaflabor, so verkabelt, und noch weniger schlafen konnte ich mit der Maske, dem Beatmungsgerät.
    Zur weiteren Diagnostik haben sie jetzt einen Gentest gemacht und mich gefragt, ob ich das wirklich will, weil davon alles abhängt (meine Kinder, Enkel, u.s.w.) Das Ergebnis kann Monate dauern oder Jahre, weil ja auf jede Krankheit (Über 800 gibt es ja) untersucht werden muss.
    Verdacht ist Gliedergürteldystrophie, aber auch davon gibt es über 20 Formen.
    Außerdem sind sich die Ärzte inzwischen sicher, dass es bei mir sich nicht nur um eine Muskelerkrankung handelt, sondern vermutlich um eine Mutation.
    Ich hatte mir erhofft, in der Uniklinik Münster könne sie mir da helfen, mit der Atemmaske klarzukommen. Aber sie haben wenigstens rausgefunden, warum ich solche Luftnot habe, zusätzlich zu den nächtlichen Atemaussetzern.

    Also bereits nach der ersten Nacht im Schlaflabor sagte man mir, das ich mindestens 2 Probleme habe, zum ersten die nächtlichen Atemaussetzer, dadurch steigt das Kohlendioxid in meinem Blut bei Beginn der Traumphase stark an. Außerdem wurde es bei mir, sobald ich liege, zu einem Rückfluss der Magensäure kommen, und das blockiert meine Atmung, darum habe ich in letzter Zeit nachts immer Luftnot. Zweite und dritte Nacht wurde dann ein anderes, auf meine Krankheit besser zugeschnittenes Beatmungsgerät ausprobiert, als das, was ich von meinem Lungenfacharzt bekommen habe, vor ca. 6 Wochen. leider funktionierte es aber wieder nicht mit der Maske, eben wegen der Magensäure. 2-3 Mal die Nacht probierten wir es immer wieder mit der Maske, musste aufstoßen, durch die zusätzliche Luft, bekam Luftnot, Herzrythmusstörungen und trotz leichter Schlaftablette wurde ich immer munterer, anstatt müder.
    Man wollte mich erst noch eine Nacht länger dort behalten, aber schließlich durfte ich doch erst mal nach Hause und muss nun hier schnellstmöglich zum Internisten, Magenspiegeln, dann würde ich eine Tablette bekommen und dann klappt es besser mit der Maske. Dann muss ich demnächst dann noch 2 oder 3 Nächte wieder dorthin, Neurologie / Schlaflabor um das Atemgerät anzupassen, ich hoffe das klappt bald. Montag hole ich mir den Termin zum Magenspiegeln.
    Luftprobleme habe ich schon immer, schon wegen der Muskelerkrankung, und seit ca. 7 Jahren ist es schlimmer geworden, und meine Stimme ist heiser, das kommt nun von der Magensäure, wie man mir sagte, die greift den Kehlkopf an.
    Ambulant muss ich demnächst auch noch 2 Mal in die Uniklinik, einmal zur Diagnostik-Muskelbiopsie und vorher zur Gerinnungsdiagnostik, da mit meiner Blutgerinnung auch was nicht stimmt, ich neige manchmal zu Blutungen und blauen Flecken, Willebrand Syndrom wurde aber schon ausgeschlossen, es muss tiefliegender kontrolliert werden, ist wichtig für die Muskelbiopsie und OP´s, falls mal eine nötig ist.
    Ich soll auch noch einem Stimmarzt vorgestellt werden. Hat jemand Erfahrung damit?
    Hoffe, das Ihr mir helfen könnt, vor allem würde ich gerne wissen, ob noch jemand von Euch so ein Problem mit Sodbrennen hat oder eben mit der Stimme (heiser und schon immer sehr hoch).
    Freue mich auf Antworten.
    So, dies war nun erst mal der Anfang, was in Münster rausgekommen ist, ich hoffe, es verwirrt nicht.

    Liebe Grüße, Bettina.
    Zuletzt geändert von BettinaN; 01.07.2012, 00:08.

    #2
    Hallo Bettina !
    Wie ich deinen Berichten entnehme, hast du ja noch eine ganze Menge vor dir.
    Ich bin Ende 2010 erstmals im Klinikum Münster (Muskelambulanz Prof. Dr. Young) behandelt worden und habe dort tatsächlich eine Diagnose erhalten. 43 Jahre lang hatte ich immer eine Muskelerkrankung unklarer Genese, Gliedergürteldystrophie und andere Verdachtsdiagnosen wie FSHD. 1978 nach Biopsie in Dortmund sprach man sogar von einer spinalen Muskelatrophie, Typ I (Typ Werdnig-Hoffmann) und lauter so verrückte Dinge.
    Nach einer Muskelbiopsie im letzten Jahr in Münster weiß ich nun, dass meine Erkrankung Multiminicore- Myopathie (multiminicore disease) heißt. Dafür gibt es typische Merkmale im Biopsiebefund, so viele kleine Kerne im Zellkern der Muskeln. Ich habe mich über die Diagnosefindung sehr gefreut, denn nun lassen sich endlich andere Symptome z.B. mein Herzrasen, hohe Pulsfrequenz oder schlechte Blutgaswerte erklären. Ich habe viele schlechte Erfahrungen sowohl im Kindesalter als auch im Erwachsenenalter gemacht mit Ärzten, die mir irgendwie nicht geglaubt haben und mich als "etwas überfordert" und "geschwächt" abgestuft haben. In Münster (Muskelambulanz) hat man mir sofort geglaubt und geholfen. Vielleicht macht dir das etwas Mut.
    Natürlich wurde ich auch schlaflabortechnisch untersucht und man hat mich mit einem Bi- PAP- Beatmungsgerät für die Nacht ausgerüstet. Leider habe ich immer noch Schwierigkeiten damit,das Gerät ausreichend einzusetzen. Am 20.06.2012 bin ich aus einer Rehamaßnahme in Bad Sooden- Allendorf heimgekehrt. Dort gibt es viele fähige Therapeuten, dich meinen Zustand wirklich verbessern und stabilisieren konnten.

    Ich wünsche dir viel Glück für die nächste Zeit und gute Freunde an deiner Seite.
    Wenn du mehr wissen willst, kannst du evtl. ältere Beiträge von mir lesen oder direkt Fragen stellen.
    Übrigens: Ich bekomme von meiner Krankenkasse die Fahrten zur Muskelambulanz bezahlt (114 km, einfache Strecke). Es ist wichtig, dass du einen Schwerbehindertenausweis bekommst und damit dann auch entsprechend agieren kannst.
    Liebe Grüße - Annegret

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      #3
      Hallo Annegret,

      sorry, das ich Dir erst heute antworte. Aber hatte viel um die Ohren, es sind Ferien und auch meine Enkelin war noch hier, deshalb hab ich es immer verschoben zu antworten, da das schreiben auch ermüdend ist.
      Als Verdacht steht jetzt bei mir jetzt Schultergürteldystrophie, welcher Typ genau, hat man mir noch nicht gesagt, oder man weiß es nicht. Ich habe aber Vertrauen an die Uniklinik Münster. Mal sehen, ob dann im September was der Muskelbiopsie rauskommt. Gentest wurde auch gemacht.
      Kommst Du inzwischen mit dem Beatmungsgerät klar?
      Ich sollte auch eines bekommen, es hat noch nicht geklappt, es kommt nachts bei mir zum Rückfluss von Magensäure und diese blokiert die Atemwege. So kann ich die Maske nicht haben. Nun bekomme ich Tabletten gegen den Reflux und im November muss ich wieder ins Schlaflabor, hoffe, dann bekomme ich das Beatmungsgerät für die Nacht, wenn alles gut geht.
      Ich wünsche Dir alles gute und würde mich freuen, wenn wir weiterhin in Kontakt bleiben, und uns von den Erfahrungen in Münster berichten. Wenn es auch manchmal dauert, ehe ich antworte, aber ich versuche, mich zu verbessern.
      Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Wir sind morgen für eine Woche in Urlaub an der Ostsee.
      Bis bald.

      Liebe Grüße, Bettina.

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        #4
        Hallo Bettina !
        Nein, mit meiner Maschine komme ich immer noch nicht zurecht. Ich muss am 27. zur Kontrollnacht nach Münster. Ich bin kurz davor, aufzugeben. Ich gebe wirklich mein bestes, schnalle mir jeden Abend die Maske um, aber kann damit einfach nicht einschlafen. Nach 1 - 2 Stunden (Wachsein) kapituliere ich dann meistens, habe Blähungen und Aufstoßen. Irgendwie passt die Luft nicht alle in meinen Körper. Ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll. Natürlich möchte ich lange noch meine bisherige Kapazität behalten und fit am Tag sein, nicht mehr so müde und schlapp. Aber ich erreiche keinen Erfolg. Mal sehen, was die dort mit mir machen. Drück mir die Daumen !
        Hast du auch schlechte Kohlendioxid - Werte ? - Wo wurdest du auf Schlafmaske eingestellt. Bereits in Münster ?
        Gruß - Annegret

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          #5
          Hallo Annegret,

          sorry, das ich Dir erst heute antworte. Aber ich habe an Dich gedacht und beide Daumen gedrückt. Wie ist es denn gelaufen bei Dir beim Kontrolltermin? Ich hoffe, alles war soweit in Ordnung? Klappt es inzwischen besser mit der Maske?
          Ich habe morgen nun meinen Termin in Münster, bis Mittwoch im Schlaflabor und Donnerstag noch einmal amulant zur Rhytmologie / Kardiologie, wegen meiner Nebenbaustelle Herz und Herzrythmusstörungen, hoffe blos, die behalten mich nicht noch länger da, um mir einen Defibrillator einzubauen oder so was!
          Ja, mein Kohlendiaxid im Blut ist leider auch zu hoch, deshalb ist die maske sehr wichtig, haben sie mir dort gesagt.
          Drück mir die Dauem. Melde Dich dann mal.

          Liebe Grüße von Bettina.

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