Hallo
Ich teile mich was das Thema angeht nur ungern mit und weiß auch nicht genau was ich fragen soll. Deshalb werde ich einfach schreiben. Ich bitte um Verzeihung wenn ich den Faden verliere.
Zu meiner Person:
Ich bin männlich, 31, etwas schwerer^^ und bin mit einer Muskeldystrophie unbekannten Typs geboren.
Mein Leben verlief bis zu meinem ca 25. Lebensjahr relativ normal. Ich war zwar immer wesentlich schwächer als Andere und hatte Plattfüße sowie X-Beine.
Ich komme aus einer sehr bürgerlichen Kleinstadt und wurde mit der Ansicht erzogen dass ich nicht behindert sondern einfach nur nicht so stark wie andere bin. Vieleicht war diese Erziehungsmethode falsch aber dasspielt keine Rolle.
Als ich ca. 8 Jahre alt war fing ich mit Kampfsport an und rund 10 Jahre später habe ich in 2 Metern Höhe Bretter zertreten. Durch das viele Training hat sich meine Muskulatur entgegen aller Erwartungen recht gut entwickelt. Ich liebte die blauen Flecken nach dem Training.^^ Und als man zur Abhärtung sogar Besenstiehle auf meinem Bauch zerschlagen konnte war ich echt ein zufriedener Kerl. Ich hatte ne tolle Freundin und war ein cooler Musterschüler mit langen Haaren und Kinnbart....Als damlas das Thema schwarzer gürtel aufkam ging irgendwas in mir kaputt und ich glaube nicht dass ich mich davon erholt habe. Nein definitiv nicht. Ich hab den Sport wirklich geliebt. Leider mußte man mir dann sagen dass ich nicht zur Prüfung zugelassen werde, da ich die körperlichen Anforderungen nicht erfüllen kann. Versteht mich nicht falsch ich hab dafür natürlich Verständnis. Aber das hat mich so sehr aus der Bahn geworfen dass ich mit jeglichem Sport aufgehört habe. Mir wurde bewußt dass ich eben nicht einfach nur etwas schwächer war. die nächsten Jahre wurden dann schwerer. Motivation für alles ging flöten, die Freundin ging und die depressive Phase kam. Ich war schon immer sehr gut darin mich mit einem PC, Fernseher oder einer Frau (das soll jetzt nicht abwertend sein!) abzulenken. Was das Thema Frauen angeht kann ich mich nicht beschweren. Ich habe zu wenig Finger um sie zu zählen und denke auch dass ich recht zufriedenstellend war. Ich hatte zu meinen Bekanntschaften eigentlich immer ein gutes und offenes Verhältnis. Sex (um jetzt mal auf den Punkt zu kommen) war mir immer sehr wichtig. Das mag für den ein oder Anderen Pupatär klingen, und vieleicht ist es das auch, aber so ist es nunmal.
2005 stach mich dann bei einem Picknick mit einer Dame irgendwas ins Schienbein. Kleine Entzündung aber soweit kein Problem. Nur ging diese kleine Wunde irgendwie immer wieder auf. 2011 wurde aus dieser kleinen Wunde dann ein schönes Ulcus Cluris. Spart euch Google es ist vereinfacht ausgedrückt ein Loch was nicht größer wird. Im Zuge der Untersuchungen sagten mir dann die Ärzte dass die Wundheilung meiner Beine gleich Null äre und dass meine Venenklappen schon sein Jahren komplett verkümmert wären. (Lol und ich dachte immer "cool Sommersprossen auf den Beinen"..Am Arsch die Waldfee). Man sagte mir auch dass das ganz schnell heilen würde wenn man mir die äußere Vene des rechten Beins ziehen würde. Ein kleiner Ambulanter Eingriff der mich ne Woche Urlaub kostet und dann bin ich wieder im Büro. Man wollte es mit Vollnarkose machen. Warum keine Ahnung ich freute mich davon nichts mitbekommen zu müssen. Am 1.8.2012 wurde ich operiert. Mir wurde hinterrücks gekündigt und seit dem bin ich zuhause. Leider bin ich wohl zu früh in der OP aufgewacht, als man mir noch die Schläuche im Bein fixierte und es verband. Junge junge hab ich gebrüllt.
was war das Fazit: Das Ulcus ist innerhalb von 3-4 Tagen verheilt. Ich war total happy und freute mich. Dann kams wie es kommen mußte. Ich hatte nen Krankenhauskeim und ne richtig fette Entzündung im Bein. Meine Reha bekam ich erst im Dezember 2012. Bis dahin lag ich eigentlich nur noch im Bett. Ich konnte meine Beine kaum noch bewegen. Was macht man wenn man alleine Wohnt und nicht zum Herd kann? Man bestellt sich was. Diese Kombination führte zu einer "leichten" Gewichtszunahme und der Muskelschwund feierte Party. Seit 2014 sitze ich im Rollstuhl und laufen nur noch selten an Krücken. Ich hasse das Teil und nein ich komme mit meinem GDB 80 und den ganzen Merkzeichen nicht klar. Meine Psyche hat sehr gelitten und ich muss auch leider sagen dass ich das irgendwie nicht schaffe zu verkraften.
Das Thema der Überschrift, die Sexualität, leider sehr. Ich habe meine Freundin 2011 kennengelernt und ich bin wahnsinnig stolz auf sie dass sie den ganzen Weg mit mir gegangen ist und zu mir steht. Sie ist eine tolle starke Frau. ABER ich..mittlerweile ist es so dass ich beim ersten Gedanken an Sex gleich daran denken muß wie anstrengend es ist und was ich heutzutage nichtmehr machen bzw meiner Partnerin nichtmehr bieten kann. Auch wenn sie sagt dass es für sie wahnsinnig toll ist kommt das in meinem Kopf nicht an. Ich fühle mich nur noch wie ein halber Mann. Als wir uns kennenlernten hatten wir ein mehr als gesundes Maß an sex und natürlich ist es normal dass es im Laufe der Zeit weniger wird. Aber obwohl die Lust da ist und ich meine Freundin von ganzem Herzen liebe und begehre..will ich fast keinen Sex mehr. Bevor ich weiter schreibe brauch ich nen Kaffee und ne zigarette...
Ja sehr lange Rede kurzer Sinn: geht es anderen wie mir ähnlich?
Ich weiß dass ich irgendwie auf hohem Niveau meckere und dass es viele gibt die es um ein vielfaches schlimmer getroffen haben, aber das hilft mir auch nicht weiter es zu verarbeiten. Ich will auch keine Lösung. Ich weiß noch nichtmal was ich hier will. Ich warte einfach mal auf Kommentare und sehe dann weiter.
Schonmal danke und Gruß
Moca
Ich teile mich was das Thema angeht nur ungern mit und weiß auch nicht genau was ich fragen soll. Deshalb werde ich einfach schreiben. Ich bitte um Verzeihung wenn ich den Faden verliere.
Zu meiner Person:
Ich bin männlich, 31, etwas schwerer^^ und bin mit einer Muskeldystrophie unbekannten Typs geboren.
Mein Leben verlief bis zu meinem ca 25. Lebensjahr relativ normal. Ich war zwar immer wesentlich schwächer als Andere und hatte Plattfüße sowie X-Beine.
Ich komme aus einer sehr bürgerlichen Kleinstadt und wurde mit der Ansicht erzogen dass ich nicht behindert sondern einfach nur nicht so stark wie andere bin. Vieleicht war diese Erziehungsmethode falsch aber dasspielt keine Rolle.
Als ich ca. 8 Jahre alt war fing ich mit Kampfsport an und rund 10 Jahre später habe ich in 2 Metern Höhe Bretter zertreten. Durch das viele Training hat sich meine Muskulatur entgegen aller Erwartungen recht gut entwickelt. Ich liebte die blauen Flecken nach dem Training.^^ Und als man zur Abhärtung sogar Besenstiehle auf meinem Bauch zerschlagen konnte war ich echt ein zufriedener Kerl. Ich hatte ne tolle Freundin und war ein cooler Musterschüler mit langen Haaren und Kinnbart....Als damlas das Thema schwarzer gürtel aufkam ging irgendwas in mir kaputt und ich glaube nicht dass ich mich davon erholt habe. Nein definitiv nicht. Ich hab den Sport wirklich geliebt. Leider mußte man mir dann sagen dass ich nicht zur Prüfung zugelassen werde, da ich die körperlichen Anforderungen nicht erfüllen kann. Versteht mich nicht falsch ich hab dafür natürlich Verständnis. Aber das hat mich so sehr aus der Bahn geworfen dass ich mit jeglichem Sport aufgehört habe. Mir wurde bewußt dass ich eben nicht einfach nur etwas schwächer war. die nächsten Jahre wurden dann schwerer. Motivation für alles ging flöten, die Freundin ging und die depressive Phase kam. Ich war schon immer sehr gut darin mich mit einem PC, Fernseher oder einer Frau (das soll jetzt nicht abwertend sein!) abzulenken. Was das Thema Frauen angeht kann ich mich nicht beschweren. Ich habe zu wenig Finger um sie zu zählen und denke auch dass ich recht zufriedenstellend war. Ich hatte zu meinen Bekanntschaften eigentlich immer ein gutes und offenes Verhältnis. Sex (um jetzt mal auf den Punkt zu kommen) war mir immer sehr wichtig. Das mag für den ein oder Anderen Pupatär klingen, und vieleicht ist es das auch, aber so ist es nunmal.
2005 stach mich dann bei einem Picknick mit einer Dame irgendwas ins Schienbein. Kleine Entzündung aber soweit kein Problem. Nur ging diese kleine Wunde irgendwie immer wieder auf. 2011 wurde aus dieser kleinen Wunde dann ein schönes Ulcus Cluris. Spart euch Google es ist vereinfacht ausgedrückt ein Loch was nicht größer wird. Im Zuge der Untersuchungen sagten mir dann die Ärzte dass die Wundheilung meiner Beine gleich Null äre und dass meine Venenklappen schon sein Jahren komplett verkümmert wären. (Lol und ich dachte immer "cool Sommersprossen auf den Beinen"..Am Arsch die Waldfee). Man sagte mir auch dass das ganz schnell heilen würde wenn man mir die äußere Vene des rechten Beins ziehen würde. Ein kleiner Ambulanter Eingriff der mich ne Woche Urlaub kostet und dann bin ich wieder im Büro. Man wollte es mit Vollnarkose machen. Warum keine Ahnung ich freute mich davon nichts mitbekommen zu müssen. Am 1.8.2012 wurde ich operiert. Mir wurde hinterrücks gekündigt und seit dem bin ich zuhause. Leider bin ich wohl zu früh in der OP aufgewacht, als man mir noch die Schläuche im Bein fixierte und es verband. Junge junge hab ich gebrüllt.
was war das Fazit: Das Ulcus ist innerhalb von 3-4 Tagen verheilt. Ich war total happy und freute mich. Dann kams wie es kommen mußte. Ich hatte nen Krankenhauskeim und ne richtig fette Entzündung im Bein. Meine Reha bekam ich erst im Dezember 2012. Bis dahin lag ich eigentlich nur noch im Bett. Ich konnte meine Beine kaum noch bewegen. Was macht man wenn man alleine Wohnt und nicht zum Herd kann? Man bestellt sich was. Diese Kombination führte zu einer "leichten" Gewichtszunahme und der Muskelschwund feierte Party. Seit 2014 sitze ich im Rollstuhl und laufen nur noch selten an Krücken. Ich hasse das Teil und nein ich komme mit meinem GDB 80 und den ganzen Merkzeichen nicht klar. Meine Psyche hat sehr gelitten und ich muss auch leider sagen dass ich das irgendwie nicht schaffe zu verkraften.
Das Thema der Überschrift, die Sexualität, leider sehr. Ich habe meine Freundin 2011 kennengelernt und ich bin wahnsinnig stolz auf sie dass sie den ganzen Weg mit mir gegangen ist und zu mir steht. Sie ist eine tolle starke Frau. ABER ich..mittlerweile ist es so dass ich beim ersten Gedanken an Sex gleich daran denken muß wie anstrengend es ist und was ich heutzutage nichtmehr machen bzw meiner Partnerin nichtmehr bieten kann. Auch wenn sie sagt dass es für sie wahnsinnig toll ist kommt das in meinem Kopf nicht an. Ich fühle mich nur noch wie ein halber Mann. Als wir uns kennenlernten hatten wir ein mehr als gesundes Maß an sex und natürlich ist es normal dass es im Laufe der Zeit weniger wird. Aber obwohl die Lust da ist und ich meine Freundin von ganzem Herzen liebe und begehre..will ich fast keinen Sex mehr. Bevor ich weiter schreibe brauch ich nen Kaffee und ne zigarette...
Ja sehr lange Rede kurzer Sinn: geht es anderen wie mir ähnlich?
Ich weiß dass ich irgendwie auf hohem Niveau meckere und dass es viele gibt die es um ein vielfaches schlimmer getroffen haben, aber das hilft mir auch nicht weiter es zu verarbeiten. Ich will auch keine Lösung. Ich weiß noch nichtmal was ich hier will. Ich warte einfach mal auf Kommentare und sehe dann weiter.
Schonmal danke und Gruß
Moca

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