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Mein Mann hat Myotone Distrophie Typ II.....

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    Mein Mann hat Myotone Distrophie Typ II.....

    Hallo,

    ich bin neu hier im Forum, heiße Evelyn bin 39 Jahre alt und komme aus der Steiermark in Österreich..... und diesmal bin nicht ich selbst sondern bei uns ist mein Mann 41 Jahre alt sowie auch seine Mutter betroffen.

    Mein Mann hat heuer im Frühjahr diese Diagnose bekommen - nachdem er letztes Jahr eine Herzmuskelentzündung und andauernd extrem erhöhte Leber- und Cholesterinwerte hatte und sich keiner seiner behandelnden Ärzte diese Werte erklären konnte.
    Weiters wurde er bereits an beiden Augen "grauer Star" operiert.

    Bei seiner Mutter wurde auch erst einige Monate vor meinem Mann die Diagnose bekannt.

    Bei uns hier in der Steiermark/Österreich gibt es lediglich im LKH Graz einen Spezialisten für diese Erkrankung.

    Derzeit erleben wir wieder einmal eine wahre Odysee.....

    Diese Woche Mittwoch klagte mein Mann über ein Druckgefühl in der Brust woraufhin wir in die Ambulanz des LKH`s hier in der Nähe von uns fuhren (Graz ist von uns ca. 45km entfernt...) um dies abzuklären.
    Da dort die Befunde über der Myotonen Distrophie nicht auflagen habe ich gleich alles mitgenommen und haben sofort darauf hingewiesen das mein Mann diese Erkrankung hat.

    Dort waren wir dann ca. 3 Stunden im Behandlungszimmer bei einer Assistenzärztin die ein EKG machte, Blutwerte kontrollierte und sofort aus der Fassung geriet wg. den Blutwerten (extrem hoch)....
    Nach langem hin und her hat sie den Befunden die wir mitgebracht haben dann doch eines Blickes gewürdigt und wir mussten ihr die Krankheit erklären, da sie noch nie davon gehört hatte bzw. recherchierte sie dann gleich im Internet.

    Sie meinte dann das mein Mann stationär aufgenommen werden müsste um alles genau zu untersuchen.
    Mein Mann und auch ich haben Sie dann gebeten, sie mögen sich mit dem behandelnden Arzt meines Mannes vom LKH Graz in Verbindung setzen der ihr alles genau bzgl. der Krankheit meines Mannes erklären könne.

    Gestern einen Tag später haben sie meinem Mann ausser Infusionen zum spülen der Nieren nichts an Behandlungen gegeben.
    Woraufhin ich mich dann telefonisch mit dem behandelnden Arzt in Graz in Verbindung gesetzt habe und ihm dies erzählte sein Kommentar dazu war: Was machen den die da - die brauchen dies nicht tun - sie sollen sich dringend mit mir in Verbindung setzten.

    Woraufhin ich meinen Mann in der Klinik sowie auch auf die Station angerufen habe und dies ausrichten lies..... die Reaktion kann man sich ja vorstellen, wenn man sich erlaubt denen dies zu sagen.... (

    Bei der Visite meinte der behandelnde Arzt dann er werde sich mit diesen Arzt in Verbindung setzen der ihn alles über diese Myotone Distrophie sagen kann.

    Nun ist mein Mann seit Mittwoch Abend stationär in dieser Klinik.
    Heute haben sie ihm bei der Visite mitgeteilt, daß angeblich der Kontakt mit dem Arzt der sich auch auskennt hergestellt wurde.....und sie haben ihn ein "blutverdünnendes Mittel" verabreicht, dass er nun anscheinend immer nehmen soll....

    Nur nebenbei erwähnt ist mein Mann sowieso bei einer privaten Internistin von der er bisher bisher bestens betreut wurde.

    Bis heute wissen wir weder WAS (aussen den erhöhten Werten - was ja bei dieser Erkrankung "normal" ist) er genau haben soll bzw. was genau das Druckgefühl da am Mittwoch Abend in der Brust war .... es kann uns keiner etwas genaues sagen - ausser das dort alle mit dieser Erkrankung restlos überfordert sind und nun halt einfach "ausprobieren".....bzw. meinen Mann vor Mitte kommender Woche angeblich nicht entlassen wollen.

    Ich/Wir sind nun schon sehr verzweifelt, da wir nicht wissen WAS wir nun genau machen sollen.... einen Revers unterschreiben und auf eigene Gefahr nach Hause gehen.... oder dies alles über ihn ergehen lassen.....

    Wir möchten nur das er so schnell es geht da raus kommt und dann wieder zu seiner Internistin kann die sich mittlerweile gut mit dieser Erkrankung auskennt und ihn weiter betreut.....nur wie stellen wir dies am besten an?

    Soll ich die Internistin kontaktieren und ihr dies schildern, daß wir der Meinung sind, dass die da nur an meinem Mann rumdoktern?????

    Dazu kommt natürlich dann auch noch das dies alles andere als gut für die Psyche meines Mannes ist.... sagte er doch heute zu mir: Ich habe Angst durch diese Erkrankung im Rollstuhl zu landen.....
    Obwohl er bisher von Muskelschmerzen weitgehenst verschont ist.......

    Danke, dass ihr mir "zugehört" habt!

    Alles Liebe an Euch Alle, Evelyn

    #2
    Hallo Evelyn

    ich muß dich einfach mal tröstend in den arm
    nehmen. schön das du den weg hierher gefunden
    hast. kenne mich mit der erkrankung deines
    mannes nicht aus. aber wollte dir zumindest
    kurz schreiben. es gibt mit sicherheit noch den
    ein oder anderen der dir in dieser richtung weiterhelfen
    kann.

    bei uns in deutschland ist es zumindest so das man
    patienten und auch der patient selbst sich weiter in ein
    anderes krankenhaus verlegen lassen kann. dies scheint ja
    bei euch wenn ich deinen bericht lese notwendig zu
    sein. auf eigenen wunsch entlassen wäre eine option
    wenn ihr danach direkt zu eurer fachklinik könntet, so
    wie ich dich verstanden habt ihr einen guten draht dahin.
    nur ich kann ja von hier aus nicht abschätzen a wie weit es ist
    b in welcher verfassung sich im mom dein mann befindet.
    auf jeden fall würde ich wenn es geht nicht in einer klinik
    bleiben die sich mit meiner erkrankung nicht auskennt.

    leider ist ja nun wochenende an deiner stelle würde ich am montag
    entweder mit euerer internistin oder der anderen klinik
    kontakt aufnehem das dein mann in eine effektivere
    behandlung kommt.

    trotz allem wünsche ich dir viel viel glück

    mondkatze

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      #3
      Hallo,
      ich komm selber aus Österreich,Wien. Ich weiß aus eigenen Erfahrungen, dass es in Wr. Neustadt auch eine sehr gute neuromuskuläre Ambulanz gibt, die sich auch mit PROMM auskennen.

      nur von der Beschreibung her hätte ich zuerst eher an DM 1 gedacht... aber ich denke ihr seit bestimmt in Graz in guten Händen. Seit ihr beim Dr. Quasthoff in Behandlung?

      Ich würd an eurer Stelle, wirklich den Zettel unterschreiben und gehen und dafür in der Spezialklinik bei euren Docs nochmal einen Termin machen.. dort kann man das gezielter untersuchen und auch auf PROMM spezifisch abklären. EKG etc. wird da bestimmt auch möglich sein.

      LG Silke
      LG Silke

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        #4
        Liebe Mondkatze,
        Liebe Silke,

        ich danke Euch beiden sehr das Ihr geantwortet habt

        Silke:
        Ja, mein Mann wird in Graz von Prof. Quasthoff betreut bzw. war er es der es heuer im Frühjahr bei ihm diagnostiziert hat - sowie letztes Jahr bei der Mutter meines Mannes.

        Ja es stimmt von den ganzen Begleiterkrankungen her würde es besser zu DM 1 passen - aber bei ihm sowohl auch bei seiner Mutter wurde DM 2 diagnostiziert.

        Nun zu den Neuigkeiten:

        Unser "Landspital" hat sich nun anscheinend doch dazu bereit erklärt mit Prof. Quasthoff zusammen zu arbeiten.
        Jedenfalls wurde mein Mann heute meinem Mann heute bei der Visite gesagt, dass sie Montag (jetzt am Wochenende passiert ja nix...) dann wieder die Werte mit Graz besprechen - bzw. auch mit einer Kardiologin in Graz Kontakt aufnehmen die Myotone Distrophie mit kardiologischen Ausfällen betreut.
        Also mal auf Montag abwarten was wir wieder erfahren werden........

        Habe ziemlich "Bauchweh" weil sich diese Erberkrankung für mich derzeit so schlimm anhört.........und habe natürlich große Angst um meinen Mann

        DANKE und alles Liebe, Evelyn

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          #5
          Mach dir keine Sorgen.. also bei Dr. Quasthoff ist er in den besten Händen!! und ist doch auch sehr gut, wenn sich die jetzigen Ärzte mit Graz in kontakt setzen und genaueres besprechen.. ich finde das ist schon viel Wert.

          also wenn 100% bestätigt ist, dass es PROMM ist, dann braucht ihr euch wirklich keine zu großen gedanken machen.. diese verlauft ja auch milder als DM1.
          Weißt du dass es in Graz, Steiermark auch eine Selbsthilfegruppe gibt für muskelkranke. Setzt euch einfach mit denen in Kontakt.. hilft bestimmt auch was weiter:


          LG SIlke
          LG Silke

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            #6
            Myotone Dysthrophie II

            Hallo
            Meine Mutter hatte Promm und war in sehr guten Händen bei Prof.Dr.Schozer in München in der Klinik.Er ist Spezialist für Deutschland
            und arbeitet sehr eng mit einer Ärztin von der Herzklinik zusammen.
            Meine Mutter ist leider an einer Herzrythmusstörung die auch bei der Erkrankung vorkommen kann plötzlich verrstorben.Da ich selber auch
            Promm bei einem Gentest nachgewiesen bekommen habe, war ich zur genauen Untersuchung bei Ihm. Er weiss wirklich sehr viel über die Fälle hier in Deutschland sowie auch in Amerika.
            Zu den Brustschmerzen von deinem Mann:Ich selber habe noch keine Beschwerden außer wenn ich wegen des Jobs viel Streß habe bekomme ich große Schmerzen in der Brustgegend die auch schon ein 1/2 Jahr lang angedauert haben.Nachdem meine Ärzte alles abgeklärt hatten und nichts gefunden worden ist, war es mir dann leid weiter zu den Ärzten deswegen zu gehen.Ich habe dann nach einer Zeit herausgefunden das es nur unter Streß auftaucht und halt Wochen wieder ghet bis es weg ist.Nur mit viel Entspannung habe ich es dann geschafft.Aber leider kommt es immer wieder.Ich bin mir sicher das es von Promm kommt, aber die Ärzte können es nicht bestätigen.Sie wissen halt noch nicht alles,ge´stehen sie auch selbst und Dr.Schozer, forscht halt weiterhin auf diesem Gebiet.Ich weiß nicht ob dein Mann auch so etwas hat.Aber nehmt die große kardiologische Untersuchung unbedingt war, ich weiß jetzt wie wichtig es ist.
            Viele Grüße Bea

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              #7
              Hallo Evelyn,
              puh, da habt ihr ja einige schwierige Tage hinter euch... Mit der Krankheit deines Mannes kenn ich mich nicht aus, habe eine andere Muskelkrankheit, aber mit kleinen Landspitälern hab ich auch schon Erfahrung sammeln dürfen. Als Kind wollten sie mich z.B. von meinem Blinddarm befreien, weil ich einmal während einer Schullandwoche in der Nacht ins Bett gek... habe - jetzt, über dreißig Jahre später, hab ich meinen Blinddarm immer noch :-) Rausgeboxt hat mich damals eine in der Nähe wohnende Verwandte, die Kinderärztin ist und mit diesem Spital berufsbedingt auch schon ihre Erfahrungen gemacht hat.
              Von daher wäre mein Rat auch gewesen "Nix wie weg dort!" Aber wenn sie jetzt doch mit Graz kooperieren, schaut es ja schon besser aus.
              Alles Gute für deinen Mann!
              Liebe Grüße aus Wien in die grüne Mark,
              Irene
              TAKE IT ISI!

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