Hallo
also ich bin der absolute Hilfsmittelgegner. Meine arme Ergotherapeutin hat sich an mir schon die Zähne ausgebissen. Letzendlich geht es nicht wirklich auf die Dauer, ohne Hilfsmittel und eigendlich sollen sie mir ja das Leben erleichtern. Sie stören aber mein Blickfeld, ich will sie nicht brauchen müssen
Wo ich jetzt eigendlich drauf hinaus wollte: der eine oder andere von Euch, vielleicht auch alle DM1 Betroffenen, kennen sicherlich das Phänomen der Daumen. Die uns das tägliche Leben etwas erschweren weil sie sich durch Kontraktionen zur Mitte der innerer Handfläche ziehen. Dann verkürzen sich die Sehnen und Muskeln und der Sch.....daumen will aus eigener Kraft nicht mehr dahin wo er hingehört. Sieht außerdem auch komisch aus, wie mir auf Photos aufgefallen ist.
Meine Ergotherapeutin kam nun mit Handgelenksbandagen an, die zum einen den Daumen nach außen halten und das Handgelenk gerade hält und somit vor falschen Auswegshaltungen schützt. Ich habe mich durchgerungen, bin über mein eigenen Schatten gesprungen und habe sie tatsächlich für gut empfunden. Aber dann! Ich habe sehr schmale Hände und Arme, es war nicht einfach die richtige Größe zu finden, letzendlich müssen sie ja recht stramm sitzen. Sie sehen noch nicht mal so schlecht aus, ähnlich wie die Handgelenksschoner die man vom Inliner fahren kennt.
Ich habe sie gestern getragen, erstmal eine, nach ca 2 Stunden kribellte meine Hand und kurze Zeit später war sie taub, kein Gefühl mehr. So, was soll das jetzt. Das ist doch echt nicht war, ich habe so gekämpft mit mir selber, diese Dinger anzunehmen und dann schlägt mein Körper mal wieder quer. Ist das nicht ätzend?
Es liegt nicht daran, weil ich mich streube, das Gefühl fand ich ja gar nicht so schlecht. Außerdem habe ich bereits einen Treppenlift, weil ich kaum noch Stufen hoch komme. Seit kurzem habe ich einen Stock der mich davor schützt, bei unebenen Wegen zu stürzen. Er ist zwar noch nicht mein Freund, aber ich bin dumm wenn ich ihn nicht mitnehme. Vor 2 Tagen war ich bei einem Neurologen, der Weg zu dieser Praxis bestand ausschließlich aus Kopfsteinpflaster. Ich "liebe" dieses Zeug, früher hat man sich die Absätze abgebrochen, heute bin ich froh, daß ich meinen Stock dabei hatte. Daran kann man jetzt sehen, das mein ganzes Theater nichts bringt, ich muß mich ja doch beugen
LG
Sara
also ich bin der absolute Hilfsmittelgegner. Meine arme Ergotherapeutin hat sich an mir schon die Zähne ausgebissen. Letzendlich geht es nicht wirklich auf die Dauer, ohne Hilfsmittel und eigendlich sollen sie mir ja das Leben erleichtern. Sie stören aber mein Blickfeld, ich will sie nicht brauchen müssen

Wo ich jetzt eigendlich drauf hinaus wollte: der eine oder andere von Euch, vielleicht auch alle DM1 Betroffenen, kennen sicherlich das Phänomen der Daumen. Die uns das tägliche Leben etwas erschweren weil sie sich durch Kontraktionen zur Mitte der innerer Handfläche ziehen. Dann verkürzen sich die Sehnen und Muskeln und der Sch.....daumen will aus eigener Kraft nicht mehr dahin wo er hingehört. Sieht außerdem auch komisch aus, wie mir auf Photos aufgefallen ist.
Meine Ergotherapeutin kam nun mit Handgelenksbandagen an, die zum einen den Daumen nach außen halten und das Handgelenk gerade hält und somit vor falschen Auswegshaltungen schützt. Ich habe mich durchgerungen, bin über mein eigenen Schatten gesprungen und habe sie tatsächlich für gut empfunden. Aber dann! Ich habe sehr schmale Hände und Arme, es war nicht einfach die richtige Größe zu finden, letzendlich müssen sie ja recht stramm sitzen. Sie sehen noch nicht mal so schlecht aus, ähnlich wie die Handgelenksschoner die man vom Inliner fahren kennt.
Ich habe sie gestern getragen, erstmal eine, nach ca 2 Stunden kribellte meine Hand und kurze Zeit später war sie taub, kein Gefühl mehr. So, was soll das jetzt. Das ist doch echt nicht war, ich habe so gekämpft mit mir selber, diese Dinger anzunehmen und dann schlägt mein Körper mal wieder quer. Ist das nicht ätzend?
Es liegt nicht daran, weil ich mich streube, das Gefühl fand ich ja gar nicht so schlecht. Außerdem habe ich bereits einen Treppenlift, weil ich kaum noch Stufen hoch komme. Seit kurzem habe ich einen Stock der mich davor schützt, bei unebenen Wegen zu stürzen. Er ist zwar noch nicht mein Freund, aber ich bin dumm wenn ich ihn nicht mitnehme. Vor 2 Tagen war ich bei einem Neurologen, der Weg zu dieser Praxis bestand ausschließlich aus Kopfsteinpflaster. Ich "liebe" dieses Zeug, früher hat man sich die Absätze abgebrochen, heute bin ich froh, daß ich meinen Stock dabei hatte. Daran kann man jetzt sehen, das mein ganzes Theater nichts bringt, ich muß mich ja doch beugen

LG
Sara

Bekomme jetzt noch einen treppenlift, denn unser Wohnzimmer ist oben. Das wird auch noch mal ne Umstellung. Komme mir auch vor der Fam. meines Mannes echt doof vor. Kopf hoch, wir schaffen das!


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