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Reflux im Schlaf

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    #16
    Hallo Sara
    Habe jetzt das 'Aufgebot' auch schriftlich bekommen. Eintritt am Montag, zur Dauer des Aufenthaltes steht merkwürdigerweise nichts... Grund ist wohl, weil meine Neurologin am letzten Montag ganz schnell eine Lösung hat finden müssen. Arbeitsunfähigkeit ja, Zuhause herumsitzen nein. Ich gehe übrigens in die Reha in CH-Rheinfelden, wo auch meine Neurologin praktiziert. Das Programm klingt anspruchsvoll: 9.00 Eintritt, Zimmerbezug, Besprechung mit Arzt, Besprechung Physio, Besprechung Sozialberatung, 11.30 Mittagessen, anschliessend Therapiebeginn. Wow! Am Mittwoch will ich mir ein Zeitfenster freihalten für einen externen Besprechungstermin mit der Pro Infirmis. Das ist eine unentgeltliche Behindertenberstungsstelle. Ich habe ziemlich Angst, einen Verfahrensfehler zu machen. Die Sozialhilfswerke hier sind fürchterlich kompliziert. An was müsste ich sonst noch denken?
    Herzlichst, Erich
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    Gib' mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen, und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.
    Franz von Assisi

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      #17
      Übrigens... Ja, ich wohne in der Schweiz. Im Moment sitze ich in einem Kaffee und geniesse den Ausblick auf das deutsche Ufer des Rheins aufgrund der Nähe zu Deutschland kann ich problemlos alles besorgen, was ich hier an nützlichen Hilfsmitteln und u.U. Medikamenten lese. Ich gehöre auch zu den Eidgenossen, die am Samstag vor der Grenze kilometerlange Staus verursachen
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      Gib' mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen, und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.
      Franz von Assisi

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        #18
        Hallo all

        Bin nun seit gut einer Woche in der REHA und habe nach zwei Tagen sogar ein kleines Einzelzimmer erhalten. Ich bin froh, eine Türe hinter mir zu machen zu können. Vielleicht zum Vergleich Deutschland-Schweiz: Ich bekomme täglich einen satten Therapieplan mit Physio-, Ergo- und Logopädie, C02-Bad, klassische Massage, Balance-Gruppe, Pilates, psychologische Unterstützung und vielem mehr. Arztvisite ist nur alle 3 Tage und jeweils recht kurz.
        Die Reha in Schweiz Rheinfelden ist sehr weitläufig. So kommen pro Tag etliche hundert Meter zusammen Was ich besonders toll finde: Die Mitarbeitenden sind wirklich nett, hilfsbereit (wo nötig und sinnvoll) und fachlich sehr kompetent. Bin froh, endlich so sein zu können, wie ich wirklich bin und körperliche "Unzulänglichkeiten" nicht verstecken zu müssen.
        Therapeutisch ist die Arbeit mit den Sprunggelenken und mit der Lendenwirbelsäule am schwersten. Ich weiss, was die Therapeutin von mir will, habe aber keine Ahnung, wie ich diese Gelenke bewegen soll. Frust...

        Frauke, auch bei uns werden offenbar 3 Wochen bewilligt. Ob die Klinik von sich aus eine Verlängerung beantragen wird, darüber hat die Ärztin noch nicht mit mir gsprochen. Zuzahlen muss ich jetzt effektiv auch nichts.

        Was mir Sorgen macht ist der ganze Klimbim mit der Invalidenversicherung, der nun auf mich zukommt. Was ich klar weiss, ist, dass ich nicht mehr an meinen bisherigen Arbeitsplatz zurückkehren kann und auch nicht will. Und was ist jetzt, wenn die Ärztin nach der Reha entschiedet, dass ich wieder arbeitsfähig bin (für eine überwiegend sitzende Bürotätigkeit)? Ich denke, das Schwierigste an der Situation ist einfach das Abwarten und die Abhängigkeit von Anderen.

        Herzlichst, Erich
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        Franz von Assisi

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          #19
          Hallo Erich,

          erstmal wünsche ich Dir eine erholsame, erfolgreiche Reha, So sein wie man halt ist und nichts verstecken wollen/müssen, das kenne ich auch von meiner Reha. Dadurch fühlt man sich gleich viel leichter und gar nicht mehr so behindert...weil niemand komisch guckt.
          Ich wurde arbeitsfähig geschrieben??? Alerdings begrenzt... halt die typische sitzende Bürotätigkeit. Das heißt für mich jetzt Umschulung.
          Schaun wir mal, wie ich das hinkriege. Bei einem Gutachter war ich schon, aber der wußte gar nicht was die Rentenkasse von ihm wollte und er hat mich kaum untersucht. Der wird jetzt wohl nach Aktenlage was schreibén und hätte ich meine Unterlagen nicht bei gehabt, hätte er jetzt gar nichts von mir. Ich seh schon, wie ich wie immer Einspruch erheben muß, zum ko...!
          Alles Gute für Dich

          LG Sara

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            #20
            Hallo Sara
            Hm. Die "vorwiegend sitzende" Bürotätigkeit kenne ich bestens. Die habe ich beruflich schon, da gibt's somit nichts umzuschulen;(
            Vielleicht hilft Dir diese Info etwas: Die Invalidenversicherung (bei Euch die Rentenkasse) schaut als erstes, wie eine Restarbeitsfähigkeit verwertet werden kann. Dies natürlich, um Rentenzahlungen möglichst zu vermeiden oder herauszuzögern. Was dabei relevant ist, ist die objektivierte Beurteilung des Leistungsgrades. Sprich: Wieviel Zeit brauchts Du für eine Arbeit im Vergleich zu einer Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung. Liegt dieser Prozentwert unterhalb einer bestimmten Grenze, sinkt auch der Grad der effektiven Arbeitsfähigkeit. Den Grad der Leistungsfähigkeit kann kein Arzt beurteilen. Dafür gibt's aber standardisierte Arbeitstestprogramme. Gerade die Tagesmüdigkeit ist für die meisten von uns ein grosses Thema. Und wie sich die auf unsere Arbeitsleistung auswirkt, kommt in einem solchen Programm gut zur Ansicht. Vielleicht kannst Du dies im Fall einer Einsprache als Argument vorbringen?
            Herzlichst, Erich
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            Gib' mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen, und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.
            Franz von Assisi

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              #21
              Hallo Sarah,

              die Tagesmüdigkeit solltest du auf jeden Fall in den Vordergrund stellen und natürlich, das du dich ganz schlecht bewegen kannst. Von meinem Vater habe ich gelernt: nach Möglichkeit nie alleine irgendwo hin (Notfalls hat dich ein Familienmitglied gebracht und ist jetzt einkaufen, etc.) und man sollte Ewigkeiten brauchen um Schuhe und vor allem Socken an bzw. aus zu ziehen.
              Füße sind komischerweise extrem weit von den Händen entfernt. Aufstehen nur unter zur Hilfenahme der Hände und wenn du das Gefühl hast das deine Beine dich nicht tragen, kämpf nicht dagegen an, sondern sack zusammen.
              Ob letzteres so einfach ist, bezweifel ich, aber er ist damit durchgekommen.

              Gruß
              Hexentrank
              Promm

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                #22
                Hallo Sarah, hallo Hextentrank
                Ich finde, Hexenztrank hat dies sehr gut beschrieben. Es ist enorm wichtig, dass wir im Bezug auf unsere Arbeitsfähigkeit ganzheitlich betrachtet und auch abgeklärt werden. Was bringt es, wenn die Rentenversicherung eine Umschulung finanziert und wir dann das geforderte Pensum doch nicht bewältigen können. Mal ganz abgesehen vom "fun-level", den die Arbeit doch auch irgendwie bringen sollte.

                Eine kleine Ergänzung zu den Ausführungen von Hexentrank: Das Fallenlassen, wenn die Kraft nicht hier ist, vielleicht nur in gesicherter Umgebung zulassen. Ihr wisst, dass jegliche Verletzungen für uns Gift sind. Auch eine teilweise Immobilisierung durch eine Vertauchung/Verrenkung kann zu einem rapiden Muskelabbau führen. Deshalb: Bewegen, was bewegt werden kann.

                Herzlich, Erich
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                Gib' mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen, und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.
                Franz von Assisi

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                  #23
                  Hallo Erich,

                  jetzt hast du es geschafft mir ein schlechtes Gewissen zu machen.
                  Sitze seit 5 Wochen zu Hause rum, da ich wegen Bandscheibenvorfällen in Orthopädischer Behandlung bin. Leider traut der sich an keine Behandlung weil er mit Promm nichts anfagen kann. Zu allem Überfluss haben sie jetzt auch noch eine Zyste nahe der Wirbelsäule gefunden, die jetzt operetiv entfernt werden soll. Dadurch habe ich Dauerkopfschmerzen, zu allen anderen Symptomen, kannst dir sicher vorstellen, das ich auf Bewegung im Moment keine Lust habe. (Obwohl ich ja eigentlich weiss, das keine Bewegung Gift ist.)

                  Gruß
                  Hexentrank
                  Promm

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                    #24
                    Hallo Hexentrank

                    Das will ich jetzt unbedingt richtigstellen Wenn Du zuhause rumsitzt, bewegst Du Dich doch auch, oder? Anders ist dies, wenn Du Dir eine Sturzverletzung zuziehst, die mit einem Gips oder so etwas Grausligem ruhiggestellt werden muss. DA verliert man/frau sehr schnell Muskelmasse.

                    Also: Weg mit dem schlechten Gewissen. Du machst das schon richtig!

                    Für die Zeit nach der Operation würde ich Dir aus diesem Grund aber unbedingt Physio empfehlen. Ich weiss nicht, ob und wie lange Du nach dem OP im Bett liegen wirst. Aber schon das passive Bewegen durch eine Physiotherapeutin finde ich enorm wichtig. Neben Muskeln können auch Gelenke sehr schnell steif werden und Sehnen können sich verkürzen.

                    Du, haben die Dauerkopfschmerzen wirklich nur mit der Zyste zu tun? Wie sieht das prognostisch (nach der OP) aus?

                    Herzlichst, Erich
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                    Gib' mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen, und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.
                    Franz von Assisi

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                      #25
                      Hallo Erich,

                      nein die Kopfschmerzen kommen davon das meine Nackenmuskelatur auf Dauer meinen Kopf nicht mehr tragen kann und von den Bandscheibenvorfällen und der Tagesmüdigkeit. Allerdings hat der Orthopäde Angst etwas falsch zu machen. Und da meine Diagnose noch nicht so lange steht und die Reha erst beantragt ist, bin ich nur froh zur Zeit ein wenig aus dem Alltagstrott meines Berufes auszubrechen und etwas Zeit für mich zu haben. Denn normalerweise schaffe ich meinen Job noch recht gut, allerdings habe ich wenn ich dann zu Hause bin keine Kraft mehr für irgendetwas. Ich genieße also gerade diese Zeit und lasse mich etwas durch den Tag treiben. Höre meinem Körper etwas ganauer zu. Denn nach der Diagnose steht man etwas neben sich, leider ist die weitere Unterstützung nicht gegeben. Fahren sie in die Reha dort werden sie alles erfahren und in einem Jahr kommen sie wieder hier in die Muskelsprechstunde.

                      Tja und dann fährst du nach Hause, siehst deinen Vater an, der seit 30 Jahren damit leben muss, zur Zeit mehr schlecht als recht und fällst in ein ziemliches Loch.

                      Ach ja die OP soll wohl erst am 12.04. sein. So lange liege ich praktisch auf Eis. Gehe davon aus das mein Arzt mich so lange krankschreibt, da ich mir zur Zeit absolut nicht vorstellen kann meine Arbeit aufzunehmen. Vor allem da ich dort noch nichts sagen will. Und du weist selber wie man vieles überspielen muss. Treppensteigen, ganz schlimm wenn nan unter den Schreibtisch krichen muss weil einem etwas runtergefallen ist und man kann sich nur noch mit Mühe wieder am Schreibtisch hochziehen. Oder die leichten Sprachausfälle im Laufe des Tages.

                      Aber du hast recht, ich bewege mich doch einiges und ich laufe jeden Tag die Treppen zu unserer Wohnung in der 2 Etage Altbau mit steiler Treppe und 4 Meter Deckenhöhe. Einfach weil ich gerne noch vieleicht 10 Jahre hier wohnen bleiben möchte. Aber ob das realistisch ist?

                      Gruß
                      Hexentrank
                      Promm

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