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Viele Fragen und große Angst.

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    Viele Fragen und große Angst.

    Hallo Leute,

    ich habe lange überlegt ob ich mich anmelde und hab mich jetzt dafür entschieden.

    Ich fang an mit, JA ich habe eine sehr schwere Angststörung und bin außerdem süchtig. (Ich nehme Diazepam 5mg und Subutex 8mg. Ich bin männlich und 28 Jahre alt. Ich hab mir schon 1000 Krankheiten eingebildet und hatte keine davon... ABER

    Es fing letztes Jahr im Mai an.

    Ich hab eine Stelle an der Tapete gestrichen und mein Daumen hat danach wie verrückt gezuckt. Wegen meiner Angststörung bin ich fast durchgedreht wegen dem Symptom.

    Also ab zum Neurologen im Juni und ab ins MRT.

    Hyperintense Basalganglien. Verdacht auf Morbus Wilson. Endlose Panik. Untersuchungen aber kein Morbus Wilson.

    Dann war ich erst mal erleichtert. Aber die Symptome blieben. Ich hatte sehr zittrige Finger.
    Wenn ich etwas hob oder mich abstützte zitterte mein ganzer Körper.
    Meine Daumen zuckten immer wieder, das ging so über Monate.
    Es wurde immer mal wieder besser und schlechter.
    Beim Playstation spielen taten mir schon nach ein paar Minuten die Hände weh. Meine Daumen fühlten sich steif an und zuckten wie verrückt wenn ich das Handy oder das Gamepad weglegte.
    Dann im Februar ging es los. Von einem auf den anderen Tag vibrierte mein linkes Bein. Die ganze Zeit. Ich hatte Faszikulationen in den Beinen und mein Fuß fühlte sich steif an.
    Ich rannte von Arzt zu Arzt. Keiner hat was gefunden. Ich hatte keine Poly Neuropathie.
    Gegen April wurde es wieder besser.
    Dann kam es aber bald wieder.
    Gleichzeitig störte mich das zittern immer mehr.
    Wenn ich stehe schütteln sich beide Beine manchmal wie verrückt.
    Faszikulationen am ganzen Körper. Beim Lächeln zittern sogar meine Mundwinkel heftig.
    Meine Beiden Daumen fühlen sich steif an. Mein Ringfinger an der rechten Hand schüttelt sich bei der kleinsten Bewegung.
    Seit einer Woche, habe ich das Gefühl das ich Schleim in den Lungen hab, den ich fast nicht abhusten kann.
    In den letzten Monaten blieb mir 2x Essen im Hals stecken (ich meine aber ich hab da ziemlich geschlungen)
    Und ich hab auch jetzt manchmal das Gefühl das ich beim schlucken Schwierigkeiten hab.
    Ich hatte letzte Woche erneut das MRT und mein MRT ist wieder absolut normal.
    Aber im Februar war mein CK-Wert um 6 Punkte erhöht. Also nur ganz leicht.

    Ich fühle mich allgemein schwach. Kann aber noch alles tun. Kann noch laufen, kann noch schwere Dinge tragen. Ich zittere nur dabei und danach sehr stark.
    Mein Fuß fühlt sich so steif an. Das Bein vibriert manchmal immer noch nach dem laufen oder stehen.

    Vor 2 Wochen hat mich eine Internistin untersucht und gesagt, wenn das ALS wäre und die Symptome vor über einem Jahr angefangen haben dann wäre ich schon gelähmt oder schlimmeres.
    Stimmt ihr der Aussage zu? Sie hat bei lebhafte Reflexe und einen "leichten Klonus" gefunden. Sie hat gemeint "Ich bin ja auch sehr aufgeregt" (Was natürlich vollkommen stimmt).

    Ich hab zusammengefasst. Ein Schwäche Gefühl. Kann aber noch alles machen. Zuckungen und Faszikulationen. Schluckbeschwerden (Eingebildet?), Atembeschwerden. Meine Beine zittern beim stehen. Meine Arme zittern wenn ich sie hebe, etwas halte oder sie in einem bestimmten Winkel auf den Tisch lege. Meine Finger zittern. Am meisten der rechte Ringfinger, der praktisch immer zittert wenn ich die Hand ausstrecke. Ich hab schmerzen im Handgelenk und daumen. Zuckende Daumen und zuckende Handflächen. Zittern beim lächeln. Einen steifen Fuß auf der Linken seite.

    Ich dreh noch durch. Ich hab so unfassbare Angst und im September einen EMG Termin. Ich weiß nicht wie ich das bis dahin noch aushalten soll, ich flipp komplett aus vor Angst. Die Ärzte scheinen NICHT zu glauben dass ich ALS habe.

    Ich wäre so dankbar wenn ihr, die euch besser auskennt mir helfen könntet. Hört sich das für euch wie ALS an? Kann man sich durch die Angststörung all diese Symptome einbilden?

    Was ist mit dem Klonus? Ein Klonus kann doch nicht von Angst kommen oder? (

    Ich bin soooooo fertig, ich kann einfach nicht mehr.

    Danke das ihr den langen Text gelesen habt.

    #2
    Falls noch jemand antwortet, sieht so Atrophie aus? Ich hab dieses Loch nur am linken Fuß und ich flippe fast aus, ich hab so unfassbare Angst
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      #3
      Mit ALS hat das bisher Geschilderte nichts zu tun; ich kann auf deinem Bild auch keine Atrophie erkennen.
      Ob es eine andere NME oder neurodeg. Erkrankung ist, kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Du musst wie alle anderen auch die Diagnostik abwarten.
      Bzgl. der hyperintensen Basalganglien, die jetzt angeblich wieder in Ordnung sind: vll wäre es sinnvoll die MRT-Bilder zweitbefunden zu lassen von einem Neuroradiologen.
      Du hast nicht genau geschrieben, welche Drogen und Medikamente du konsumierst bzw. konsumiert hast.
      Es könnte sich bei deinen Symptomen auch um Folgeschäden von Drogenmissbrauch handeln. Oder es ist psychosomatisch.
      Mehr gibt es da aktuell nicht zu sagen.

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        #4
        Vielen Dank pelztier86 für deine erste Einschätzung und deine Zeit. Dein Tipp werde ich wohl befolgen, ich will eh eine Verlaufskontrolle, aber beim 1. MRT wurde mir nach einiger Zeit eben genau das gesagt, langjährige Abhängigkeit (in meinem Fall von Opioiden, wobei ich seit Jahren in Substitution bin und Subutex kriege, 8mg Subutex und 2. Diazepam wo ich in einem ständigen abdosieren und dann doch wieder Rückfällig werden feststecke, da nehme ich zurzeit ca. 5mg täglich) solche Veränderungen vorkommen können. Und da Blut und Urintest negativ waren, wurde es Ruhen gelassen.
        Ansonsten bekomme ich, Mirtazapin 45mg, nehme Ibuprofen täglich und außerdem 2 verschiedene Astmahsprays außerdem rauch ich hin und wieder ein bisschen Gras.

        Alle Medikamente nehme ich nicht zum Spaß, sondern durch meine Verzweiflung und meine schwere Angststörung hab ich angefangen mich "selbst zu behandeln" (was natürlich unfassbar dämlich ist.)

        Jetzt bin ich im betreuten Wohnen und es geht mir langsam besser, aber die Angststörung kommt halt immer wieder.

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          #5
          Man sieht keine Bescherwerden wie zB Mundwinkel. Man weiß auch nicht, reduzierst du gerade? Faszis sind beim Benzo reduzieren typisch. 5mg Diaz ist ja sehr wenig, warst du bei mehr? Bei Angst Opiate? Verstehe ich wenig wr du Subu nimmst.
          Bitte keine PN oder nur in seltenen Fällen bei einer Frage die einen direkten Bezug zu einem Beitrag von mir hat, die nicht andere beantworten können. Danke.

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            #6
            Hallo DHKW, wie meinst du das mit den Mundwinkeln? Weil ich hab da ja eben Beschwerden, wenn ich lächle zittern meine Mundwinkel. Meine max. Dosis war ca. 10mg ich habe nie besonders viel genommen, das Problem ist eher das ich es über Jahre in dieser Dosis genommen habe. Damals haben mir die Opiate (am Anfang wars TIlidin) die Angst genommen, warum auch immer, irgendwas an der euphorischen Wirkung hat mich beruhigt, aber das hat nicht lange angehalten, aber dann war ich schon süchtig und bin in die Substitution, da bin ich jetzt seit 7 Jahren.
            Und ich versuche immer wieder zu reduzieren, dass ist wie ein Kreislauf, ich gehe runter auf 1,5-2mg und dann werde ich rückfällig, weil ich die Panikattcken nicht mehr aushalte..
            Ich war auch schon in einer Entzugsklinik, ich schaff den Absprung einfach nicht.

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              #7
              Die haben doch doch wohl kaum von Tilidin auf Subutex umgestellt? Zum Sucht-Thema gibts bessere Foren, das in der Schweiz, auch bzgl NW. Benzos und Opioate sind halt heilen. 5 mg Diaz ist ja nichts, das langsam mit Tropfen ausschleichen ist durchaus möglich. bzgl Opiate ka wie das genau geht, man sollte langsam reduzieren. In den Kliniken gehen sie zu schnell zu stark runter.
              Bitte keine PN oder nur in seltenen Fällen bei einer Frage die einen direkten Bezug zu einem Beitrag von mir hat, die nicht andere beantworten können. Danke.

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                #8
                Das haben sie tatsächlich getan, ich war gerade mal ein paar Monate dabei, dann bin ich zu einer Praxis und hab von meiner Suchtproblematik erzählt, dort bekam ich dann Subutex. Ich hatte allerdings schon seit einer Woche Subutex genommen, aber in einer SEHR geringen Dosis.

                Was meine Symptomatik angeht, es wird immer schlimmer. Mittlerweile habe ich Faszikulationen an meinem ganzen Körper, gestern Morgen bin ich mit einem gewaltigen Muskelkater aufgewacht, obwohl ich mich körperlich nicht angestrengt habe. Außerdem habe ich seit einigen Tagen Faszikulationen die von meinem Rücken ausgehen. Wenn ich mich an einem Stuhl anlehne, spüre ich diese Zuckungen wie verrückt. Meine Arme und beine zittern ununterbrochen. Ich steh einfach nur auf und meine Beine vibrieren, ich streck den Arm aus und leg ihn auf den Tisch, meine Schulter zittern und zucken und das streckt sich bis in den Arm aus. Meine Daumen und Zehen bewegen sich unkontrolliert. Einfach jeder Muskel in meinem Körper scheint zu zucken. Mein linker Fuß fühlt sich immer steifer an.
                Ich fühle mich im Allgemeinen ziemlich geschwächt.
                Ich habe Schmerzen, vor allem im Rücken. Ich bin komplett fertig, es geht mir so schlecht, dass ich eigentlich am liebsten in eine Muskelambulanz gehen würde, aber die nächste ist über 100km weit weg und ich habe weder Auto noch Geld für die Bahn.

                Mein EMG Termin ist erst in einem Monat, ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Ich habe das Gefühl, als könnte jederzeit irgendwo eine Lähmung einsetzen oder wie wenn ich jederzeit einen Krampfanfall kriegen könnte.

                Ich bin so verzweifelt, ich habe unfassbare Angst vor ALS oder einer anderen tödlichen Krankheit. Natürlich nimmt mich keiner ernst, was ich sogar verstehe, alle kennen meine Angststörung. Aber die Symptome sind so stark, dass ich nicht mehr weiß wie ich sie aushalten soll

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                  #9
                  Das hat mit den Faszikulationen oder Zuckungen von neuromuskulären Erkrankungen nichts zu tun.
                  Das geht eher in die Richtung Tremor.
                  Das ist wohl Ausdruck der Gehirnschädigungen durch den Drogenkonsum.

                  Subutex ist da nicht weniger schädlich.
                  Die Substitution ist nur eine Fortsetzung der Drogensucht mit anderen Mitteln. Der einzige Unterschied ist, dass die Substitution eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Im Prinzip ist das eine Bankrotterklärung der Medizin, die die Sucht nicht heilen kann.

                  PS: Das bei Subutex der Beikonsum anderer Opioide, auch in geringsten Mengen ein Entzugssyndrom auslöst weißt Du sicher.
                  It's a terrible knowing what this world is about

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                    #10
                    Wie kann man Tremor und Faszikulationen unterscheiden? Die Zuckungen sind auch unter der Haut deutlich sichtbar, wenn ich die Muskeln antippe kann ich das zucken meistens provozieren, und kann ein Tremor auch die unwillkürlichen Bewegungen meiner Daumen und Zehen verursachen?
                    Weil einen Tremor habe ich definitiv, der ist immer präsent, mal stärker mal schwächer, wenn ich die Hände ausstrecke sieht man ihn immer. Mit dem Tremor alleine käme ich klar und er würde mich eben Aufgrund meiner Sucht und Angsterkrankung nicht weiter beunruhigen.

                    Was mich so sehr beunruhigt ist mein steifer linker Fuß seit einem halben Jahr. Diese Zuckungen die erst im linken Bein waren und jetzt über den ganzen Körper verteilt sind. Die Tatsache das ich aus dem nichts Muskelkater bekomme. Anscheinend einen Klonus habe. Das ich ständig meine Zigaretten fallen lasse. Das meine Beine vibrieren und zittern, einfach nur weil ich stehe und und und..

                    Was die Sucht angeht gebe ich dir natürlich absolut recht. Der Entzug von Subutex ist für mich sogar noch beschissener.
                    Beikonsum von Opiaten oder Opioiden habe und hatte ich nie. Das würde dem Konzept der Substitution komplett widersprechen. Das Subutex genügt mir.

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