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Hilfe zu weiterer Diagnose - Brennende Muskelschmerzen, Zucken, Schwäche usw.

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    Hilfe zu weiterer Diagnose - Brennende Muskelschmerzen, Zucken, Schwäche usw.

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und habe über Google dieses Forum gefunden. Finde ich toll, dass es so viele helfende Stimmen gibt.

    Zunächst zu mir. Bin männlich und 35 Jahre alt und habe einen Bürojob. Also viel Sitzen und Stress. Nichtraucher, Alkohol nur mal selten und dann auch nur wenig.

    Ich vermute ich schreibe nun sehr viel, da ich leider immer etwas ausschweifend bin und erstmal auch nicht weiß wie ich es ohne größere Erklärung kürzer fassen kann. Am Ende versuche ich nochmal alles in Stichpunkten zusammenzufassen. Mir ist bewusst, dass nicht jeder viel Zeit hat das alles zu lesen, bin aber für jede Antwort sehr dankbar.

    Es fing im Sommer 2018 zunächst recht harmlos mit „Kribbeln“ in den Füßen/Unterschenkeln an. Dieses bekam ich nach einer relativ starken Erkältung. Am Anfang habe ich da nicht viel drüber nachgedacht. Nachdem es jedoch nicht wegging und Muskelschmerzen, Schwindel und Schweißausbrüche dazukamen und auch das Gesicht betroffen war bin ich zum Hausarzt, welcher zunächst MS ausschließen wollte. Das geschah durch ein Schädel MRT mit KM. Da hier und bei dem großen Blutbild (außer Blutfette) nichts auffällig war, wurde ich zum Orthopäden und Neurologin überwiesen. Er sagte auch, dass ich muskulär vor allem im Rücken sehr verspannt wirke.

    Beim Orthopäden wurde die WS komplett geröntgt ohne Auffälligkeiten, außer, dass in der HWS schon etwas mehr Arthrose, als für mein Alter üblich wäre.
    Bei der Neurologin wurde ein ENG gemacht, ebenfalls ohne Auffälligkeiten. Es wurde hier relativ fix auf die psychosomatische Schiene gewechselt. Eventuell weil ich wirklich sehr ängstlich wirkte und zu dem Zeitpunkt auch war. Ich hatte da auch den ersten größeren „Schub“, bei dem sämtliche Muskeln wehtaten und mich körperlich sehr schwach fühlte. Das ging etwa 3-4 Wochen glaube ich. Danach ebbte es wieder etwas ab, blieb aber konstant auf niedrigem Niveau. Meine Psyche war trotzdem im Eimer und ich habe ein recht ungesundes ängstliches "Ich hab bestimmt doch MS"-Verhalten an den Tag gelegt. Ich muss jedoch auch sagen, dass die Ärzte nicht wirklich zur Beruhigung beigetragen haben, da ich ohne größere Untersuchungen oder Erklärungen gleich auf die Psycho Schiene geschoben wurde. Ich fühlte mich da nicht wirklich ernst genommen.
    Dennoch habe ich auch eine Psychotherapie begonnen. Die hat mir auch ein wenig geholfen, aber die Symptome wie Kribbeln, Muskelzucken, Muskelschmerzen und Schwächegefühle wurden nicht wirklich besser. Ich lernte aber etwas besser damit umzugehen. Die Symptome waren nun Alltag, jedoch meist auf einem „akzeptablen“ Niveau. Wegen Schwangerschaft und Mutterschutz der Therapeutin hat die Therapiemaßnahme erstmal nach 23 Sitzungen geendet und ich habe aus Zuversicht damit klarzukommen auch nicht nach einer Nachfolge geschaut.

    Einen weiteren „Schub“ mit Muskelschmerzen am ganzen Körper, Schwäche, Seh- und Schlafstörungen und erst jetzt auch klar depressiven Stimmungen bekam ich nochmal im Juni/Juli 2019. Ich war hier glaube ich mehr oder weniger 4 bis 5 Wochen nicht wirklich bzw. nur begrenzt arbeitsfähig. Hier überkam mich dann auch wieder die Angst was (eventuell auch wegen Lyrica, welche ich zur Beruhigung von meinem Arzt für 2 Tage bekommen hatte) in einer Panikattacke und Einlieferung in die Klinik endete. Hier hat man eher rudimentare Grunduntersuchungen gemacht und vorgeschlagen mich einmal stationär vorzustellen und mich geplant aufnehmen zu lassen. Das Angebot habe ich angenommen und mich durch meinen Hausarzt in die Neurologie einweisen lassen.

    Zuvor war ich nochmal bei der Neurologin welche noch einmal ein ENG gemacht hat. Ohne Auffälligkeiten. Wegen eines langsam auftretenden Taubheitsgefühls auf der linken Seite und zeitweiligen Sehstörungen (Flimmerbilder/Fokus) hat sie wohl auch zu meiner Beruhigung noch einmal ein Schädel MRT mit KM veranlasst und eine VEP gemacht. Das VEP war wohl zu dem Zeitpunkt etwas auffällig, aber die Werte waren wohl „ungenau“. Das MRT war auch wieder ohne Befund.
    Im Krankenhaus wurde dann neben Blutuntersuchungen noch ein VEP, EMG und ein Liquortest gemacht. Blut, VEP und EMG waren da ohne Auffälligkeiten. Ich hatte hier aber schon ein sehr deutliches Gefühl von Muskelzucken, Muskelschwäche und Faszikulationen in Beinen und Gesicht und hatte Schlafstörungen. Auch Schwindel gehörte zwischendurch dazu.
    Der Liquortest wies bei den Basiswerten ein unspezifisch leicht erhöhten Eiweißwert auf (50,3 mg/dl), welcher aber von den Ärzten nicht als problematisch betrachtet wurde und daher wohl keine weiterführenden Untersuchungen gemacht wurden.

    Ich wurde also ohne eindeutigen Befund entlassen, "durfte" jedoch wegen den Schlafstörungen und depressiven Verfassung erstmal eine Weile Amitryptilin nehmen. Die Neurologin hatte mit mir hier 10-12 Tropfen am Abend vereinbart, welche ich auf 18 steigern könnte. Ich bin aus Respekt vor den Medikament bei 10-12 Tropfen geblieben und konnte damit zumindest meist durchschlafen, war aber bis Mittags doch recht gerädert.
    Ich habe trotz aller Beschwerden dann erstmal Arzt, Arzt sein lassen. Die Neurologin hatte mir noch empfohlen bei einem 3 wöchigen Programm für Akutpsychosomatik mitzumachen. Ich wollte erstmal schauen wie es sich entwickelt und sah dies als Option, die ich irgendwann einmal mache, wenn es nicht besser wird. Die Beschwerden waren mehr oder weniger auf einem Niveau mit dem man Leben konnte, jedoch auffällig genug, dass man immer wieder „freundlich“ vom Körper darauf hingewiesen wurde, was auch sehr an der Psyche genagt hat. Ich habe versucht etwas mehr Bewegung (Schwimmen) und eine besser Ernährung und mehr Schlaf in meinen Alltag zu bringen. Aber gerade nach dem Sport habe ich mich meistens recht elend gefühlt und hatte eher stärkere Muskelschmerzen. Würde es nicht Muskelkater nennen. Es fühlte sich „anders“ an. Die hatte ich dann meist noch ~2 Tage nach dem Schwimmen. Auch habe ich ein häufigeres Knacken und Schmerzen in den Gelenken. Allen voran Schultern und Knie.

    Nun ja…jetzt Ende Februar hatte ich wieder einen „Schub“ und irgendwie ist alles wieder anders. Die Muskelzuckungen nehmen nochmals spürbar zu und breiten sich neben den Beinen nun auch mehr in den Armen, Rumpf und Gesicht/Kiefer aus. Die Muskelschmerzen waren noch einmal einen Tick stärker und insgesamt fühle ich mich vor allem in Armen und Beinen sehr schwach. Die Linke Seite scheint weiter besonders betroffen zu sein. Auch das leichte Taubheitsgefühl am linken Fuß (Riss und 2 kleine Zehen; seit Mitte 2019) ist stärker ausgeprägt. Arme und Beine schlafen häufig ein und sind morgens recht oft taub. Auch die Hände fühlen sich beidseitig oft fremd an und hier vor allem die beiden Zeigefinger. Auch unwillkürliche leichtere Muskelbewegungen (Daumen oder Bein schlägt aus) haben angefangen in mein Bewusstsein zu treten. Inwiefern diese vorher da waren und in „normalen“ Bewegungen versteckt waren weiß ich nicht genau. Muskelschmerzen sind schon fast Alltag. Generell habe ich oft ein brennendes Hitzegefühl im Bereich des oberen Rückens und auch insgesamt ein komisches Gefühl in dem Gebiet. Auch kommt es nun vor das es mal hinten im Rachen sticht. Gefühlt verhaspel ich mich aber immer öfter mal beim Sprechen. Ich fühle mich sehr schwach und habe auch das Gefühl, dass auf der linken Seite ein Muskelschwund eingesetzt hat.
    Die Nächte sind manchmal ein Graus. Das Amytriptilin habe ich (nach Rücksprache mit den Ärzten) seitdem trotzdem abgesetzt, da es mich gefühlt noch mehr fertig gemacht hat.

    Ich habe schon letztes Jahr den Hausarzt (Internist) gewechselt und mich nach diesem erneutem Schub vor 2 Wochen auch bei einem anderen Neurologen vorgestellt. Bei diesen fühle ich mich nun auch recht gut aufgehoben. Der Hausarzt hat neben Blut nun auch nochmal ein MRT ohne KM von der gesamten Wirbelsäule veranlasst. Hier gab es wieder keine Auffälligkeiten. Die Bandscheiben sahen wohl nicht altersentsprechend aus, aber kein Vorfall oder Hinweis auf geklemmte Nerven.

    Der neue Neurologe hat nun nochmals ein ENG gemacht und tatsächlich auf der linken Seite „Unstimmigkeiten“ festgestellt. Das Taubheitsgefühl bilde ich mir also wohl schon mal nicht ein. Details dazu kann ich nicht sagen, da ich etwas perplex war, dass nun doch etwas messbares da war und es einfach versäumt habe mich über den Umfang der Auffälligkeiten näher zu informieren. Daraufhin hat er nochmal ein Schädel MRT (das Dritte) angesetzt und den finalen Befund aus dem Krankenhaus gebeten (diesen hatte ich bis dato nur in vorläufiger Fassung). Außerdem soll am 22.4. noch eine Blutuntersuchung mit Fokus auf Autoimmunerkrankungen stattfinden. Das dritte Schädel MRT war erwartungsgemäß ohne Auffälligkeiten.

    Die schlussendliche Frage wäre…welche Untersuchungen sollte ich noch mit dem Neurologen diskutieren? Sollte jetzt nicht auch noch einmal ein EMG gemacht werden? Was kommen hier überhaupt für Krankheitsbilder in Betracht? Welche Blutwerte wären relevant? CK, Kreatin etc. war bisher immer ok.

    Unser Betriebsarzt mit dem ich mich recht lange unabhängig unterhalten konnte hat zudem vorgeschlagen auch einmal als Keywords eine Neurosarkoidose oder Neurotuberkulose in den Raum zu werfen. Ich denke jedoch, das wäre im Blut oder einem MRT aufgefallen, oder?

    Es wird alles recht langsam aber stetig schlechter. Seit Ende Februar wurde aber irgendwie einen Gang hochgeschaltet.

    Zusätzliche Info: Ich hatte in 2017 einen Campylobacter Infekt und kurz danach wohl als Folge auch Hautsarkoidose. Davor sehr lange nichts außergewöhnliches.

    Sorry für die Textwall. Aber das ist irgendwie auch Therapie. Zur Akutpsychosomatik war ich übrigens jetzt auch angemeldet und auf der Aufnahmeliste. Aber dann kam halt jetzt Corona dazwischen. In diesem Forum zu lesen hilft mir aber auch schon sehr. Ich mache mich merklich weniger selbst verrückt. Aber es ist ziemlich schwer aus dem Angstkreislauf rauszukommen und man will natürlich wissen was los ist.


    #2
    Campylobacter-Infektionen triggern relativ häufig Autoimmunphänomene.
    Mglw. handelt es sich in deinem Fall um ein solche Nachwirkung. Man sollte vll. mal untersuchen, ob die Sarkoidose systemisch geworden ist.Diese kann auch auf Nerven und Muskeln gehen.

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      #3
      Ja ich glaube das vermutet der Neurologe auch. Wundere mich nur, dass das das dann über 1,5 Jahre gedauert hat, wobei vielleicht auch die Erkältung dann nochmal zusätzlich der Trigger war. Die Sarkoidose werde ich sicherlich im nächsten Gespräch mit aufnehmen. Die ist zwar in den Unterlagen, aber kann nicht schaden.

      Wegen meiner Ausschweifungen und dem Zeichenlimit im ersten Post hier noch die versäumte Zusammenfassung.

      Zusammenfassung Symptome:
      • Anfang Kribbeln in den Beinen, „Heißer Rücken“, Schweißausbrüche
      • Muskel-/Nervenschmerzen, Schwächegefühl in Gliedmaßen (beidseitig) /periodisch auch dauerhaft recht stark in einer Art „Schub“ mittlerweile inkl. Depression. Auch brennende Schmerzen ausstrahlend am oberen Rücken.
      • Zittern, Muskelzucken, Faszikulationen am ganzen Körper und auch im Gesicht (Kiefer, Lippen, Zunge (unter „Spannung“ beim rausstrecken)
      • Gelenkschmerzen, häufigeres Knacken als Früher. Vor allem rechte Schulter und Knie, aber auch andere Gelenke.
      • Sehstörungen (Fokus/Flimmerbilder) / jedoch selten
      • Taubheitsgefühl linker Fuß, nicht komplett taub, aber schlechter werdend. Subjektiv betrachtet Muskelschwund an linker Hand (wirkt sehniger, als rechts)
      • Schlafstörungen (manchmal werde ich ~4 mal wach, manchmal nur einmal), da dann auch immer ein „vibrierendes“ Gefühl im Körper ausgehend vom Rumpf und manchmal auch Schwindel. Zeitweise beim Einschlafen oder Aufwachen sehr „dizzy“.
      • Geschmacksstörungen (evtl. durch Amitryptilin, wobei ich das schon seit Wochen nicht mehr nehme)
      • Evtl. ohne Zusammenhang: In letzter Zeit höhere Hustenfrequenz und Brustschmerzen

      Bereits erfolgte Untersuchungen:
      • MRT mit KM (2x Schädel / 2018 + 2019); ohne Auffälligkeiten
      • MRT ohne KM (WS und Schädel / 2020); ohne größere Auffälligkeiten, außer Bandscheiben
      • Röntgen WS (2018); ohne größere Auffälligkeiten, außer etwas mehr Arthrose in HWS als üblich
      • Diverse Blutuntersuchungen (Klein, Groß, Borrelien; alle wohl ohne größere Auffälligkeiten)
      • VEP, EMG, Liquor (2019); 1 VEP "ungenau", sonst nichts. Eiweiß im Liquor leicht erhöht (50,3 mg/dl)
      • ENG (2018 + 2019 ohne Auffälligkeiten / 2020 mit Auffälligkeiten links)
      Zuletzt geändert von Oliver84; 15.04.2020, 22:34.

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        #4
        Eine Infektion mit Campylobacter kann autoimmune Krankheiten auslösen, am meisten beobachtet bei Varianten des Guillain-Barré-Syndroms, was zu Dir aber nicht passt. Gut, dass Dein Neurologe nun auch in diese Richtung untersucht. Also auch mal ANA-Werte, ENA-Muster, CRP, BSG überprüfen lassen, falls noch nicht geschehen.

        Parallel zu Autoimmunerkrankungen kann man aber auch noch andere Ideen haben: Vitamin B12-Mangel ist mit einer Neuropathie bekannt, was ziemlich leicht zu beheben wäre, Vitamin B6 auch.

        Darüber hinaus musst Du überlegen, ob es in der Familie Erkrankungen gibt? Oder hattest Du vielleicht schon vorher andere Probleme, die Du jetzt gar nicht damit in Verbindung bringst (Magen-/Darmbeschwerden, Harndrang oder Harnverhalt, Hautprobleme, Leberwerte auffällig, Nierenwerte, Schilddrüse, Borreliose, Unverträglichkeiten, insbesondere Gluten, ACE-Wert und / oder CK-Werte erhöht, ...).

        Mir hat man auch zu mehr Sport und Psyche bereinigen und so geraten. Psyche ist wichtig. Das musst Du immer beachten. Deine Angst ist verständlich, aber nicht hilfreich. Lerne, in Ruhe nach einer Lösung zu suchen. Dass alles auf die Psyche geschoben wird, ist allerdings auch Quatsch und zu einfach. Wenn sich die Probleme an den Muskeln nach Sport verstärken, sollte man auch den Stoffwechsel im Auge haben. Dann kann auch eine metabolische Sache dahinterstecken.

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          #5
          Danke für die Antwort.
          Vitamin B12 ist in der Tat eine Weile her. Das wurde in 2018 zuletzt abgenommen und da hatte ich als Wert 359 pg/ml. Seitdem nehme ich regelmäßig B12 Tabletten. Wobei ich mal glaube ich gelesen habe, dass die B12 Aufnahme in Magen/Darm auch gestört sein kann, gerade nach einem Infekt. Macht also vielleicht Sinn hier nochmal nachzuhaken.

          Sonstige Werte für Nieren, Leber und Hormone waren meines Wissens aber immer unauffällig. CK auch. Borrelien auch nichts im Blut und wohl auch nicht im Liquor, wenn ich das richtig lese.
          ANA, ENA, CRP und BSG muss ich mal in den Befunden schauen, ob da schon was passiert ist. Mein alter Hausarzt war da nie sehr gesprächig.

          Aus der Familie weiß ich aktuell nichts. Mein Vater ist früh gestorben (Alkoholsucht) und meine Mutter hat ein schwaches veg. Nervensystem, hohen Blutdruck und Schlafapnoe. Grosseltern värtlicherseits war wenig Kontakt und müttelerlicherseits weiß ich nur von Parkinson bei meinem Großvater. Weiter zurück komme ich mit dem spärlichen Rest unserer Familie nicht.
          Vor 2018 hatte ich bis auf das genannte wirklich sehr lange eigentlich nichts. In Teenageralter mal eine Harnröhrenenge und beim Bund auch einen Schwindel, wo man nicht wusste wo er herkommt. Windpocken hatte ich recht spät mit 18.
          Habe wie gesagt auch etwas Sport gemacht und Muskeltechnisch nichts gespürt. Seitdem das angefangen hat musste ich aber Sport wegen Schmerzen teils ganz herunterfahren. Ist zunächst nur Yoga und Schwimmen übrig geblieben, wobei Yoga nun auch zu anstrengend und schmerzhaft wurde.

          Ich habe recht sicher eine Angststörung und das weiß ich auch und ich versuche auch daran zu arbeiten. Sobald dieser Lockdown mal einigermaßen locker ist werde ich auch wieder eine Therapiemöglichkeit suchen. Aber wie du schon sagst...ich glaube man kann nicht alles auf die Psyche schieben. Vielleicht einen Teil und vielleicht verstärkt es auch das ein oder andere Symptom und macht es stärker als es ist. Aber ich habe auch schon recht viel geistige Arbeit investiert und es wird einfach trotzdem immer schlechter.

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            #6
            Geh mal wegen den Brustschmerzen und Husten zum Hausarzt und lass Dir eine Überweisung zum Lungenröntgen geben.
            Mein Sohn hatte einige Deiner Symptome und ist jetzt grade in der Lungenklinik zur Diagnostik.
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              #7
              Die Lunge? Naja ich hatte zwar in letzter Zeit häufiger mal Schmerzen im oberen Rücken beim atmen, habe das aber auf die Muskelschmerzen geschoben. Außerdem hatte ich damit vorher keine Probleme, als ich schon lange die Symptome hatte. Aber ist mal notiert. Deinem Sohn alles Gute. Wäre toll wenn du mir schreiben könntest ob etwas rauskam und welche meiner Symptome er auch hatte. Gerne per DM oder so.

              Danke.

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                #8
                Muss ich alles verneinen. Endokrinologie war ich bisher nicht. Sollten aber da nicht auch die normalen Schilddrüsenwerte oder andere Werte auffallen, wenn es Hormonbedingt wäre?

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                  #9
                  OK danke. Bin für jeden Hinweise dankbar. Mein Hausarzt hatte im Dezember mal einen Ultraschall gemacht. Ich weiß nur nicht mehr von was genau. Aber ich will sowieso für nächste Woche versuchen einen Termin zu bekommen, da es mit die letzten paar Tage echt dreckig ging. Werde das zusammen mit Lunge und B12 dann nochmal ansprechen. Am Mittwoch bin ich auch nochmnal beim Neurologen. Einmal wegen Blutabnahme und dann auch noch ein Gespräch. Er hat ja nun die genauen Befunde aus dem Krankenhaus und hat auch gesagt, dass er Liquorspezialist ist. Mal sehen was er dazu meint.

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                    #10
                    Zitat von Oliver84 Beitrag anzeigen
                    Die Lunge? Naja ich hatte zwar in letzter Zeit häufiger mal Schmerzen im oberen Rücken beim atmen, habe das aber auf die Muskelschmerzen geschoben. Außerdem hatte ich damit vorher keine Probleme, als ich schon lange die Symptome hatte. Aber ist mal notiert. Deinem Sohn alles Gute. Wäre toll wenn du mir schreiben könntest ob etwas rauskam und welche meiner Symptome er auch hatte. Gerne per DM oder so.

                    Danke.
                    Im Dezember fing es an mit Husten, er fühlte sich kraftlos und schlapp, hatte Zuckungen, bekam Schlafstörungen und war ständig müde. Anfang März wurde der Husten stärker und er bekam starke Schmerzen im unteren Brustkorb. Zunächst bekam er starke Schmerzmittel. Dann wurde die Lunge geröntgt, ohne Befund. Dann wurde ein Lungen-CT gemacht. Da hat man dann zystische Herde entdeckt.
                    Heute ist er entlassen worden mit der Diagnose Langerhans-Zell-Histiozytose.
                    Es ist aber zum Stillstand gekommen. Der Schaden in der Lunge bleibt aber. Therapie gibt es keine, au0ßer aufhören mit Rauchen und moderater Sport um die Lungenfunktion zu erhalt. Man muss das aber regelmäßig kontrollieren. Normalerweise schreitet Das auch nicht fort. Wenn das doch wieder aktiv wird hat man aber ein Problem. Therapieversuche mit Chemotherapie oder Unterdrückung des Immunsystems richten mehr Schaden an als das sie helfen. Dann bliebe nur eine Lungentransplantation, womit das aber geheilt wäre.
                    Die Schmerzen wurden langsam besser, so dass es ohne Schmerzmittel ging und sind mittlerweile fast weg, auch der Husten und die übrigen Beschwerden.
                    Viel weiß man über die Krankheit (im Erwachsenen Alter) sowieso nicht. Das trifft auch nur 1 von 2.000.000 überwiegend Männer.
                    Zuletzt geändert von KlausB; 17.04.2020, 19:02.
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                      #11
                      Stimmt es eigentlich, dass man ggf. Probleme haben kann B12 aufzunehmen, wenn man es in Tablettenform nimmt? Das der Campylobacter eventuell da im Darm rumgerödelt hat?
                      Ich habe noch einmal B12 Werte gefunden, von denen ich jetzt nichts wusste. Die wurden etwa 1 Jahr nach dem ersten Werten gezogen. Ich kann nur mit den Einheiten nichts anfangen. Diese sind verschieden und ich kenne diese bzw. den Umrechnungsfaktor nicht.
                      In 2018 waren es 359 pg/ml und in 2019 dann 229 pmol/l.
                      Das wäre wohl mein neben den Hormonen und Autoimmunwerten noch so eine Sache, die ich nochmal ansprechen sollte.

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                        #12
                        Super danke dir. Das wäre wohl echt das Beste, wenn es "nur" mit Vitamin B zu tun hätte und daneben halt ne ordentliche Portion Psychosomatik.
                        Mal sehen was Neurologe und Hausarzt die nächsten beiden Tage noch sagen.

                        Insgesamt sind zumindest die brennenden Schmerzen jetzt etwas besser und (außer im Rücken) überwiegend fast ganz weg. Zurück blieb jetzt nur ein komisches Gefühl auf der Haut und nur zwischendurch stechende Schmerzen. Beim Laufen sticht es auch gerne mal wie ein Blitz oder piekst wie feine Nadelstiche in den Beinen. Das Muskelzucken ist noch da, aber ebenfalls etwas schwächer geworden. Generelle Schwäche mit Fokus links ist unverändert. Schlafstörungen habe ich immer noch. Heute Nacht habe ich geträumt jemand schneidet mir mit der Schere die linken Finger ab. Bin nicht sicher, ob das wegen Schmerzen oder Taubheit geträumt wurde.

                        Die feineren Faszikulationen sind unverändert. Morgens im ganzen Körper besonders stark. Dazu kommt jetzt das Gefühl schwerer Atmen zu können.
                        Vielleicht hängt das mit dem Husten zusammen. Dazu kommt aktuell auch Bauchgrummeln (Darm) und leichte Probleme beim Wasserlassen. Habe also recht viel mit den Ärzten zu diskutieren.

                        Herzlichen Dank für alle Antworten bisher.
                        Zuletzt geändert von Oliver84; 21.04.2020, 17:47.

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                          #13
                          Ich hatte jetzt meine Termine. Beide Ärzte haben sich recht viel Zeit genommen und sehr ausführlich mit mir geredet. War schonmal ganz gut für die Psyche.

                          Es sind jetzt erstmal einige bisher nicht abgenommene Blutwerte in der Mache. Darunter u.a. ACE, ANA/ENA und auch zur Sicherheit noch einmal B12. Der Neurologe wird auch die Tage noch einmal ein EMG bei mir machen. Den Termin bekomme ich noch per Anruf. Die Werte sollten vielleicht in einer Woche vorliegen. Dauert wohl etwas.

                          Der Hausarzt meinte, man kann auch ohne Ergebnisse des Neurologen ruhig zweigleisig fahren und auch zum Rheumatologen gehen. Überweisung hat er mir direkt gegeben. Er schätzt, dass es hier nämlich schwer sein könnte an Termine zu kommen. Das Rheuma Zentrum in meiner Stadt scheint z.B. aktuell keine neuen Patienten mehr aufzunehmen. Wohl auch wegen Corona. Bezüglich Hormon-Check hat er eher abgewunken und gemeint, dass dies eher kein Thema wäre. Wenn beim Neurologen und Rheumatologen nichts rauskommt schau ich trotzdem mal, ob ich zu einem Endokrinologen komme. Auch bei Vitamin B12 hat er gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Aufnahme gestört ist, sehr sehr gering wäre. Je nach Blutwerten wird er mir vielleicht mal Spritzen verpassen. Bis dahin erstmal weiter Pillen.

                          Wegen dem Husten und Brustschmerzen hat er mir eine Überweisung zum Thorax Röntgen gegeben. Das habe ich direkt im Anschluss machen lassen. Da die Radiologie aktuell auch nur ohne Arztgespräch arbeitet, muss ich jetzt aber noch 3 Werktage auf den Arztbrief warten. Die Bilder habe ich. Kann das aber nicht einschätzen. Habe schon ein paar kleinere weiße Punkte in der Lunge und sieht eventuell schon etwas nach leichter Sarkoidose aus, wenn ich das mal mit Google Bildern vergleiche. Aber hilft jetzt auch nichts sich darüber Gedanken zu machen. Wenn etwas sehr im Argen wäre, hätten die ja bestimmt schon gesagt, dass ich sofort irgendwohin soll und mich net gehen lassen und auf den Arztbrief vertröstet. So viel vertrauen habe ich da jetzt doch mal.

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                            #14
                            Vitamin B-Loges komplett.
                            Bei B12 sind das 500 Mikrogramm. Nehme ich seit 2-3 Wochen wieder täglich.

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                              #15
                              Danke. Ich gehe morgen mal in die Apotheke.

                              Die ganze Woche war außer Arbeiten nicht viel drin. Und Arbeiten ging auch nur, da wegen Corona eh nicht so arg viel los ist.
                              Generell nur müde und schlapp. Habe mir nach der Arbeit immer noch einen Spaziergang aufgezwungen, aber danach war Sense.
                              Die ständigen Schmerzen haben wie gesagt abgenommen und sind nur kleineren Schmerzschüben gewichen, das größere Zucken auch etwas. Dafür sind die Gefühlstörungen und Faszikulationen vor allem in den Armen und Beinen stärker geworden. Manchmal habe ich das Gefühl ich habe eine Kiefersperre, aber das ist auch nur eine Art Schwächegefühl der Muskulatur. Vor allem die Zeigefinger fühlen sich komisch an...wie kurz vor taub werdend, aber eben nicht taub werdend.
                              Wasserlassen ist träge geworden und der Darm muckt auch rum und ich habe recht weichen und schmierigen Stuhlgang. Dazu immer dieses Ganzkörperfaszilieren/vibrieren bis ~5 Minuten nach dem Aufwachen (egal ob nachts oder morgends) ausgehend vom oberen Rücken, wo ich auch dauerhaft Gefühlstörungen habe und teils auch ein brennendes Gefühl in der Haut/Muskulatur.
                              Es ist echt zum Mäuse melken...

                              Laut Arzt ist mit dem Lungenröntgen dann doch alles in Ordnung. Die Arzthelferinnen vom Neurologen haben vergessen mich über die Blutwerte zu informieren. Ich habe gestern mal angerufen, aber mir wurde gesagt, da der Arzt erst am Montag wieder kommt muss ich mich bis dahin gedulden. Konnte dann zeitlich auch nicht mehr hin, um eine Kopie zu holen. Versuche jetzt über das WE einfach nur zu chillen und mich abzulenken so gut es eben geht.
                              Einen Termin bei einem Rheumatologen zu bekommen ist ein Ding der Unmöglichkeit in meiner Region.
                              Ich werde mal über das WE weiter nach Rheumatologen im größeren Umkreis schauen und auch mal nach Endokrinologen und Psychologen gucken.

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