Zitat von pelztier86
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Könnte man nicht dem erhöhtem Laktat und dem erniedrigten Kreatininwert noch mal nachgehen? Erniedrigter Kreatininwert hat ja meistens nichts zu sagen, kann ja aber auch auf eine verminderte Muskelmasse hinweisen, was ja dann auch irgendwann zu Muskelschmerzen führt, wobei ich Chris eindeutig glaube, dass die Unverträglichkeiten die Muskelprobleme zumindest verstärken. Das ist bei mir nämlich auch so. Das kenne ich ganz gut. Ich würde mir wünschen, dass man, wenn man so nicht weiter kommt, es mal z. B. mit einer Muskelbiopsie versucht anstatt den Patienten ohne irgendwas wieder nach Hause zu schicken. Oder wenn man eben doch mal, auch wenn außer dem Diabetes nichts in der Familie bekannt ist, mal in Richtung genetisch bedingter Erkrankungen denkt (z. B. Dein Hinweis mit den Ionenkanalerkrankungen).Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigenNaja, das volle Standardprogramm und etwas mehr haben sie je gemacht. Mehr ist ohnehin meist nicht drin, und selbst das wird nicht in jedem Fall, in dem es angebracht gewesen wäre, gemacht.
In dem Fall war die Durchführung eines VEP und AEP völlig unsinnig, dafür hätte man weitere Blutuntersuchungen durchführen können/sollen.
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Also dass der niedrige Kreatininwert von einer eindringen Muskelmasser herrührt, glaube ich jetzt eher weniger. es braucht nämlich schon eine gehörige Reduktion in der Muskelmasse, dass sich der Kreatininwert erniedrigt. Und da würde er nicht nur von Krämpfen, sondern von deutlicher Schwäche berichten.
Das erhöhte Laktat habe ich jetzt gar nicht gesehen, aber wenn das mit der angegebenen venösen BGA bestimmt, könnte es sein, dass es abnahmebedingt ist.aber natürlich konnte man den Wert noch einmal kontrollieren.
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Von den Symptomen und dem Blutbild würde ich auf Diabetes Typ-1 tippen.
Die Gesamtschau der Werte hat mich darauf gebracht: Niedriges Kreatinin bei erhöhtem Laktat, gepaart mit dem Ungleichgewichte der Elektrolyte und der PH-Verschiebung.
Dazu kommen die klinischen Symptome, wie die Erschöpfung der Muskeln (mit der Folge von Verkrampfungen bei schnell eintretender Überlastung), Gewichtsabnahme und die Überreaktion auf Lebensmittel, Schwindel und auch der Augenprobleme.
Die erhöhten Blutzuckerwerte kann man zum Anlass für die Vorstellung bei einem Diabetologen nehmen. Der Typ-1 ist für einen nicht spezialisierten Arzt schwer zu diagnostizieren im Gegensatz zum üblichen Typ-2. Diabetes Typ-1ist auch sehr selten.
Ich habe dazu mal versucht was zu finden:
Objectives To describe the characteristics of children and adults with incident type 1 diabetes in contemporary, multiethnic UK, focusing on differences between the islet autoantibody negative and positive. Design Observational cohort study. Setting 146 mainly secondary care centres across England and Wales. Participants 3312 people aged ≥5 years were recruited within 6 months of a clinical diagnosis of type 1 diabetes via the National Institute for Health Research Clinical Research Network. 3021 were of white European ethnicity and 291 (9%) were non-white. There was a small male predominance (57%). Young people
(das beschreibt das zwar diagnostisch nicht sehr wertvoll aber gibt vielleicht erste Anhaltspunkte)Zuletzt geändert von KlausB; 25.04.2020, 23:15.It's a terrible knowing what this world is about
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Indwiefern soll das erniedrigte Kreatinin mit Diabetes 1 in Zusammenhang stehen?
Außerdem wäre er für Diabetes 1 fast schon ein wenig zu alt, aber ausschließen kann man ihn natürlich nicht.
Soweit ich das richtig gesehen habe, zeigte die BGA eher eine minimale resp. Alkalose und nicht eine metabolische Azidose wie es bei unbehandeltem Diabetes typisch wäre.
Die Glukose war auch bei der Kontrolle normwertig, weshalb es imho wahrscheinlicher ist, dass die venöse BGA abnahmebedingt verändert ist, was bei insb. venösen BGA schnell passiert.
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Ich spreche nicht von einer Diabetes 2 sondern von einer Diabetes 1.Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigenIndwiefern soll das erniedrigte Kreatinin mit Diabetes 1 in Zusammenhang stehen?
Außerdem wäre er für Diabetes 1 fast schon ein wenig zu alt, aber ausschließen kann man ihn natürlich nicht.
Soweit ich das richtig gesehen habe, zeigte die BGA eher eine minimale resp. Alkalose und nicht eine metabolische Azidose wie es bei unbehandeltem Diabetes typisch wäre.
Die Glukose war auch bei der Kontrolle normwertig, weshalb es imho wahrscheinlicher ist, dass die venöse BGA abnahmebedingt verändert ist, was bei insb. venösen BGA schnell passiert.
Zu Beginn einer Diabetes 1 sinkt der Kreatininwert als Folge des geringeren Energieumsatzes. Erst später steigt er an, wenn die Niere geschädigt wird
Für eine Diabetes 1 ist er keinesfalls zu alt. Eine minimale Alkalose spricht ebenfalls nicht gegen eine Diabetes 1. Eine metabolische Azidose tritt auch erst im späteren Verlauf auf.
Ich weiß ja nicht, ob ich da was übersehe, aber einen normwertigen BZ-Wert sehe ich da nicht. Wenn Du das 2. Blatt meinst: Da sehe ich garkeinen BZ-Wert.
Was Du schreibst mag eher auf die normale Diabetes (Typ 2) zutreffen. Nach den Kriterien erkennt auch jeder Arzt eine Diabetes (2). Diabetes 1 ist aber etwas anders und sehr selten. Von diesen seltenen Fällen tritt die Mehrzahl auch im Kinder- und frühen Jugendalter auf aber eben nicht selten auch erst in der 2. Lebensdekade auf.
Deshalb wird eine Diabetes 1 auch häufig zuerst übersehen, zumal auch der normale Diabetestest da nicht aussagekräftig ist. Daher meine Empfehlung das mal von einem Spezialisten anschauen z lassen.
Warum sollte der BZ-Wert abnahmebedingt verändert sein?It's a terrible knowing what this world is about
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Ja, Typ 1 ist viel seltener als Typ 2, aber mittlerweile gar nicht mehr so selten.
Aber natürlich könnte man mal die Antikörper, die häufig damit assoziiert sind, untersuchen lassen.
Der TE könnte auch mal einen stinknormalen Urintest machen um zu sehen, ob der Urin Ketone enthält. Ich halte es aber für unwahrscheinlich, dass mit den Werten ein Diabetes 1 vorliegt. Bzw. als allererstes sollte er mal nach dem Ergebnis des HbA1C-Wert fragen.
Wenn der auffällig ist, könnte man das C-Peptid bestimmen lassen.Zuletzt geändert von pelztier86; 26.04.2020, 02:27.
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[QUOTE=Chris5671993;n157630]Erstmal danke für deine ausführliche Antwort SmallFiber
Körperlichen oder psychischen Stress hatte ich nicht. Ich war immer viel in Bewegung (wandern, laufen usw.). Kurz bevor sich mein Zustand verschlechtert hat, hatte ich auch mit Krafttraining begonnen. Das alles ist momentan leider nicht mehr möglich.
Richtig, zur leichten Verbesserung der Symptome reicht manchmal ein einfacher Spaziergang, auch wenn ich wesentlich schneller an meine Leistungsgrenze stoße als früher. Sport ist wie gesagt überhaupt nicht mehr drin.
Hin und wieder verspüre ich ein Kribbeln in den Händen und Füßen. Leichte Sehstörungen in Form von "verschwommenem Sehen" habe ich seit Jahren schon. Bzw. kommt es mit so vor, als ob das Auge paar Sekunden länger zum "Scharfstellen" benötigt.
Bis auf Diabetes ist in der Familie nichts bekannt.
Wenn sich die Symptomatik während körperlicher Betätigung zunächst bessert, danach aber schlechter wird, so weißt das meistens auf metabolische Myopathien, myasthene Erkrankungen oder eine Neuropathie hin.
Eine Neuropathie muss nicht immer mit Veränderungen der NLG einhergehen, kann auch eine Small-Fiber-Neuropathie sein. Deswegen meine Nachfrage zum Brennen, Kribbeln oder Taubheitsgefühlen. Diese kann auch durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Intoleranzen (z. B. Histamin, Fructose, ...) begünstigt werden. Zu Deiner Apothekerin: Die typischen Symptome einer Histaminintoleranz hast Du zwar nicht (außer die Probleme mit der Nase), aber für Histamin gibt es an verschiedenen Stellen im Körper Rezeptoren, so zum Beispiel auch an der glatten Muskulatur (u. a. Darm, Blutgefäße, Atemwege, ...) und den Nervenzellen. Es muss nicht immer jede Körperregion gleich stark betroffen sein! Zum Test der Unverträglichkeiten wie gesagt mal über Biovis nachdenken, die Intoleranzen kann am besten ein Allergologe untersuchen (musst Du also nicht selber zahlen).
An eine myasthene Erkrankung glaube ich zwar zunächst nicht, es sei denn, bei Deinen Augenproblemen kommen auch noch Doppelbilder vor. Wenn man aber nichts weiter kommt, kann man das auch noch einmal testen lassen, weil es leicht zu machen ist. Es gibt einige Autoimmunantikörper, die man im Blut bestimmen kann.
Bei den metabolischen Myopathien ist das nicht so einfach, weil da viel Genetik im Spiel ist und sich bei Dir - bisher - nicht so richtige Anhaltspunkte geben. Oft findet sich da z. B. im EMG was, muss aber eben auch nicht sein. Ich glaube weiterhin, dass bei Dir eine Grunderkrankung im Hintergrund ist, weil Du sagst, dass Du schon länger Probleme mit den Augen oder Knochen hast. Ggf. kannst Du Dich noch mal endrikinologisch untersuchen lassen. Da musst Du aber zu einem sehr guten Endrikinologen gehen (wenn Du willst, kann ich Dir per PN einen guten Endo nennen, bei dem Du aber eben vermutlich weit fahren müsstest). Du musst lernen, dass leider Arzt nicht gleich Arzt ist (das muss man wirklich erst lernen, denn ich habe zunächst auch gedacht: "Na ja, ich war ja beim Arzt. Wenn der nichts feststellt, dann ist da auch nichst. Der wird schon wissen, was er tut."). Auch hier gibt es gute und nicht so gute. Endo ist nicht gleich Endo. Die meisten Endos kennen sich gut mit Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen aus. Das war es dann aber auch. Bei Dir muss man da wohl eher tiefer schauen, auch mal solche Sachen machen wie Carnitin- oder Q10-Stoffwechsel, was bei einigen Myopathien auffällig sein kann.
Vieter Punkt ist die Psyche. Die sehe ich bei Dir zwar nicht auffällig, aber so etwas kann belastend sein oder werden. Entspannungsübungen können die Muskelverkrampfungen etwas beeinflussen und wenigstens ein bisschen Linderung bringen.
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Vielen Dank an alle die sich hier mit meiner Problematik auseinandersetzen. Da fühlt man sich schon besser aufgehoben als bei so manchem Arzt.
Gestern habe ich 10 Liegestütze gemacht, weil ich wissen wollte wie der Körper mittlerweile darauf reagiert. Heute Morgen hatte ich beim Arm heben Schmerzen in der rechten Schulter die einer Zerrung ähneln. Muskulatur also wieder komplett überfordert mit den einfachsten Aufgaben. Außerdem leichte Atemnot bzw. belegte Lunge. Nach Abhusten wieder einigermaßen erträglich.
4 x 187mg Magnesium + Kalium am Tag verbessern den Zustand weiterhin um ein paar Prozent (Weiter erhöhen sollte man denke ich nicht ?!)
klaus B : Diabetes-Typ-1 nicht. Diabetes-Typ-2 allerdings schon seit drei Generationen. Der erhöhte Blutzuckerwert in der Notaufnahme ist nicht im nüchternen Zustand ermittelt worden. Ich werde das aber dennoch mal wegen meiner genetischen Vorbelastung abklären lassen.
@SmallFiber: Gerne kannst du mir eine PN zukommen lassen. Freue mich über jede Hilfe.
Doppelbilder sehe ich keine. Eher verschwommen - meistens von Schwindel begleitet. Das waren auch die ersten Symptome, die gemeinsam mit einem unangenehmen Oberbauchdruck vor Jahren aufgetreten sind. Da hatte ich noch keine Anzeichen von muskulären Problem.
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