Hallo liebe Forenmitglieder,
ich möchte euch gerne meine Krankengeschichte erzählen, aber vorher ein paar Eckdaten:
bin weiblich, 50 Jahre und habe keine Diagnose.
Schon als Jugendliche war ich sehr unsportlich, konnte nicht schnell laufen oder springen und habe es nie geschafft, auch nur einmal einen tausend Meter Lauf zu schaffen.
Ab dem 10 oder 11 Lebensjahr begannen meine Schultern nach vorne zu hängen, eine Skoliose, später ein Scheuermann wurde festgestellt.
Egal was ich gemacht habe, war sogar im Schwimmverein, ich baute keine Muskulatur auf. Besonders im unteren Rückenbereich fehlte sie fast komplett.
Somit hatte ich mit 15 Jahren meinen ersten heftigen Hexenschuss, der mich drei Tage zur völligen Bewegungslosigkeit verdammt hat.
Als junge Erwachsene machte ich etwas Krafttraining, und mit 38 Jahren schaffte ich es auch nochmal etwas Muskelmasse aufzubauen. Seither ist es bei dem Versuch geblieben.
Vor ca 4 Jahren habe ich mich nochmal im Fitness Studio angemeldet, bin aber nicht sehr häufig hingegangen, da ich schon gemerkt hatte, dass irgendwas nicht stimmt. Zu der Zeit war ich schon öfter erschöpft und die Muskelkraft begann etwas nachzulassen.
Im April 2018 bekam ich plötzlich Durchfall, der nicht mehr wegging und immer wässriger wurde. Zu der Zeit wurde ich immer müder und erschöpfter, konnte kaum das Haus verlassen, da ich ja immer in der Nähe einer Toilette sein musste. Nach einem halben Jahr, zwei Darmspiegelungen und einer Magenspiegelung, wurde endlich die Diagnose gestellt..
Mikroskopische Kolitis, eine entzündliche Darmerkrankung. Ich bekam dagegen Tabletten, und bis heute hatte ich keinen Schub mehr.
Seitdem ging es körperlich bergab. Fast zeitgleich (2018) bekam ich starke Schmerzen beim Gehen in der linken Hüfte. Erst hieß es, es komme von meinem Bandscheibenvorfall, dann es wäre eine Schleimbeutelentzündung. Immer wieder bekam ich Kortison gespritzt, was auch eine zeitlang half, aber die Schmerzen kamen immer wieder. Ich hatte alle Behandlungen, die man sich vorstellen kann. Zugleich merkte ich aber, dass ich auch in anderen Bereichen Schmerzen hatte, und die Muskelkraft immer mehr nachlies.
Seit 2,5 Jahren kann ich nur noch unter starken Schmerzen laufen, bin in der Zeit schmerzmittelabhängig geworden und leide unter chronischer Erschöpfung.
Ich nehme zurzeit Tilidin Tropfen.
Treppensteigen, in die Hocke gehen und wieder hochkommen, etwas in der Hand halten, das schwerer als 100g ist, wird zur Qual.
Ich kann kaum noch meine Hausarbeit erledigen, weil ich nicht lange stehen kann. Beim Kochen tun mir unendlich die Füße und Beine weh. Aufrecht sitzen kann ich auch nicht, weil mein Rücken das nicht schafft. Wenn ich mit einer 1 Liter Kanne meine Blumen gieße, zittert meine Hand .
Selbst das Umdrehen im Bett ist so anstrengend, als würde eine 100 kg Decke auf mir liegen. Ich schlafe 9- 11 Stunden, komme kaum aus dem Bett und gehe wie eine Holzpuppe, die keine Gelenke hat.
Im Juni war ich eine knappe Woche stationär in der Rheumatologie, wo überhaupt nichts herausgekommen ist. Auf meine Muskelschwäche ist bisher noch kein Arzt eingegangen, obwohl das mit mein Hauptproblem ist. Ich habe keinen erhöhten CK Wert, Blutsenkung und Rheumafaktor auch negativ.
Gestern habe ich etwas gestaubsaugt, und heute tut mir mein ganzer Arm bis zur Schulter weh. Das kann doch nicht normal sein.
Beim Schreiben dieses Textes tun mir Finger, Handgelenke und meine Schulter weh.
Meine Orthopäde stellte nun auch noch fest, dass meine Knieschmerzen vom Innenminiskus kommen sollen.
Ich hoffe, ihr steigt durch mein Geschreibsel durch. Kognitiv bin ich auch ziemlich angeschlagen, bin vergesslich, teilweise nervös und zittrig.
Das Schlimme ist, dass mich mein jetziger Zustand so fertig macht, dass ich fast aufgegeben habe, denn keiner nimmt mich ernst.
Dann heißt es wieder, ich hätte Fibromyalgie oder bin psychisch nicht auf der Höhe. Ich merke aber, dass in meinem Körper etwas nicht stimmt.
Diese lähmende Erschöpfung, die Muskelschwäche zusammen mit den Gelenkschmerzen machen mich zu einem Zombie.
Ich vegetiere nur noch vor mich hin.
Liebe Grüße
ich möchte euch gerne meine Krankengeschichte erzählen, aber vorher ein paar Eckdaten:
bin weiblich, 50 Jahre und habe keine Diagnose.
Schon als Jugendliche war ich sehr unsportlich, konnte nicht schnell laufen oder springen und habe es nie geschafft, auch nur einmal einen tausend Meter Lauf zu schaffen.
Ab dem 10 oder 11 Lebensjahr begannen meine Schultern nach vorne zu hängen, eine Skoliose, später ein Scheuermann wurde festgestellt.
Egal was ich gemacht habe, war sogar im Schwimmverein, ich baute keine Muskulatur auf. Besonders im unteren Rückenbereich fehlte sie fast komplett.
Somit hatte ich mit 15 Jahren meinen ersten heftigen Hexenschuss, der mich drei Tage zur völligen Bewegungslosigkeit verdammt hat.
Als junge Erwachsene machte ich etwas Krafttraining, und mit 38 Jahren schaffte ich es auch nochmal etwas Muskelmasse aufzubauen. Seither ist es bei dem Versuch geblieben.
Vor ca 4 Jahren habe ich mich nochmal im Fitness Studio angemeldet, bin aber nicht sehr häufig hingegangen, da ich schon gemerkt hatte, dass irgendwas nicht stimmt. Zu der Zeit war ich schon öfter erschöpft und die Muskelkraft begann etwas nachzulassen.
Im April 2018 bekam ich plötzlich Durchfall, der nicht mehr wegging und immer wässriger wurde. Zu der Zeit wurde ich immer müder und erschöpfter, konnte kaum das Haus verlassen, da ich ja immer in der Nähe einer Toilette sein musste. Nach einem halben Jahr, zwei Darmspiegelungen und einer Magenspiegelung, wurde endlich die Diagnose gestellt..
Mikroskopische Kolitis, eine entzündliche Darmerkrankung. Ich bekam dagegen Tabletten, und bis heute hatte ich keinen Schub mehr.
Seitdem ging es körperlich bergab. Fast zeitgleich (2018) bekam ich starke Schmerzen beim Gehen in der linken Hüfte. Erst hieß es, es komme von meinem Bandscheibenvorfall, dann es wäre eine Schleimbeutelentzündung. Immer wieder bekam ich Kortison gespritzt, was auch eine zeitlang half, aber die Schmerzen kamen immer wieder. Ich hatte alle Behandlungen, die man sich vorstellen kann. Zugleich merkte ich aber, dass ich auch in anderen Bereichen Schmerzen hatte, und die Muskelkraft immer mehr nachlies.
Seit 2,5 Jahren kann ich nur noch unter starken Schmerzen laufen, bin in der Zeit schmerzmittelabhängig geworden und leide unter chronischer Erschöpfung.
Ich nehme zurzeit Tilidin Tropfen.
Treppensteigen, in die Hocke gehen und wieder hochkommen, etwas in der Hand halten, das schwerer als 100g ist, wird zur Qual.
Ich kann kaum noch meine Hausarbeit erledigen, weil ich nicht lange stehen kann. Beim Kochen tun mir unendlich die Füße und Beine weh. Aufrecht sitzen kann ich auch nicht, weil mein Rücken das nicht schafft. Wenn ich mit einer 1 Liter Kanne meine Blumen gieße, zittert meine Hand .
Selbst das Umdrehen im Bett ist so anstrengend, als würde eine 100 kg Decke auf mir liegen. Ich schlafe 9- 11 Stunden, komme kaum aus dem Bett und gehe wie eine Holzpuppe, die keine Gelenke hat.
Im Juni war ich eine knappe Woche stationär in der Rheumatologie, wo überhaupt nichts herausgekommen ist. Auf meine Muskelschwäche ist bisher noch kein Arzt eingegangen, obwohl das mit mein Hauptproblem ist. Ich habe keinen erhöhten CK Wert, Blutsenkung und Rheumafaktor auch negativ.
Gestern habe ich etwas gestaubsaugt, und heute tut mir mein ganzer Arm bis zur Schulter weh. Das kann doch nicht normal sein.
Beim Schreiben dieses Textes tun mir Finger, Handgelenke und meine Schulter weh.
Meine Orthopäde stellte nun auch noch fest, dass meine Knieschmerzen vom Innenminiskus kommen sollen.
Ich hoffe, ihr steigt durch mein Geschreibsel durch. Kognitiv bin ich auch ziemlich angeschlagen, bin vergesslich, teilweise nervös und zittrig.
Das Schlimme ist, dass mich mein jetziger Zustand so fertig macht, dass ich fast aufgegeben habe, denn keiner nimmt mich ernst.
Dann heißt es wieder, ich hätte Fibromyalgie oder bin psychisch nicht auf der Höhe. Ich merke aber, dass in meinem Körper etwas nicht stimmt.
Diese lähmende Erschöpfung, die Muskelschwäche zusammen mit den Gelenkschmerzen machen mich zu einem Zombie.
Ich vegetiere nur noch vor mich hin.
Liebe Grüße

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