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Muskelschmerzen, chronische Denervierung, Faszikulationen - ohne Diagnose

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    Muskelschmerzen, chronische Denervierung, Faszikulationen - ohne Diagnose

    Beitrag gelöscht
    Zuletzt geändert von Jip; 02.08.2021, 06:33.

    #2
    Hallo Jip, ich kann dir fachlich leider nicht weiterhelfen. Aber hier sind viele User die sich gut auskennen, die werden sicher antworten.

    Ich habe morgen meine EMGs. Daher die frage: hattest du zum Zeitpunkt der EMGs auch diese Zuckungen und würmer? Ich habe auch zuckungen, jedoch auch dieses feine Würmerlaufen/zittern/vibrieren und versuche rauszubekommen ob das eine Missempfindung ist oder einfach Mini-Zuckungen. Wie empfindest du das?

    PS Antwort kann auch privat erfolgen!

    Ich drücke weiterhin die Daumen!

    Tanja

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      #3
      Die Laborwerte fehlen zum Großteil, oder?

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        #4
        Die Forums-Experten werden sich bestimmt noch melden. Wenn ich Deine Symptome lese (schaumiger Urin, muskuläre Probleme, Missempfindungen, Wassereinlagerungen...) und dazu den erhöhten Glukosewert in einem der Scans sehe, frage ich mich, ob Diabetes mal ausgeschlossen wurde?

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          #5
          Also ... psychisch bzw. funktionell, wie man es die wohl unterstellt, ist das sicher nicht.

          Die beschriebenen Brennschmerzen, Missempfindungen, Wechsel Durchfall und Verstopfung ... das passt alles zu einer SFN.
          Eine „typische“ SFN kann es nicht sein, da diese die motorischen Nervenfasern typischerweise ausspart, obwohl Belastungsschwäche durch Durchblutungsstörungen in der Mikrozirkulation durchaus auftreten können. Es gibt aber auch ein paar genetische Syndrome, die eine motorische Beteiligung haben können.

          Die Befunde sind ... mäh, um mal so zu formulieren. Gerade den Befund der zweiten EMG-Untersuchung finde ich fragwürdig. Entweder fehlt da ein Komma, oder die meinen tatsächlich, dass eine hochamplitudige Dauer Sinn ergibt. Oder dass ein gelichtetes IFM bei normaler Rekrutierung zwingend eine chronisch neurogene Schädigung bedeutet. Mir scheint, da hat jemand mit wenig Kompetenz gearbeitet.

          was mir bei der Symptomatik einfällt ist folgendes: du solltest dich auf Morbus Fabry testen lassen. Lies das Bild darunter einfach selbst nach, habe gerade wenig Zeit und Kraft, das zu erklären.
          Ansonsten wäre eine Kanalopathie denkbar. Irgendeine Mutation, die sich sowohl auf die kleinen Nervenfasern wie die Muskelerregung auswirkt. Auf diesem Gebiet weiß man noch wenig.

          Kommentar


            #6
            Du hattest einen CK von knapp 10.000 und erhöhte leberwerte , liegen muskelerkrankung in der Familie ?

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              #7
              Hallo Jip,

              ​​​​​​Du solltest Dich einmal mit dem overreaching oder overtrainings-Syndrom der Sportmedizin beschäftigen. Ein zu Schanden gerittenes Pferd.
              LG
              Boh

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                #8
                Was hat dich eigentlich dazu bewogen, 70km an einem Tag mit dem Rad zu fahren, und dann fast jeden Tag 20km zu laufen? Warst du ambitionierter Hobbysportler?

                Kommentar


                  #9
                  Hallo Jip,
                  Du schriebst doch anfangs, Du habest mmeri sehr viel Sport gemacht. Alles eine Sache der Maßstäbe. Bevor ich krank wurde, war ich mit 69 Jahren stolz darauf, im Sommer öfters mit dem Fahrrad 16 km zu meinem Arbeitsplatz zu fahren. Jetzt bin ich stolz darauf, dass ich einigermaßen zuverlässig 2 km zum Einkaufen gehen kann oder mal tatsächlich inzwischen ein Spaziergang von zwei Stunden (8km) mõglich ist. In diesem Forum gibt es bestimmt ganz viele Betroffene, die froh wären, wenn sie ohne Rollator 500 m zum Zeitungs Kiosk kommen. Du hast Dich in gefährlicher Weise überanstrengt, sodass es sogar zu einem Muskelabbau mit entsprechender Laborchemie gekommen ist und solltest Deine Maßstäbe und den Anspruch an Dich selbst
                  ​​​​ überprüfen.
                  LG
                  Boh

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                    #10
                    Zitat von bohuslav Beitrag anzeigen
                    Hallo Jip,
                    Du schriebst doch anfangs, Du habest mmeri sehr viel Sport gemacht. Alles eine Sache der Maßstäbe. Bevor ich krank wurde, war ich mit 69 Jahren stolz darauf, im Sommer öfters mit dem Fahrrad 16 km zu meinem Arbeitsplatz zu fahren. Jetzt bin ich stolz darauf, dass ich einigermaßen zuverlässig 2 km zum Einkaufen gehen kann oder mal tatsächlich inzwischen ein Spaziergang von zwei Stunden (8km) mõglich ist. In diesem Forum gibt es bestimmt ganz viele Betroffene, die froh wären, wenn sie ohne Rollator 500 m zum Zeitungs Kiosk kommen. Du hast Dich in gefährlicher Weise überanstrengt, sodass es sogar zu einem Muskelabbau mit entsprechender Laborchemie gekommen ist und solltest Deine Maßstäbe und den Anspruch an Dich selbst
                    ​​​​ überprüfen.
                    LG
                    Boh
                    Entsprechende Laborchemie durch Überanstrengung ? Bei einem CK von 9000, erhöhten Leberwerten und Denervierungszeichen im EMG ? Da musst du aber selber lachen oder ...

                    Bei einem Körper der darauf nicht ausgelegt ist oder sportlich in der Leistung nicht trainiert wurde mag deine Aussage sicherlich stimmen, aber nicht bei einem Sportler der dauerhaft auf dieser leistung fährt und ganz ehrlich sind 70Km mit dem Fahrrad nicht viel , mag für Leute sicherlich so klingen die vorher keinerlei Sport getrieben haben oder nur wenig , aber da steckt ganz sicher was anderes dahinter und sicherlich keine "gefährliche Überanstrengung die zu einem Muskelabbau geführt hat"
                    Er ist 32

                    Bei den CK Werten und den Schüben könnte man noch an eine Rhabdomyolyse denken, ansonsten bleibt es wie bei so vielen , man muss den Verlauf abwarten .

                    Aber ganz nebenbei , abspeisen lassen hinsichtlich "Es liegt an deinem (Übertraining) würde ich mich sicher nicht"
                    Sicherlich spielen wie bei mir auch verschiedene Faktoren und Schäden durch ein Übermaß an Training eine Rolle, sehe hier aber ehrlich gesagt keinen Anhalt für Übertraining

                    Gruß
                    Zuletzt geändert von DennDenn; 21.10.2020, 10:07.

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                      #11
                      Zitat von Jip
                      Wenn man einmal die Beschwerden beim Gehen isoliert betrachtet, könnte man dann in Richtung Spinalkanalstenose überlegen?
                      Ich find es halt sehr komisch, dass ich keine keine 10km gehen kann, aber bei 100km auf dem Rad keinerlei Probleme habe.
                      Kann eine Spinalkanalstenose zu Denervierungen führen?
                      Kann sie ja , definitiv , ein "harmloser Bandscheibenvorfall" kann sogar dazu führen.

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                        #12
                        Aber bei einer Spinalkanalstenose ist doch der CK nicht erhöht?

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                          #13
                          Deshalb ja meine Vermutung mit deinen "Schüben" , ein CK von über 9000 ist bei einem "Übertraining" in der Form wie du es beschreibst nicht möglich .
                          Es muss definitiv was anderes dahinter hängen.
                          Die Schmerzen hängen in dem Moment schon mit der massiven Ck Erhöhung zusammen das siehst du schon richtig .

                          Kommentar


                            #14
                            Hallo Jip,

                            du hast mehrfach darüber geklagt, dass die Beschwerden erst zwei bis vier Tage nach der Belastung eingetreten sind. Genau das ist aber typisch für das overreaching/ovetraining (delayed onset muscle soreness). Du solltest Deine Kenntnisse vertiefen. Wenn Du nicht anders wirst, wirst Du mit 69 nicht in so guter Verfassung sein wie ich vor vier Jahren.
                            Ich wette, dass du bei den Neurologen nichts finden wirst. Du bist aber gefährdet, bei der großen Gruppe der fibromyalgie oder des chronischen erschöpfungssyndroms zu landen, riskierst sogar eine frühverrentung. Nur eine langdauernde monatelange Schonphase kann dir helfen. Denke an den italienischen marathonläufer, der im Februar 3 Tage nach einem Marathon schon wieder mit langstreckentraining anfing und dann der erste italienische Corona Tote wurde. Auch du bist gefährdet . Nur deshalb schreibe ich noch mal, wünsche dir alles Gute, und dass du auch den Stress mit der neuen Arbeitsplatz bei einer Psychologin auspacken kannst.

                            ​​​​​​Boh

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                              #15
                              Hallo,
                              Meine Mail hatte sich mit den anderen überschnitten, die ich also vorher nicht gesehen habe. Eine rhabdomyolyse bei overtraining ist in der Tat schon öfters beschrieben worden, mit sehr hohen CK werden und nierenschäden, wie sie vorübergehend bei Jip ja auch entdeckt worden. Macht euch mal alle darüber schlau, dann werdet ihr das finden. Hiermit schalte ich aus.
                              Boh

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