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Generalisierte Faszikulationen, Ruhetremor & starke Einschlafmyoklonien

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    Generalisierte Faszikulationen, Ruhetremor & starke Einschlafmyoklonien

    Hallo zusammen,

    ich möchte euch hier nicht mit langen Texten nerven. Daher alles möglichst kurz:

    43 Jahre alt, Symptome seit etwa 2-3 Jahren in dieser Reihenfolge:
    • Gelegentlich RLS (unruhige Beine am Abend)
    • Häufig generalisierte Faszikulationen unter der Haut
    • Selten Missempfindungen im Gesicht
    • Gelegentlich Nachts Tremor: wenn ich auf der rechten Seite liege pulsiert erst mein rechter Arm und wird immer stärker und irgendwann wird es zu einem groben langsamen Zittern. Das selbe mit dem linken Arm.
    • Und seit einigen Wochen habe ich jetzt noch starke Einschlafmyoklonien dazubekommen (immer wenn ich gerade einschlafe dann zuckt ein Teil meines Körpers ganz stark, sodass ich davon wieder wach werde. Z.B. wenn ich eindöse und davon träume, dass ich meinem rechten Arm bewege dann zuckt mein rechter Arm usw.
    Was ich selbst festgestellt habe: Die Missempfindungen im Gesicht kommen durch Anspannungen im Unterkiefer / Nacken. Mache seitdem regelmäßig CMD Übungen, was die Symptome verbessert. Auch viele der anderen Symptome scheinen von Angespanntheit zu kommen. Bei Seitenlage schein ich z.B. meinen Unterkiefer stark anzuspannen. Könnte also alles theoretisch auch nur stressbedingt sein. Mich wundern nur diese starken Einschlafmyoklonien. Könnten diese pathologisch sein?
    Zuletzt geändert von n.zaryop; 18.01.2021, 12:57.

    #2
    Wie kommst du auf „pathologische“ einschlafmyoklonien?

    wer hat das als pathologisch eingestuft?

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      #3
      Es gibt keine pathologischen Einschlafmyoklonien. Ich hatte genau das gleiche Phänomen. Habe über Tage keine Minute geschlafen. Es ist bei keiner einzigen Untersuchung was herausgekommen. Nach Magnesium und teilweise Tavor verschwand es von allein wieder. Manchmal fängt es wieder an. Dann nehme ich wieder Magnesium. Aber das wichtigste: ich bleibe ruhig. Wenn du dir einredest, dass es pathologisch ist, ist logisch dass du nicht einschläfst. Dein Körper ist dann im Überlebensmodus. Ich habe mittlerweile in verschiedenen Foren mit Betroffenen geschrieben, die unter diesen Einschlafmyokolonien gelitten haben. Die hat jemand dafür eine Erklärung erhalten. Egal in welcher Neurologie er/ sie sich auf den Kopf hat stellen lassen. Du musst an dir und deiner Einstellung arbeiten. Die Betonung anfangs, dass du keine ALS Angst hast, zeigt eigentlich schon, dass du unterbewusst genau an diese Krankheit denkst. Wie die meisten von uns einfach. Damit musst du aufhören. Dann werden zumindest die myoklonien aufhören.

      Kommentar


        #4
        Hey, ich habe das seit mehreren Wochen auch relativ oft. Wusste bis ich deinen Beitrag gelesen habe gar nicht, dass es dafür einen Namen gibt. Wenn du was findest, was dagegen hilft, sag bitte Bescheid. Ich habe das zwar nicht so häufig wie du, aber es nervt trotzdem und ist sehr unangenehm (wie du ja selber weißt)

        Grüsse
        Marco

        Kommentar


          #5
          Zitat von stemarco Beitrag anzeigen
          Hey, ich habe das seit mehreren Wochen auch relativ oft. Wusste bis ich deinen Beitrag gelesen habe gar nicht, dass es dafür einen Namen gibt. Wenn du was findest, was dagegen hilft, sag bitte Bescheid. Ich habe das zwar nicht so häufig wie du, aber es nervt trotzdem und ist sehr unangenehm (wie du ja selber weißt)

          Grüsse
          Marco
          Hallo Marco,

          es gibt zu dem Thema leider nur sehr wenig und seitdem ich weiß, dass diese nicht pathologisch sind wurden diese auch gleich etwas besser. Scheint also auch stressbedingt zu sein bzw. durch unterbewusste Angst verursacht zu werden.

          Kommentar


            #6
            Hallo, ich hab das mal für euch aus der Apotheker Zeitung koppiert und stell es hier ein, weil es immer wieder ein Thema zu sein scheint und dahinter eine schwere Erkrankung vermutet wird.
            Ich selbst habe/hatte das auch immer mal wieder - auch sichtbar - und hat mich selbst, nie sonderlich belastet.
            Vielleicht kann dieser Beitrag dazu beitragen "das Gezucke" nicht überzubewerten.


            Was steckt eigentlich hinter ...Muskelzuckungen?

            Weh tun sie nicht, aber angenehm sind sie auch nicht: die plötzlichen, unwillkürlichen Muskelzuckungen. Dass nur Nervöse unter Zuckungen von Arm-, Augenlid- oder Schenkelmuskeln leiden, ist ein Irrglaube. Trotzdem sind sie harmlos, meistens zumindest. Nur wenn charakteristische Begleitsymptome hinzutreten, weisen Muskelzuckungen auf eine beginnende schwere Erkrankung hin.

            Aber der Reihe nach: Hinter dem Myoklonus stecken blitzartige Gehirnimpulse, die einzelne Muskeln oder ganze Muskelgruppen in Aktion setzen. Verwandt, aber nicht identisch mit dem Myoklonus ist der Tic , der komplexere Bewegungsmuster erzeugt, z. B. ständiges Blinzeln, Naserümpfen, Räuspern oder Schulterzucken. Tics können sehr belasten. Dauern die Tic-artigen Zuckungen, z. B. im Gesicht, länger an und verbinden sie sich mit ruckartigen Bewegungen an Hals und Schultern und unwillkürlichen Lautäußerungen, muss an ein Tourette-Syndrom gedacht werden. Betroffen von beidem sind überwiegend männliche Jugendliche, die dann zusätzlich oft unter Ausgrenzung leiden.
            Abzugrenzen sind ebenfalls eng umschriebene Formen der Epilepsie, sogenannte fokale Epilepsien. Räumlich umschriebene Bewegungsmuster wandern und dauern eher minuten- als sekundenlang. Hinzutreten kann ein "Ameisenlaufen" auf der Haut, das Sehen von Lichtblitzen oder anderes – das Bewusstsein bleibt erhalten. Glücklicherweise sind einfach-fokale Anfälle selten. Zurück zu den Muskelzuckungen: Sie sind wirklich häufig.

            Der bekannteste Vertreter ist der Einschlaf-Myoklonus , eine Tag für Tag millionenfach auftretende Erscheinung im Rahmen des "Programmwechsels", den das Großhirn zwischen Wach- Sein und Schlafen durchläuft. Myoklonien erzeugt das Gehirn gelegentlich aber auch bei Überanstrengung, Schreck, Angst oder Schmerz – und wer zuviel davon gewohnt ist, auch bei plötzlich sinkendem Alkoholspiegel im Blut.
            Auch manche Medikamente können bei der Aufdosierung und beim Absetzen Myoklonien erzeugen.
            Dass Unterzuckerung neben quälender Unruhe ebenfalls Myoklonien provoziert, zeigt, wie empfindlich das Gehirn auf Glucosemangel im Blut reagiert.


            Beschwerdebild Was steckt dahinter?
            Muskelzuckungen beim Einschlafen
            oder Aufwachen
            Harmloser Einschlaf- oder Aufwach-
            Myoklonus
            Wiederholte Zuckungen bestimmter Gesichtsmuskeln, z. B. sichtbare
            Grimassen, Kopfrucken, Stirnrunzeln
            Tic oder (Gilles-de-la-)Tourette-Syndrom, oft bei älteren Knaben oder männlichen Jugendlichen
            Ein- oder beidseitig zuckendes
            Augenlid
            Nervöse Zuckungen, z. B. bei Müdigkeit, Überanstrengung der Augen
            Muskelzuckungen und heftiger
            Bewegungsdrang in den Beinen,
            Verschlechterung abends und nachts
            • Häufig: Restless-legs-Syndrom (RLS) • Selten: bei Polyneuropathie, Eisenmangelanämie, Diabetes mellitus oder rheumatoider Arthritis
            Muskelzuckungen an einem Arm
            oder Bein ohne Bewusstseinsverlust,
            wandernd oder sich ausbreitend
            Epilepsie mit einfach-fokalen Anfällen
            Muskelzuckungen, Unruhe und
            Schwitzen
            Unterzuckerung (Hypoglykämie), vor allem bei bekanntem Diabetes
            Muskelzuckungen bei Einnahme oder
            Absetzen von Medikamenten

            Medikamentennebenwirkung, z. B. von


            • Antiepileptika, z. B. Carbamazepin • Antidepressiva, z. B. SSRI • Benzodiazepinen (beim Absetzen) • Methylphenidat

            Die häufigsten Formen des Myoklonus haben eine banale Ursache. Nur selten ist allein wegen Muskelzuckungen der Gang zum Arzt erforderlich.

            Zuletzt geändert von EStella; 18.01.2021, 14:16.
            Verbringe jeden Tag einige Zeit mit dir selbst. (Dalai Lama)

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