Guten Tag zusammen,
ich bin ebenfalls einer von den vielen Menschen hier im Forum, die Angst davor haben, sie könnten an einer schweren Krankheit leiden.
Zunächst zu mir selbst:
Ich bin 37 Jahre alt, verheiratet, stolzer Vater von 1,5 Jahre alten Zwillingen und absoluter Hundemensch. Ich arbeite als Software-Entwickler und bin eher der introvertierte Typ,
der nur spricht, wenn er was zu sagen hat. Grundsätzlich würde ich mich als Grübler/Pessimist bezeichnen, der sich häufig viele Sorgen macht.
Zu meinen Beschwerden:
Es fing vor ca. 1 Jahr an, da bemerkte ich an den Unterseiten meiner Oberschenkel ein starkes Brennen, das nach einigen Wochen
von allein verging. Es wurde damals lediglich vom Hautarzt untersucht, allerdings keine Auffälligkeiten an der Haut festgestellt.
Nach wenigen Wochen war das Missgefühl verschwunden und mit ihm meine Motivation es weiter untersuchen zu lassen.
Vor einigen Wochen gingen die Beschwerden allerdings wieder los, diesmal aber komplexer:
- Teilweise schmerzhaftes Brennen an den Beinen und sporadisch an den Armen und Schultern. Durch Belastung kann ich es häufig provozieren. Beim Sitzen brennen die Oberschenkel ebenfalls.
- Kribbeln/Ameisenlaufen in den äußeren Fingern beider Hände so wie an den Zehen und Fußsohlen
Daraufhin die Untersuchung beim HA - Keine Auffälligkeiten. Blutwerte vollkommen in Ordnung, keine Mangelerscheinung oder sonstige Auffälligkeiten.
Nachdem mir dann kurz nach der Untersuchung beim Arzt die Hände an den Außenseiten häufiger taub wurden, bin ich in eine Neurologie ins Krankenhaus.
Die Untersuchungsergebnisse:
- Gesteigerte Reflexe an den Beinen, sonst keine neurologischen Auffälligkeiten
- MRT mit Kontrastmittel der Wirbelsäule und des Hirns unauffällig, außer 2 kleineren Zysten im Stirnbereich, von denen ich bereits vor Jahren erfahren habe und eine "über das Altersmaß hinausgehende globale Hirninvolution"
- Beim Blutbild fiel einmal ein erhöhter B12 Wert auf, sonst auch alles ok
- Die Nervenstrommessungen wiesen bei einer der Messungen eine Differenz zwischen linker und rechter Seite auf, Werte/Geschwindigkeiten lagen aber dennoch im Normbereich
- Eine Nervenwasser-Entnahme wollte man erstmal nicht durchführen und abwarten
Wenn Bedarf besteht, kann ich auch gerne detailliertere Ergebnisse bereitstellen. Aber das waren zusammengefasst die Erkenntnisse aus dem Arztbrief.
Mögliche Diagnose der Neurologen: Morbus Fabry. Das Ergebnis des Gen-Tests wurde mir heute dann als negativ gemeldet.
Ich bin seit den Tagen auf Station in einem Modus, den ich bisher von mir nicht kannte. Ich hinterfrage jede Kleinigkeit an meinem Körper, beobachte und sorge mich.
Bin völlig fixiert auf meine Symptome und die Angst an einer unheilbaren Krankheit zu leiden. Ich vernachlässige mittlerweile Frau, Kinder und Arbeit. Ich schlafe schlecht und esse noch kaum.
Dinge, die mir seit dem Krankenhausaufenthalt aufgefallen sind, und die ich nicht in Frage stelle:
- Ich habe Muskelzuckungen an Händen, Armen und Beinen. Die meisten dieser Zuckungen sind einmalige,kurze Zuckungen, sie treten aber definitiv verhäuft auf, oft an den gleichen Stellen aber nicht zwingend hintereinander. In der Hand kann ich allerdings an dem Muskel zwischen Daumen- und Zeigefinger seit 2 Tagen ein durchgehendes, rhytmisches Zucken beobachten, aber nicht spüren.
- Das Brennen empfinde ich nun auch an den Schultern, Füßen und am Po
Dinge, bei denen ich mir nicht mehr ganz so sicher bin, ob ich nicht überreagiere bzw. sie durch meine Ängste ausgelöst werden
- Schmerzhafte Nadelstiche am ganzen Körper, besonders unangenehm im Auge
- Gefühlter Kraftverlust bzw. Ungeschicktheit in den Händen / Armen - aber ohne "Referenzwert" vollkommen subjektiv
- Schmerzen in den Gelenken
- Eine Art Vibrieren in den Beinen und im unteren Rücken
- Mein Tinnitus wurde intensiver
Ich fühle mich durch meine Symptome im Alltag psychisch eingeschränkt, weil ich keine anderen Gedanken mehr finde. Als Körperlich einschränkend empfinde ich nur eine Müdigkeit / Abgeschlagenheit, die ich schon seit ca. 2 Jahren spüre.
Meine Hauptsorge ist neben einer ALS Diagnose der Gedanke, dass ich meine Kinder evtl. nicht aufziehen kann und diese in schlechten Verhältnissen ohne Vater aufwachsen werden und meine Frau mit der Situation vollkommen überfordert sein wird.
Zusätzlich fürchte ich mich mittlerweile vor dem Schlafengehen: Hier gehts dann nämlich nochmal richtig rund mit Zuckungen, Aufschrecken, komischen "Stromimpulsen", die meinen Rücken hochfahren und Atemnot.
Daher meine Fragen an euch, mit dem expliziten Hinweis, dass ich keine Diagnose will, sondern eher Rat suche, wie ich weiter vorgehen soll.
Ängste sind hier im Forum ein großes Thema, und evtl. kann mir jemand helfen, wie ich wieder runterfahre und aus dieser Spirale wieder rauskomme, wenn mich alle 3 Sekunden irgendwelche Symptome daran erinnern, dass da etwas ist?
In welche Richtung sollten die nächsten Untersuchungen laufen?
Wie kommuniziere ich diesbezüglich am besten mit meinem Hausarzt bzw. mit anderen Ärzten? Ich mache mir Sorgen, dass ich vorzeitig in die Psycho-Schublade gesteckt werde. Grundsätzlich ist dies für mich kein Problem, hätte aber schon gerne die körperlichen Themen vorher gründlich gecheckt gehabt
Vielen Dank für eure Hilfe und Unterstützung.
ich bin ebenfalls einer von den vielen Menschen hier im Forum, die Angst davor haben, sie könnten an einer schweren Krankheit leiden.
Zunächst zu mir selbst:
Ich bin 37 Jahre alt, verheiratet, stolzer Vater von 1,5 Jahre alten Zwillingen und absoluter Hundemensch. Ich arbeite als Software-Entwickler und bin eher der introvertierte Typ,
der nur spricht, wenn er was zu sagen hat. Grundsätzlich würde ich mich als Grübler/Pessimist bezeichnen, der sich häufig viele Sorgen macht.
Zu meinen Beschwerden:
Es fing vor ca. 1 Jahr an, da bemerkte ich an den Unterseiten meiner Oberschenkel ein starkes Brennen, das nach einigen Wochen
von allein verging. Es wurde damals lediglich vom Hautarzt untersucht, allerdings keine Auffälligkeiten an der Haut festgestellt.
Nach wenigen Wochen war das Missgefühl verschwunden und mit ihm meine Motivation es weiter untersuchen zu lassen.
Vor einigen Wochen gingen die Beschwerden allerdings wieder los, diesmal aber komplexer:
- Teilweise schmerzhaftes Brennen an den Beinen und sporadisch an den Armen und Schultern. Durch Belastung kann ich es häufig provozieren. Beim Sitzen brennen die Oberschenkel ebenfalls.
- Kribbeln/Ameisenlaufen in den äußeren Fingern beider Hände so wie an den Zehen und Fußsohlen
Daraufhin die Untersuchung beim HA - Keine Auffälligkeiten. Blutwerte vollkommen in Ordnung, keine Mangelerscheinung oder sonstige Auffälligkeiten.
Nachdem mir dann kurz nach der Untersuchung beim Arzt die Hände an den Außenseiten häufiger taub wurden, bin ich in eine Neurologie ins Krankenhaus.
Die Untersuchungsergebnisse:
- Gesteigerte Reflexe an den Beinen, sonst keine neurologischen Auffälligkeiten
- MRT mit Kontrastmittel der Wirbelsäule und des Hirns unauffällig, außer 2 kleineren Zysten im Stirnbereich, von denen ich bereits vor Jahren erfahren habe und eine "über das Altersmaß hinausgehende globale Hirninvolution"
- Beim Blutbild fiel einmal ein erhöhter B12 Wert auf, sonst auch alles ok
- Die Nervenstrommessungen wiesen bei einer der Messungen eine Differenz zwischen linker und rechter Seite auf, Werte/Geschwindigkeiten lagen aber dennoch im Normbereich
- Eine Nervenwasser-Entnahme wollte man erstmal nicht durchführen und abwarten
Wenn Bedarf besteht, kann ich auch gerne detailliertere Ergebnisse bereitstellen. Aber das waren zusammengefasst die Erkenntnisse aus dem Arztbrief.
Mögliche Diagnose der Neurologen: Morbus Fabry. Das Ergebnis des Gen-Tests wurde mir heute dann als negativ gemeldet.
Ich bin seit den Tagen auf Station in einem Modus, den ich bisher von mir nicht kannte. Ich hinterfrage jede Kleinigkeit an meinem Körper, beobachte und sorge mich.
Bin völlig fixiert auf meine Symptome und die Angst an einer unheilbaren Krankheit zu leiden. Ich vernachlässige mittlerweile Frau, Kinder und Arbeit. Ich schlafe schlecht und esse noch kaum.
Dinge, die mir seit dem Krankenhausaufenthalt aufgefallen sind, und die ich nicht in Frage stelle:
- Ich habe Muskelzuckungen an Händen, Armen und Beinen. Die meisten dieser Zuckungen sind einmalige,kurze Zuckungen, sie treten aber definitiv verhäuft auf, oft an den gleichen Stellen aber nicht zwingend hintereinander. In der Hand kann ich allerdings an dem Muskel zwischen Daumen- und Zeigefinger seit 2 Tagen ein durchgehendes, rhytmisches Zucken beobachten, aber nicht spüren.
- Das Brennen empfinde ich nun auch an den Schultern, Füßen und am Po
Dinge, bei denen ich mir nicht mehr ganz so sicher bin, ob ich nicht überreagiere bzw. sie durch meine Ängste ausgelöst werden
- Schmerzhafte Nadelstiche am ganzen Körper, besonders unangenehm im Auge
- Gefühlter Kraftverlust bzw. Ungeschicktheit in den Händen / Armen - aber ohne "Referenzwert" vollkommen subjektiv
- Schmerzen in den Gelenken
- Eine Art Vibrieren in den Beinen und im unteren Rücken
- Mein Tinnitus wurde intensiver
Ich fühle mich durch meine Symptome im Alltag psychisch eingeschränkt, weil ich keine anderen Gedanken mehr finde. Als Körperlich einschränkend empfinde ich nur eine Müdigkeit / Abgeschlagenheit, die ich schon seit ca. 2 Jahren spüre.
Meine Hauptsorge ist neben einer ALS Diagnose der Gedanke, dass ich meine Kinder evtl. nicht aufziehen kann und diese in schlechten Verhältnissen ohne Vater aufwachsen werden und meine Frau mit der Situation vollkommen überfordert sein wird.
Zusätzlich fürchte ich mich mittlerweile vor dem Schlafengehen: Hier gehts dann nämlich nochmal richtig rund mit Zuckungen, Aufschrecken, komischen "Stromimpulsen", die meinen Rücken hochfahren und Atemnot.
Daher meine Fragen an euch, mit dem expliziten Hinweis, dass ich keine Diagnose will, sondern eher Rat suche, wie ich weiter vorgehen soll.
Ängste sind hier im Forum ein großes Thema, und evtl. kann mir jemand helfen, wie ich wieder runterfahre und aus dieser Spirale wieder rauskomme, wenn mich alle 3 Sekunden irgendwelche Symptome daran erinnern, dass da etwas ist?
In welche Richtung sollten die nächsten Untersuchungen laufen?
Wie kommuniziere ich diesbezüglich am besten mit meinem Hausarzt bzw. mit anderen Ärzten? Ich mache mir Sorgen, dass ich vorzeitig in die Psycho-Schublade gesteckt werde. Grundsätzlich ist dies für mich kein Problem, hätte aber schon gerne die körperlichen Themen vorher gründlich gecheckt gehabt

Vielen Dank für eure Hilfe und Unterstützung.

Strahlt von den Händen fast durchgehend in die Unterarme aus. Fühlt sich exakt so an, wie ein langes Haar, das sich irgendwie am Ellenbogen festklebt und ständig kitzelt. Wird durch Bewegungen der Arme verstärkt.
), sondern weil ich ihr jetzt schon mehrfach einfach beim Sprechen ins Gesicht gerotzt habe, aus der Drüse? unter der Zunge. (auch nur nervig).
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