Hallo zusammen,
ich habe seit etwas mehr als 6 Monaten zunehmende gesundheitliche Probleme. Bin Mitte 40 und männlich.
Diese äußern sich in einer zunehmenden Muskelschwäche im Nacken und Schultergürtel, so dass beim aufrechten Sitzen, Stehen oder Gehen nach kürzester Zeit Ermüdungserscheinungen auftreten und mich zum hinlegen zwingen. Kopfbewegungen fallen schwer, so als wären die Muskeln steif bzw. als würde man gegen einen Widerstand bewegen.
Eine umfangreiche Diagnostik ist erfolgt: MRT Kopf und HWS, ENG, SEP, MEP, EMG, Blut- und Liqouruntersuchung.
Auffällig war nur das MEP, welches eine formal diskrete, bilaterale, efferente zentralmotorische Leitungsstörung der Beine in Form einer verlängerten Leitungszeit ergeben hat. Die Latenzen waren normgerecht.
Das EMG wurde im rechten Schienbeinmuskel, linken Oberschenkelstrecker, beiden Bizepts und der Zunge gemacht. Es war unauffällig in diesen Muskeln. Die Nadel war in der Zunge nur wenige Sekunden und in den anderen Muskeln jeweils nur an einer Stelle und auf Spontanaktivität wurde jeweils höchstens 10 Sekunden beobachtet. Warum nicht auch vorsorglich symptomatische Muskeln im Nacken- Schulterbereich untersucht wurden, weiß ich nicht. Der Arzt meinte bei einer systemischen Erkrankung würde man Auffälligkeiten immer auch in anderen Muskeln finden.
1. Frage(n): Kennt sich hier jemand bzgl. EMG aus? Ist es üblich, dass die Muskeln nach einem bestimmten Muster statt nach Beschwerden ausgesucht werden? Ist die kurze Verweildauer der Nadeln ausreichend, um Spontanaktivität zu erkennen? Ist es normal, dass im Muskel nur eine beliebige Stelle untersucht wird oder sollte die Nadel im Muskel nicht auch mehrfach umgesetzt werden?
Inzwischen haben sich Fazikulationen in vielen Muskeln entwickelt. Gut beobachten kann man sie in den Waden. Diese sind aber so fein, dass man sie zwar sieht aber nicht spürt. In anderen Muskeln wie Oberschenkeln, Oberarmen, Rücken, Schulter, Nacken oder Bauch und Po spüre ich sie deutlicher. Dort treten die unregelmäßig aber dafür so intensiv auf, dass man sie gut spürt und auch deutlich sieht, wenn man rechtzeitig hinschaut.
In meiner Zunge sind Fibrillationen zu sehen, allerdings nur, wenn sie bewegt wird bzw. rausgestreckt wird. Liegt sie im Unterkiefer ist sie ruhig.
Einige Muskeln im Nacken, im Schultergürtel und Rumpf (Rücken und Bauch) fangen recht stark an zu zittern, wenn sie angespannt werden. Dieses Zittern tritt nicht wie üblich, bei maximaler Beanspruchung oder langer Anspannung auf, sondern direkt wenn diese Muskeln leicht angespannt werden.
Wenn ich auf dem Rücken liege, ist die Muskulatur von den Schultern und dem Rücken „unruhig“. Es fühlt sich an, als würde es überall zuckeln.
Dazu kommt, dass ich sehr unruhig schlafe und ständig kurz wach werde. Das könnte daran liegen, dass ich mit meiner Nackenmuskulatur keine bequeme Position mehr finde, ggf. auch die Atmung etwas schwer fällt oder ich nervlich angespannt bin. Das konnte ich bisher nicht so eindeutig zuordnen und kann auch eine Mischung aus vielen Faktoren sein.
Erkrankungen wie MS, PNP und CIDP wurden ausgeschlossen. Für ALS ergeben sich aus den Untersuchungen kein Anhalt und aus dem klinischen Bild (Arme, Beine, Schlucken und Sprechen) keine typischen Zeichen.
2. Frage(n): Sind hier jemandem Fälle von ALS bekannt, die einen untypischen Beginn über die Nacken, Schulter und Rumpfmuskulatur genommen haben? Wie könnte man eine Muskelschwäche in diesen Bereichen klinisch objektivieren?
Wäre interessant, wenn hier jemand weiterführende Informationen hätte. Vielen Dank!
ich habe seit etwas mehr als 6 Monaten zunehmende gesundheitliche Probleme. Bin Mitte 40 und männlich.
Diese äußern sich in einer zunehmenden Muskelschwäche im Nacken und Schultergürtel, so dass beim aufrechten Sitzen, Stehen oder Gehen nach kürzester Zeit Ermüdungserscheinungen auftreten und mich zum hinlegen zwingen. Kopfbewegungen fallen schwer, so als wären die Muskeln steif bzw. als würde man gegen einen Widerstand bewegen.
Eine umfangreiche Diagnostik ist erfolgt: MRT Kopf und HWS, ENG, SEP, MEP, EMG, Blut- und Liqouruntersuchung.
Auffällig war nur das MEP, welches eine formal diskrete, bilaterale, efferente zentralmotorische Leitungsstörung der Beine in Form einer verlängerten Leitungszeit ergeben hat. Die Latenzen waren normgerecht.
Das EMG wurde im rechten Schienbeinmuskel, linken Oberschenkelstrecker, beiden Bizepts und der Zunge gemacht. Es war unauffällig in diesen Muskeln. Die Nadel war in der Zunge nur wenige Sekunden und in den anderen Muskeln jeweils nur an einer Stelle und auf Spontanaktivität wurde jeweils höchstens 10 Sekunden beobachtet. Warum nicht auch vorsorglich symptomatische Muskeln im Nacken- Schulterbereich untersucht wurden, weiß ich nicht. Der Arzt meinte bei einer systemischen Erkrankung würde man Auffälligkeiten immer auch in anderen Muskeln finden.
1. Frage(n): Kennt sich hier jemand bzgl. EMG aus? Ist es üblich, dass die Muskeln nach einem bestimmten Muster statt nach Beschwerden ausgesucht werden? Ist die kurze Verweildauer der Nadeln ausreichend, um Spontanaktivität zu erkennen? Ist es normal, dass im Muskel nur eine beliebige Stelle untersucht wird oder sollte die Nadel im Muskel nicht auch mehrfach umgesetzt werden?
Inzwischen haben sich Fazikulationen in vielen Muskeln entwickelt. Gut beobachten kann man sie in den Waden. Diese sind aber so fein, dass man sie zwar sieht aber nicht spürt. In anderen Muskeln wie Oberschenkeln, Oberarmen, Rücken, Schulter, Nacken oder Bauch und Po spüre ich sie deutlicher. Dort treten die unregelmäßig aber dafür so intensiv auf, dass man sie gut spürt und auch deutlich sieht, wenn man rechtzeitig hinschaut.
In meiner Zunge sind Fibrillationen zu sehen, allerdings nur, wenn sie bewegt wird bzw. rausgestreckt wird. Liegt sie im Unterkiefer ist sie ruhig.
Einige Muskeln im Nacken, im Schultergürtel und Rumpf (Rücken und Bauch) fangen recht stark an zu zittern, wenn sie angespannt werden. Dieses Zittern tritt nicht wie üblich, bei maximaler Beanspruchung oder langer Anspannung auf, sondern direkt wenn diese Muskeln leicht angespannt werden.
Wenn ich auf dem Rücken liege, ist die Muskulatur von den Schultern und dem Rücken „unruhig“. Es fühlt sich an, als würde es überall zuckeln.
Dazu kommt, dass ich sehr unruhig schlafe und ständig kurz wach werde. Das könnte daran liegen, dass ich mit meiner Nackenmuskulatur keine bequeme Position mehr finde, ggf. auch die Atmung etwas schwer fällt oder ich nervlich angespannt bin. Das konnte ich bisher nicht so eindeutig zuordnen und kann auch eine Mischung aus vielen Faktoren sein.
Erkrankungen wie MS, PNP und CIDP wurden ausgeschlossen. Für ALS ergeben sich aus den Untersuchungen kein Anhalt und aus dem klinischen Bild (Arme, Beine, Schlucken und Sprechen) keine typischen Zeichen.
2. Frage(n): Sind hier jemandem Fälle von ALS bekannt, die einen untypischen Beginn über die Nacken, Schulter und Rumpfmuskulatur genommen haben? Wie könnte man eine Muskelschwäche in diesen Bereichen klinisch objektivieren?
Wäre interessant, wenn hier jemand weiterführende Informationen hätte. Vielen Dank!

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