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Muskelschwäche im Nacken und Schultergürtel

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    #16
    Ich habe gerade was interessantes in einem Fachmagazin für Neurologie gelesen (vllt beruhigt es einige, die das lesen): "ALS, Krämpfe und Faszikulationen: Immer wieder wird bei Faszikulationen, Krämpfen oder der Kombination von beiden der Verdacht auf eine ALS gestellt. In der Regel werden Faszikulationen jedoch von ALS PatientInnen nicht wahrgenommen, sondern erst auf gezieltes Befragen hin bemerkt." Generell wird hier geschrieben, dass die Wahrscheinlichkeit ALS zu haben, wenn man Faszikulationen bewusst mitbekommt, weiter sinkt. Da gibt es andere Ursachen. Isolierte Faszikulationen die von Patienten bemerkt werden sind meist benigne Faszikulationen oder in Kombi mit Krämpfen das sogenannte "Krampf-Faszikulations-Syndrom".

    Ich habe eigentlich geschaut was Nerventumore sind. Als ersts spuckt google da aber ein Artikel zu ALS aus. Schon komisch...

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      #17
      Das wäre schon denkbar, dass dahinter eine neuromuskuläre Erkrank steckt. Davon gibt es mehr als 100.
      ALS ist nur eine davon und in Deinem Fall die unwahrscheinlichste.

      Die Muskelambulanz wäre dafür die richtige Adresse.
      It's a terrible knowing what this world is about

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        #18
        stemarco danke - dann zuckt, spannt und krampft es halt immer und überall... zum Glück kann ich noch raus

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          #19
          Zitat von stemarco Beitrag anzeigen
          Ich habe gerade was interessantes in einem Fachmagazin für Neurologie gelesen (vllt beruhigt es einige, die das lesen): "ALS, Krämpfe und Faszikulationen: Immer wieder wird bei Faszikulationen, Krämpfen oder der Kombination von beiden der Verdacht auf eine ALS gestellt. In der Regel werden Faszikulationen jedoch von ALS PatientInnen nicht wahrgenommen, sondern erst auf gezieltes Befragen hin bemerkt." Generell wird hier geschrieben, dass die Wahrscheinlichkeit ALS zu haben, wenn man Faszikulationen bewusst mitbekommt, weiter sinkt. Da gibt es andere Ursachen. Isolierte Faszikulationen die von Patienten bemerkt werden sind meist benigne Faszikulationen oder in Kombi mit Krämpfen das sogenannte "Krampf-Faszikulations-Syndrom".

          Ich habe eigentlich geschaut was Nerventumore sind. Als ersts spuckt google da aber ein Artikel zu ALS aus. Schon komisch...
          also mich beruhigt das nicht, da ich meine auch nur wahrnehme wenn ich mich konzentriere und sie immernoch 24/7 da sind. Allerdings sieht man diese nicht. Hin oder her wie die Faszis aussehen, man muss auf die Ärzte und die Untersuchungseegebnisse (EMG, Reflexe, CK, nfl,...) vertrauen, vor allem nach 6 monaten mit Symptomen. Der rest wird sich mit der Zeit zeigen!

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            #20
            Ja, na klar. Ich versuche mich auch an den geringen Wahrscheinlichkeiten und nicht so richtig passendem Symptombild festzuhalten. Es ist auch irgendwie verrückt, dass man so schnell bei ALS landet. Als meine Probleme mit der Muskulatur in den letzten Wochen stark zugenommen haben und immer das Gefühl da ist, den Kopf bald nicht mehr halten zu können, aber ärztlicherseits keine Erklärung gefunden wird, habe ich halt auch begonnen mal nachzulesen...

            Der Weg war: Dem Neurologen waren lebhafte Reflexe aufgefallen. Dann gegoogelt und schnell auch bei ALS gelandet... ...gelesen... ...hhmmm, erster Gedanke: „Passt nicht, da Arme und Beine ohne Einschränkungen waren und Schlucken und Sprechen auch funktioniert. Zwar bleibt beim Schlucken immer Schleim im Rachen zurück und das Sprechen strengt wegen der Nackenschwäche auch an, aber ich kann nicht sagen, ob das mit dem Schleim nicht schon immer so war und eine undeutliche Sprache ist noch niemandem aufgefallen...

            ...dann geschaut, was alles noch so in Frage kommen kann. Von dem was man so googeln kann, dann aber auch nichts passendes gefunden.

            Irgendwo gelesen, dass ALS theoretisch mit jedem Muskel anfangen kann. Aus allen Untersuchungen bisher keine Hinweise auf andere Erkrankungen, außer die leicht auffällige MEP, die ich ohne ärztliche Stellungnahme nicht weiter einordnen kann. Umfassende Blutuntersuchungen zwar mit einigen Werten außerhalb der Referenz, aber ohne Krankheitswert. Insbesondere die Elektrolyte und Muskelenzyme waren unauffällig. CK (<190) U/l bei 72.

            Das Eiweiß und Albumin war im Liquor leicht erhöht. Die Polymorphkernigen Zellen im Liquor (< 50) % sind mit 100 % (+) angegeben. Kein Plan was das bedeutet, da im Bericht aber steht, dass der Liquorbefund unauffällig ist, wird es in der Gesamtschau wohl keine Bedeutung haben. Die Liquordiagnostik ist für uns Laien (zumindest für mich!) auch nicht ganz einfach nachzuvollziehen, da wohl auch immer Verhältniswerte zu Serumwerten gebildet werden müssen. Wenn jemand aber weiß, was bis 100 % polymorphkernige Zellen bedeutet, gerne raus damit... ...vielleicht heißt das auch nur, dass bei der Zählung der absoluten Zellzahl „1“ steht, dieses eine Leukozyte ist (dort steht auch eine 1) und diese dann ggf. als polymorphkernig erkannt wurde (somit 100 %)!?

            Naja, an den Faszikulationen will ich mich auch nicht weiter festhalten. Mir ist klar, dass sie auch in Kombination mit Krämpfen (davon hatte ich in den ganzen 6 Monaten nur einen vor 2 Wochen im Oberarm. Der war aber so fies, dass ich nicht schlafen konnte und danach ca. 12 Stunden recht starke Schmerzen hatte) allein keinen Krankheitswert haben (müssen). Ich hatte in den vergangenen Jahren immer mal wieder Faszikulationen. Gerne beim entspannten Liegen auf dem Sofa. Dann haben bevorzugt im Oberarm die Muskelfasern gerne mal 1 Minute alles gegeben, so dass sie auch durch den T-Shirt-Ärmel zu sehen waren. Oder mein Augenlied hat in stressigen Situationen oder bei Schlafmangel gerne mal den ganzen Tag gezuckt. Das habe ich immer als „Normalität“ abgetan und kannte ich auch aus Gesprächen von Mitmenschen. Jetzt sind die Faszikulationen zwar anders. Die Waden Zucken an wechselnden Stellen durchgängig und an anderen Muskeln über den ganzen Körper verteilt zuckt es am Tag bestimmt insgesamt über 50 mal hier und mal da, meist 1-2 zwei mal kräftig an einer Stelle und dann wieder woanders. Hier denke ich, dass kann auch gut an der Anspannung und Selbstbeobachtung liegen...

            Und recht kurios ist das Muskelzittern. Dieses genau zu beschreiben würde aber den Rahmen sprengen. Es tritt nur bei bestimmten Muskeln, die immer mehr werden, auf. Nie bei entspanntem Muskel. Bei stark angespanntem Muskel etwas stärker als normal (ggf. würde da verstärkter physiologischer Tremor passen). Bei leichter Anspannung bzw. Ansteuerung zittern diese Muskeln dann dagegen recht grobschlägig und intensiv, so wie ein durch Krafttraining total erschöpfter Muskel... ...merkwürdig. Kommentar der Ärztin: „Ja, ich sehe das. Das kann ich hier aber nicht weiter eingrenzen.“ Gut, ich auch nicht... :-/

            Mein eigentliches Problem ist die Muskelschwäche im Nacken- und Schulterbereich, welche meinen Alltag sehr erschwerlich macht, da ich viele Pausen im Liegen brauche. Da ist ein erstmal „Abwarten und Leben genießen“, was bei ausschließlichem faszikulieren und zittern ggf. noch vorstellbar wäre, nicht ganz einfach... ;-)

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              #21
              Zitat von Tanja87 Beitrag anzeigen

              also mich beruhigt das nicht, da ich meine auch nur wahrnehme wenn ich mich konzentriere und sie immernoch 24/7 da sind. Allerdings sieht man diese nicht. Hin oder her wie die Faszis aussehen, man muss auf die Ärzte und die Untersuchungseegebnisse (EMG, Reflexe, CK, nfl,...) vertrauen, vor allem nach 6 monaten mit Symptomen. Der rest wird sich mit der Zeit zeigen!
              Du bist doch aufgrund von Zuckungen mit unter so beunruhigt gewessen... Heißt, sie sind dir nicht erst aufgefallen, als der Arzt dich danach gefragt hat, oder?

              Panthera ALS unwahrscheinlich, asymtomatisch noch unwahrscheinlicher. Also nicht reinsteigern und abwarten was die Zukunft bringt. Bis dahin so oder so das Leben genießen, soweit es geht :-)

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                #22
                Wurde MG ausgeschlossen?

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                  #23
                  Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
                  Wurde MG ausgeschlossen?
                  Nein, wurde bisher nicht ausdrücklich ausgeschlossen. Ich habe inzwischen die Erfahrung gemacht, dass es nicht immer gut ist, bei der Anamnese Verdachtsdiagnosen zu erwähnen. Man wird dann schnell in eine Schublade (Hypochonder, Angstler, Psychosomatiker) gesteckt und die Untersuchung beschränkt sich darauf, die Verdachtsdiagnose des Patienten auszuräumen und zu beruhigen. Dabei ginge es mir immer darum, eine Erklärung für die Symptome zu finden und dabei mithelfen/mitdenken/vorarbeiten zu wollen... ...insofern weiß ich noch nicht, wie ich mich bei einem zukünftigen Arztbesuch verhalten werde...

                  ...ausschließen könnte ich eine MG aber nicht, da ein Augenlid tatsächlich leicht hängt und meine Augen bei normalem Lidschluß unten ganz leicht offen bleiben. Ich kann sie allerdings auch völlig schließen, wenn ich das bewusst mache. Die gefühlte Schwäche im Nacken und Schultergürtel ist auch von Beginn des Tages da und bleibt dann den ganzen Tag. Zugegebener Maßen ist der Nacken am Abend dann aber (je nachdem wie viel ich ihn belastet oder geschont habe) total hin... ...und morgens wieder minimal erholt.


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                    #24
                    sieht jedenfalls eher nach einer Muskelerkrankung aus, nichts Neurogenes.
                    Auch eine milde FSHD könnte im Spiel sein - die muss anfangs keine EMG-Veränderungen machen, insb. wenn die Untersuchung wenig umfassend war.
                    Es gibt aber auch seltenere Myopathien wie die okulopharyngeale Myopathie etc.pp.

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