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Muskelzucken längerer Zeitraum

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    Muskelzucken längerer Zeitraum

    Hallo liebes Forum,

    ich habe hier schon ein wenig durch gelesen und gemerkt, dass das Thema Faszikulationen doch mehr Leute betrifft, als gedacht.

    Auch ich habe leider Faszikulationen, welche vor allem in Ruhe auftreten und auch schubweise. Betroffen sind fast alle Muskeln. Hauptsächlich aber die Beine. Es gibt auch einen Unterschied in der Intensität der Zuckungen zwischen Beinen und Armen. Bei den Beinen sind die Zuckungen eher leicht und manchmal nur sichtbar ohne, dass ich sie spüre. In den Armen sind die Zuckungen eher intensiv. Da springt der Muskel regelrecht und es ist eher schmerzhaft.
    Bei den Beinen dauern die Zuckungen länger und sie haben auch eine höhere Frequenz.

    Das ganze dauert nun schon mehr als ein Jahr. Ich habe nun bereits zweimal ein Nadel EMG hinter mir. Eines vor einem Jahr und eines vor zwei Wochen. Beide waren unauffällig.

    Natürlich geistern dennoch immer wieder Krankheiten wie ALS durch meinen Kopf, auch wenn die Dauer des Auftretens von einem Jahr ohne weiter Symptome und das schubweise Auftreten der Zuckungen normalerweise dagegen sprechen.

    Mich würden eure Erfahrungen beziehungsweise Tipps interessieren, wie ich weiter vorgehen soll. Soll ich weitere neurologische Untersuchungen veranlassen und einen zweiten Rat einholen?

    Welchen Arzt sollte ich weiter aufsuchen?

    Danke im Voraus für eure Antworten.

    #2
    Moin,
    aus meiner Erfahrung heraus kann einem da eigentlich keiner helfen. Unnötig viel Diagnostik bei leichten Symptomen wirkt in der Regel auch Kontraproduktiv und fördert mehr Ängste und Unsicherheiten bei den Betroffenen. ich würde es erstmal gut sein lassen und es vielleicht mit paar Mikronährstoffen, Sauna, Massagen, Entspannung fürs Nervensystem versuchen. Ich nehme aminoplus neurostress, für neurovegetative Störungen durch chronischen Stress. Gibts in der Apotheke
    Zuletzt geändert von CCAA; 12.07.2021, 19:54.

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      #3
      Zitat von Chris252 Beitrag anzeigen
      ...

      ich habe hier schon ein wenig durch gelesen und gemerkt, dass das Thema Faszikulationen doch mehr Leute betrifft, als gedacht.

      ...
      So ist es. Die meisten sind völlig gesund und verschwinden dann sang- und klanglos wieder aus den Foren, wie Du beim Lesen festgestellt haben wirst.
      Das nennt sich dann "benignes Faszikulationssyndrom". Betrifft ca. 50% der Bevölkerung irgendwann einmal, oft auch über einen längeren Zeitraum. Ist zwar unangenehm, aber völlig harmlos.

      Du kannst es mal mit den Tipps von CCAA versuchen. Kann aber auch gut sein, dass das auch nicht hilft. Woher sowas kommt weiß noch Keiner so genau.

      It's a terrible knowing what this world is about

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        #4
        Danke für eure Antworten.

        Ich habe schon einige Mikronährstoffe probiert. Bis jetzt leider ohne Erfolg. Von Magnesium bis Vitamin B Komplex habe ich alles durch.

        Das mit dem benignen Faszikulationssyndrom hat mir meine Neurologin auch gesagt.

        Ich habe aber auch noch zwei weitere Verdachtsquellen.

        Eines ist meine orthopädische Verfassung, welche durch das viele Sitzen im Büro ziemlich geschädigt ist. Ein MRT von der Lendenwirbelsäule werde ich wohl noch angehen.

        Eine andere ist ein Prolaktinom, welches zurzeit nur als Verdacht besteht durch einen Schatten im MRT und leicht erhöhten Prolaktin Werten.

        Nur weiß ich nicht, ob das auch wirklich Quellen sein können.

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          #5
          Ich war 17 Tage in der Klinik für manuelle Therapie in Hamm. Dort wird man ordentlich untersucht und bei Bedarf MRT Bilder gemacht und entsprechend behandelt. Vielleicht ist Hamm ja erreichbar für dich in NRW.
          Zuletzt geändert von CCAA; 12.07.2021, 20:50.

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            #6
            Hast du denn 'nur' Faszikulationen?

            Wenn ja, würde ich mir generell keine weiteren Gedanken machen. Viele Menschen leben einfach mit den Zuckungen - ist zwar nervig, aber sicher nichts schlimmes dran.

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              #7
              Das kann auch mit dem Prolaktinom zusammenhängen.
              It's a terrible knowing what this world is about

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                #8
                CCAA Ich bin leider aus Österreich.

                stemarco Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Wie definiert man zum Beispiel Muskelschwäche? Das ist ja vor allem zu Beginn eine subjektive Wahrnehmung. Vor allem wenn man darüber nachdenkt, schwer erkrankt zu sein. Will damit sagen, dass es zur Zeit für mich nicht zu beantworten ist, ob es nur Faszikulationen sind.

                KlausB Ich habe schon mal einen Bericht gelesen, wo das der Grund für Faszikulationen war. Ist aber zur Zeit schwer zum Einschätzen, da eben nur ein nicht definierter Schatten im MRT zu sehen war, der eben kein Kontrastmittel aufnahm. Da war sich der Radiologe nicht sicher.

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                  #9
                  Hättest du muskelschwäche würdest zum einen du das wissen, ausserdem würden es Neurologen herausfinden. Ausserdem wäre der Verlauf extremer. Nach einem Jahr hättest du mehr als nur muskelzucken, wenn es denn als wäre

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                    #10
                    Im Endeffekt kann man das nicht so genau sagen. Der Verlauf ist ja immer etwas unterschiedlich, aber von einer derart seltenen und erschütternden Erkrankung auszugehen, ist nicht gut. Die Geisteshaltung sollte eher in die Richtung "wird schon gut gehen" erhalten bleiben.. wer weiß schon wie viel Einfluss das haben kann...
                    Ein schwacher Muskel ist auch erstmal nur ein schwacher Muskel, nichts weiter. Alle haben irgendwelche Schwachstellen, ganz normal...
                    Zuletzt geändert von CCAA; 14.07.2021, 12:37.

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                      #11
                      Ja die Verläufe sind sehr unterschiedlich. Laut meinem Wissen ist ALS aber progressiv und verläuft zu einem großen Teil linear. Das heißt der Abbau der Muskeln be- oder entschleunigt sich ohne Zugabe von Medikamenten nicht. Es wäre schon sehr unwahrscheinlich, dass sich innerhalb eines Jahres kaum etwas ändert.

                      Da die Häufigkeit und und Intensität der Zuckungen auch vom Umstand wie ich liege und wie intensiv ich mich bewege abhängt, bin ich noch nicht durch mit einer orthopädischen Ursache.

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                        #12
                        Hallo,

                        ich habe nun ein Update von meinem Orthopäden, welcher meinte, dass das Zucken keinesfalls eine orthopädische Ursache hat.

                        Ich weiß nun nicht mehr weiter. Weder Hausarzt, noch Neurologe noch Hausarzt wollen bzw. können helfen. Ich würde gerne einen Spezialisten für Muskelkrankheiten aufsuchen, nur weiß ich nicht, wo es in Österreich wen gibt.

                        Heute ist das Zucken wieder besonders schlimm. Während es gestern noch auf den rechten Wadenbereich konzentriert war, so ist es heute extrem auf der linken Wade zu spüren und die rechte hält sich vornehm zurück.

                        Hat noch irgendwer eine Idee, was das sein kann oder hat jemand ähnliche Symptome.

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                          #13
                          Ich habe seit ca 2 Jahren permanent Zuckungen in der Muskulatur, je nach Stresslevel steigen die, ganz ohne Zuckungen bin ich eigentlich nie, ich hatte Tage wo das sehr stark auch am Daumenballen aufgetreten ist, das hat dann sehr beunruhigt. Mir wurde gesagt, dies sei zum einen Psychogen und zum anderen ohne Krankheitswert.
                          Bei Facebook gibt es Gruppen wo Leute zusätzlich noch Krämpfe haben und Zuckungen. Da hat ebenso keiner eine Erklärung oder Lösung. Einer hat es wohl mit Vitamin D und Sport erfolgreich selbst behandelt, die meisten aber drehen sich sorgenvoll um das Symptom und die Angst vor schwerer Krankheit.

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                            #14
                            Ja die Angst vor schwerer Krankheit quält mich natürlich auch. Dennoch hab ich auch schon Erfahrungen gemacht, was sich positiv oder negativ auswirkt. Stress, Alkohol, zu wenig Wasser bewirken oft, dass die Zuckungen stärker werden.

                            Dennoch sucht man eine Ursache, man will ja, dass es wieder aufhört bzw. eine Bestätigung, dass es nicht pathogen ist. Genau hier beginnt das Hamsterrad. Ein ergebnisloses EMG beruhigt zwar kurz, aber der nächste Schub, lässt wieder alles aufflackern.

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                              #15
                              Ich schätze im Körper kann so unfassbar viel schief laufen, dass sich eine Ursache kaum feststellen lässt, mal abgesehen von unserer modernen Lebensweise die ja Krankheiten/Symptomatik begünstigt. Zu jedem einzelnen Symptom findet man im Internet tausend Meinungen und ebenso viele oppositionelle, die Schulmedizin hilft bei chronischen Geschichten kaum noch weiter und die Alternativmedizin hat häufig auch keine greifende Lösung parat. Man muss vielleicht mal auf seine Gesundheit und den Körper vertrauen. Ich war mit den Zuckungen bei einem Neurologen, die Zuckungen haben den aber nicht sonderlich interessiert, der hat mir bisschen was vom Leben erzählt und das war es im Großen und Ganzen, ich jage keiner Diagnose hinterher.
                              Solange du auf einem Bein hüpfen kannst, zugreifen und normale Bewegungen durchführen kannst, normal sprechen und schlucken kannst besteht kein Grund zur Besorgnis.

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