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    Hallo,

    ich stell mich mal kurz vor. Also, weiblich, 34, Mama von drei mittelkleinen Kindern, und jetzt also irgendwie muskelkrank, bzw. noch ohne Diagnose.

    Ich versuche mal die bisherige Symptomatik und den Ärztemarathon dazu hier zusammenzufassen.
    Es begann...
    - 2017 in der letzten Schwangerschaft, dass mir auffiel, dass Treppensteigen nicht mehr so klappt, wie es sollte (auch in einer Schwangerschaft). Die Oberschenkel begannen ab zwei Stockwerken zu schmerzen und außerdem bekam ich Luftnot. Ich schob es auf die Schwangerschaft.
    - Außerdem hatte ich die letzten Wochen der Schwangerschaft fürchterliche Übelkeit und Völlegefühl. Schob ich auch auf die Schwangerschaft, obwohl ich das aus den anderen Schwangerschaften nicht kannte.
    - Einige Monate, eine Geburt und etliche Sporteinheiten später hatte sich nichts verändert, außer Übelkeit und Völlegefühl, das wurde ein paar Monate nach der Geburt besser und legte sich. Treppensteigen blieb mühsam und ich konnte mir keinen Reim drauf machen. Es war mir aber auch zu unspezifisch bzw. zu wenig schlimm für einen Arztbesuch.
    - Im März 2020 meldete sich mein alter Bandscheibenvorfall (von 2010) zurück, und zwar derart, dass ich nach richtig krassen Nervenschmerzen, einem komplett tauben Bein und einer spontan aufgetretenen Parese notfallmäßig operiert werden musste.
    - Drei Wochen nach der OP ging ich wegen anhaltender, richtig intensiver Müdigkeit zu meiner Hausärztin. Die stellte einen zu hohen Puls fest, schickte mich ins KH zwecks Ausschluss Lungenembolie, und zum Internisten. Der stellte eine leicht eingeschränkte Pumpleistung fest. Wow, dachte ich mir, woher das denn jetzt? Keiner konnte mir erklären, woher. Das einzige, was mir rückblickend auffiel, dass der Puls schon einige Monate vor der OP hoch gewesen war. Dem hatte ich nicht so viel Beachtung geschenkt.
    - Nochmals drei Wochen später bekam ich Schmerzen in der Schulter und im Ultraschall wurde ein Erguss festgestellt. Ich fragte mich, ob es da irgendeinen Zusammenhang gibt... Bandscheibe, Herz, Schulter? Ich hatte keine Idee und wollte mich auch nicht reinsteigern.
    - Winter 2020/2021: Ich war von der OP wieder so mobil und hatte so viel Sport gemacht, dass ein normaler Leistungszustand zu erwarten gewesen wäre. Stattdessen hatte ich den Eindruck, dass Treppensteigen immer schwieriger wurde und sogar beim normalen Gehen fiel mir auf, dass die Beine manchmal wie festgeklebt waren. Auf Arztbesuche hatte ich aber nach einem arztreichen 2020 noch nicht so viel Lust.
    - Im April 2021 war ich mir sicher, dass ich doch zum Arzt gehen sollte, die Beine einfach oft schwer wie Blei.
    - Parallel dazu war mein Puls übrigens hoch geblieben und ich nahm ständig Betablocker. Im April bei der Echo-Kontrolle war alles ok und der Internist erlaubte, diese endlich abzusetzen.
    - Mein eigener Verdacht war übrigens eine Myelopathie, einfach aufgrund der Bandscheibenproblematik, und weil es für mich eine logische Folge der Wirbelsäulen-OP gewesen wäre (veränderte Statik usw.). Außerdem wusste ich, dass ich eine Bandscheibe in der HWS mit Rückenmark-Kontakt habe. Dass dazu die Atemnot nicht recht passte, ignorierte ich mal...
    - Plötzlich gesellten sich die Arme dazu... schwache Arme, vom Triceps her, bei Belastung.
    - April-Juni Ärztmarathon über diverse MRTs (gesamte Wirbelsäule), Neurochirurg, SSEP,... mein Neurochirurg war der Meinung, es handle sich wirklich um eine Myelopathie (ohne dass ich ihm meinen Verdacht gesagt hätte), die Atemnot ignorierte er auch gekonnt. Im MRT war das zwar nicht eindeutig ersichtlich, aber er meinte, bei Kopfneigung kann die Bandscheibe noch mehr rausrutschen. Gehört operiert.
    - Ende Juni 2021 war ich in der Notfallambulanz der Neurologischen Klinik, weil mir am Wochenende beide Unterarme eingeschlafen waren. Die Assistenzärztin war sehr bemüht, machte ein erneutes HWS-MRT, meinte aber, die Problematik käme eindeutig nicht von dort. Das müsse neurologisch sein. Sie nahm mir Liquor ab, unauffällig, und weil meine Reflexe für ihr Empfinden gesteigert waren, meinte sie, es sähe so aus, als hätte das 1. Motoneuron etwas (wie beruhigend). Man muss dazu sagen, dass sie nicht die komplette Vorgeschichte kannte. Sie bot eine stationäre Aufnahme an, das schaffte ich so kurzfristig nicht, und ordnete als nächste Untersuchung ambulante MEP an.
    - Die MEP kamen dann nicht zustande, organisatorisches Chaos von Seiten der Klinik, und ich wurde dann so stationär aufgenommen.
    - Neu kamen jetzt noch Schluckbeschwerden dazu und die Übelkeit und das Völlegefühl von damals kehrten zurück.
    - Ergebnis der Klinik: Eher doch keine Motoneuronen (puh), sondern eher in Richtung Myopathie oder Neuropathie. Der Oberarzt vermutet eine metabolische oder mitochondriale Myopathie und auf Morbus Pompe wurde ich mal getestet, Ergebnis gibt es Ende August.
    - Ach ja, Puls ist inzwischen wieder so hoch geworden, dass ich wieder Betablocker nehmen muss, hm.

    Nach Eigenrecherche würde ich jetzt ehrlich gesagt eher auf eine mitochondriale Myopathie tippen. Das hat mehrere Gründe, einer davon ist, dass Creatinkinase unauffällig war und nur Laktat erhöht (wenn auch nicht viel, 3,3). Die weitere Vorgehensweise ist nun Abwarten des Pompe-Tests, bei Unauffälligkeit gibt es einen Laktat-Belastungstest und dann eine Muskelbiopsie.
    Unterm Strich denke ich mir, eigentlich kann mir die genaue Diagnose dann auch relativ egal sein, denn außer bei Pompe kann man sowieso nirgends was machen. Außer das genießen, was man grad noch so kann...

    Entschuldigt, dass es doch so lang geworden ist, irgendwie ist das so schwer zu kürzen. Und sonst kann man sich kein genaues Bild machen...

    Eine Frage, die ich hätte: Weiß von euch jemand, welche Myopathien sich durch eine Schwangerschaft manifestieren können? Dazu habe ich nicht sooo viel gefunden. Denn das war bei mir eindeutig der Fall.

    Liebe Grüße

    #2
    Oh, meine aktuellen Symptome habe ich jetzt nicht ordentlich zusammengefasst... ich packe mal rein, was zu einer Myopathie gehören könnte:

    - bei Belastung schmerzende und steife Beine, zuerst nur in den Oberschenkeln, mittlerweile auch die Waden. Es schränkt mich nicht nicht wirklich ein, ich kann weite Strecken gehen, aber anstrengend ist es halt. Vor allem das Treppensteigen.
    - schwache Arme, zuerst nur Oberarme, mittlerweile auch Unterarme. Wenn ich die Arme zu viel belaste, fühlen sie sich an, als käme ich gerade von einer dreitägigen Klettertour.
    - schmerzende Schulterpartie, je länger der Tag dauert, fühlt sich an wie muskulär verspannt.
    - Schluckprobleme... mir bleiben gern Trauben- und Heidelbeerschalen, oder Brösel ewig im Hals stecken.
    - immer wieder Übelkeit und Völlegefühl, aber nicht permanent.
    - hoher Puls und immer wieder Herzstolpern
    - oft anfallsartige schlimme Tagesmüdigkeit, dass ich auf der Stelle einschlafen könnte
    - immer wieder Krämpfe, vor allem in den Waden und in den Fußsohlen bis in die Zehen rein, oft so dauerkrampfartig, das kann dann auch schmerzen
    - ständig zuckt irgendwo ein Muskel, in den Waden hats angefangen, die Oberschenkel, die Arme, an den Schläfen, die Lippen, am Brustkorb. Nie permanent an derselben Stelle. Finde ich jetzt aber nicht so störend im Vergleich zur Schwäche...

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      #3
      Myasthenie noch untersuchen lassen, Muskelschwäche bei Belastung ist ein Anzeichen dafür, also Antikörper und Tensolintest. Kommt nicht selten nach Schwangerschaften vor. Aber alle anderen Symptome passen eher nicht. Und wenn man bereits EMGs gemacht hat hätte man vielleicht schon einen Verdacht.

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        #4
        Ah ok, interessant! Vielen Dank!
        Von der Beschreibung der Art der Schwäche würde es tatsächlich ganz gut passen. Ob Herz und Übelkeit jetzt zu einer bestimmten Erkrankung gehören oder unabhängig davon sind, weiß ich natürlich auch nicht... vom zeitlichen Zusammentreffen her eher schon.
        EMG wurde gemacht und war unauffällig. Der Oberarzt hatte aber auch gefragt, wer es durchgeführt hat und war etwas unglücklich darüber, dass es „der jüngere Arzt“ war. Er hatte mit einem auffälligen Befund gerechnet. Wobei ich mir wieder denke, das würde zur Mito passen...
        Ansonsten wurde nicht Richtung Myasthenie untersucht, behalte ich im Hinterkopf, vielen Dank!!

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          #5
          Mich würde interessieren: was ist das für eine Schwäche nach der Belastung? Eher Starre, Lähmungsartig oder anders?

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            #6
            Hm, also während der Belastung habe ich, je länger es dauert, richtige Belastungsschmerzen. Nach einer Etage Treppensteigen muss ich mich vornüberbeugen und die Beine durchstrecken und kurz warten, bis der Schmerz vorbei ist. Bei den Armen dasselbe, wenn ich zB kopfüber was mache oder Wäsche ausschüttle oder so.

            Und nach der Belastung fühlt es sich einfach an, als hätte ich fünfmal so viel getan. Die Arme fühlen sich an, als hätte ich den ganzen Tag auf der Baustelle ohne Pause Sand geschaufelt. DIe Beine fühlen sich an, als wäre ich einen Marathon gerannt. Es ist keine Lähmung oder Starre, ich bin auch noch nie gestolpert oder aus der Hand gefallen ist soweit auch noch nichts. Es fühlt sich einfach total schwach und zittrig an und am liebsten möchte ich dann einfach die Beine hochlegen oder die Arme ablegen und mich überhaupt am liebsten viel hinlegen und nichts mehr machen, Beine und Arme nicht mehr belasten.

            Beim Schlucken ist es am ehesten manchmal wie eine Lähmung. Nach dem Husten passiert es öfter, dass ich schlucken will und dann schluckt es einfach nicht, erst beim zweiten oder dritten Anlauf.

            Ich hoffe, es ist verständlich so...

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              #7
              Und meine Beine fühlen sich mittlerweile permanent irgendwie steif an... beim normalen Gehen ist es einfach steif und wie blockiert, als könnte ich das Knie nicht gescheit abknicken, kann es aber. Von außen sieht es wahrscheinlich ziemlich normal aus, aber es fühlt sich total komisch an.

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                #8
                Wer hat die Betablocker verschrieben? Ein Kardiologe?
                It's a terrible knowing what this world is about

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                  #9
                  Ja, anfänglich die Kardiologen im KH, der Internist, der die verminderte Pumpleistung festgestellt hat, hat das dann bestätigt. Zuletzt hat die Hausärztin sie wieder erhöht.

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                    #10
                    Hallo,

                    Pompe ist es nicht. Auf Myasthenia gravis wurde wohl auch getestet, da war ein Wert leicht erhöht. Der Arzt meinte, Graubereich. Er hat da jetzt aber nichts weiter vor. Ansonsten wirkte er auch eher unmotiviert und hat nichts groß weiter vor außer abzuwarten.
                    Ich soll mir von der Hausärztin eine Überweisung für den Laktat-Ischämie-Test holen.

                    Hat sonst noch einer von euch Ideen?
                    Meine Symptome stehen eh oben, von den Untersuchungen her ist praktisch alles unauffällig; ich fasse mal kurz zusammen, was gemacht wurde.

                    - MRT Wirbelsäule, unauffällig
                    - SSEP, unauffällig
                    - NLG, unauffällig
                    - EMG, unauffällig (allerdings von jungem unerfahrenem Arzt durchgeführt)
                    - Reflexe, lebhaft bis gesteigert

                    Blut
                    - Eisenmangelanämie unklarer Herkunft (MCV, MCH, MCHC erniedrigt, Erythrozyten erhöht, Tf-Rezeptor lösl. erhöht)
                    - Laktat (im Liquor normal, im Blut einmal erhöht und einmal normal)
                    - CK normal (78 U/l)
                    - FT4 grenzwertig niedrig (0,95 ng/dl), TSH normal (2,1)

                    Falls irgendwer Ideen oder Fragen hat… ich selbst bin grad eher unmotiviert für weitere Diagnostik…

                    Liebe Grüße

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                      #11
                      Ah, was ich von den Symptomen her vergessen habe:
                      - alle paar Wochen kommt für ein paar Tage ein kreisförmiges Kribbeln, auf Knien/Oberschenkeln/Armen. Für die paar Tage bleibt das Kribbeln kontinuierlich an derselben Stelle, bis zum nächsten Mal wandert es meist ein bisschen
                      - mittlerweile brennt es in den Armen oft bei Belastung, fühlt sich muskulär an

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                        #12
                        Halli hallo,

                        ich melde mich mal wieder mit ein paar Fragen, die mir durch den Kopf gehen. Falls irgendwer zu irgendwas was weiß, bitte gerne.
                        Symptomatisch sind die Muskelschmerzen mehr geworden (lokales Brennen, Stechen, Schmerz bei “Überlastung”) und die Schluckbeschwerden haben zugenommen. Mit bleibt ständig das Zeug im Hals hängen und ich verschlucke mich oft. Noch geht’s, aber wenn es weiter schlechter wird, ist das irgendwie blöd.
                        Gelegentlich hab ich Nervenschmerzen (an beiden Armen sowie beide Ischias). Allerdings echt nicht oft.

                        So, die Fragen, die ich mir stelle…
                        1. Ein befreundeter Neurologe würde noch PROMM oder Gliedergürteldystrophien in Betracht ziehen. Aber zu PROMM passen keine Schluckbeschwerden, oder? Oder kann das mal vorkommen? Myotone Dystrophie Typ 1 fände ich insgesamt fast passender, allerdings hat es bei mir proximal und nicht distal begonnen…
                        Und bei einer Gliedergürteldystrophie würde man einen erhöhten CK erwarten, oder nicht?

                        2. Von den Mitochondriopathien fände ich die Symptome einer CPEO plus ganz passend bei mir, allerdings sind die Augen nicht das Leitproblem bei mir. Meine Augen schmerzen zwar oft bei Umstellung nah/fern, aber ich würde das definitiv nicht als Leitsymptom und erst recht nicht als Anfangssymtom bezeichnen. Gibt es eine CPEO plus ohne dominante Augenprobleme?

                        3. Die sensiblen Sachen und die Nervenschmerzen, könnten die von einer Mito-internen Neuropathie kommen? Aber hätte man die nicht im NLG sehen müssen (wurde nur an den Beinen gemacht)? Oder kann es eine Zeit dauern, bis man das sieht? Und passen dann die starken Reflexe dazu?

                        Falls jemand zu etwas weiß oder Ideen hat, immer her damit.
                        Anfang November steht die Spiroergometrie mit Laktat-Messung an und danach wahrscheinlich eine Muskelbiopsie, unabhängig vom Ergebnis.

                        Liebe Grüße

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                          #13
                          Sorry ich kann dazu leider nicht viel sagen, außer, dass ich auch einen gewissen Teil deiner Symptome habe.
                          Nur mal aus Interesse. Wurdest du gegen Corona geimpft und hast das Gefühl es ist seitdem noch sehr viel schlechter? Ggf. auch mit etwas Versatz nach der Impfung?

                          Ich bin zuletzt auch darauf aufmerksam geworden: https://www.mecfs.de/was-ist-me-cfs/
                          Zuletzt geändert von Oliver84; 24.09.2021, 15:48.

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                            #14
                            Hallo Oliver,

                            nein, gegen Corona bin ich nicht geimpft. Eben weil ich tatsächlich befürchtete, die Symptomatik könne sich verschlechtern oder es treten neue Nebenwirkungen auf, wo dann kein Mensch weiß, ob die von der Impfung oder von der Erkrankung kommen… Wahrscheinlich war ich auch zum falschen Zeitpunkt auf der Neurologie. Dort habe ich zwei Patienten mit neurologischen Impfschäden kennengelernt und das hat mir etwas Skepsis vor der Impfung verliehen. Zumindest solange ich keine Diagnose habe.

                            Dein Link ist sehr spannend… allerdings passen bei mir ein paar Sachen nicht, deswegen ist für mich ME eher nicht zutreffend, denke ich.

                            Liebe Grüße

                            Kommentar


                              #15
                              Halli hallo,

                              ich melde mich auch mal wieder.

                              Was gibt es neues?
                              Untersuchungstechnisch: Die Schluckprobleme wurden endoskopisch bestätigt (festes Essen bleibt nach dem Schlucken hängen), die Videokinematographie war unauffällig, allerdings sieht man hier ja auch nur einen Schluck, und die Schluckproblematik ist ja bis jetzt nur leicht ausgeprägt.

                              Tja, die Spiroergometrie mit Laktat war unauffällig, was mich wirklich nervt, denn das hätte Licht in die Sache bringen können. Allerdings habe ich leider auch erst im Nachhinein gesehen, dass die Untersuchung eigentlich falsch durchgeführt wurde. Bei Verdacht auf Mito sollte da ja keine Steigerung stattfinden, sondern über eine Viertelstunde niedrige Belastung. Wurde bei mir jetzt nicht so gemacht und sicher spielte auch eine Rolle, dass ich regelmäßig am Ergometer trainiere, denn das geht noch gut und das möchte ich mir auch beibehalten.

                              Zuletzt habe ich viel recherchiert und die Recherchen bestärken meine Vermutung auf eine Mitochondriopathie. Welche genau, kann ich nicht sagen, kein typisches Syndrom.
                              Die Gründe, dir für mich für eine Mito sprechen:
                              - die eindeutig belastungsabhängigen Beschwerden, Muskelschmerzen und -schwäche proximal, am stärksten beim Treppengehen und bergauf gehen, mittlerweile würde ich mich leider auf keinen Berg mehr trauen, obwohl ich das immer gern gemacht habe. Ansonsten sind die Einschränkungen bisher überschaubar und dafür bin ich dankbar. Meine Wegstrecke hat sich von beliebig lang auf ca. 5 km verkürzte, tagesabhängig, kann auch mal mehr oder weniger sein.
                              - Schwangerschaft und Vollnarkose als Triggerpunkte, beides würde denke ich zu einer Mito passen
                              - ich vermute eine leichte autonome Dysfunktion (Magen-Darm-Symptomatik, zu hoher Ruhepuls, ständig erhöhte Körpertemperatur, evtl passen hier auch die fleckförmigen Hypästhesien), die auch zu einer Mito passen würde
                              - Befall der Skelettmuskulatur (Arme, Beine, oberer Schlund, Kaumuskeln, Augen)
                              - dann frage ich mich, ob die Schwäche in den Unterarmen (hier auch eine fragliche Atrophie), und die mittlerweile etwas fiesen Verkrampfungen an den Handaußenkanten und Fußaußenkanten von einer leichten PNP kommen könnten? Allerdings war das NLG im Juli unauffällig und die Reflexe “übermittellebhaft” bis “gesteigert”. Da werde ich noch nicht schlau draus

                              bisherige Auffälligkeiten:
                              - Kraft: in den Fingern wurde teilweise verminderte Kraft festgestellt (4-/5) und beim Hüftstrecker und Hüftbeufer (4/5)
                              - Reflexe: die sind etwas komisch, wie gesagt fast alle sehr stark, bis auf TSR und Masseterre, die waren fast nicht auslösbar. Damit kann ich gerade noch nicht so viel anfangen.
                              - Ruhelaktat war einmal erhöht, aber nachdem das Belastungslaktat nun so unauffällig war, stell ich das mal hinten an

                              Als nächstes soll die Genetik gemacht, doch keine Biopsie. Ich bin mal gespannt, und ansonsten werde ich einfach mal abwarten, wie sich das ganze weiter entwickelt. Vielleicht bleibt es auf dem Level, dann ist es zum Aushalten, oder es entwickelt sich im gleichen Tempo weiter, dann wird die Diagnose vielleicht eindeutiger werden.

                              ​​​​​​Liebe Grüße, und ich freue mich, wenn jemand noch Tipps oder Ideen hat!

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