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2 Jahre nach Beginn von Faszikulationen plötzlich Muskelschwäche

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    2 Jahre nach Beginn von Faszikulationen plötzlich Muskelschwäche

    Hallo zusammen,

    mir (46 Jahre alt) ist vor ca. einem Monat aufgefallen, dass mein rechter Arm irgendwie merkwürdig steif/schwach ist, wenn ich beim Duschen den Duschkopf halte und zum Beispiel über den Kopf oder die linke Körperhälfte halten will. Auch bei der Arbeit fiel mir das auf, wenn ich zB einen Aktenordner nur mit der rechten Hand auf ein Regal stellen will.

    Zunächst habe ich das nicht weiter beachtet, da ich berufsbedingt ca. 10 Stunden täglich PC-Arbeit leiste, und das Ganze auf mögliche Verspannungen Stichwort „Mausarm“/“Mausschulter“ etc. geschoben habe.

    Da ich in den letzten Tagen den Eindruck hatte, dass zu dieser Steifheit auch eine signifikante Schwäche im rechten Arm hinzugekommen ist, habe ich mal meine kleinen Kurzhanteln aus dem Keller raufgeholt.
    Obschon ich ja Rechtshänder bin und im rechten Arm normalerweise mehr Kraft habe, kann ich mit dem linken Arm problemlos ein paar Mal die Kurzhantel hoch und runter schwingen.
    Wenn ich dies mit dem rechten Arm probiere funktioniert es jedoch nicht ein einziges Mal (!), ich kann die Hantel nicht mal richtig hochheben, sondern der Arm/Elbogen krümmt sich dann seitlich - und ich rede hier über eine ordinäre Kurzhantel.
    Auch kann ich nicht mal eine Liegestütz machen, weil ich im Bereich der rechten Schulter dann eine merkliche Schwäche habe - normalerweise habe ich zumindest 10-15 saubere Liegestütz hinbekommen. Sonderlich sportlich war ich allerdings nie.

    Ich habe dabei den Eindruck, dass die Schwäche vom Oberarm/Schulterbereich und nicht vom Unterarm-Bereich ausgeht….Dieser Bereich, vor allem der Bizepsmuskel im Oberarm tut auch in Ruhe manchmal weh (dumpfes Ziehen) und faszikuliert. Im linken Arm habe ich gar keine Faszikulationen.

    Bereits vor ca. zwei Jahren (Oktober 2019) setzten bei mir plötzlich erhebliche Faszikulationen in beiden Waden und gelegentlich im rechten Oberarm ein. Diese Faszikulationen sind seit Winter 2019 nun meine dauerhaften Begleiter. Egal ob ich entspannt im Bett liege, oder gerade Sport gemacht habe – sie sind immer da.
    Anfang 2020 war ich sicherheitshalber deswegen bei einem Neurologen der meinte es wären benigne Faszikulationen. Ein Jahr später, Anfang 2021 war ich noch mal beim Neurologen, da die Faszikulationen gar nicht weg gingen. Er hat dann eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit und einen Muskel-Ultraschall durchgeführt. Alles unauffällig, und er meinte es wäre benign und woran es liegt das könnte man oft gar nicht ermitteln. Vermutlich würde es irgendwann so plötzlich verschwinden wie es gekommen ist.
    Ich habe mich mit dieser Auskunft zufrieden gegeben, und mit den Faszis leben gelernt. Sie tun ja auch nicht weh. So faszikulierte es also die letzten 2 Jahre vor sich hin – ohne Muskelschwäche.

    Jetzt wo allerdings die Schwäche/Steifheit im rechten (Ober-)Arm dazukommt mache ich mir wieder ein bisschen Gedanken über die Ursache.
    In den Beinen, wo die Faszikulationen ja deutlich stärker und dauerhafter sind, habe ich überhaupt keine Schwäche.

    Ich wüsste gerne mal einen Rat wonach sich das Ganze anhört, ob das eventuell doch eine neurologische/muskuläre Erkrankung sein könnte? Ist es nicht eher ungewöhnlich dass zwei Jahre nach Einsetzen von Faszikulationen dann doch noch eine Muskelschwäche hinzukommt? Und wenn die Muskelschwäche mit den Faszis zusammen hängt, hätte sie dann nicht eher an einem oder beiden Beinen einsetzen müssen, weil dort die Faszikulationen deutlich ausgeprägter sind?
    Sollte ich jetzt zu einem Neurologen gehen, oder eher Orthopäden/Sportmediziner?

    Wäre für einen Rat sehr dankbar!

    #2
    Sportmedizinern und Orthopäden - von dieser Ärztegruppe habe ich keine positive Meinung, nach div. Erfahrungen.
    Die geben gerne Spritzen mit Schmerzmittel oder Kortison, operieren gerne alles mögliche, verordnen gerne "Anwendungen" in der eigenen Praxis (irgendwas mit Strom - vergessen wie es heißt). Womöglich Physiotherapie etc. Die Praxen Röntgen gerne (steht ja meist in der eigenen Praxis und lässt sich gut mit den Krankenkassen abrechnen).
    Mir z.B. sagte ein Orthopäde vor wenigen Jahren: "wenn ich mich in seiner Praxis nicht röntgen lasse, dann wird er mich nicht zum MRT überweisen...dann muss ich nun heimgehen....dann werde ich sicher nach wenigen Tagen mit noch mehr Schmerzen wiederkommen wollen......ich könne dies ja entscheiden....."
    Aus reichlicher Erfahrung wusste ich, dass der beim Röntgen kein Ergebnis bekommt, da diese "Bilder" nicht dies darstellen können.
    Nachdem ich nachgab und dort viele Röntgenbilder der gesamten Wirbelsäule von hinten, links, rechts getätigt wurden, sagte er mir: "Tja, er könne da nicht so viel sehen. Aber ich bekäme eine Überweisung zum MRT ! In der MRT -Praxis wurde dann die Diagnose sicher gestellt.
    Mehrere Orthopäden musste ich leider kennenlernen - war ein "guter" dabei? Nöö!

    Eher Neurologen - aber vorher versuchen zu eruieren ob Arzt erfahren ist mit z.B. diversen auch seltenen Muskelerkrankungen. Klar, Neurologen sind auch etliche nicht toll.
    Eine tatsächlich vorhandene Muskel-Schwäche könnte ein erfahrener Neurologe schon beurteilen.

    Frage hier in diesem Unterforum nicht nach einer "Diagnose" oder Einschätzung zur möglichen Diagnose. Hier sind reichlich Hypochonder unterwegs (und dies wird immer schlimmer).
    Aber auch andere Unterforen können keine Diagnose geben.
    Hoffentlich wirst du keiner der Foren-Hypochonder!
    Zuletzt geändert von Skyline; 17.11.2021, 16:51.

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      #3
      Sorry ich muss rein aus persönlicher Neugier fragen. Wurdest du mit Biontech geimpft? Falls ja, wann?
      Ich bin kein Impfgegner, aber es gibt wohl auch als sehr seltene Nebenwirkung Muskelschwäche.
      Inwiefern diese sich ausprägt hab ich aber noch nicht viel gefunden.

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        #4
        Teilweise muss ich Dir mit den Orthopäden recht geben. Wenn die ,mit OP kommen sollte man vorsichtig werden.
        Zum Glück habe ich einen Orthopäden, der sich in der Ausbildung intensiv mit Muskelerkrankungen an einer damals auf dem Gebiet führenden Klinik beschäftigt hat und auch heute noch mit einem Muskelzentrum zusammenarbeitet. Bei orthopädischen Problemen, die im Laufe einer Muskelerkrankung fast immer auftreten, merkt man da schon einen Unterschied. Wo andere Orthopäden ratlos sind, selbst seine Kollegen in derselben Gemeinschaftspraxis, weiß er meistens Rat und empfiehlt da eher konservative Behandlungen anstatt gleich Spritze und OP.
        It's a terrible knowing what this world is about

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          #5
          Zitat von Oliver84 Beitrag anzeigen
          Sorry ich muss rein aus persönlicher Neugier fragen. Wurdest du mit Biontech geimpft? Falls ja, wann?
          Ich bin kein Impfgegner, aber es gibt wohl auch als sehr seltene Nebenwirkung Muskelschwäche.
          Inwiefern diese sich ausprägt hab ich aber noch nicht viel gefunden.
          Ich misch mich da mal ein. Ein Blick in die Fachinfo hilft:
          "Die häufigsten Nebenwirkungen bei Teilnehmern ab 16 Jahren waren Schmerzen an der Injektionsstelle (> 80 %), Müdigkeit (> 60 %), Kopfschmerzen (> 50 %), Myalgie und Schüttelfrost (> 30 %), Arthralgie (> 20) %), Fieber und Schwellung an der Injektionsstelle (> 10 %), die normalerweise von leichter oder mäßiger Intensität waren und innerhalb weniger Tage nach der Impfung abklangen. Eine etwas geringere Häufigkeit von Reaktogenitätsereignissen war mit einem höheren Alter verbunden"

          Das gilt so oder so ähnlich aber für alle Impfungen. Meine kleine Tochter (nicht muskelkrank) hatte das recht heftig nach der ersten BionTech-Impfung. war aber nach 2 Tagen wieder weg.
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            #6
            Hallo Julian8,

            eine Armheberschwäche weist natürlich zunächst einmal auf die Sehnen im Schulterbereich zurück, wenn aber auch etwas in den Beinen dazu kommt, muss man differentialdiagnostisch auch die Halswirbelsäule in Betracht ziehen. Gehe noch einmal zu einem guten Orthopäden, vielleicht einen Schulterspezialisten und lasse ihn ausschließen, dass es von der Halswirbelsäule kommt.

            Alles ohne Garantie,
            Boh

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              #7
              Hallo,

              die Halswirbelsäule könntest du wirklich ausschließen lassen, auch wenn deine Beschwerden nicht ganz typisch dafür sind. Wenn es aus der Halswirbelsäule käme, weil das Rückenmark in irgendeiner Weise bedrängt ist, wären deine Beschwerden eher symmetrisch und du würdest es typischerweise an einer Ungeschicklichkeit der Finger bemerken.
              Wenn du das ausschließen lassen möchtest, wäre aber der Neurologe der bessere Ansprechpartner, Orthopäden kennen sich in der Regel nicht so gut aus damit (gibt natürlich Ausnahmen). Oder auch ein Neurochirurg, die können die MRT-Bilder am besten lesen und operieren auch nicht sofort. Insgesamt ist ein Neurologe sicher am breitesten aufgestellt.

              Liebe Grüße

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                #8
                Also ich habe seit 3 Wochen ( 1 Woche nach der zweiten Biontech Impfung) generalisiert das Gefühl, als ob meine Muskeln (überwiegend Arm) schnell überanstrengt sind. Als ob man schwer gehoben hätte. Weniger Kraft an sich habe ich nicht( schaffe sogar mehr Liegestützen usw. Als vor vor 2 Wochen).

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