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Demyelinisierende Neuropathie/Polyneuropthie, V.a. Mitochondriopathien

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    Demyelinisierende Neuropathie/Polyneuropthie, V.a. Mitochondriopathien

    Hallo an alle im hier im Forum

    Ich bin Nancy und neu bei euch. Ich habe eine ganze Zeit still mitgelesen und erkenne mich in vielen Symptomen wieder. Da ich selbst noch nicht weiß wohin die Reise geht, habe ich mich für dieses Forum entschieden.

    Meine Geschichte begann im Sept./Okt. 2021, dort fing es plötzlich im Rücken und der Hüfte an. Am Anfang dachte ich es wäre eine Blasenentzündung da ich ständig auf die Toilette musste, Nachts teilweise bis 5 mal. So begann dann mein Leidensweg. Ich konnte kaum laufen, sitzen ging überhaupt nicht mehr (Gefühl wie zwei blaue Flecke im Gesäß und es schoss ein Gefühl ein, das ich nicht beschreiben kann). Ich konnte nur noch auf dem Rücken mit Kissen unter den Knien liegen, weder Rechts auf der Seite noch Links auf der Seite, Bauchlage ging überhaupt nicht und essen nur noch im Stehen. 20m laufen mit Mühe und Not, das Kind zum Bus schaffen und wieder abholen. Treppen steigen war für mich eine Herausforderung ohne Ende. Meine Oberschenkel brannten, schmerzen und ein Ziehen das sich ausbreitete. Ich bin dann vom HA zum Orthopäden geschickt, dieser sagte Bandscheibenvorfall, da das linke Bein keine Kraft mehr hatte und eine Fußhebeschwäche zeigte.
    Er begann sofort mit Cortison (Urbason) zu behandeln und ohne MRT-Befunde da dieses erst 14 Tage später erfolgte. 3 Wochen lang verbrachte ich dann in Rückenlage und der Behandlung (Cotision/Physio) bis eine leichte Besserung eintrat. Das MRT war unauffällig und seine Aussage war es käme vom Stress und ließ mich so stehen. Ich kämpfte mich mit Übung und Physio soweit zurück das ich nach 10 Wochen AU wieder arbeiten konnte.

    Die Probleme aber blieben mit leichter Besserung, es gab auch Wochen wo es mir gut ging, dank Schmerzmittel IBU.
    Zunehmend war ich nach der Arbeit immer fertig und die Beine wollten nicht so wie ich es wollte. Ich bekam im Dezember Abends ein Gefühl wie krank werden. In der Nacht taten die Oberschenkel schmerzen, brennen und ziehen, dies verging nach ein paar Tagen. Ich merkte die darauf folgenden Monate das es immer schubförmig kam (2Wochen schlecht, 4 Wochen gut, der Abstand verkürzte sich immer zwischen den Schüben) und bin dann über Beziehung Zeit nah in eine Neurologische Klinik. Dort erhielt ich einige Test und meine Diagnose , demyelinisierende Neuropathie, Bandscheibenprotrusion im BWK 8/9 mit Myelonkontakt ohne erkennbare Myelopathie und ich sollte in eine Humangenetik gehen, da der Laktat bis auf mehr als das doppelte des Ausgangswertes angestiegen war und der V.a. Mitochondriopathie besteht. Dazu habe ich eine Migräne (Heterozygotie für Missense CACNA1A Mutation) Zufallsbefund durch Sohn.

    Im Juli 2022 habe ich plötzlich immer einen Druck auf den Kopf gehabt und eine Woche später hatte ich stechenende, Strom/Blitzartige, einschießende, brennende (als würde einer unter der Kopfhaut lang kratzen) Schmerzen bekommen mit Ameisen laufen. Meine Neurologin meinte neuropathische Schmerzen im Kopf, diese breiteten sich weiter ins Gesicht und Halsbereich aus. Behandlung mit Pregabalin angefangen. Nach Eingewöhnung war ich 3 Wochen lang schmerzfrei. Jetzt bin ich seit September 2022 krank.

    Meine Neurologin spricht jetzt von einer Polyneuropathie. Die Ergebnisse des Genlabors ergaben nichts, aktuell läuft noch das zweite wo intensiver geschaut wird.
    Musste auf Anraten der Neurologin noch zum Neurochirurgen wegen den Bandscheibenprotrusionen. Laut ihm gehöre ich in eine Muskelambulanz.

    Momentan haben wir seit Mitte Januar die neuropathischen Schmerzen im Kopf/Gesichtsbereich durch ein Medikament im Griff. Zur Zeit versuche ich mit Gabapentin die Beine in den Griff zu bekommen, hatte aber nach der Letzten Erhöhung 5 Tage lang auch Tagsüber mit Stromschlägen am ganzen Körper zu kämpfen und jeden Früh extrem Migräne daher bin ich erstmal zurück auf die Anfangsdosis. Zur Zeit ist für mich jeder Tag eine Herausforderung. Momentan leide ich unter Gangunsicherheiten, dauer Schmerzen in den Oberschenkel(Muskelkater,brennen), Muskelzuckungen (mal im Bein, mal am Oberkörper, Arme usw,) und ab und zu Stromschläge, Nadelstiche und Kribbelpräsenzen. Auch habe ich kaum Kraft in den Armen, bin nach leichter Anstrengung immer kaputt und fühle mich manchmal wie Krank werden.

    Es wäre schön wenn der ein oder andere mir eventuell was über den Verlauf der Polyneuropathie sagen könnte oder wie selbst seine Erfahrung sind.
    Was haltet ihr von der Muskelambulanz und der Muskelbiopsie. Wurde damals schon in der Humangenetik angesprochen bzw. darauf hingewiesen.

    Sorry für den langen Text.
    Viele Grüße







    #2
    Hallo ich wollte mal ein Update geben.

    Zweite Humangenetik V.a. auf Mitrachondrien war wie erwarteten nicht wegweisend. Sie hatten sich nochmal die Genmutation CACNA1A genauer angeschaut, dies wird als benigne bewertet und somit spielt dies auch keine Rolle mehr.
    Therapieversuche mit Medikamenten wie Carbamazepin(allergische Reaktion), Gabapentin und Pregabalin ohne Erfolg bzw lösen die das Gegenteil aus und viele Nebenwirkungen.
    Neurologin vermutet zusätzlich noch ein Restless Syndrom und Neuromyopathie.
    Blutuntersuchung von CK-Wert u. Vitaminen waren alle in Ordnung. Zwischenzeitlich war ich zur Schildrüsenkontrolle wegen Knoten gewesen. Blutwerte sind alle in Ordnung aber trotzdem steht jetzt erstmal eine O.P. wegen dem Knoten an, da dieser gewachsen ist. Von der Muskelambulanz wurde ich erstmal abgewiesen, laut der Dame am Empfang sollte ich mir einen niedergelassenen Neurologen suchen und dort mit Medikamententherapie beginnen und dann nächstes Jahr vorstellig werden. Ja, ist schon klar als würde ich aus lieber langeweile dort anrufen. Nach nochmaliger Rücksprache mit der Frau, haben wir uns erstmal so geeinigt das ich dort in der neurologischen Ambulanz zur EMG-Diaknostik Anfang Juli gehe, dies befürwortet meine Neurologin sehr.
    Meine Symtome sind nach wie vor Schwäche in den Beinen und Armen (über Kopfarbeiten nur mit Pausen), Muskelzuckungen am meisten in den Knöchel, Waden und Oberschenkel, Krämpfe, Gangunsicherheit. Klar, durch die Neuropathie Blitzartig einschießende Schmerzen (stechen, wie Nadelstiche) ziehen in den Beinen sowie Kopf, dauer Schmerzen in den Oberschenkeln jeden Tag ohne Besserung, stellen an den Oberarmen die schon durch Kleidung tragen weh tun usw.....

    Ich versuche seit Monaten Ausdauer wieder zu erlangen, bis jetzt ohne Erfolg. Bin oft von alltäglichen Dingen fertig. Ergometer und Stepper benutze ich mind. 3 mal die Woche, Spannungsübungen und leichtes Krafttraining fast täglich, 1 mal die Woche gehe ich Kegeln und unser Hund hat ja auch Bedürfnisse.
    Zur Zeit weiß ich nicht wie das noch weiter gehen soll bzw enden wird.

    Ich habe mal eine Frage zum EMG. Wie Aussagekräftig ist das denn überhaupt? Im meine Arztbrief steht leicht ausgeprägtes neurogenes Schädigungsmuster linkseitig. Hat das jetzt mit der PNP zu tun oder kommt da noch was anderes auf mich zu?
    Über eine Antwort würde ich mich freuen.

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      #3
      Hallo Nancy81

      Danke für dein Update! Ist ja schon mal positiv, dass du eine Diagnose hast und dich ein wenig darauf einstellen kannst.
      Schreiten deine Symptome fort oder bleiben sie in etwa konstant?
      Um gegensteuern zu können wäre es wichtig, die Grunderkrankung zu kennen, sofern es einen Auslöser der PNP gibt. Hast du Vorerkrankungen oder andere gesundheitliche Probleme, die als Auslöser in Frage kommen?

      Bzgl Aussagekraft des EMGs können dir hoffentlich andere viel besser weiterhelfen.

      Schöne Grüße

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        #4
        Hustinettenbaer, danke für deine Antwort.
        Momentan denke ich das sie leicht voran schreitet. Das merke ich an den vermehrten Schmerzen, gerade was die Füße betrifft.
        Wenn ich mich mehr versuche zu belasten nehmen sie an Intensität zu, gerade diese Schwäche. Wenn ich über den Tag nur das notwendige erledige bleiben sie konstanz.

        Vorerkrankung in dem Sinne habe ich keine, nur als Kleinkind eine Blutanemie.
        Auf mein bitten bei meiner HA habe ich voriges Jahr im Oktober die Schilddrüse abklären lassen und nur dadurch wurde der Knoten entdeckt. Da alle Blutwerte dort i.o. waren wurde diese als Ursache meiner Symtome ausgeschlossen.

        Momentan ist es schwer zu sagen was der Auslöser dafür ist. Ich weiß nicht ob Corona damit im Zusammenhang steht. Die Trigeminusneuralgie haben viele nach der Infektion bekommen.

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          #5
          Die Suche nach einem Auslöser ist wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen, wenn es keine richtungsweisenden Symptome gibt... Schilddrüsenknoten sind typische Nebenbefunde, die kurz Hoffnung auf eine behandelbare Ursache schüren, genauso wie Verengungen der HWS. Ab dem mittleren Alter hat das fast jeder und ist schlussendlich nur eine weitere Baustelle.

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            #6
            Am Anfang hatte ich auch noch die Hoffnung das es was ist, das alles erklären könnte. Die Mitochondrien hätten vieles erklärt auch wenn ich das nicht haben möchte.
            Ich soll nächstes Jahr wieder in die Humangenetik gehen. Meine Neurologin denkt nicht das alles nur von der PNP kommt.
            Ich werde sehen was im Juli bei dem EMG rauskommt und was dort die Ärzte sagen.
            Mehr kann man momentan nicht machen als abwarten und hoffen das es besser wird.

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              #7
              Wegen Genetik: gibt es Fälle in der Familie die in diese Richtung denken lassen?

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                #8
                Hustinettenbaer, es.gibt keinen in meiner Familie der solche Symtome hat wie ich. Momentan denke ich aber das meine Oma in Richtung Neuropathie ging. 100% weiß ich es zwar nicht aber sie klagte immer über Schmerzen in den Beinen und schob es auf die Krampfadern, sie ging der Sache auch nie nach.
                Jetzt vermute ich das es gar nicht die Krampfadern waren.

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                  #9
                  Hatte das deine Oma schon in jüngeren Jahren oder erst älter? Weil im Alter sind das dann schon eher erworbene Neuropathien aufgrund anderer Grunderkrankungen wie Diabetes.

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                    #10
                    Ich habe es erst mit bekommen als sie in Rente ging, daher schwer zu sagen ob sie die Probleme vorher hatte. Diabetes hatte sie nicht, ist zum Glück noch bei keinen in der Familie bekannt.
                    Naja, ich kann jetzt nur warten was im EMG raus kommt und hoffen das es sich nicht verschlechtert hat bzw wie die Ärzte es dort bewerten. Meine Neurologin bittet ja um Mitbehandlung, mal sehen was die dort so an Medikamenten vorschlagen.

                    Ich werde wohl lernen und akzeptieren müssen das es nicht mehr so wie Früher geht. Ich versuche das beste draus zu machen.

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