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Einschätzung/Empfehlung in Bezug auf meine Symptome

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    Einschätzung/Empfehlung in Bezug auf meine Symptome

    Sehr geehrte Forengesellschaft,

    Ich habe schon einige Wochen mitgelesen um meinen Horizont zu erweitern und mir dadurch vielleicht selbst Ideen einzufangen, wie ich in meiner aktuellen Situation vorgehen sollte. Leider kam ich zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. Deshalb würde ich euch um eine Einschätzung bitten.

    I. Prolog:
    Schon seit einigen Jahren spüre ich eine immer weiter wachsende Erschöpfung. Schlafmangel oder Stress oder sonstige Überlastung kommt hier nicht in Betracht. Diese Erschöpfung geht selten (aber manchmal tut sie es) für einen kurzen Zeitraum rapide weg.
    Anzubringen ist, dass ich bis vor kurzem auch trotz der Erschöpfung sportliche Leistungen bringen konnte (z.B. einen Halbmarathon in 1:40 Stunden) und Kraftleistungen im Sport.
    Die Erschöpfung griff schon immer eher auf "Alltagsaktivitäten durch" und schränkte mich dort ein. Ich glaube, dass ich meine einzige Energie immer auf den Sport kanalisiert habe, sodass dieser noch ging.

    II. Aktuelle Lage: April 2023 bis jetzt:
    Seit April stellten sich dann Symptome ein, die ich mir nicht erklären kann. Das Hauptsymptom, mit dem alles begann, war eine Art Missempfindung/schnelle Erschöpfbarkeit meiner Quadrizeps, betont auf auf der linken Seite. Die Maximalkraft scheint noch da zu sein, aber auf Treppen ermüdet genau dieser Muskel unverhältnismäßig schnell. Auch in Ruhe fühlt sich der Muskel seit jeher an, als würde er "platzen". Beim Gehen kommen dabei manchmal Taubheitsgefühle dazu, sodass ich das Gefühl habe mich wirklich stark konzentrieren zu müssen, dass ich nicht stolpere. Passiert ist es bis jetzt aber nicht. Sportliche Betätigung hat insofern keine Auswirkung, als dass der Zustand sich danach dramatisch verschlechtert.
    Neben dem Hauptsymptom Quadrizeps hat sich die schnelle Ermüdbarkeit der Muskeln auch auf Hand, Schultern und Arme ausgebreitet. Auch hier kommen dann seltsame Schmerzen hinzu.
    Weiterhin zum Teil Probleme mit den Augen und leichter Schwindel, sowie das Gefühl, dass meine Atmung (Muskulatur) nicht mehr richtig arbeitet. Dazu morgendliche Kopfschmerzen.Ebenso schnelles Einschlafen einiger Körperteile, sowie manchmal diffuser Schmerz.

    In der Initialphase der Quadrizepssymptomatik brannte auch die Haut wie Feuer und es breitete sich rasant symmetrisch auf den Oberkörper aus. Deshalb war ich in der Notaufnahme und daraufhin 3 Tage stationär in der Neurologie der Uniklinik Göttingen. Dort wurde ich aufgrund familiärer Häufung auf eine transverse Myelitis getestet, sowie auf das Guillain-Barre-Syndrom. Beides endete mit einem negativen Ergebnis. Untersuchungsmethoden waren: Neurografie, MRT, evozierte Potenziale und diese Untersuchung, bei der einem "Schläge" verpasst werden. Die Leitgeschwindigkeit war hier normal, nur in den Beinen wohl etwas verringert. Dies führten die Ärzte auf meine Bandscheibenprotrusionen in L4 zurück, schlossen andererseits aber eine Verengung und Druckpunkte auf die Nerven aus (ist das widersprüchlich?). Ein EMG wurde nicht gemacht.
    Ergebnis: "Akute Überlastungssituation", aka Psyche. Obwohl ich erklärte, dass ich keinen Stress habe und als ehemaliger Kampfsportler und Leistungssportler halbwegs erkennen kann, wann mein Kopf reinspielt und wann nicht, wollte man nichts davon hören.

    Dennoch ließ ich mich zunächst auf die "Psychoschiene" ein und versuchte mich noch mehr zu entspannen und nicht auf den Schmerz und die Erschöpfung zu hören und versuchte potenzielle innerliche Konflikte in mir zu suchen und zu lösen.
    Keine Zustandsverbesserung, eher Verschlechterung.

    Seit ca. Ende Mai kamen dann überall auftretende Faszikulationen (sogar im Zwerchfell) dazu, die aber eher wie ein kurzes "Blubbern" sind und dann verschwinden.
    Mitte Mai war mein Urin für 4 Tage unerklärlich dunkelbraun. War das vielleicht eine Rhabdomyolyse?

    Laborwerte, die hier vielleicht erwähnt werden sollten:
    -im Liquor war alles normal, aber "wir fanden eine Bande, die wir jedoch nicht als oligoklonale Bande werden"
    - Ck war im April bei 350 und sank nach 2 Tagen auf 190, klingt also erstmal normal
    - Als ich zur weiteren Abklärung diesen Monat zur Endo ging, fand man einen geringen Testosteronwert und eine CK von 1.000 (vorher Sport).
    Dies ließ ich nach einer sportfreien Pause gegenprüfen; nach 8 tagen 305; nach 10 Tagen immer noch 290. Müsste der nicht schon längst im Normbereich sein?!
    - Ich habe im Rahmen meiner SItuation als Selbstzahler im IMD den Laktat:Pyruvatquotienten bestimmen lassen, sowie ATP intrazellulär; Laktat und Pyruvat waren isoliert betrachtet im mittleren Normbereich, der Quotient lag aber bei 23,4. Leider findet man zu diesem QUotienten sehr wenig Literatur und diese wenige Literatur widerspricht sich in den Fragen wie hoch dieser sein muss für eine Pathologie, als auch der Frage ob dieser Wert erst ab einer Azidose eingesetzt werden sollte. Das ATP war bei 3,6, also laut Labor im Referenzbereich. Mein HDL-Cholesterin übrigens (keiner weiß warum) mit 30 seit Jahren konstant im Keller!


    Abschließendes Plädoyer:
    Ich bin mir aufgrund der Erfahrung mit meinem Körper und seinen Gefühlen und der stabilen Symptomatik (vor Allem Quadrizepsermüdung und Fatigue) ziemlich sicher, dass hier eine körperliche Ursache zugrunde liegt. Nach meinen ewigen Recherchen aufgrund der Inaktivität und dem Desinteresse einiger Ärzte stoß ich auf Mitochondriopathien oder Morbus Pompe als zutreffend. ALS und andere MNE passen eher nicht. Dystrophien passen für mich auch nicht so ganz.
    Wie sollte ich weiter vorgehen? Welcher Facharzt? Kommen euch bei den Symptomen Ideen?

    Ergänzung:
    Seit April 2020 ist an meiner linken Pectoralismuskulatur ca 1/3 wegatrophiert, kein Neurologe (inkl. Muskelsprechstunden) kann sich erklären warum. Vor Allem weil die Atrophie wie mit nem Messer gerade geschnitten aussieht.

    #2
    Weitere Ergänzung:
    Durch Sport "bessert" sich aber auch nichts. Nirgends Muskelverspannungen oder sonstwas, ich bin butterweich und entspannt.
    Zunehmen habe ich beim Sport das Gefühl, dass meine Atmung nicht mehr richtig arbeitet. Ich atme nicht hechelnd, aber das Atmen selber fühlt sich durchaus anstrengender an.

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      #3
      Ja das ist eine sehr ausführliche Vorstellung hier .
      Es gibt sehr viele die genau deine Symptome kennen aber eben keine Diagnose bekommen
      Ich inklusive !!Bin gerade im Moment auf Reha weil ich einfach nicht mehr kann ich kenne diese Fatique sehr gut ,mir wurde auch eben schriftlich bestätigt das meine linke körperhälfte sich verschmächtigt ,sowie meine Po Muskulatur.
      Mit dem Atmen habe ich seit langem Probleme und es wird immer schlechter wen auch nur langsam .Und ja auch ich habe überall Muskelzucken .Was ich noch sagen kann ist das bei mir eine Small Fiber Neuropathie diagnostiziert wurde .
      Ich kann dir leider nicht viel mehr an ratschlägen geben

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        #4
        Welche Symptome führten dich genau zur Smallfiberneuropathie? Meine Muskulatur hat sich bis dato nicht verändert, ich bin sogar dazu in der Lage Kraft aufzubauen (Maximalkraft)

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          #5
          Brennen, Missempfindungen ,Fatique ,Atemprobleme ,sowie ein unregelmäßiger Haarausfall an den Beinen im Sockenbereich !!!

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            #6
            Hallo,

            M. Pompe halte ich für eher unwahrscheinlich - der macht, soweit ich weiß, keine sensiblen Symtome. Und da würdest du schwerlich deine Maximalkraft entwickeln können. Der macht doch eher manifeste Schwäche. Aber du könntest es sicherheitshalber trotzdem ausschließen lassen, geht ganz einfach mit einer Blutabnahme.

            Wie wurde die transverse Myelitis genau ausgeschlossen? Hast du dich dazu eingelesen, speziell auch zur Diagnostik? Ich finde, das würde von der Symptomatik gar nicht mal so schlecht passen (hab aber nur gerade oberflächlich drübergelesen). Ich denke, an deiner Stelle würde ich da dranbleiben und einfach zusehen, dass sorgfältig in diese Richtung untersucht wird. Eben weil es ja schon Fälle in der Familie gibt.
            Wenn das wirklich sauber ausgeschlossen ist, würde ich primär in Richtung Neuroimmunologie denken… wenn es schon Autoimmunerkrankungen in der Familie gibt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, selbst an einer zu erkranken. Vermutlich weißt du das eh… Daher würde ich erstmal an das Naheliegende denken, bevor ich woanders ansetze (wobei in der Medizin natürlich alles möglich ist, daher kann man natürlich auch die anderen Dinge im Auge behalten).

            Liebe Grüße

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              #7
              Liquor, MRT mit Kontrastmittelgabe, ENG, evozierte Potenziale. Wurde gezielt ausgeschlossen.
              Auch passt die Symptomatik rein chronologisch nicht.

              Vielleicht hat ja noch jemand Ideen.

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                #8
                Sturm
                ich hab exakt die gleiche Problematik inklusive SFN .

                Gast
                würde boriose ausgeschlossen?

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                  #9
                  benny2013 Ja das weiß ich ,dein Verlauf ähnelt sehr mit meinem oder umgekehrt .Du wolltest nochmal,s Diagnostik machen vor kurzem ,hast du das in Angriff genommen ?Ich bin. gerade auf einer Neurologischen/Orthopädischen Reha ,hier wird aber keine Diagnostik betrieben sondern nur symptomatisch behandelt .

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von Sturm Beitrag anzeigen
                    benny2013 Ja das weiß ich ,dein Verlauf ähnelt sehr mit meinem oder umgekehrt .Du wolltest nochmal,s Diagnostik machen vor kurzem ,hast du das in Angriff genommen ?Ich bin. gerade auf einer Neurologischen/Orthopädischen Reha ,hier wird aber keine Diagnostik betrieben sondern nur symptomatisch behandelt .
                    Ja wollte ich , trotz des Aufnahmetermins wurde ich nach Hause geschickt mit der Begründung es sei nicht neurologisch, anschließend wollt ein Neurologe der Ambulanz meine Unterlagen intern in der Uni Abteilung für seltene Erkrankungen weiterreichen aber nichts mehr gehört.
                    Meine Hausärztin meint die wollen mich los werden weil sie nicht weiterwissen.

                    Fakt ist aktuell herrscht Stillstand, die Atmung hat sich nochmals verschlechtert.

                    Versuche es mit Medikamenten auszuhalten das ist nicht einfach, da ich keine Hilfe bekomme dosiere ich mir die Medikamente selbst , anders ist das nicht auszuhalten.
                    Nehme nur Doxepin, das bewegt sich mittlerweile Richtung kritischer Zustand, Fakt ist die Vorderseite der Halsmuskulatur ist deutlich zurück gegangen, naja mache das Beste draus.

                    Beim letzten ambulanten Termin hab ich gefragt ob ich auf Grund des Zustands möglicherweise bewusstlos werde wenn die Atmung schlechter wird da hieß es das wäre gut möglich.

                    Fakt ist es geht nichts mehr voran , Versuche selbst damit klarzukommen aber aufgrund der Dyspone sehr, sehr schwer.

                    Gruß
                    Zuletzt geändert von benny2013; 01.09.2023, 11:39.

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                      #11
                      benny2013 auch mit macht die Atmung erhebliche Probleme deswegen bin ich auch auf Reha momentan ,mir wurde so eben in Aussicht gestellt das ich aus der Reha entlassen werde mit der Empfehlung der Frühzeitigen Rente ,unter 3 Std arbeitsfähig .Aber da hab ich noch ca 4 Wochen vor mir .Nur habe ich einen Fehler gemacht,ich binn nicht aus dem Krankenstand in die Reha sondern von der Arbeit ,das wäre zb ein Anlass für die Rentenversicherung die Rente nicht zum genehmigen ,das heißt ich muß wo möglich nochmal eine Reha beantragen wo ich dann aus dem Krankenstand eingewiesen werde das ist alles so zum kotzen unglaublich Hauptsache wir schicken Milliarden in die Ukraine

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