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Unfall2023 mit SHT, jetzt ASL Angst

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    Unfall2023 mit SHT, jetzt ASL Angst

    Hallo, ich hatte Anfang Oktober 23 einen Unfall mit Schädelhirntrauma, kurzes Koma, Hirnsonde. War 30 Tage im KH , im Februar 24 sechs Wochen auf Reha. Habe zittrige schwache Beine, Fusshebeschwierigkeiten vor allem beim Treppesteigen, einmal sogar gestürzt,gefühlte Blockade in der Hand rechts, zb beim Türe aufschließen,Sehstörungen durch Doppelbilder, hat alles erst nach dem KH angefangen. Nach der Reha fingen Faszikalutionen am Bauch , in den Oberarmen, weniger an den Oberschenkeln an, seither sind sie ständig. Dazu kommt ein inneres Vibrieren im Unterleib ( als hätte ich ein Handy verschluckt) , dieses Vibrieren ist ständig und auch in der Nacht. Seit gestern vermehrt Schlucken als ob Speichel nicht abläuft und ständiges Räuspern, vor allem morgens, immer mehr Schlafstörungen, aber extreme Müdigkeit tagsüber. Es könnte alles von der Hirnblutung kommen, können Motoneuronen dort so beschädigt worden sein? Ich nehme Magnesium, Vitamin D, Kalzium, Vitamin B,Passionsblume, sogar Weihrauch. Meine Ängste nehmen überhand, wären das nicht Symptome einer ALS? Das Vibrieren und das Muskelzittern machen mich verrückt. Kann mir jemand etwas dazu sagen?

    #2
    ALS Angst meinte ich. Bin weiblich, 54 Jahre alt.

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      #3
      Hallo,

      Erstmal willkommen hier im Forum - Du bist mit Deinen Symptomen nicht alleine; leider.

      Hast Du denn Deinen Neuro schon informiert und befragt diesbezüglich? Hattest Du vielleicht sogar ein EMG in der Nachsorge? Wie sind Deine Reflexe? Wurden Deine Schwächen diagnostiziert? Wenn "nein", dann rate ich klar dazu, dies umgehend zu tun... wir sind (praktisch) alles Laien hier und keine Ärzte. (Auch wenn ich Dir noch so gerne helfen würde.)

      Alles Gute Dir

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        #4
        Hallo und danke Dir... es wurde ausser etlichen CT nach dem Unfall letztes Jahr jetzt vor drei Wochen ein MRT gemacht, aber wegen Verdacht auf Hydrocephalus. Nicht wegen Verdacht auf ALS, das wurde nicht untersucht. Deswegen und diesbezüglich wurde auch eine Lumbal Punktion letztes Jahr gemacht, keine Marker wurden untersucht. Kein EMG, Reflexe wurde händisch getestet von einer Ärztin im Januar.Ich habe meine Angst wegen ALS auf der Therapie angesprochen, aber die Ärzte haben nicht reagiert. Sie wussten noch nichts wegen dem Muskelflattern und den Vibrationen. Mein Hausarzt weiss von meiner Angst. Hatte ihm eine email geschrieben, kann wegen der Sehstörungen nicht hin. Darauf reagiert er nicht.

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          #5
          Und Neurologe musste ich erst suchen. Ersttermin ist leider erst November 24.

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            #6
            Wenn du beim Arzt schon von deiner ALS Angst erzählst, dann wirst du kaum ordentliche Untersuchungen bekommen. Für die Ärzte ist der Fall dann klar.
            Du solltest zu einem unvoreingenommenen Neuro gehen, nüchtern über deine Beschwerden berichten und dann wirst du adäquat untersucht. Kannst du nicht über das KH wo du seit dem Unfall angebunden bist, einen früheren Termin urgieren?

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              #7
              Zum Klinikum kostet mich rund 600 Euro mit dem Taxi... wurde damals mit dem Rettungshubschrauber gebracht. Ich könnte in die Schweiz, das ist nahe hier, werde dort aber alles bezahlen müssen. Nicht so toll, da ich schon 6 Monate Krankengeld beziehe...

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                #8
                Hmm… ist St Gallen oder Basel nah? Da gibt es gemäss google jeweils eine ALS Clinic/ Muskelambulanz o.ä.
                Zuletzt geändert von hansmeister; 15.03.2024, 19:50.

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                  #9
                  Bitte mach dir keine Sorgen wegen ALS. Dein Körper und Geist haben bei/nach dem Unfall einiges durchgemacht. Wie du selbst sagst, kann das sicher einen Teil der Symptome erklären. Du heilst immer noch, das braucht viel Zeit. Und deine Symptome legen eine ALS wirklich nicht nahe, das klingt komplett anders. ALS würde z.B. nicht gleichzeitig mit Schluckbeschwerden und Schädigungen in beiden Beinen anfangen.
                  Das innere Vibrieren ist etwas, das ich noch von niemandem mit ALS gehört habe, sehr oft aber von Menschen mit starken Ängsten und Anspannung. Und auch ohne eine ausgewachsene Angststörung kenne ich das phasenweise in Zeiten von großer seelischer Anspannung, kombiniert mit Stress und zu wenig Schlaf.
                  Ein Intensivstationsaufenthalt und Koma machen was mit Menschen, oft auch psychisch. Das war ja im wahrsten Sinne des Wortes ein Trauma. Vieles was du beschreibst, dürftest du unter der Bezeichnung Post-Intensive-Care-Syndrom wiederfinden, inklusive Schlafproblemen und Angststörungen. Du hast genug reale Auslöser für mögliche Probleme, bitte suche dir nicht noch einen neuen mit ALS dazu. An der Stelle kannst du dir Kraft und Kohle für Diagnostik sparen und lieber in irgendwas investieren, was sich gut anfühlt und dir Freude und Aktivität bringt.

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                    #10
                    Ich bin nahe Basel. Blixa du hast recht, ich hab schon ein Trauma durch den Unfall und kann froh sein, dass ich bisher nicht schon als richtiger Pflegefall geendet bin... dass die Vibrationen nicht typisch sind, ist auch beruhigend. Alle anderen Folgeerkrankungen würden bei ALS auf einen schnellen Verlauf hindeuten. Ich möchte mein Leben noch geniessen, nicht in Angst versinken.... das schadet mir so zusätzlich, die Angst.

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                      #11
                      Hatte leider das mit den Vibrationen in einem Podcast gehört. Da wurde gesagt, der Betroffene hatte immer eine Grundspannung gespürt....

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                        #12
                        Zitat von Unfall2023 Beitrag anzeigen
                        ... das schadet mir so zusätzlich, die Angst.
                        Bekommst du denn derzeit Psychotherapie, um alles erlebte und die aktuellen Einschränkungen zu verarbeiten? Könnte mir vorstellen, dass das dir helfen könnte zu lernen mit der Angst umzugehen.

                        Bitte keine ALS-Podcasts hören, vor allem nicht, wenn es um persönlich erzählte Einzelfälle geht. Vielleicht hatte der gute Mann auch Schuppen, das muss aber im Umkehrschluss nicht auf eine tödliche Erkrankung hindeuten.

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                          #13
                          Hallo, ich bekomme keine Psychotherapie, das wäre wahrscheinlich sinnvoll und eine Hilfe. Gestern hatte ich einen guten Tag ohne Angst, vielleicht auch, weil ich deinen Kommentar gelesen hatte. Heute ist alles umgeschlagen, es geht mir nicht gut und wieder Gedankenkarusell. Vielleicht sollte ich meinen Hausarzt ansprechen auf Antidepressiva.

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                            #14
                            Sinnvoll wäre das vermutlich selbst für einen kerngesunden Menschen. Das ist wie Massage, schaden dürfte das niemandem.
                            Mach das, sprich mit deinem Hausarzt, schau (an einem guten Tag) nach Therapie. Wenn Wege für dich problematisch sind, vielleicht gibt es auch ein Onlineangebot oder eine Selbsthilfegruppe.

                            Speicher dir den guten Tag ab, wenn es schonmal besser war, kann es schnell, immer wieder und irgendwann dauerhaft gut werden.

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                              #15
                              Ja, da hast du recht. Jetzt hatte ich auch noch die erste Nacht, in der ich im Bett lag und nicht mehr gefühlt atmen und meine spucke schlucken konnte... gefühlt konnte ich nicht mal meine Zunge bewegen. Ich war bis um halb eins nachts deswegen und habe die ganze Zeit gehustet und geräuspert. Habe für morgen deswegen einen Termin beim HA gemacht.

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