Es wurde keine Differentialdiagnose gestellt. Leider kann einem ja auch nach einer Diagnose nicht geholfen werden. Prof. Ludolph kommentierte die gesteigerten Reflexe nicht. Ich kann seine Vorgehensweise ja verstehen. Er muss warten bis er es sicher diagnostizieren kann und versucht es so lange wie möglich hinauszuzögern....im Sinne des Patienten...solange man im Ungewissen ist kann man Hoffnung haben. Das betrifft umso mehr Angstpatienten...man weiss ja nicht wie diese nach einer Verdachtsdiagnose reagieren....da wollen sich die Ärzte ganz bestimmt keine Vorwürde machen. Mit der Angst muss man so gut es geht leider Leben bzw. sucht sich psychologische Hilfe. auf meine Bitte doch wenigstens eine Blutuntersuchung zu machen (bei meinem 2. Termin bei ihm) hat er sich überreden lassen es auf Antikörper die bei manchen beningnen Faszikulationssyndromen vorkommen zu machen....leider wurden keine solchen Antikörper gefunden. Tiefer in diese Antikörpermaterie bin ich aber auch nicht eingestiegen. Der Antikörper der auf ALS hinweist wurde explizit nicht untersucht.....damit man nicht weiter verunsichert wird.
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Welcher Antikörper, der auf ALS hinweist?? Wäre mir neuZitat von Marillian Beitrag anzeigen. Tiefer in diese Antikörpermaterie bin ich aber auch nicht eingestiegen. Der Antikörper der auf ALS hinweist wurde explizit nicht untersucht.....damit man nicht weiter verunsichert wird.
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Autoantikörper gegen muskuläre L-Typ-Calciumkanäle wurden erstmals mittels Elisa bei ver-
schiedenen neurologischen Erkrankungen untersucht (Smith et al. 1992). Sie fanden sich sehr
häufig bei Patienten mit amyotropher Lateralsklerose (75 %), Lambert-Eaton-Syndrom (66 %)
sowie auch bei Guillain-Barré-Syndrom (20 %). ........
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Marillian
Als zuverlässiger Marker hat er sich wohl (leider) nicht durchgesetzt da zu kontrovers in der Studienlage
‘Diese Befunde wurden insbesondere hinsicht-
lich der Antikörperprävalenz bei Patienten mit amyotropher Lateralsklerose angezweifelt (Engel
1993; Wierzbicki 1993). Sie ließen sich bei nachfolgenden Untersuchungen nicht bestätigen
(Arsac et al. 1996). Weitere Untersuchungen mit einem funktionellen Assay (Hemmung der
Dopaminfreisetzung aus L-Typ-Calciumkanälen in PC12-Zellen) sprachen wiederum dafür,
dass bei Patienten mit amyotropher Lateralsklerose Autoantikörper gegen L-Typ-
Calciumkanäle vorkommen (Offen et al. 1998).‚
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hansmeister
Er ist ja auch nur ein Puzzleteil...wenn dieser Antikörper gefunden wird spricht dies zumindest für eine sehr ernste Erkrankung und wenn dann auch die Klinik dazu passt wird es immer enger...Die allerwenigsten Antikörper sind für sich alleine genommen in der Lage eine Diagnose zu stellen (leider).
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Marillian
Also kein mir bekannter ALS Score (El Escorial, Awaji, etc.) berücksichtigt irgendein Blutwert - aber es geht hier ja eher um die Geschichte von Lahe
Lahe
bin voll bei kadan - BFS ist viel mehr wie ‚ein bisschen zucken‘, da sind Reflexauffälligkeiten neben vielen weiteren Symptomen an der Tagesordnung und ‚lebhafte Reflexe‘ sind noch lange keine ALS
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hansmeister
Kein Score berücksichtigt den NfL Wert. Es ist ja nur eine Zusatzinformation....auch Faszikulationen sind nicht für die Diagnose notwendig, können diese aber stützen bzw. den Arzt dazu bewegen in Richtung ALS zu denken. Übersteigerte Reflexe gehören mit Sicherheit nicht zum BFS egal was in diesem BFS Forum geschrieben wird. Aber egal, für Lahe ist das momentan alles nicht von Bedeutung.
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Marillian
Du hast bei mir schon von ‚lebhaften Reflexen‘ gelesen? Die kommen definitiv vor bei Gesunden, BFS und vielenvielen anderen Erkrankungen und sind nicht zwingend ‚pathologisch gesteigert‘.
‚Lebhafte Reflexe sind u.a. durch eine niedrige Reizschwelle gekennzeichnet und können auch physiologisch vorkommen.‘
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hansmeister
Aber in Kombination mit BFS muss jeder Neurologe an etwas anderes denken...Motor neuron disease....und sollte diesem Anfangsverdacht auch nachgehen....wenn es sich dann doch als BFS rausstellt (viel unwahrscheinlicher als eine Motoneuronerkrankung) dann ist ja alles in Butter...bzw. benigne :-)
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