Ich hatte dir ja einen Tipp gegeben, aber das scheinst du ja zu ignorieren.
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Was meinst du genau? SFN?Zitat von kadan Beitrag anzeigenIch hatte dir ja einen Tipp gegeben, aber das scheinst du ja zu ignorieren.
Ich habe am 12.2. einen Termin zur Untersuchung der Schilddrüse, da wollte ich das Thema ansprechen.
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Die Ultraschalluntersuchung macht mein Hausarzt, bei uns gibt es im Umkreis von 200 km keinen Schilddrüsenarzt mehr.Zitat von kadan Beitrag anzeigenIch denke nicht, dass ein Arzt für die Schilddrüse der richtige Ansprechpartner für SFN ist. Da braucht es schon einen kompetenten Neurologen.
Mein Problem ist echt der Kopf, ich bekomme den Gedanken noch nicht raus und finde noch keinen richtigen Weg, mich selber zu beruhigen.
Deshalb tut mir der Austausch hier auch gut. Man ist oft mit seinen Gedanken und Gefühlen allein gelassen, fühlt sich nicht ernst genommen, kann Symptome nicht richtig einordnen, wenn man nicht wieder googeln will.
Aber ich habe es nunmal gemacht und nun bekomme ich es nicht aus dem Kopf.....
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Deshalb wollte ich mit meinem Hausarzt sprechen.Zitat von Angstlotte Beitrag anzeigenEinen Neurologen zu finden ist hier auch nicht leicht. Ich fahre 40 km.Meiner schickt mich immer in die angeschlossene Klinik, der Chefarzt dort hat mein EMG und die NLG gemacht, der wird mich sicher nicht nochmal sehen wollen.
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kann die solche Schwierigkeiten machen? Ich bin schon in Behandlung, habe es ja versucht zu akzeptieren, war in einer Tagesklinik, sehr gerne übrigens. Aber seit ich wieder in meinem Alltag bin, wird es körperlich und im Kopf schlimmer.Zitat von Anjol Beitrag anzeigenkadan
Ich will dir nicht zu nahe treten aber es hat nicht jeder hier eine SFN. Es gibt auch noch andere „Erkrankungen „ obwohl es bei Angslotte eher wahrscheinlich eine Somatoforme Störung ist.
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Ja, leichte Depression.Zitat von Blixa Beitrag anzeigenGab es denn noch Begleitdiagnosen, Depression z.b?
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@Anjol,
natürlich hat nicht jeder eine SFN, aber bei entprechenden neurologischen Symptomen und EMG, ENG und klinische Untersuchung o.B., sollte man diese zumindest in Betracht ziehen.
Somatoforme Störung halte ich für unwahrscheinlich. Die äußern sich in der Regel anders. Aber sie wird gerne von Ärzten benutzt, wenn sie nichts finden.
Und sie kann auch nur von einem Facharzt für somatoforme Störungen diagnostiziert werden und nicht von jedem beliebigen Arzt, dem gerade nichts bessere einfällt.
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kadan
Klar ist es richtig das diese Diagnose „Psychosomatisch“ auch nicht immer zutrifft , es gibt sie aber. Und die können sich beispielsweise bis zu einer kompletten Lähmung einer Extremität führen. Ein Neurologe kann die Diagnose doch schon stellen weil er in seiner Facharzt Ausbildung ein Jahr in einer Psychiatrischen Klinik arbeiten muss. Deswegen war dieser Fachbereich auch früher nicht getrennt Neurologie und Psychiatrie. Es hängt da sehr viel zusammen. Alte Fachärzte heißen nicht umsonst Facharzt für „Nervenheilkunde“.
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Nun, ich sehe das komplett anders als du. Die Diagnose wird auch von Neurologen gerne gestellt, weil sie nicht weiter wissen. Auch somatoforme Störungen haben Ursachen. Nach denen wird aber den Neuros nie gesucht. Aber ich denke nicht, dass diese Diskussion Angstlotte weiterhilft, von daher sollten wir sie hier auch beenden.
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Warum schreibst du sowas nicht in einem deiner x eröffneten Threads, die vor jedem Zucken nur so strotzen?Zitat von Angstlotte Beitrag anzeigen
Ja, leichte Depression.
Sowas passiert hier ständig und es macht mich fuchsig. Leute lassen aktiv die wohl wichtigsten Komponenten ihrer Krankheitsgeschichte aus, vermutlich wegen (gefürchteter) gesellschaftlicher Stigmatisierung und der hier so oft zitierten Angst "auf die Psychoschiene abgeschoben zu werden". Stattdessen seitenweise Berichte über Facharztbesuche und Blutwerte.
Das ist ungefähr so absurd, wie wenn Leute mit einer Krebsdiagnose Angst hätten "auf die Onkoschiene abgeschoben" zu werden.
Im Grunde kann es mir egal sein was du und andere hier im Forum preisgeben und was nicht. Aber ich glaube es zeigt, dass manche auch ihren Ärzten gegenüber nicht immer ein Gesamtbild liefern, sondern nur das erzählen, was sie denken, was für sie wichtig ist.
Das führt nicht zu besseren Diagnosen. Wenn ihr vom Arzt als ganzer Mensch gesehen werden wollt, müsst ihr euch erstmal selbst als solch einer sehen. Und Depression macht alles, wirklich alles, wirklich immer, schlimmer. Jeder Schmerz, jeden Gedanken, jedes Symptom.
Egal ob die Krankheit eine körperliche Ursache hat oder nicht, es sollte immer ganz oben auf der Prioritätenliste stehen Depression zu behandeln. Die Lebensqualität von ALS Patienten dürfte sich drastisch unterscheiden, wenn sie geistiges gesund oder depressiv sind. Im Durchschnitt haben ans Bett gebundene ALS Erkrankte eine höhere Lebensqualität wie schwer depressive Personen.
Das wundert mich überhaupt nicht. Aber es wundert Leute mit Depression, weil man sich in diesem Krankheitsbild Hoffnung schon gar nicht mehr vorstellen kann.
Das ist halt schwierig, wenn genau der Apparat erkrankt ist mit dem man seine eigene Situation beurteilt. Und deshalb darf man seinen Gedanken nicht immer trauen, sondern muss sich auch auf andere verlassen. Auf Ärzte, auf Umfeld, manchmal sogar auf Wildfremde im Internet. Wenn einem jemand sagt "Bleib' dran, hab' Geduld, lass dich auf den Prozess wirklich ein", dann ist das nicht der schlechteste Rat. Ich bin froh, dass du in psychiatrische Behandlung bist und Amitriptylin nimmst. Auch sehr gut, dass du schon die Tagesklinik-Therapie gemacht hast. Bleibt da dran und miss dem bitte mehr Bedeutung bei als jedem verdammten Zucken. Und wenn es dir unbewältigbar erscheint in zwei Wochen wieder arbeiten zu gehen, dann lass dich bitte wieder krankschreiben.
Zum Abschluss noch eine kleine Story. Ein Freund von mir hat vor Jahren seine Mutter verloren und lit seitdem, von ihm vermutlich fast unbemerkt, an sogenannten leichten Depressionen. Der war immer brav arbeiten, der hat auch was mit Freunden gemacht, der hat im Grund genommen halbwegs "funktioniert". Aber das lähmt bei so vielen Dingen im Leben, der war nach der Arbeit meistens einfach nur bleischwer müde und irgendwann hat es ihn, als er nur mal fünf Tage Urlaub und Zeit zum Nachdenken bei Spaziergängen hatte, mal umgefaltet und er war eine Weile krankgeschrieben. So hat er endlich Psychotherapie angefangen. Das ging dann ein, zwei Jahre so, er hatte sich wieder stabilisiert, er hat wieder funktioniert, aber im Grunde ging es ihm nicht wirklich besser. Und dann hat es ihn wieder komplett zusammengefaltet, diesmal mit Panikattacken, seine Ärztin hat sofort reagiert, ihn lange krankgeschrieben und sich darum gekümmert dass er eine stationäre Therapie in einer psychosomatischen Klinik macht. Die Panikattacken waren das Signal seines Körpers, das er gebraucht habe, um sich endlich mal Zeit für seine Psyche zu nehmen. Der Klinikaufenthalt war richtig gut, das hat irgendwas in Bewegung gesetzt, was jetzt auch noch in Bewegung ist. Erst nach dieser Therapie hat es richtig angefangen zu arbeiten, der wurde damit so vielen Ideen und Selbsterkenntnissen geimpft, dass er danach erst richtig angefangen hat von der wöchentlichen Psychotherapie zu profitieren, weil er sich öffnen und an sich arbeiten konnte. Denn nur dass man hingeht, heißt noch nicht, dass es gerade funktioniert. Man muss sich darauf einlassen sich ein bisschen auseinanderbauen zu lassen und das kann sehr schmerzhaft sein und viel aufwühlen. Und das braucht einfach viel, viel Zeit.
Das Gute ist, er hat eine behandelbare Krankheit. Und das ist auch das Gute daran, dass du weder ALS noch eine andere schwerwiegende Krankheit hast, bei der einem kaum Lebenszeit bleibt. Du hast Zeit dich um das zu kümmern, was du hast. Und jede Erkrankung, die einem den Zwangsgedanken in den Kopf setzt, lieber sowas wie ALS zu haben, bei dem man ohne Möglichkeit auf Heilung in kurzer Zeit stirbt, ist jede Aufmerksamkeit wert.
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