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Angst vor ALS

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    Angst vor ALS


    Im Sommer letzten Jahres begann, nach einer Wurzelbehandlung beim Zahnarzt, mit Betäubungsspritze und anschließender provisorischer Überkronung, mein Augenlid zu faszikulieren. Zunächst partiell und einseitig, dann an Intensität stark zunehmend und partiell beidseitig.

    Nach ca. 3 Monaten breiteten sich die Faszikulationen auf beide Beine (Waden), später auch Unterarme aus.

    Hinzu kamen partiell Kribbelparästhesien, zunächst im Gesicht - im weiteren Verlauf überall. Manchmal ein Gefühl der Unruhe wie ein flirren, schwer zu beschreiben..

    Zwei-dreimal hatte ich auch ein Gefühl wie schmerzhafte kleine Nadelstiche, wie elektrisch (schwer zu beschreiben) neben der Wirbelsäule.

    Schon seit 3 Jahren leide ich immer mal wieder an Krämpfen in den Zehen, fast Spastiken die für ca. 10 Minuten, selten länger anhalten. Vor ca. 3-4 Monaten begannen die Fingerspitzen an jeweils einer Hand zu verkrampfen. Dies jedoch bislang nur ca. 3-4 mal.

    Eine neurologische Untersuchung der Kraft und Reflexe, sowie eine Elektroneurografie waren unauffällig.

    Im weiteren Verlauf fielen mir partiell Dinge aus der Hand. Warum, konnte ich mir nicht erklären.

    Seit ca. 2 Monaten kommt zeitweise ein starkes Zittern meiner Hände und seltener meiner Wadenmuskulatur hinzu. Dies geschieht auch morgens direkt nach dem Erwachen, wenn ich bspw. das Handy greifen möchte, um den Wecker abzustellen. Das Zittern der Hand ist sehr schnell und völlig unkoordiniert.

    Auf mein Fragen danach, hat mein Arzt mir eine Überweisung zum MRT des Schädels und HWS ausgestellt. Diese steht noch aus.

    Eine Blutuntersuchung, vor allem aber auch eine Elektromyografie wurde bislang nicht gemacht.

    Meine Frage an alle Erfahrenen hier ist, kann eine ALS ohne EMG sicher ausgeschlossen werden? Oder anders, stimmt es dass eine ALS mit einer unauffälligen ENG sicher ausgeschlossen werden kann?

    Fallen Euch vielleicht andere Erkrankungen zu diesem Beschwerdebild ein?

    Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

    Viele Grüße

    Mar


    Zuletzt geändert von Mar153; 18.06.2025, 04:52.

    #2
    Hallo Mar, mit dem was du beschreibst, gibt es überhaupt gar keinen Grund ALS auch nur ausschließen zu wollen, weil nichts an ALS erinnert. Du hast in der Hauptsache sensible und symmetrisch auftretende Symptome, keinerlei Kraftverlust oder Funktionseinschränkungen.
    Arbeite weiter mit deinen Ärzten zusammen und versuche bitte nicht so viel zu googeln, das kann einen ganz auf ganz hässliche Ideen bringen, die Symptome psychosomatisch sehr verstärken können.

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      #3
      Mar153 Hallo. Das Leitsymptom der ALS ist die zunehmende Muskelschwäche bis hin zur Lähmung. Begleitet wird dies in der Regel von einer Muskelatrophie (Motoneuron 2 betroffen) oder einer spastischen Lähmung (Motoneuron 1 betroffen). Dabei gibt es natürlich Übergangsformen in allen möglichen Varianten. Bei der typischen ALS (also nicht den Sonderformen wie PLS etc.) zeigen sich im Laufe der Erkrankung typischweise Zeichen des 1. und 2. Motoneurons nebeneinander.
      Die ALS gilt immer noch als überwiegend klinisch diagnostizierbar. Bei Verdacht wird aber unter anderem so gut wie immer ein EMG aller grösseren Muskelgruppen durchgeführt.
      Deine geschilderten Symptome deuten aus momentaner Sicht auf keine Motoneuronerkrankung hin.

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