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Eine Neue, seit 10 Monaten keine Diagnose, hoffe auf Ratschläge oder Ideen

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    Eine Neue, seit 10 Monaten keine Diagnose, hoffe auf Ratschläge oder Ideen

    Huhu!
    Ich habe schon ein wenig im Forum hier gelesen, aber noch nichts wirklich passendes gefunden. Wobei ich auch nicht jeden einzelnen Beitrag vollständig durchgelesen habe. Sind ja doch einige.
    Ich fange einfach mal an zu berichten:

    Ich bin 29 und Studentin aus Darmstadt (Hessen).

    Es fing im August 2013 an. Ohne merkliche Vorgeschichte. Also keine Probleme mit den Muskeln, Sehnen oder Füßen. Allerdings wurde ca 2001 Morbus Crohn bei mir diagnostiziert. Ich war bei einer Freundin im Urlaub, hatte viel Spaß und keinen Stress, merkte aber plötzlich an einem Tag nach dem Aufstehen, dass ich mit der rechten Ferse nicht auf den Boden kam beim Treppensteigen. Klingt komisch.. aber so sehr ich mich anstrengte, ich bekam die Ferse nicht auf den Boden, hatte auch keine Schmerzen dabei. Also erstmal weiter den Urlaub genossen, bin rechts einfach auf dem Fußballen gelaufen oder trug hohe Schuhe, da fiel das kaum auf. Nach zwei Wochen, ich war wieder zuhause, hatte es sich eher verschlechtert als verbessert. Das heißt auch im Laufen bekam ich die Ferse nicht mehr auf den Boden und lief rechts nur noch auf dem Fußballen. Der Hausarzt konnte es sich nicht erklären und schickte mich zum Unfallarzt, in der Vermutung dass es mit der Sehne zu tun hatte. Der Arzt dort ließ ein Röntgenbild vom Sprunggelenk machen, das völlig normal war, tastete alles ab und meinte es wäre für eine Sehnenentzündung auch sehr untypisch, weil die Achillessehne nicht heiß und auch nicht verdickt wäre. Aber um sicherzugehen solle ich mal eine Woche 40mg Prednisolon einnehmen. Habe ich gemacht, es hat aber nicht geholfen. Beim Kontrolltermin meinte er denn es wäre offensichtlich keine Sehnenentzündung und er wüsste nicht was es ist, ich solle einfach abwarten ob es nicht von alleine verschwindet. Toll. Leider kamen zu dem Zeitpunkt Schmerzen hinzu. Überwiegend im großen Fußzeh und strahlten flächig in den Fußrücken aus. Mittig auf dem großen Fußzeh war auch plötzlich eine taube Stelle. Ich wurde vom Hausarzt zum Neurologen geschickt. Dieser vermutete entweder eine Neuropathie, oder eine angeborene Veränderung der Fußanatomie. Ich solle mir in einer Sprechstunde im Krankenhaus einen Termin geben lassen. Fand ich auch unbefriedigend. Also nochmal zu einem anderen Neurologen und dieser wollte erstmal ein paar CTs machen lassen. Über Kontakte bekam ich zum Glück recht zeitnah einen Termin dafür. Es wurde ein Kopf-CT gemacht und auch gleich die gesamte Wirbelsäule in mehreren Abschnitten. Kopf unauffällig, an der Wirbelsäule mehrere Bandscheibenvorwölbungen, wegen angeborener Fehlbildung der Wirbelkörper. Aber die Vorwölbungen sollten eigentlich keine Probleme machen und schon gar nicht die, im Fuß. Ich habe eigentlich auch nie Rückenschmerzen gehabt.

    Der Neurologe wusste nicht weiter, also bin ich nochmal zu einem anderen Neurologen. Dieser hat mich erstmal untersucht, bevor er die ganzen Berichte der Kollegen gelesen hat und er glaubte nicht an eine Polyneuropathie oder andere Theorien der Kollegen. Er vermutete dass die Muskulatur beteiligt war. Er empfahl stationär ins Krankenhaus zu gehen und zwar am besten in eine Uniklinik. Meine Wahl fiel auf Heidelberg.

    Erstmal gab es viel hin und her bis ich einen Termin hatte, trotz Schmerzen. Man wies mich viermal in der Notaufnahme ab, weil es ja kein Notfall wäre wenn es schon länger besteht und Schmerzen wären keine Indikation für eine Aufnahme. Ich hatte noch nie vorher Nervenschmerzen...und ich war sehr froh durch meine Vorerkrankung schon einen Schmerztherapeuten zu haben. Will mir das gar nicht ohne vorstellen.

    Ende November 2013 bekam ich endlich ein Bett in der Uniklinik Heidelberg. Zu diesem Zeitpunkt hatte es aber auch schon am linken Bein/Fuß begonnen. Das heißt ich lief beidseitig nur noch auf Fußballen und musste mich entweder wo festhalten oder lief mit Krücken. Es wurden täglich Untersuchungen gemacht. Erstmal die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen, dann eine ähnliche Messung in der Muskulatur (ihr kennt sicher den genauen Begriff dafür), Bluttests, Urintests, MRT und zum Abschluss noch eine Muskelbiopsie. Sowas muss ich wirklich nicht nochmal haben. (Die Messung in den Muskeln erfolgte nach der Biopsie und auf der anderen Seite, um nichts zu verfälschen)

    Ich durfte nach knapp einer Woche erstmal wieder nach hause, damit die Biopsiewunde heilen konnte und ich Weihnachten zuhause verbringen konnte. In der zweiten Januarwoche 2014 sollte ich nochmal stationär. Hier wurden die Nervenmessungen nochmal wiederholt, auch noch ein paar zusätzliche Muskeln gemessen und es wurde ein spezielles MRT von den Oberschenkeln gemacht, das aber unauffällig war.

    Man wusste nun immerhin in welche Richtung es ging: beidseitige Myositis. Es wurde eine Therapie mit 1000mg Urbason angefangen, was ich zuhause langsam reduzieren sollte. Und ich sollte ihm Zeit geben zu wirken. Ich wurde nach hause geschickt mit einem Gesprächstermin im April, weil dann alle Ergebnisse der Biopsie vorliegen sollten. Die benötigte seltene Untersuchung wird nur im Muskelzentrum der Uniklinik Halle durchgeführt und nur an 2 Terminen im Jahr. Das wäre dann im April. Ich wartete zuhause also ab, nahm weiter Urbason und Schmerzmittel, ging zweimal pro Woche zur Physiotherapie, stellte aber keine Besserung fest.

    Über den Hausarzt erfuhr ich im März dass es für die Nacht Lagerungsschienen gibt und ließ mir welche verschreiben. Links war eine leichte Besserung nach 3 Nächten zu sehen. Rechts war der Fuß schon zu sehr verändert, sodass die Schiene nicht richtig angelegt werden konnte.

    Ich fieberte regelrecht auf den Termin im April hin. Aber leider wurde ich nochmal um 4 Wochen vertröstet weil das Ergebnis doch noch nicht da war. Bei der endgültigen Besprechung dann die Ernüchterung: Man hatte einiges in der Biopsie gefunden, aber keine eindeutige Diagnose stellen können. Es waren Nekrosen zu sehen, es gab Hinweise auf Einschlüsse und auf eine Dysferlinopathie, aber in spezifischen Tests war es dann negativ. Eine Therapie kann man so nicht beginnen, die Urbasontherapie sieht man als gescheitert an...ohne Diagnose möchte man auch keine Op zur Sehnenverlängerung angehen (rechts um 8 cm verkürzt, links um 5cm).
    Die Uniklinik Heidelberg möchte nun nochmal mit dem Muskelzentrum Halle tefelonieren, ob man dort noch eine Idee hat um eine Diagnose zu stellen, oder ob ich dort stationär untersucht werden könnte...aber weiter Prognosen oder Aussichten gibt es erstmal nicht.

    Durch das Urbason und andere Medikamente habe ich zugenommen, mit Schuld ist natürlich auch meine immobile Situation. Kurze Strecken innerhalb der Wohnung sind ohne Hilfe zurückzulegen, wobei ich mich an Möbeln festhalte oder "tippel" um auf der Stelle stehenbleiben zu können, außerhalb sind Kurzstrecken mit Krücken möglich, meist aber mit Schmerzen verbunden und Strecken, die über ein paar Schritte hinausgehen, kann ich nur noch mit Rollstuhl zurücklegen.

    Ich weiß im Moment so gar nicht wem ich vertrauen und glauben soll, nachdem ich mich in das Thema etwas eingelesen habe. Anfangs klangen die Berichte der Ärzte im Krankenhaus so, als ob da eine Entzündung wäre, die man heilt und dann ist alles wieder wie vorher. Je nachdem welche Diagnose gestellt wird, scheint es aber auch möglich zu sein dass eine sehr lange oder durchgängige Therapie notwendig ist und womöglich auch nur um ein Fortschreiten zu verhindern.

    Natürlich habe ich inzwischen noch andere Kliniken angeschrieben um noch mehr Meinungen einzuholen. Unter anderem die DKD in Wiesbaden oder das Zentrum für unbekannte Krankheiten in Marburg.

    Hat irgendjemand noch einen Tipp oder eine Idee? Oder hat/ hatte jemand auch schon solche Beschwerden? Ich höre immer nur wie wahnsinnig selten das ist und dass die Ärzte sowas noch nie gesehen haben, nichtmal in der Uniklinik Heidelberg.

    Ich wäre wirklich über jede Anregung und Idee dankbar.

    Liebe Grüße und alles Gute für euch,
    Jule

    #2
    Hallo Jule.
    Ich kann verstehen, dass du dich so ohne Diagnose völlig allein gelassen fühlst. Du hast jetzt ja auch schon tausend verschiedene Untersuchungen hinter dich gebracht.
    Wenn dein Vertrauen in die Ärzte ein bisschen gelitten hat, was hältst du denn von Ostheopathie oder von Heilpraktikern ? Diese finden manchmal Sachen heraus, womit man im Leben nie gerechnet hätte.
    Habe neulich im Fernsehen bei "Visite" einen Beitrag gesehen, da wollten die Ärzte einem Jungen das Bein abnehmen, weil es immer wieder brach und der Knochen nicht zusammenwuchs. In ihrer Not sind die Eltern mit ihm zu einem Heilpraktiker und der hat festgestellt, dass der Körper des Jungen kein Calcium herstellen kann. Jetzt bekommt es Calcium zugeführt und der Knochen ist wieder heile.
    Und gerade bei Morbus Crohn muss man ja auch darauf achten, dass man alle Vitamine und andere Sachen aus der Nahrung oder anders aufnimmt.
    Ansonsten musst du den Ärzten immer wieder auf die Füsse treten und nicht locker lassen. Ist zwar sehr anstrengend, bringt aber oft etwas.
    Ich wünsche dir, dass du schnell Klarheit hast.
    Noch einen schönen Tag.
    Engelchen
    Wer kämpft, kann verlieren.
    Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

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      #3
      Huhu Engelchen..
      Da hab ich tatsächlich vergessen was zu erwähnen im langen Text. Wenn das schon so ewig geht verliert man ein wenig den Überblick. Ich bin wegen dem Morbus Crohn sowieso neben der Schulmedizin bei einer Heilpraktikerin und einer Homöopathin und ich war im März noch zusätzlich bei einem Osteopathen. Der Osteopath hat auch erst nochmal eine Blutuntersuchung gemacht (er ist auch Hausarzt). Im Krankenhaus wurden ja auch schon alle Vitamine und Nährstoffe überprüft und da war alles in Ordnung, im März war dann aber Vitamin D und B12 sehr niedrig, deutlicher Mangel. Es wird vermutet dass das durch die Cortisontherapie kam. Zu dem Zeitpunkt hatte ich wirklich gehofft dass ich einfach den Mangel ausgleiche und sich etwas bessert. Habe dann erstmal ne Weile hochdosiert täglich Vitamin D genommen und mir B12 wöchentlich gespritzt, inzwischen wieder alles im Normbereich und keine Verbesserung was das eigentliche Problem angeht. Die Heilpraktikerin und die Homöopathin haben bisher auch noch nichts gefunden was deutlich geholfen hätte. Natürlich hatte ich das Gefühl dass manches gut tut und mir alleine dadurch hilft dass ich mal abschalten und entspannen kann. Das wiederholen wir dann auch immer wieder mal. Aber eine Veränderung ist nicht so sehen und auch die Physiotherapeuten versteht es nicht dass sich seit 10 Monaten nichts tut.

      Aber danke schonmal für die Ideen!
      Ich Dummchen hatte nur vergessen das zu erwähnen *g*
      Schönen Tag noch!
      Jule

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        #4
        Mal ein kleines Update:
        Zur Zeit liege ich wieder in der Uniklinik Heidelberg.
        Leider waren bei der letzten Blutkontrolle beim Hausarzt die Entzündungswerte so hoch dass er mich sofort zur Vorstellung ins Krankenhaus geschickt hat und man mich gleich dabehalten hat. Dieses Mal sind es die Oberarme, die zusätzlich sehr heiß und druckempfindlich sind. Es wird vermutet dass das ein Schub der noch nicht endgültig diagnostizierten Muskelerkrankung ist. Nach Untersuchung der Biopsie ist der derzeitige Verdacht Dysferlinopathie, wobei die Symptome bisher nicht richtig dazu passen. Aber es gibt ja auch Ausnahmen.

        Ich bekomme jetzt erstmal wieder Infusionen mit 1000mg Urbason. Geplant sind 3-5 Tage, insofern die Entzündungswerte dadurch sinken. Einen Plan B gibt es bisher nicht. Wenn die akute Problematik im Griff ist heißt es warten bis im Muskelzentrum Halle ein Bett frei ist, weil man dort dann auf irgendeinem Weg die Diagnose festmachen will. Spätestens am 22.7. habe ich dort ein Bett, wobei man derzeit versucht das Ganze noch zu beschleunigen.

        Ich bin weiterhin dankbar für jede Idee oder jeden Hinweis.
        Schönes Restwochenende und Feiertag!
        Jule

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          #5
          Ich melde mich mal wieder zurück um zu ergänzen...womöglich hat ja doch jemand mal etwas ähnliches und wird dann hier fündig!

          Meine Beschwerden sind weiterhin unverändert und bestehen jetzt ungefähr zwölf Monate. Das heißt die Schmerzen werden langsam stärker. Besonders die Knochenschmerzen im Mittelfuß bei Belastung sind morgens nach dem Aufstehen sehr schlimm. Am liebsten würde ich gar keinen Schritt gehen, aber es lässt dann den Tag über ein klein wenig nach. Dennoch vermeide ich unnötige Wege oder nehme zwischendurch auch mal in der Wohnung den Rollstuhl wenn es mal ein schlechter Tag ist.

          Vor einer Woche bin ich aus der Uniklinik Halle zurückgekehrt. Die Ärzte waren dort alle sehr freundlich und kompetent. Waren ein wenig überrascht oder sogar erschrocken wie groß und unschön die Narbe der Muskelbiopsie aus der Uniklinik Heidelberg aussieht. In anderen Krankenhäusern wurden ja auch schon Kommentare dazu gemacht, aber ich wusste bisher nicht wie das normalerweise aussieht.
          Weitergekommen ist man in Halle leider auch nicht wirklich. Es wurden nochmal alle Untersuchungen wiederholt: EMG, ENG, MRT mit Kontrastmittel und wieder eine Muskelbiopsie, wobei auch etwas Muskelfaszie und Haut mitentnommen wurde.
          Es ist nun sicher dass es sich um eine sehr starke Entzündung in beiden Unterschenkeln handelt, aber der Ursprung ist immernoch nicht bekannt. Ich muss nun wieder 8-10 Wochen aufs Biopsieergebnis warten.

          Da bei 3 Therapieversuchen mit Cortison keine kleine Besserung eingetreten ist wäre der nächste Schritt vermutlich eine Immunsuppression stationär im Krankenhaus. Genannt wurde Prograf, wobei das Medikament noch mit meinen Internisten abgestimmt werden müsste. Hat jemand von euch Erfahrung mit sowas? Wie läuft das ab und wie lange dauert sowas ungefähr? (werde ich natürlich in einigen Wochen auch wieder die Ärzte in Halle fragen).

          Tja...positiv erwähnen kann ich lediglich dass die Muskelbiopsie in Halle kaum zu spüren war. Ich war völlig überrascht und hatte die ganze Zeit darauf gewartet dass es richtig los geht und ich die Zähne zusammenbeißen muss wie bei der vorigen Biopsie...aber da waren sie schon dabei zuzunähen. Seltsam dass die Unterschiede so groß sind. Und von dieser Narbe wird nur ein schmaler Strich zurückbleiben, weil die Naht innerlich geführt wurde, im Gegensatz zum letzten Mal.

          Ich melde mich vermutlich das nächste Mal wenn ich zur Ergebnisbesprechung in Halle war und hoffentlich endlich die Diagnose habe!

          Haltet die Ohren steif
          und viele Grüße,
          Jule

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            #6
            Hallo jule,
            hab mich grad schnell druch deine Beiträge gelesen.. hoffe du hast die Biopsie noch gut überstanden. Ich hatte auch schon 2 - die erste war so wie deine 2. unspektakulär und nur dünner strich als Narbe, die 2. unter Narkose aber grausige Naht. Ev. folgt demnächst die 3... hoffe ja eher nicht.
            Drück dir ganz dolle die Daumen, dass du bald eine klare Antwort hast. Ich bin seit 6 Jahren in der Diagnostik.. Beschwerden schon länger, ev. auch schon seit früher Kindheit, dass ist nicht ganz klar.
            Daumen Drück*

            LG SIlke
            LG Silke

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              #7
              Huhu!
              Ich melde mich doch nochmal VOR dem Endgespräch in Halle. Getan hat sich die letzte Zeit eigentlich nichts. Es wird nicht schlechter, aber es wird auch nicht besser. Wobei die Knochenschmerzen im Fußballen und in den großen Fußzehen beim Laufen stärker geworden sind, aber das schiebe ich nicht auf die Entzündung oder Erkrankung an sich, sondern auf die Fehlbelastung seit über 12 Monaten. Die ersten Schritte morgens, oder wenn ich zwischendurch länger die Füße hochgelegt habe sind wirklich schlimm. Ich überlege dann immer ob es eine Alternative gibt und ob ich mich nicht einfach wieder hinlege und gar nicht bewege, aber das geht ja auch nicht und über den Weg wird es dann auch besser.

              Vor ca 8 Wochen wurde ich aus Halle entlassen mit dem Hinweis, dass die Untersuchung der Biopsie 8-10 Wochen dauern kann, wobei man versuchen wird sich zu beeilen. Letzte Woche bekam ich einen Anruf, indem ich darum gebeten wurde ein Dokument auszudrucken, zu unterschreiben und der Uniklink Halle zuzuschicken und zwar eine Einwilligung zu genetischen Untersuchungen. Geplant waren diesen Untersuchungen anfangs nicht und die eigentliche Untersuchung der Biopsie ist bereits abgeschlossen und dem Arztbrief hinzugefügt worden, es wären nun aber doch noch weitere Untersuchungen angesetzt worden. Natürlich habe ich mich beeilt um die Einwilligung so schnell wie möglich abzuschicken.

              Allerdings befürchte ich nun dass bei der Untersuchung der Biopsie wieder nichts eindeutiges oder handfestes herausgekommen ist. Sonst hätte man sich ja damit zufriedengegeben. Im Raum stand ob es entweder eine Entzündung ist, die durch meinen Morbus Crohn entstanden ist, oder vielleicht eine Muskelsarkoidose. Allerdings passen die Symptome nicht wirklich auf eine "normale Muskelentzündung". Bei einer Entzündung kommt es ja nicht unbedingt und auch nicht sofort zu einer Sehnenverkürzung. Offenbar wird jetzt doch wieder in Richtung angeborene/vererbte Muskelerkrankung untersucht.
              Ich hoffe nur am Ende der Wartezeit steht wirklich eine Diagnose.

              Ich werde mich aber nochmal melden wenn ich entweder zum Gespräch in Halle war, oder den abschließenden Arztbrief von dort erhalten habe.

              Euch allen Gute Besserung und alles Gute,
              Viele Grüße, Jule

              P.S.: Danke für deinen Beitrag, Silke! Was hast du denn für Beschwerden, wenn du schon 6 Jahre in der Diagnostikschleife hängst? Gerne auch per PN oder einen Link, falls du auch einen Beitrag hier im Forum hast.

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                #8
                Tja...mal wieder Neues oder eben nicht neues von mir:

                Es ist nochmal schlechter geworden. Das heißt die Sehnen haben sich noch ein wenig weiter verkürzt, also steilerer Spitzfuß und Gang. Außerdem sammelt sich Wasser in den Füßen, aber nicht so dass man es sehen kann, sondern in der Fußsohle, womöglich auch entzündungsbedingt, wodurch beim Auftreten natürlich das Wasser erstmal durch das Eigengewicht des Körpers verdrängt wird und das tut verdammt weh.

                Ich habe gerade auch den Arztbrief aus Halle bekommen. Keine weiteren Erkentnisse, immernoch ohne Diagnose. Man weiß immernoch nicht was genau los ist und auch nicht was die Ursache ist/war. Man zieht jetzt noch einen Spezialisten aus Finnland hinzu, in Deutschland habe ich ja schon alles durch, was bekannt für Muskelspezialisierung ist.

                Es ist wirklich zum verzweifeln.
                Nebenbei versuche ich noch eine Langzeitverordnung für Krankengymnastik Doppelbehandlung und Wärmetherapie bei der Krankenkasse zu erwirken, steht ja sogar im Katalog...aber ihr wisst ja vermutlich wie das ist. Jedes Rezept ein Kampf.

                Ich hoffe es geht euch gut/besser.
                Viele Grüße,
                Jule

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                  #9
                  Hallo Jule, ich hab grad erst deine Frage gesehen. Ich hab Muskelschwäche in Armen und Beine, dadurch weniger Kraft in den Armen und meine Gehstrecke beträgt mx. 300m. Doppelbilder beim Blick nach links, bin sehr schnell müde und erschöpft. Verhärtete Muskeln und Verspannungen im ganzen Rücken. Bei starker Kälte und Hitze kommt es zu Muskelkrämpfen und Spastikähnlichen Zuständen. Hab noch Schluckstörung bei harten Lebensmitteln.. da bleibt mir das Essen im Hals stecken. Hatte in der Kindheit auch ein paar kleine Probleme mit Epilepsie..uvm.
                  EMG ist myopathisch. 1.+2. BIopsie unspezifisch myopathisch verändert. nun Anfang Oktober 3. Biopsie mit V.a. Mito. ICh hoffe nun kommt mal was raus, mit dem man mehr anfangen kann.

                  Hattest du schon Paneluntersuchung.. also genetische Untersuchungen?
                  LG Silke

                  Kommentar


                    #10
                    Huhu!

                    Genetische Tests wurden auch schon gemacht. Wobei ich nicht weiß in welchem Ausmaß, im Arztbrief steht ja nur das Wesentliche. Aber so wie es da geschrieben ist, können sie alles, was auf die Symptome nur halbwegs passen könnte ausschließen. Es wurden offenbar gezielt bekannte Gene auf Defekte untersucht, aber es wurden keine Defekte gefunden. Ist alles sehr kryptisch. Vom MRT her und der Histologie nach sieht es ein wenig nach einer Dysferlinopathie aus, aber genau die wurde nun mehrfach per Labortests ausgeschlossen.
                    Und ich vermute zumindest, dass alle möglichen Tests gemacht wurden. Der Professor, der das überwacht hat, wird schließlich unter Ärzten der Muskelpapst genannt und wenn der aufgibt und das an einen Kollegen im Ausland weiterreicht, wird er sich nicht blamieren wollen, indem er einen simplen Test nicht gemacht hat.
                    Wenn ich das richtig rausgehört habe, hat man jetzt eher die Befürchtung dass es etwas noch nicht bekanntes ist. Das heißt das Problem könnte auf einem Genabschnitt liegen, von dem man bisher gar nicht weiß dass er auch für die Muskulatur zuständig ist oder so. Und das zu bestimmen, wäre dann Aufgabe der Forschung und dafür müssen erstmal Gelder dasein.

                    Aber ich denke lieber in kleinen Schritten. Ich warte einerseits ab...ob es Neuigkeiten aus Finnland gibt und versuche sonst eben alles mögliche zu tun, damit es zumindest nicht schlechter wird...leider ist es das gerade erst geworden...aber wer weiß wie es wäre wenn ich keine Physiotherapie hätte und zusätzlich zuhause selbst noch einiges machen würde.

                    Naja, wenn sich was Neues ergibt, oder eine Antwort gefragt ist, werde ich wieder etwas schreiben. Vielleicht taucht ja irgendwann mal jemand auf, der die gleichen Probleme hat und dann findet er hier vielleicht hilfreiche Informationen. Denn das Internet vergisst nie!

                    Wünsche euch ein schönes Wochenende,
                    Gruß
                    Jule

                    P.S.: Ja..ich konnte bisher nicht schlafen wegen der Schmerzen. Aber ich starte jetzt nochmal einen Versuch.

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                      #11
                      ohweh.. um welch unchristliche Zeit bist du denn noch unterwegs.. zzzz...

                      Ich drück dir ganz dolle die Daumen wegen dem Gentest.. hoffe Finnland hat eine Idee. Ich wart ja auch gerade auf Befunde.. aber meine Biopsie war erst Anfang Oktober.. also noch alles in der Zeit. Gemeinsam wartet es sich eifnach besser!! Kopf hoch Jule! Weiterkämpfen!
                      LG Silke

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                        #12
                        Ich dachte ich schreibe mal wieder ein Update, auch weil ich eine Frage habe und hoffe dass mir jemand darauf antworten kann.

                        Viel Neues gibt es bei mir leider nicht. Ich kann weiterhin nur auf Zehenspitzen laufen und nehme immernoch recht starke Schmerzmittel, damit ich zumindest nur Schmerzen beim Laufen habe und nicht auch im Ruhezustand. Physiotherapie läuft natürlich auch weiter, es sind aber trotz allen Versuchen keine Verbesserungen zu verzeichnen. Zur Zeit ist es sogar wieder etwas schlechter. Allerdings ist eine generelle Verschlechterung zu merken wenn die Physiotherapie wegen Krankheit oder Feiertagen ausfällt. Irgendwie scheint es also doch zu helfen.
                        Inzwischen habe ich auch orthopädische Schuhe bekommen und kann damit recht stabil laufen. Also keine Krücken mehr! Allerdings kann ich nicht sehr weit damit laufen. Bis zum Auto ist es in Ordnung, oder vom Parkplatz ins Wartezimmer beim Arzt...aber für längere Strecken brauche ich leider weiterhin den Rollstuhl.

                        Die Ärzte sind auch noch nicht weiterkommen. In Deutschland ist man nun mit der Diagnostik durch und derzeit laufen genetische Tests. Im Januar bekam ich einen Brief, in dem um eine Blutprobe gebeten wurde und eine Einverständniserklärung für verschiedene genetische Tests. In der Uniklinik Heidelberg wurde das Blut abgenommen und zur Uniklinik Halle geschickt und von dort wird es nach Aufbereitung weiter nach Finnland zu Prof. Udd geschickt. Ich soll mit einer Wartezeit von 3-4 Monaten warten und das sind auch die letzten Tests, die noch möglich sind.

                        Die Fakten bisher sind: Es handelt sich definitiv um eine beidseitige Myositis der Unterschenkel. Es ist allerdings nicht nur die Wadenmuskulatur betroffen, sondern auch der Muskel, der in den großen Zeh mündet. Die Kraft ist normal in allen Muskeln, die Nerven sind auch in Ordnung. Der Achillessehnenreflex ist beidseitig nicht auslösbar und beide Füße kann ich nur noch minimal an den Körper anziehen. Im Prinzip bewegen sich die Zehen mehr als das Fußgelenk selbst. Eigentlich ging man anfangs davon aus dass es sich nur um eine Myositis handelt, allerdings gab es 3 Versuche mit hochdosiertem Urbason/Cortison, die gar keine Besserung brachten. Außerdem waren beide Muskelbiopsien auffällig, was den Aufbau des Muskels betrifft. Deswegen wäre es genauso möglich dass es sich um eine Myopathie handelt und die Entzündung eine Begleiterscheinung ist. Wenn ich an den Beginn zurückdenke, fing es auch direkt damit an dass ich die Ferse vom einen auf den anderen Tag nicht mehr auf den Boden bekam. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keine Schmerzen im Unterschenkel und Fuß. Leider hat bisher kein Arzt dieses Krankheitsbild schonmal gesehen oder davon gehört. Inzwischen hoffe ich einfach auf eine Diagnose, egal was es ist. Dann kann ich zumindest etwas planen und weiß was mich erwartet.

                        Nun zu meiner Frage:
                        In den letzten Tagen oder eher gesagt Nächten hat sich etwas seltsames getan. Ich falte im Schlaf meine Beine. Morgens werde ich dann von den Schmerzen wach und habe den ganzen restlichen Tag etwas davon. Das eine Mal habe ich die Knie nach außen angezogen und die Fußsohlen aneinandergelegt, sodass beide Beine eine Raute ergeben. Im Prinzip würde mir das schon nach ein paar Minuten Schmerzen bereiten. Ich habe auch keine Vorstellung davon ob ich das erst gegen Morgen veranstalte oder früh in der Nacht. In der Nacht darauf war es keine Raute, aber ich hab die Beine gestreckt überkreuzt. Diese Nacht jetzt habe ich mir eine Kissenrolle organisiert und werde sie unter die Knie legen. Ich hoffe damit kann ich die Nachtgymnastik abstellen. Kennt jemand von euch sowas zufällig? Was hilft bei euch dagegen und wisst ihr woher das kommt?

                        Ich wünsche euch alles Gute!
                        Viele Grüße,
                        Jule

                        Das größte Lebenshemmnis ist das Warten,
                        das sich an das Morgen klammert
                        und das Heute verliert. (Seneca)

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                          #13
                          Also zur "Raute" ... ja ich kenn das.. bei mir liegt es an den schwachen Hüftbeuger/Strecker und Rumpfmuskulatur, dass ich die Beine im Schlaf nicht strecke beim Liegen am Rücken. Ich hab abends immer eine Knierolle unter den Knien (hab eine dickere Rolle von Ikea), da ich beim Durchstrecken generell Schmerzen oder spastikartige Beschwerden bekomme im Liegen.
                          In der Nacht zum schlafen nehm ich ein Halbmondkissen (von Theraline), weil ich damit sowohl was zw. den Beinen hab und auch die Arme ablegen kann in Seitlage. Ich wuzzle das Teil auch auf die andere Seite beim Drehen voll automatisch Vielleicht ist das auch was für dich.
                          LG Silke

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                            #14
                            Mal wieder ein Update...auch wenn es weiterhin wenig Neues gibt.

                            Geändert haben sich leider nur Dinge, die ich selbst angestoßen oder initiiert habe. Ich habe noch nichts von den genetischen Untersuchungen vom Spezialisten aus Finnland gehört, wobei mich das nicht wundert. Im September war ich wieder in der Ambulanz der Uniklinik Heidelberg für ein Verlaufsgespräch und ich habe mich sehr gefreut, dass die Ärzte sich vorher bemüht hatten in Finnland direkt anzufragen. Allerdings wurde ihnen unterbreitet dass man gerade erst mit der Untersuchung angefangen hätte, weil diese Untersuchung einfach so selten und teuer ist, dass sie verpflichtet sind zu warten, bis 3 zu untersuchende Proben vorliegen und das hat in diesem Fall offenbar von Januar bis September gebraucht. Es wurde noch gesagt dass ich mit etwas Glück (woran ich nicht so richtig glaube) noch vor Jahresende etwas von ihnen hören könnte.

                            Tja...ansonsten besteht die beidseitige Spitzfußstellung weiterhin, hat sich sogar noch ein klein wenig verschlechtert beidseitig, an der Entzündung im Muskel und den Muskelfaszien hat sich leider auch nichts verändert seit August 2013. Zusätzlich hatte ich nun mehrere Monate mit einer beidseitigen Hornhautentzündung der Augen zu tun, was kleine Narben hinterlassen hat. Aber mein Sehen ist dadurch nicht beeinträchtigter als vorher (ich war sowieso schon kurzsichtig davor).
                            Durch die Schmerzmittel, die ich leider weiterhin brauche, trocknet mein Mund und Rachen stark aus, wodurch ich ziemlich anfällig bin für Atemwegserkrankungen. Das heißt mit einer einfachen Erkältung gebe ich mich derzeit nicht mehr ab, wenn dann eine spastische Bronchitis oder Kehlkopfentzündung.

                            Ich bekomme weiterhin zweimal pro Woche 30 min Physiotherapie, was immernoch nicht hilft. Aber wenn es länger als eine Woche ausfällt, ist gleich eine Verschlechterung in der Beweglichkeit des Sprunggelenks zu bemerken und die Muskulatur verhärtet und verspannt sich wieder mehr. Mit den orthopädischen Schuhen kann ich auf ebenen Boden recht gut laufen, aber keine weite Strecken. Und leider kann ich die Schuhe auch nicht den ganzen Tag tragen, weil sie offenbar ungünstig Druck auf den rechten großen Zeh ausüben. Das ist leider auch so ein Dauerthema geworden. Es kommt leider immer wieder zu Entzündung und dann muss ein Stück vom Nagel und der Entzündung chirurgisch entfernt werden um den Druck zu nehmen und es abheilen zu lassen. Das letzte Jahr wurde es viermal operiert, dieses Jahr war es bisher dreimal.

                            Und für die Nacht habe ich nun tatsächlich Knielagerungsorthesen, die die Beine in gestreckter Position halten. Anfangs hatte ich Zweifel ob ich damit zurechtkomme, weil ich dachte es könnte vielleicht unangenehm sein in der Beweglichkeit eingeschränkt zu sein. Aber ich fand die Schienen sofort angenehm und wache nun nicht mehr mitten in der Nacht durch Muskelschmerzen auf. Gelegentlich trage ich sie auch tagsüber wenn ich auf dem Sofa oder Bett liege, weil ich auch dann oft das unbewusste Bedürfnis habe die Beine anzuwinkeln und im Schneidersitz zu sitzen, weil ich ansonsten so ein Unruhegefühl habe, aber diese Haltung verursacht Muskelschmerzen nach kurzer Zeit. Und die Schienen helfen dann. So kann ich die Beine gestreckt liegenlassen und fühle mich dabei gut.
                            Laut Physiotherapeuten ist mein gesamter Muskeltonus (nicht nur in den Beinen) auffällig hoch. Vermutlich hängt die nächtliche Gymnastik damit zusammen.

                            Etwas Positives:
                            Ich habe mir einen Traum erfüllt und wieder angefangen zu reiten (was ich eine Weile vor der Muskelerkrankung nach langer Pause wieder angefangen habe). Es war nicht ganz einfach eine Reittherapeutin in der Nähe zu finden, die noch einen Platz freihatte, aber es hat geklappt. Es macht sehr viel Spaß und ich freue mich jedes Mal sehr darauf. Ein wenig albern über eine Treppe aufs Pferd zu steigen, aber wenn ich erstmal sitze habe ich eigentlich keine Einschränkung. Und es tut meinem ganzen Körper gut. Ich merke dass es den gesamten Körper lockert und direkt nach dem Reiten laufe ich viel aufrechter und angenehmer als sonst (naja...wenn man auf Zehenspitzen läuft ist ja nunmal der Schwerpunkt verschoben und man muss sich anders ausbalancieren). Leider wird Reittherapie grundsätzlich nicht von meiner Krankenkasse bezuschusst oder gezahlt, aber das hatte ich schon befürchtet.

                            Ansonsten gehen mir derzeit Bekannte und Freunde etwas auf die Nerven. Wenn sie fragen wie es mir geht und in dem Moment nichts außer der Reihe ist, dann sage ich eben "gut". Nicht um sie loszuwerden, sondern weil das für mich so ist. Ich laufe jetzt seit zwei Jahren auf Zehenspitzen und habe diese Muskelschmerzen...und es ist für mich inzwischen Normalität und gehört zu jedem Tag dazu. Und meine Bekannten und Freunde wissen ja davon. Soll ich nun wirklich jedes Mal wenn mich jemand fragt es mir geht erneut daran erinnern was ist? Das würde denen bestimmt auch bald auf die Nerven gehen und ich muss sowieso mit dem Problem leben, da will ich nicht dauernd Zeit damit vergeuden darüber zu reden.
                            Ist natürlich etwas anderes wenn jemand noch nicht Bescheid weiß und ehrlich danach fragt, oder wenn jemand nicht auf dem Neuesten stand ist. Aber mir geht es ja hier um enge Freunde oder Verwandte, die man oft sieht. Und wenn ich dann sage dass es mir "gut" geht, wird gelacht und es wird doch darüber geredet wie höflich ich wäre der Frage so auszuweichen, oder tapfer oder sonstwas.
                            Bin mir sicher ihr kennt das auch....

                            An dieser Stelle nochmal danke an springmausi für den Tipp wegen der Beinlagerung. Durch dich bin ich dann letztendlich auf die Idee gekommen mich nach weiteren Möglichkeiten im Sanitätshaus zu erkundigen und habe so die Schienen bekommen!

                            Viele Grüße,
                            Jule

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                              #15
                              Zitat von DieJule Beitrag anzeigen
                              Ansonsten gehen mir derzeit Bekannte und Freunde etwas auf die Nerven. Wenn sie fragen wie es mir geht und in dem Moment nichts außer der Reihe ist, dann sage ich eben "gut". Nicht um sie loszuwerden, sondern weil das für mich so ist.
                              Hallo Jule,

                              mir geht es da immer genauso. Ich sitze sehr bequem im Rolli, habe keine Schmerzen und freue mich des Lebens. Klar geht es mir da gut. Aber um Unverständnis vorzubeugen, antworte ich nur noch mit "Verhältnismäßig sehr gut, danke!". Damit können scheinbar alle gut leben.

                              LG Marlie

                              Diagnosen: PROMM/DM2 u. Polyneuropathie

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