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    In eigener Sache

    Hallo an Alle. Wie soviele hier bin ich bereits seit Monaten auf der Suche nach einer Diagnose und werde versuchen möglichst alle bisherigen Befunden (nicht gerade viel...) zu beschreiben.
    Zu meinen Symptomen (diese Mail wird lang und detailiert).

    Diagnosen bis 2015:
    Häufiger Prostatatitis (bakteriell immer) behandelt mit Ciprofloxacin und Doxcyclin; Momentan keine Therapienotwendigkeit
    Reizdarmsyndrom
    Medikamente: Cipralex 20mg seit März 2016 und Psychotherapie

    September 2015:
    Muskelkatergefühl in Armen und Beinen, welches ungefähr für einen Monat anhielt und dann wieder verschwand
    Schlafprobleme (manchmal Insomnie 3 Nächte/pro Woche...hat sich zwischenzeitlich verbessert)
    Nikturie (>2 Mal/Nacht aufs Klo)
    Oft Magen Darmprobleme (Durchfall)
    kein wesentlicher Gewichtsverlust (1-2 kg vielleicht)

    Oktober bis heute:
    erste Faszikulationen (Muskelzuckungenzuckungen) in beiden Waden und Füssen, welche sich zwischenzeitlich auf den ganzen Körper verteilt haben (mit Ausnahme der Zunge bis dato). Wadenmuskulatur wie auch Trizeps fallen wie vom Knochen herunter und sind total schlaff geworden (im Moment habe ich noch M5 Kraft in den Kennmuskeln).
    Zusätzlich zu der erschlafften Muskulatur habe ich auch leichte symmetrische (oder beinahe symmetrische) Atrophien mehr oder weniger des ganzen Körpers (u a. auch des Abductor pollicis brevis dexter und meiner Einschätzung nach leichte Veränderung (Atrophie) des Zungerandes). Sämtliche Strukturen v.a. Knochen (z.B. Schultern, Ellbogen, Kniekehlen, Füsse (die sehen etwa so aus wie diejenigen von Haribo)), Sehnen und Venen treten hervor (wie von Flanders beschrieben treten deutlicher hervor) und dei Gelenke knacken oft.
    Ruhetremor
    Zusätzlich starke Neigung zum Schwitzen (v.a. in der Nacht; nicht aber so, dass man Duschen oder das Bettlaken, wechseln müsste) und starke Tagesmüdigkeit.
    Seit etwa 4 Monaten Hypersalivation (keine Sialorrhoe)

    Untersuchungen die ich bisher hinter mir habe bei neurolmuskulärer Fachklinik u.a.:
    NLG, MEP ,SEP mehrfach EMG auch des APB sowie der Zunge ohne Spontanaktivität und dichtem MUAP Muster bei voller Muskelanspannung und wenigen, stabilen polyphasischen Potentialen der Zunge ohne Jitter bei mittlerer Muskelanspannung.
    Ganzkörpert MRT (ohne Befund- Ausschluss Myositis), weitere Blutparameter zur Verifikation Muskelerkrankungen (anti-Jo Ak etcetc), Ausschluss Kollagenosen, Auschluss Sklerodermie, Ausschluss Dermatomysositis (NagelKapillarenmikrospopie).
    Gemessen wurden ebenfalls die gängisten Elektrolyte, Vitamine B6 und B12 (aus Transkobalamin-kein MMA), grosses Blutbild-Werte ok
    Zu tief waren Myoglobin, freies Testosteron, Vitamin D sowie Zink
    Muskelbiopsie des tibialis anterior dexter ohne spezifischen Befund (einige Fasern weniger nNOS gefärbt, keine Elastase, wenige Fasern mit Kalibervergrösserungen).

    Was sollte ich noch anschauen (die Muskelleute wissen nicht weiter, sehen aber meine Problem nicht als Einbildung an!).

    1) Infekte wie Borreliose, Babesiose Ehrlichsiose Herpes etcetc
    2) Zöliakie (Gliadin und Trasnglut2 AK waren negativ, sind aber nicht die einzigen Epitope von Gluten)
    3) Malabsorption (Aminosären im Blut messen eventuell Duodenoskopie?)
    4) Schwermetalle???

    Bin für jeden Tipp dankbar, denn ich weiss im Moment echt nicht weiter und je ich gehöre auch zu denjenigen, welche sich vor ALS fürchten.
    Ich hoffe, dass ich in meiner Aufzählung jetzt nichts vergessen habe und wenn doch, werde ich dies noch nachliefern.
    Wenn Ihr wisst wonach ich noch aussachu halten könnte/sollte sagt Bescheid-denn wie die meisten von Euch wissen, ist das Gefühl nicht zu wissen was mt seinem Körper geschieht, schwer auszuhalten.
    Alles Liebe
    Patrick

    #2
    Grüß Dich pbrennecke!

    Sind schon Erbkrankheiten ausgeschlossen worden? Kennedy-Syndrom, spinale Muskelatrophie usw.?

    Viele Grüße

    Flanders

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      #3
      Die letztgenannten Symptome (Tremor, Schwitzen, Hypersalivation) könnten Nebenwirkung der Langzeitbehandlung mit Cipralex (Serotoninsyndrom) sein. Auf keinen Fall sofort ansetzen! Aber vlt. mit dem Arzt und Psychotherapeuten besprechen ob das Medikament wirklich noch notwendig ist und ggfs. nach ärztlicher Anweisung reduzieren oder ganz ausschleichen.

      Im Zusammenhang mit der Muskelproblematik fällt mir der niedrige Testosteronspiegel auf. Ein Testosteronmangel könnte zu der Muskelschwäche führen. Du solltest das von einem Endokrinologen abklären lassen
      It's a terrible knowing what this world is about

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        #4
        Hallo Flanders, hallo Klaus,
        erstmal danke für Eure Antworten.
        Spinale Muskelatrophien und Kennedy hat die Neurologen bisher nicht interessiert, werde es aber Mal erwähnen.
        Auf der Endokrinologie bin ich zum Checkup schon angemeldet.
        danke nochmals
        Alles Liebe Patrick

        Kommentar


          #5
          Nabend pbrennecke,

          was mir direkt als erstes aufgefallen ist das du vor deiner muskulären Probleme "gefloxt" wurdest. Die Antibioteka der Fluorchinolone, darunter Ciprofloxacin, sind nicht ohne und können einiges an Schaden anrichten. Deine Probleme könnten also dazu passen, du findest einiges drüber. Ich selbst habe immer Fluorchinolone abgelehnt, da meine Borreliosespezi mich explizit vor gewarnt hat.

          Liebe Grüße
          Borrelio

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            #6
            Prinzipiell hast Du recht, Borrilio. Die Einnahme habe ich deshalb auch schob abgelehnt und einige Medikamente aus dieser Stoffgruppe wurden auch schon vom Markt genommen, weil selbst einigen Pharmafirmen nicht ganz wohl bei der Sache ist.

            Die Risiken liegen aber auf anderen Gebieten als im Bereich der Symptome von pbrennecke.
            It's a terrible knowing what this world is about

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              #7
              Das ist natürtlich richtig, KlausB. Die Hauptrisiken sind darunter nicht aber so einige Sachen können ja schon drunter passieren, du bist ja recht Informiert.

              Ich habe gerade nochmal drüber gelesen und gesehen das pbrennecke scheinbar noch garnicht auf Borrelien und Co. untersucht wurde. Das wäre evtl. mein nächster Schritt, da ich so ziemlich dich gleichen Probleme wie er habe dabei nur diese Infektionen "Postiv" sind. Auch die derzeitige Therapie hat Veränderungen bzw. Verbesserungen gebracht.

              Gruß
              Borrelio

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                #8
                Hallo Borrelio,
                danke für den Hinweis wegen des Cipro.
                Wenn ich dadurch wirklich eine Art Neurotox habe; weisst Du wie man die behandeln könnte?
                alles Liebe Patrick

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                  #9
                  Guten Morgen
                  Ich kenne Zittern von AD.
                  Am Besten auf ein anderes Mittel umsteigen.
                  Ich hab das Venaflaxin super vertragen. ALLERDINGS NUR BIS 75 mg.
                  Vl. Beim nächsten Neurologe Termin besprechen.
                  Glg Marlies

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                    #10
                    Du tust mir leid, weil ich das zu 100% nachempfinden kann,wie du dich fühlst.
                    Man hat auch mich lange als Hypochonder abgestempelt.
                    Bis dann plötzlich Raynold Syndrom, Asthma diagnostiziert wurden.
                    Plötzlich stand eine Muskelbeteiligung im Raum.
                    Nach zahlreichen Untersuchungen bei denen:

                    eine Umfangs Diferenz der Wade
                    Gliosen Frontal im Kopf
                    HWS syndrom
                    Skoliose
                    Tinitus
                    Zu viel Eisen im Blut (seit dem bin ich Vegetarier)
                    Diverse Haut Geschichte
                    Leichte Depression
                    .......festgestellt wurden

                    Bin ich mal 1 Jahr in eine Auszeit gegangen.

                    Weil :Muskelabulanz meinte nicht greifbar, Rheumatologie deto das selbe usw......
                    Keiner der Spezialisten bei denen ich war und das waren unter anderen die Besten aus Österreich konnten eine Diagnose stellen.
                    Irgendwann habe ich mich privat beim ALS Sozialisten Österreichs in Neurologe Dr.Lahrmann in Behandlung begegeben.
                    Der wurde mir von meiner Lungenärztin empfohlen, die ebenfalls im ALS Verein sitzt und sich auf Muskelerkrankungen spezialisiert hat.

                    Der war der Meinung, das es ein chronisches Burn Out ist.
                    Die Körperlichen Beschwerden käme davon, das durch den Stress in der Arbeit und den zusätzlichen Leistungsdruck im Sport die Nerven überreizt wären in die Leitung zu den Muskeln nicht mehr so super passt.
                    Also komplett fertig gefahren. Und er meinte auch :zu viel Sport wäre nicht gut!
                    Woher er das weiss? Er forschte lange in der Richtung und es ist sein Kern Gebiet. Ausserdem war er Leiter eine Muskelambulanz.

                    Deto unser Beschwerden hätten viele Leute in meinem Alter. Und keiner der bis jetzt mit den Synthomen bei ihm war wäre an einer ALS erkrankt oder an einer Muskelsache.

                    Seit meiner Therapie bei ihm (9 Monate) ist das Asthma weg!
                    Und :
                    Muskelzucken
                    Krämpfe
                    Muskelschwäche
                    Raynold Syndrom

                    ......sind fast weg bzw. Viel besser geworden. ....

                    Meine Lungenärztin meinte: der Kopf mache offenbar was bei mir mit der Lunge!
                    Cortison und Notfallsspray helfen im übrigen nix!

                    Was ich damit ssagen möchte: es kann hinter all dem sehr wohl auch eine Mischung aus Psyche um körperlicher Synthomen stecken.


                    Bei mir hat man alles untersucht was möglich ist. Man hat sogar einen Gentest gemacht auf eine Muskelerkrankung.
                    Nichts in Richtung Muskeln war aussagekräftig.

                    Seit ich aber selber nicht mehr an eine schlimme Erkrankung denke und mein Leben wieder genieße geht es mir besser.
                    Um mein Neurologe ist super! Der hat erkannt, da los ist zb mich gleich in eine Auszeit geschickt.
                    Ausserdem war ich 4 Wochen auf Urlaub usw.

                    Such dir die Besten Ärzte (wenn finanziell möglich) im Bereich Muskelerkrankung und begib dich in eine Psychologische Therapie parallel dazu.
                    Und weg mit dem Internet! Keine Synthome Googeln oder so.......
                    Das ist ganz mies!!!!!!

                    Dann hast du alles gemacht, das man tun kann!
                    Und wenn du Glück hast geht es dir in einigen Monaten auch wieder besser.

                    Glg aus Wien
                    Marlies

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                      #11
                      Guten Morgen pbrennecke,

                      es gibt wohl eine Theorie das die Fluorchinolone das Magnesium in Zellen vermindert und eine hohe Einnahme von "guten" Magnesium soll dies wohl entgegenwirken. Da Dr. Horowitz (USA-Borrekliosespezi) diese Antibioteka als sehr wirksam gegen Bartonella sieht gibt er diese aber auch nur in Verbindung mit i.V. Magnesium um spätere Schäden zu veringern, laut seinen Studien / Erfahrungen geschieht das auch sehr gut.

                      Es gibt einiges drüber zu lesen im Internet dazu.

                      LG Borrelio

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