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Antibiotika als Auslöser von Symptomen wie Muskelschwäche, Taubheitsgefühle, Tremor..

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    Antibiotika als Auslöser von Symptomen wie Muskelschwäche, Taubheitsgefühle, Tremor..

    Ich möchte hier nochmal das Thema Antibitotika seperat erstellen.

    Es gab in der Vergangenheit mehrere Beiträge im Fernsehen zu Antibiotika mit dem Inhaltsstoff Fluorchinolone, die mich aufhorchen ließen.
    Diese Antibiotika haben gravierende Nebenwirkungen, die zeitlich erst Wochen, Montate oder gar Jahre später auftreten können und somit meist gar nicht als Ursache der gesundheitlichen Probleme erwogen werden.
    Ich habe Antibiotika aus dieser Gruppe, wie beispielsweise Cyprofloxacin oder Ofloxacin mehrfach bei Erkältungen verschrieben bekommen.

    Gibt es hier Betroffene mit Verdacht auf eine Muskelerkrankung - aber eben ohne Diagnose -, die auch diese Antibiotika eingenommen haben?
    Ich leide am meisten unter den tauben Händen und Füßen, Kribbeln, Tremor stärker werdend durch Belastung, brennende Schmerzen, Muskelschwäche.
    Bisher wurde bei mir nur eine neurogene Schädigung der Muskulatur nachgewiesen. Warum, woher - weiß niemand.

    Freue mich über jede Antwort.

    Die Fernsehberichte findet ihr hier:

    WDR Servicezeit 17.10.2014 bei youtube
    Hessischer Rundfunk defacto 2.10.2016 Mediathek
    ARD Kontraste 15.09.2016 Mediathek.

    Viele Grüße
    Flora

    #2
    Das diese Art der Antibiotika ein hohes Risiko an wirklich gravierenden Nebenwirkungen bergen ist bekannt.
    Daher sollen sie auch nur bei wirklich schweren Und/oder chronischen Infektionen und nur bei bestimmten Erregern angewendet werden oder bestenfalls noch bei Harnwegsinfekten.

    Bei einer Erkältung sind die nicht indiziert. Liest Dein Arzt die Fachinformationen nicht?

    Normalerweise werden Erkältungen sowieso durch Viren verursacht. Da hilft überhaupt kein Antibiotikum. Die sind nur hilfreich wenn Bakterien als Auslöser nachgewiesen sind.

    Muskeln sind sehr empfindlich und werden durch viele Medikamente und Umweltfaktoren in Mitleidenschaft gezogen. Nicht nur von Antibiotika.
    Zuletzt geändert von KlausB; 07.11.2016, 11:05.
    It's a terrible knowing what this world is about

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      #3
      Danke für die Antwort.
      Ich werde mich weiter mit dem Thema befassen.

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        #4
        Das ist sicher ein wichtiges Thema.
        Letzt endlich kann man nur leider oft nicht sagen, was die Muskeln kaput macht.
        Bzw.die Mitochondrien.
        Es gibt auch Theorien über Impfschäden, Süsstoff Glutomat uvm.
        Das Problem ist nur, das es in Wirklichkeit niemanden besonders interessierst.
        Und die Pharma und Lebensmittelkonzerne sowas nie zugeben würen.

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          #5
          Das stimmt leider.
          Sind ja "nur" Einzelschicksale ... Interessiert niemanden in diesen Firmen.

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            #6
            Gibt es hier Betroffene mit Verdacht auf eine Muskelerkrankung - aber eben ohne Diagnose -, die auch diese Antibiotika eingenommen habe
            Ich habe relativ oft Gyrasehemmer (= Fluorchinolone) eingenommen. Ich kann natürlich nicht sagen, was die an Schäden verursacht haben, wenn man diese nicht sofort bekommt.
            Sofort hatte ich zumindest folgende Beeinträchtigungen:
            Nach hochdosiertem Cortison nach einer Op der Nasennebenhöhle bekam ich gleich im Anschluss daran Tavanic (Levofloxacin).
            Meine durch eine frühere Verletzung vorgeschädigte linke Achillessehne machte sich durch Schmerzen bemerkbar.
            Das ist eine bekannte Nebenwirkung, die zum einen bei Tavanic besonders oft vorkommen kann und die aber auch bei einer Kombination des Antibiotikums mit Cortison auftreten kann.
            Bei mir waren es wohl diese 3 Faktoren:
            Vorgeschädigte Achillessehne
            Cortison
            und Tavanic

            Bei Tavanic soll es besonders oft zu solchen Achillessehnenproblemen kommen und bei den anderen Chinolonen sollen diese Probleme seltener vorkommen.

            Als ich dann ein paar Jahre später wieder ein Chinolon nehmen sollte, entschied ich mich für Ciprofloxacin, weil ich das früher immer ohne Achillessehnenprobleme vertragen hatte.
            Doch auch unter Ciprofloxacin bekam ich Schmerzen an der linken Achillessehne.
            Die rechte Achillessehne machte sich nie bemerkbar. Es war immer nur die vorgeschädigte linke Achillessehne.
            Allerdings sind diese Beschwerden an der li. Achillessehne nach etlichen Monaten dann wieder verschwunden. Derzeit merke ich davon nichts mehr.

            In den Leitlinien für mitochondriale Erkrankungen werden nur folgende Antibiotika als unverträglich genannt:
            Antibiotika, die zu einer Hemmung der mitochondrialen Proteinbiosynthese führen wie Linezolid (Gruppe der
            Oxazolidinone), Aminoglykoside (cave Ototoxizität), Chloramphenicol, Tetrazykline


            Was andere Medikamente und andere Schadstoffe angeht, bin ich mittlerweile auch vorsichtiger geworden.

            Wenn man liest, dass Umweltgifte eine Rolle spielen bei mitochondrialen Erkrankungen ist das Feld der möglichen schädigenden Substanzen wohl sehr, sehr groß.
            Was bei mir eine Rolle gespielt haben kann, ist das MRT-Kontrastmittel Gadolinium. Denn ich hatte im letzten Jahr, wo ich sehr viele MRTs mit Gadolinium hatte im Anschluss an die letzten beiden MRT´s schlaganfallähnliche Beschwerden bekommen.
            In der Literatur heißt es u. a., dass Gadolinium die Funktion der Mitochondrien, die Muskulatur und die Gerinnung negativ beeinflussen könnte.
            Evtl. könnte in meinem Fall noch meine Therapie mit Zink (gegen den M. Wilson) und evtl. der M. Wilson selbst (=Vergiftung mit Kupfer) eine potenzierende Rolle gespielt haben könnte, weil ich auch gelesen habe, dass Patienten mit Metallbelastungen besonders betroffen seien.


            Hier 2 der vielen Fundstellen zu den Wirkungen von Gadolinium:

            Würden freie Gadolinium-Ionen intravenös appliziert, würden sich diese akut toxisch auf die glatte und die quer-
            gestreifte Muskulatur, die Funktion der Mitochondrien und die Blutgerinnung auswirken. (2)

            Von der Toxizität betroffen sind unter anderem die glatte und die quergestreifte Muskulatur, die Funktion der Mitochondrien und die Blutgerinnung.
            Ich will nun keinem Angst machen vor Gadolinium.
            Ich denke, wenn man es nicht zu oft anwendet, wird es sicher nicht sooo schädlich sein können. Man sollte alles beachten, was dazu empfohlen wird wie z. b. dass man vorher und danach viel trinkt.
            Denn oft sind MRT-Untersuchungen sehr wichtig für eine Diagnose und Therapie, so dass man auf diese Untersuchungen nicht immer verzichten kann.

            Hier wird sogar darüber nachgedacht, ob nach einer Gadolinium-Anwendung (=GdKM-Applikation) eine Mobilisation mit Chelatbildner sinnvoll ist:

            Inwieweit und wann eine Gd-Mobilisierung nach GdKM Applikation günstig und für Patienten von Vorteil ist, sollte erwägt werden.
            Aber dazu will ich auch keine Ratschläge erteilen. Ich bin dafür kein Experte.
            Das Thema ist auch noch nicht arg erforscht. In den USA wird darüber offenbar viel mehr diskutiert als hier bei uns.


            Jedenfalls denke ich, sollte man Umweltschadstoffe meiden und bei Medikamenten muss man vorsichtig sein. Nicht immer ist der Slogan "Viel hilft viel" richtig.


            lg
            Lilo
            Zuletzt geändert von Lilo-6; 15.11.2016, 14:10.

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              #7
              "Interessiert niemanden in diesen Firmen" könnte man im Bereich der Nahrungsmittelzusätze annehmen, wo diese Stoffe nur der Vereinfachung der Herstellungsprozesse und der Kundenbindung dienen. Solange Kunden die Kunden aber bei Lebensmitteln immer erst auf den Preis schauen muss man sich aber auch mal an die eigene Nase fassen.

              Bei Supplementen gibt es leider auch viele Hersteller, die ihre Produkte irreführend bewerben und eine Wirkung versprechen ohne auf Risiken aufmerksam zu machen. Da fällt es dem Kunden schwer Wirkung und Nebenwirkung abzuwägen.

              Im medizinischen Bereich ist die Aussage "Interessiert niemanden in diesen Firmen" nicht eher nicht zutreffend, soweit es sich um Produkte mit einer bestimmten Indikation handelt. Auch erfolgt hier eine Aufklärung über mögliche Folgeschäden soweit sie bekannt sind. (von wenigen Ausnahmen abgesehen. Schwarze Schafe gibt es überall).

              Arzneimittel enthalten aber hochwirksame Substanzen (das ist ja auch die Forderung der Patienten) und die haben leider IMMER Nebenwirkungen, ob man sie nun spürt oder nicht. Menschen mit Mito sind da wohl eher gefährdet, weil die Mito so einen zentralen Stoffwechselprozess der sich so vielfältig auswirken kann betrifft.

              Bei AB's ist es aber leider so, dass viele Ärzte diese kritiklos verschreiben und sie manchmal, bei der Vielzahl verschiedener AB's (Notwendig geworden durch die kritiklose Abwendung) den Überblick verlieren.
              Gerade bei den Wechselwirkungen sind neuromuskuläre Schäden, bis hin zur Rhabdomyolyse bekannt.

              Auch die Forderung oder zumindest Erwartung der Patienten bei jedem Pipifax AB's verschrieben zu bekommen sollte man mal kritisch betrachten.

              Je wirksamer ein Medikament ist, desto höher ist auch das Risiko. Und AB's sind hoch wirksame Medikamente.

              Wenn einen so eine Neben-/Wechselwirkung trifft kann das persönlich natürlich dramatisch sein. Aber deswegen sollte man mit solchen Medis auch vorsichtig sein. Es liest sich aber kaum einer die Packungsbeilage durch bevor etwas einnimmt.

              Ebenso ist es dramatisch wenn man über die Strasse geht und einen ein Auto trifft, trotz aller Vorsicht.
              It's a terrible knowing what this world is about

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                #8
                Klaus, Du hast schon Recht, dass man Antibiotika nur nehmen sollte, wenn sie wirklich nötig sind.
                Viele Ärzte verschreiben sie zu leichtfertig und vor allem auch, ohne sicher zu sein, ob gerade das verordnete Antibiotikum auch wirksam ist.
                Austestungen von Sputen oder Abstrichen werden so gut wie von keinem Arzt vorgenommen.
                Vielleicht verschreiben Ärzte deshalb, gern und schnell AB´s, weil sie sich absichern wollen.
                Sie haben ja dann etwas getan, auch wenn es evtl. nicht wirkt.

                Was aber in den Leitlinien für mitochondriale Erkrankungen noch zu diesem Thema steht, sollte man auch im Hinterkopf behalten:
                Fieberhafte Infekte: Es besteht die Gefahr der krisenhaften Verschlechterung, daher rasche Fiebersenkung und ggf. antibiotische Behandlung, adäquate Flüssigkeitszufuhr, bevorzugte Antipyretika: Ibuprofen.
                Hier wird auf die bei mitochondrialen Erkrankungen möglichen krisenhaften Verschlechterungen hingewiesen und geraten, ggf. auch AB´s zu verordnen. D. h. man muss bei Mitos besonders gut abwägen.


                lg
                Lilo

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                  #9
                  Hallo Flora,

                  ich kann gut nachvollziehen, dass dich das verunsichert. Fluorchinolone wie Ciprofloxacin oder Ofloxacin können tatsächlich selten schwerwiegende Nebenwirkungen auf Muskeln und Nerven haben, auch noch Wochen oder Monate nach der Einnahme. Es ist daher wichtig, diese Möglichkeit ernst zu nehmen und dies gezielt mit einem Neurologen oder Hausarzt zu besprechen, der deine Symptome dokumentieren und ggf. weitere Untersuchungen wie Nervenleitmessungen oder Muskelscreenings anordnen kann.

                  Wenn die Symptome stärker werden oder neu auftreten, solltest du unbedingt die Einnahmehistorie aller Antibiotika detailliert auflisten und deinem Arzt vorlegen. So kann man besser einschätzen, ob ein Zusammenhang bestehen könnte. Parallel kann gezieltes Physiotraining helfen, Muskelschwäche und Tremor etwas zu stabilisieren – aber nur nach ärztlicher Absprache. Vorsicht ist besser als Nachsicht, vor allem bei Fluorchinolonen.

                  Ich möchte aber auch aus meiner persönlichen Erfahrung als Frau berichten: Ich habe Cipro einmal bei einer eindeutig bakteriellen Infektion einnehmen müssen und es hat mir sehr gut geholfen, ohne dass ich danach anhaltende Nebenwirkungen hatte. Dabei habe ich für mich gelernt, wie wichtig es ist, wirklich nur qualitativ hochwertiges, original verschriebenes Cipro aus einer seriösen Apotheke zu verwenden. Gerade bei so starken Antibiotika kann eine mangelhafte Qualität oder falsche Dosierung den Körper unnötig belasten und das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen. Deshalb würde ich hier niemals Kompromisse eingehen und immer auf geprüfte Qualität achten. Deshalb bestelle ich hochwertiges Cipro (Ciprofloxacin) in dieser bewährten Apotheke:
                  novatera.biz/cipro-ciprofloxacin. Dort wird immer schnell geliefert und ich war mit der Wirkung sehr zufrieden!

                  Viele Grüße
                  Karin
                  Zuletzt geändert von Karinnx; 15.12.2025, 09:22.

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                    #10
                    Vlt auch ein Augenmerk auf die SFN (SmallFiberNeuropathie) richten. Diese wird oftmals übersehen, weil NLG etc oft unauffällig sind.

                    (Zusammenhänge zwischen diesen AB und PN - dazu zählen auch SFN - sind belegt.)

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                      #11
                      Ihr habt aber schon gesehen, dass die letzten Lebenszeichen von 2016 sind?

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