Hallo zusammen,
ich muss meine Sorgen nun mit jemandem teilen, denn sie werden täglich größer.
Es geht um meinen Freund (M., 34 Jahre alt) und Vater meiner Tochter (21 Monate alt).
Herbst 2015 schleicht sich eine Gehschwäche ein. Da M. selbst Physiotherapeut ist, verdrängt er den Umstand und hatte mir gegenüber immer irgendwelche Ausreden. Dass er von der Arbeit überlastet wäre oder seine Schuhe (!) zu eng seien. Wenn ich es beschreiben müsste: Seine Gangart gleicht immer mehr der eines rheumageplagten 95 jährigen Alten. Weihnachten 2015 ist es dann so schlimm, dass er entschließt, einen Neurologen aufzusuchen.
Neurologe überweist ihn Januar 2015 in die Neurologie eines Klinikums. Auf dem Befund des Arztes steht der Vermerk "eine ALS kann nicht ausgeschlossen werden". Nach einer Woche Aufenthalt und verschiedenen Tests, entlässt er sich aus der Neurologie. Er ist sauer weil die Ärzte "nichts finden" konnten.
Ich habe nachgeforscht und es heißt, dass bei Verdacht auf ALS per Ausschlußdiagnostik untersucht wird. Wenn die im Klinikum also nichts anders finden, heißt das also nichts Gutes... Auf Borreliose hätten die angeblich auch untersucht. Könnten aber wohl nichts im Blut finden. Auf dem Entlassungs-Befund steht der Vermerk, dass sie ALS nicht ausschließen und er eine Zweitmeinung in einer anderen neurologischen Einrichtung einholen soll.
Daraufhin hat M. erstmal die Schnauze voll von der Schulmedizin und lässt sich von seinem Hausarzt (der ebenso Heilpraktiker ist) mit Vitaminpräparaten behandeln. Parallel hat er noch einen anderen Allgemeinmediziner, zu dem er auch geht. Dort wurde bei einem Bluttest Vitamin D Mangel festgestellt. Daraufhin hat er dann auch eine Vitamin D Kur erhalten. Weiterhin lässt er sich 1-2 x im Monat Schlangengift spritzen von einem anderen Heilpraktiker (hilft gegen Entzündungen im Körper). Sommer 2016 nimmt er noch einen Allgemeinmediziner/Heilpraktiker hinzu, der sich im Bereich Mitichondrien Therapie auskennt. M. lässt sich eine Kur geben für die Ausleitung von Schwermetallen. Richtung Sommer 2016 schwinden seine Muskeln, mir fällt es sehr an den Händen auf, der Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger ist "eingefallen". Seine Hände krümmen sich zudem. M. meint, er verwende die "Strecker" zu wenig.
Herbst 2016 wird er von der Krankenkasse aufgefordert nochmal in eine Spezialklinik zu gehen und eine Diagnose stellen zu lassen.
M. weigert sich auf einen stationären Aufenthalt und lässt sich in der Spezialklinik eine 1- Tagesuntersuchung geben und daraufhin einen Befund schreiben. Die kommen zum gleichen Ergebnis wie die erste Klinik, mit der Anmerkung: Eine detailreichere Diagnostik kann nur mit einem stationären Aufenthalt gestellt werden.
M. weigert sich weiterhin zur Schulmedizin zu gehen.
Ich hingegen wünschte, er würde alles unternehmen, sich auch mal für länger untersuchen lassen stationär. Doch er möchte nicht. Man kann es ihm nicht aufzwingen.
Im Prinzip hängen wir also in der Luft was eine 100% Diagnose angeht. M. behandelt sich währenddessen selbst in seiner eigenen Praxis. Er ist Physiotherapeut und weiß, wie er trainieren muss um sein Gangbild in Schuß zu halten.
M. kann seine Tochter weder festhalten noch wickeln. Ich kann sie auch nicht mit ihm alleine lassen, da er motorisch nicht in der Lage ist, auf sie achtzugeben. Er kommt ihr nicht hinterher... er kann nicht zur Stelle sein, wenn sie auf Stühle klettert und Gefahr läuft runterzufallen....
Irgendwelche Sprach oder Schluckprobleme sind noch nicht aufgetreten.
Wie kann ich Ärzte finden, die sich auf Angstpatienten spezialisiert haben? M. möchte ja auf jeden Fall einen stationären Aufenthalt vermeiden. Aber wenn das uns doch weiterbringen könnte?
Wie finde ich eine Selbsthilfegruppe, in der ich meine Sorgen teilen kann? Ich fühle mich so alleingelassen. Ich möchte M. unbedingt helfen, weiß aber nicht wie...
Ich schreibe ein anderes mal mehr.
Lieben Gruß von einer verzweifelten Partnerin und Mutter.
ich muss meine Sorgen nun mit jemandem teilen, denn sie werden täglich größer.
Es geht um meinen Freund (M., 34 Jahre alt) und Vater meiner Tochter (21 Monate alt).
Herbst 2015 schleicht sich eine Gehschwäche ein. Da M. selbst Physiotherapeut ist, verdrängt er den Umstand und hatte mir gegenüber immer irgendwelche Ausreden. Dass er von der Arbeit überlastet wäre oder seine Schuhe (!) zu eng seien. Wenn ich es beschreiben müsste: Seine Gangart gleicht immer mehr der eines rheumageplagten 95 jährigen Alten. Weihnachten 2015 ist es dann so schlimm, dass er entschließt, einen Neurologen aufzusuchen.
Neurologe überweist ihn Januar 2015 in die Neurologie eines Klinikums. Auf dem Befund des Arztes steht der Vermerk "eine ALS kann nicht ausgeschlossen werden". Nach einer Woche Aufenthalt und verschiedenen Tests, entlässt er sich aus der Neurologie. Er ist sauer weil die Ärzte "nichts finden" konnten.
Ich habe nachgeforscht und es heißt, dass bei Verdacht auf ALS per Ausschlußdiagnostik untersucht wird. Wenn die im Klinikum also nichts anders finden, heißt das also nichts Gutes... Auf Borreliose hätten die angeblich auch untersucht. Könnten aber wohl nichts im Blut finden. Auf dem Entlassungs-Befund steht der Vermerk, dass sie ALS nicht ausschließen und er eine Zweitmeinung in einer anderen neurologischen Einrichtung einholen soll.
Daraufhin hat M. erstmal die Schnauze voll von der Schulmedizin und lässt sich von seinem Hausarzt (der ebenso Heilpraktiker ist) mit Vitaminpräparaten behandeln. Parallel hat er noch einen anderen Allgemeinmediziner, zu dem er auch geht. Dort wurde bei einem Bluttest Vitamin D Mangel festgestellt. Daraufhin hat er dann auch eine Vitamin D Kur erhalten. Weiterhin lässt er sich 1-2 x im Monat Schlangengift spritzen von einem anderen Heilpraktiker (hilft gegen Entzündungen im Körper). Sommer 2016 nimmt er noch einen Allgemeinmediziner/Heilpraktiker hinzu, der sich im Bereich Mitichondrien Therapie auskennt. M. lässt sich eine Kur geben für die Ausleitung von Schwermetallen. Richtung Sommer 2016 schwinden seine Muskeln, mir fällt es sehr an den Händen auf, der Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger ist "eingefallen". Seine Hände krümmen sich zudem. M. meint, er verwende die "Strecker" zu wenig.
Herbst 2016 wird er von der Krankenkasse aufgefordert nochmal in eine Spezialklinik zu gehen und eine Diagnose stellen zu lassen.
M. weigert sich auf einen stationären Aufenthalt und lässt sich in der Spezialklinik eine 1- Tagesuntersuchung geben und daraufhin einen Befund schreiben. Die kommen zum gleichen Ergebnis wie die erste Klinik, mit der Anmerkung: Eine detailreichere Diagnostik kann nur mit einem stationären Aufenthalt gestellt werden.
M. weigert sich weiterhin zur Schulmedizin zu gehen.
Ich hingegen wünschte, er würde alles unternehmen, sich auch mal für länger untersuchen lassen stationär. Doch er möchte nicht. Man kann es ihm nicht aufzwingen.
Im Prinzip hängen wir also in der Luft was eine 100% Diagnose angeht. M. behandelt sich währenddessen selbst in seiner eigenen Praxis. Er ist Physiotherapeut und weiß, wie er trainieren muss um sein Gangbild in Schuß zu halten.
M. kann seine Tochter weder festhalten noch wickeln. Ich kann sie auch nicht mit ihm alleine lassen, da er motorisch nicht in der Lage ist, auf sie achtzugeben. Er kommt ihr nicht hinterher... er kann nicht zur Stelle sein, wenn sie auf Stühle klettert und Gefahr läuft runterzufallen....
Irgendwelche Sprach oder Schluckprobleme sind noch nicht aufgetreten.
Wie kann ich Ärzte finden, die sich auf Angstpatienten spezialisiert haben? M. möchte ja auf jeden Fall einen stationären Aufenthalt vermeiden. Aber wenn das uns doch weiterbringen könnte?
Wie finde ich eine Selbsthilfegruppe, in der ich meine Sorgen teilen kann? Ich fühle mich so alleingelassen. Ich möchte M. unbedingt helfen, weiß aber nicht wie...
Ich schreibe ein anderes mal mehr.
Lieben Gruß von einer verzweifelten Partnerin und Mutter.

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