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Muskuläre Beschwerden unklarer Herkunft

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    Muskuläre Beschwerden unklarer Herkunft

    Hallo allerseits,

    nachdem ich nun bereits einige Monate hier mitlese und festgestellt habe,
    dass ich offensichtlich nicht der Einzige mit rätselhaften muskulären
    Problemen bin, möchte ich Euch um Euren Rat fragen.

    Kurz zu meiner Person: männlich, 31 Jahre, seit Kindstagen sportlich und
    immer in Bewegung, früher sportlich-muskulöse schlanke Figur, wenig
    Alkohol-, keinerlei Drogenkonsum, normale Essgewohnheiten.

    Alles begann etwa im Herbst 2015. Ich war ständig körperlich erschöpft und
    hatte ein gesteigertes Schlafbedürfnis. Außerdem hatte ich ein ausgeprägtes
    Kältegefühl und bei Kälte gefühlt steife Muskeln mit verlangsamten
    Bewegungen– das ist auch bis heute der Fall.
    Nachdem dann über den Jahreswechsel 2015 / 2016 Kribbeln und
    Missempfindungen in den Unterschenkeln und eine taube Oberlippe auftraten,
    wurde ich im Krankenhaus stationär auf MS untersucht – Liquor und MRT von
    Kopf, HWS, BWS, alles ohne Ergebnis und absolute Normalbefunde, daher wurde
    die Verdachtsdiagnose Myelitis gestellt. Bescheinigt wurde mir ein
    erhöhtes, aber kein krankhaftes Reflexniveau. Ich erhielt 3 x 1000 mg und
    im zweiten Hieb, nachdem die Missempfindungen nicht besser wurden, weitere
    5 x 2000 mg Prednisolon.
    Danach war ich richtiggehend durch. Die Cortisonmengen hätten vermutlich
    gereicht um einen Elefanten zu behandeln.

    Ein Folge-MRT im April 2016 blieb ebenfalls ohne Befund. Zu diesem
    Zeitpunkt bemerkte ich auch erstmals, dass meine Bewegungen gefühlt
    „ruckartig“ abliefen. Für Externe ist dies nicht zu erkennen. Außerdem
    stellte sich ein Muskelzittern bei Belastung ein. Mein Neurologe sagte,
    dass der Muskeltonus normal sei, ebenso das Zittern bei Belastung.
    Also ging ich davon aus gesund zu sein und schob die Beschwerden auf die
    stressige berufliche Situation. Den Sommer konnte ich genießen bzw. konnte
    die hin und wieder auftretenden Muskelzuckungen ignorieren und dachte mir
    nichts dabei.
    Ende des Sommers stellte ich fest, dass meine Hemden und mein rechter Schuh
    zu groß werden. Dabei habe ich mir noch nichts gedacht, da ich meinen
    Sportumfang von 3 bis 4 Mal die Woche quasi auf Null reduziert hatte. Und
    der Schuh, ja gut, zu locker gebunden…

    Im Herbst meinte ich dann zu bemerken, dass meine rechte Hand und der
    zugehörige Unterarm im Vergleich zu den Gegenstücken sehniger und knochiger
    wirken. Dazu kamen immer mal wieder schwere Beine, vor allem nachts (keine
    Krämpfe!). Ab zum Hausarzt. Der konnte optisch keine Veränderungen
    feststellen, das Blutbild war auch top, abgesehen von einem leicht erhöhten
    Rheumafaktor (IGM). Da im November bei gewisser Körperhaltung noch
    Schluckgeräusche und regelmäßiges Muskelzucken am ganzen Körper hinzukamen,
    wieder zum Neurologen - mit einem richtig unguten Gefühl. Dieser machte
    NLGs und 3 EMGs. Alles ohne Befund. Auf mein Drängen hin bekam ich dennoch
    eine Überweisung zur Motoneuronen-Ambulanz im Bergmannsheil Bochum. Hier
    wurde dann im Dezember die ganz große Kapelle aufgefahren: die
    untersuchende Oberärztin gab sich wirklich Mühe und machte mehrere
    Muskelsonografien, veranlasste eine Schluck- sowie Lungen- und
    Atemuntersuchung und stellte mich neurologisch auf den Kopf. Ergebnis:
    alles ohne Befund, derzeit kein Hinweis auf eine Motoneuronenerkrankung.
    Allerdings wurde auch hier ein erhöhtes Reflexniveau festgestellt. Ich soll
    mich Ende Juni 2017 nochmals dort vorstellen.

    Ein erneutes Blutbild im Januar zeigte nur Normwerte, auch beim
    Rheumafaktor.
    Stand heute schreitet der Muskelabbau an den Extremitäten, vor allem
    rechts, weiter voran. Der Daumenballen und Intertossei I rechts sind
    deutlich atrophiert, links geht es nun auch los. Das ist mittlerweile auch
    für Fremde leicht zu erkennen.
    Der rechte Unteram und Fuß sind auch deutlich schlanker als links.
    Aufgrund der Beschwerden ließ ich Mitte Februar beim Neurolagen drei EMGs
    an der rechten Hand machen. Die waren alle „bestens in Ordnung. Sie haben
    keine ALS“ (Zitat). Er machte Andeutungen in Richtung somatoformer
    Belastungsstörung.

    Zu den ganzen Beschwerden, die mir bestimmt nicht einbilde (!!!), gesellt
    sich nun eine regelmäßig heisere Stimme. Außerdem fühlt sich das rechte
    Kiefergelenk hart und steif an.
    Ideen oder Vorschläge, was ich noch machen lassen könnte? Ich kann ja
    schlecht zugucken wie die Muskeln immer weniger werden und mich auf die
    Psychoschiene schieben lassen. Ergänzend vielleicht noch der Hinweis, dass
    ein Gewichtsverlust nicht feststellbar ist. Eher sogar eine leichte
    Zunahme. Was auch daran liegt, dass ich ständig Hunger habe und mich kaum
    noch bewege. An Sport ist gar nicht zu denken aufgrund des Zitterns und
    nach früher für mich lächerlichen Belastungen habe ich heute Muskelkater.

    Und bevor jemand fragt, natürlich habe ich Gedanken an eine MNE, leider
    viel zu viele.

    Gruß
    Der Marler

    #2
    Hallo Marler und...
    Herzlich Willkommen 😊
    Es ist doch erstmal beruhigend wenn alle Neuros bisher sagen, es sei keine ALS.
    Du hast von (einmaligen) auffälligen Rheumawerten geschrieben. Hast du das mal von einem Rheumatologen checken lassen?
    Das wäre mein Vorschlag an dich. Denn auch wenn die sogenannten Rheuma*schießmichtot*.....Sorry, mir fällt mal wieder das Wort nicht ein (kann mal jemand helfen ) Na, jedenfalls wenn diese Werte stimmen (ANA, ANCA und ENA) dann kann es trotzdem sein, dass eine rheumatische Erkrankung vorliegt.
    Ich glaube, wenn man zu vor viel Sport getrieben hat und sich dann kaum noch bewegt ist ein Muskelabbau wohl normal. Ebenso eine Zunahme beim Gewicht.
    Du hast es ja selber auch schon gemerkt und auch geschrieben.
    Du weißt schon das zu viele Gedanken (MNE) auch sehr viel anrichten kann, oder?!
    Versuch' an was anderes zu Denken und Google nicht so viel
    LG, Sharon

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      #3
      Hallo marler , erstmal herzlich willkommen.
      Hast du auch eine Schwäche bemerkt oder nur eine optische Veränderungen. Versuch es zu objektivieren durch fotos und umfangsmessungen. Ist die CKnormal?
      Die Beschwerden klingen eher nicht wie ALS . Bei einer ALs kommt die Funktiiosstörung relativ rasch, da ist von einer Atrophie noch gar nicht viel zu sehen Es gibt aber noch viele tausend andere Muskelkrankheiten. Stoffwechselekrankungen, mitochondriopathienm Dystrophien Myositis usw.
      Und viele von denen sind deutlich harmloser als die ALS.Gibt es in deiner Familie Muskelerkrankungen?
      Es bleibt nur dranzubleiben.Aber der Weg zur Diagnose ist oftlang Lass dich nicht unterkriegen LG Birgit
      PS du kannst ja maldie Beiträge von Haribo lesen das klang so ähnlich

      Kommentar


        #4
        Hallo Neuling☺

        Also erstmals,ich schliesse mich den Vorrednern an, man sollte in dieser Situation wirklich nicht zu viel Googeln!!

        Denn 1.ist man kein Arzt und kann das nicht in gesamten beurteilen und 2.Findet man total seltenen Dinge wie ALS und co..
        Was einem das Leben dann auch net wirklich viel leichter macht.
        Falls man nämlich bis dort hin noch kein Hyperchonder war wird man es sicher spätestens dann und kippt dann in einen ALS Wahn wie manch ander hier.Man kann dann auch schon mal in der Psychiatrischen landen.
        Die User LF und sposkar hier haben das schon hinter sich und können die ein Lied davon singen.
        Wenn die lieben Ärzte nämlich nix finden und man sich dann auf was versteift als Patient bzw selbst diagnostiziert finden das die meisten Neurologen die auch teiweise auch noch Psychologie studiert haben Nicht toll😂😂

        Also Vorsicht vor Google in Co....

        Du warst also schon in einer Spezialambulanz für ALS und co...
        Und man hat das Schlimmste ausgeschlossen..wurden andere Neuromuskuläre Dinge auch abgeklärt?

        Falls ja und du fühlst dich damit nicht sicher geh zur Zweitmeimung zu einem Anderen Spezialisten! Das steht dir zu!!!!!
        Bei mir hat man auch lange alles auf die psychoschiene geschoben bis ich den Richtigen Arzt fand.

        Ich war vor dem sicher bei 5 Top Ärzte ! Und keiner hat was gefunden.
        Also nicht die Hoffnung aufgeben!

        Wenn du eine erhöhte Blutsenkung hattest könnte das vl auch auf eine Polyamitis hinweisen.
        Das ist eine Entzündliche Muskelerkrankung und der Rheumafacharzt für Autoimmunsachen muss sich das ansehen.

        Am besten du gehst dafür auf ein Rheuma Fachambulanz mit Schwerpunkt Autoimmunerkrankungen.
        Die normalen Rheuma Ärzte kennen sich damit nicht so gut aus.

        Man kann das wenn du das hast nur in der Muskel bio nachweis oder an der Haut (wenn du beteiligt ist ) 50% der Kranken haben nömlich keine Antikörper.
        Daher muss sich das wirklich ein Spezialist ansehen.
        Wünsche dir alles Liebe
        Marlies
        Zuletzt geändert von Gast; 01.03.2017, 09:52.

        Kommentar


          #5
          Hallo allerseits,

          Danke für die freundlichen Willkommensgrüße!

          @ smoykie:
          Das Thema „Rheuma“ könnte noch ein Ansatz sein, den ich weiterverfolgen
          werde.

          Des Weiteren ist es natürlich korrekt, dass man Muskelmasse verliert, wenn
          man keinen Sport mehr treibt bzw. sich seltener bewegt. Was mich allerdings
          wirklich beunruhigt, ist die Tatsache, dass mein rechter Daumenballen sich
          innerhalb relativ kurzer Zeit „aufzulösen“ scheint ( ~ 3 Monate). Das kann
          man dann auch nicht mit der Psyche begründen. Diese ist arg angeschlagen,
          das stimmt schon. Aber erst als Folge der ungeklärten Symptomatik. Ich sehe
          die Psyche nicht als Ursache der Probleme.

          @ Birgitbrb
          Es ist schon so, dass ich meine, eine Schwäche zu haben. Das lässt sich
          natürlich relativ schwer fassen, aber das Tragen von Getränkekisten,
          schweren Kartons etc. ist deutlich beschwerlicher als noch vor wenigen
          Monaten.

          Die CK-Werte waren immer im Normbereich. Ich mache seit einiger Zeit Fotos
          meiner Hände. Und auf diesen kann man deutliche Veränderungen wahrnehmen.
          Allgemein lässt sich sagen, dass ich keine Muskellöcher oder ähnliches
          habe, eher eine extrem rasche „Verschlankung“ der Extremitäten sowie der
          Hände und Füße, insbesondere rechts.
          Muskelerkrankungen in der Familie sind nicht bekannt.

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            #6
            Hallo Marler,

            du schreibst, dass du bis jetzt nur in der Motoneuronen-Ambulanz warst und somit quasi der Blick nur auf das Eine gerichtet wurde. (und MS)
            Hast du deine Schluckbeschwerden/-Geräusche sowie die Heiserkeit auch mal beim HNO Arzt abklären lassen?
            Dein steifes und hartes Kiefergelenk evtl. beim Zahnarzt?

            Stress, den du ja selber angibst, kann auch vieles im Körper durcheinander bringen. Vllt. wäre in diese Richtung auch mal an einen Ausglich in Form von Entspannungstechniken zu denken....
            Bekommst du Krankengymnastik?
            Denn wenn du von viel Sport auf Null gehst, bauen natürlich deine Muskeln und die Kraft ab.
            Konnte denn eine Schwäche und Umfangsverminderung an den Extremitäten festgestellt werden, oder ist es eher dein subjektiver Eindruck?

            Wenn dein Gefühl dir sagt, dass mit deinem Körper irgendetwas nicht stimmt, dann bleib dran und suche weiter!
            Einfacher wird es vielleicht, wenn du (ohne vorgefestigter Einstellung), nochmal in eine normale Muskelsprechstunde gehst.
            Und überlass es dort den Spezialisten, in welche Richtung sie suchen können.

            Genau so habe ich es bei meinem ersten Termin vor 3 Wochen in einer Muskelsprechstunde gemacht.
            Und entgegen aller Aussagen diverser Ärzte und Kliniken, die ich über 25 Jahre aufgesucht habe, wurden sie "fündig" und suchen jetzt gezielt in eine Richtung.
            Dort wurden auch schon die ersten Therapien eingeleitet...

            Beobachte dich und deinen Körper weiterhin, aber mach dich nicht verrückt, indem du dich auf das Schlimmste einstellst.
            Und: Lass das googeln ;-)

            Ich wünsche dir viel Kraft und Hoffnung auf deiner weiteren Suche nach der Ursache...

            LG Sandra

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              #7
              Hallo Kraftlos,
              Es hat man bei dir gefunden?
              Also doch nicht nur alleine eine hypermobilität?
              Glg
              Marlies

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                #8
                Moin Sandra,
                Was ist denn nun bei dir raus gekommen?? Du hast ja noch gaaaar nix erzählt
                Liebe Grüße, Sharon

                @ Marler...
                Sorry!! Fürs Fremdschreiben

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