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Kein Arzt kann mir (bisher) Helfen; Muskelschmerzen, Gliederschmerzen...

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    Kein Arzt kann mir (bisher) Helfen; Muskelschmerzen, Gliederschmerzen...

    Guten Morgen zusammen.

    Ich bin mir darüber im klaren, dass dieses Forum keinen Arzt ersetzen kann, doch habe ich schon einiges an Ärzten hinter mir und versuche darum mir selbst zu Helfen.

    Es fing vor rund 20 Jahren an, vermutlich ist es sogar noch länger her, bin mitte 30, Männlich, Vollzeit Berufstätig und kenne Arztpraxen wie meine "Hosen"-Tasche.
    Ich habe Schmerzen... Mein (fast) gesamter Körper bereitet mir Schmerzen. Anfangs dachte ich, es wären die Gelenke, doch lag ich damit wahrscheinlich falsch.

    Vor 10 Jahren zum ersten mal, ging ich damit zu meinem Hausarzt, ich klagte über Gelenkschmerzen in allen Regionen meines Körpers, welche insbesondere durch belastung verstärkt wurden. Gefunden wurde nichts dramatisches, bis auf eines: Der GOT-Wert (AST) im Blut lag bei 800 (!), die Entzündungswerte minimal erhöht, doch mein Herz arbietet einwandfrei, die Leber ist vollkommen in Ordnung, alle anderen Blutwerte sind super; Naja, bis auf Cholesterin
    Dieser hohe GOT-Wert wurde eingehender Untersucht, doch soll dieser keine Probleme bereiten da (wenn ich mich recht Erinnere) ein "Makroglobulin-GOT" vorliegt. Leider kann ich darüber nichts im Internet finden, vermutlich auch weil es viel zu selten auftritt. Laut meines Arztes für Allgemeinmedizin, sollen nur eine Hand voll Menschen in Deutschland dieses Phänomen zeigen.
    Was ich gefunden habe ist der Begriff: "persistierende GOT-Aktivität bis zum 50-fachen des oberen Referenzbeireichsdurch Makro-GOT"
    Doch wie erwähnt, soll dies keine Probleme bereiten.
    Der derzeitige stand aus dem Blut: GOT 300, Entzündung minimal erhöht, Cholesterin leicht erhöht. 'PRO' also Protein wird laut Urinteststrriefen positiv angezeigt, aber nur leicht; Laut Arzt ist aber kein Protein im Urin, zumindest nicht laut Laborgerät. Der Rest ist super!

    Leider habe ich aber Probleme, und das nicht zu knapp...
    Ich versuche dies zu beschreiben; Es ist ähnlich einem Muskelkater, zusätzlich mit dem Gefühl von Krämpfen in den Muskeln welche dauerhaft vorliegen. Das Gefühl als wenn die ganze Zeit jemand an Armen und Beinen ziehen würde. Belastbar bin ich schon länger nicht mehr, schnell ermüden meine Muskeln. Das Ausstrecken der Finger an beiden Händen ist möglich, doch fühlt es sich an als wenn ich gegen eine Unsichtbare Kraft ankämpfe. Auch derzeit beim Tippen des Textes fängt es leicht an zu Kribbeln in der rechten Hand, welches die Hand ist mit welcher ich hauptsächlich Arbeite.
    Mein Rücken, eher die Flanken auf Bauchnabelhöhe, bringt mich beinahe um, alles Verkrampft vor Schmerzen...
    Es gibt Phasen in welchen ich mich gut fühle; nicht perfekt aber gut. Es scheint als wenn diese Schmerzen in Schüben auftreten, sie halten einige Wochen bis Monate an, werden abgelöst von Phasen (welche gründsätzlich kürzer sind) in denen es mir recht gut geht, doch jeder Schub scheint das ganze zu verschlimmern.

    Es ist nicht so das ich extreme Schmerzen erleide, ich würde es eher als moderat bezeichnen, doch dieses Dauerfeuer fängt an mich mürbe zu machen. Leider lassen sich die Schmerzen nicht wirklich durch Ruhe beeinflussen, doch bewegung verstärkt die Schmerzen erheblich. Ein Spaziergang von einer Stunde bereitet mir während eines Schubes schmerzen welche sich gewaschen haben.

    Mein Hausarzt hatte mich vor 2 Jahren zum Rheumatologen geschickt, dort wurde ich tatsächlich genauer Untersucht. Keinerlei Anzeichen für Rheuma im Blut, keine Anzeichen für Fibromyalgie (Tenderpoints alle Negativ), die Gelenke für mein Alter vollkommen in Ordnung. Der Verdacht auf Psychosomatisch wurde geäußert und niedergeschrieben.
    Gut, psychosomatisch, kann ich mit Leben, dass kann behoben werden, doch fehlanzeige...
    Später bin ich zum "Schmerzenarzt" - der Begriff ist mir entfallen -, zwei Wochen habe ich ein genaues Schmerztagebuch geführt welches dann von diesem Arzt begutachtet wurde. Mehrere Gespräche wurden geführt um mit Schmerzen umzugehen, die Auslöser in meiner Psyche zu finden und auszumerzen. Die Schmerzen wurden ein wenig besser, ganz klar, die Psyche spielt eben eine Rolle in der Schmerzempfindung.
    Doch es ging nie weg, ein stetiges auf und ab...

    Schmerzmittel bekomme ich in N3 Packungen verschrieben. Novaminsulfon 400mg (Flüssig und Tabletten), IBU 800mg und die obligatorischen Pantoprazol 40mg, doch hängt mir der Magen schon in fetzen.

    Da mein Hausarzt nicht mehr weiter weiß, ich die Psychologen in den Wahnsinn treibe, Rheumatologen mich auf Psychologen verweisen bin ich als Laie erst recht am Ende.
    Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit seinem Körper machen können?
    Hat noch irgend jemand eine Idee was ich noch anstellen kann?


    Gängige Krankheiten wie MS wurden alle ausgeschlossen, da ist nichts...


    Es muss doch irgendeinen ansatz geben, es kann doch nicht sein das ich mit diesem Dreck allein dastehe und die Krankenkasse den Sprichwörtlichen Ar*** zusammenkneift. Globuli und derlei Hokuspokus werde ich nicht verwenden, als Agnosiker liegen mir derlei dinge nicht wirklich

    Ich versuche jetzt erstmal meinen vermeintlichen Muskelkater, welcher nicht mehr weggeht, vom nichtstun mit einem heißen Bad zu befriedigen.
    Ihr/Sie wisst sicherlich wie Schmerzhaft ein Muskelkater sein kann, doch wenn dieser bleibt und das über eine längere Zeit, und das noch vom Faulsein, dann habt ihr eine Vorstellung von meinem Leben

    Liebe Grüße!


    P.S. Ich bin nicht sondelrich gut im Beschreiben meiner Probleme, dies ist wohl auch dein Ärgernis für meine Ärzte, doch ist meine Problematik Umfangreich.
    Zuletzt geändert von EyeCatcher; 08.08.2017, 10:48.

    #2
    Hallo EyeCatcher,

    als Nichtmediziner eine Diagnose zu erstellen ist natürlich nicht möglich. Wurde bei Dir schon mal der CK-Wert getestet? Der GOT Wert ist ja ein Enzymwert, der in Leber- und Skelettmuskelzellen vorliegt. Bei mir (ich habe Anoctaminopathie bzw. LGMD2L) ist der Wert auch immer erhöht und das kommt davon, dass mein Körper eben seine Muskelzellen zerstört. Daher wäre es sehr gut, wenn Dein CK-Wert mal getestet würde. Wenn der Gesamt-CK zu hoch ist (über 100) und der Herz-CK (der wird immer automatisch mitgetestet) ist aber in Ordnung, muss man den Skelettmuskel-CK bestimmen. Das würde dann auf jeden Fall schon mal für eine Muskelerkrankung sprechen. In der Regel würdest Du dann zu einem Muskelzentrum überwiesen und die können dann genauere Untersuchungen machen. Es gibt so viele verschiedene Muskelerkrankungen, dass es sehr schwierig ist als Nichtmediziner hier eine Vermutung zu äußern.....

    Berichte auf jeden Fall mal, wie es bei Dir weitergeht!!

    LG
    Nebelelfe

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      #3
      Hallo Eye Catcher,

      ich kann verstehen, wie es Dir geht. Die Ärzte wissen nicht weiter und gleich ist man bei der Psyche ...
      Das scheint ein weit verbreitetes Übel bei den Ärzten zu sein.

      Dass bei diesen Beschwerden wirklich keine weiteren Laborwerte auffällig sind, wundert mich.
      Was wurde denn bisher alles an Laborwerten untersucht?
      Auch die Werte, die normal sind, wären interessant.

      Wie hoch sind z. B.
      CK, Myoglobin, Kalium, Magnesium, Calcium, Kreatinin, Harnstoff, Protein im Blutserum, LDH, Cholinesterase, GPT, Bilirubin, etc. etc.
      Wie sieht das Blutbild aus?
      Vielleicht kannst Du einige Laborwerte mal hier einstellen?
      Wie hoch ist Dein BMI?
      Gibt es Probleme mit der Verdauung? Durchfall?
      Wie ernährst Du Dich? Hier wäre auch wichtig, wie es mit der Eiweißversorgung bei Dir aussieht.
      Was nimmst Du außer den Schmerzmitteln noch ein - auch Vitamine, Mineralstoffe ?

      An was ich denke ist, ob es durch Ernährung, Stoffwechselstörungen, Leber- oder Nierenstörung, Nährstoffmängel zu einer Unterversorgung im Körper bzw. der Muskulatur gekommen ist, die sich so nachteilig auswirken könnte?
      Wenn das Protein im Urin schon mal auffällig war, könnte man evtl. an die Nieren denken.
      Proteine sind Aminosäuren und wenn die vermehrt mit dem Urin ausgeschieden würden, stehen sie dem Körper bzw. der Muskulatur nicht mehr zur Verfügung.
      Wurde mal untersucht, ob Du über die Nieren z. B. zuviele Aminosäuren ausscheidest?
      Wurden die Aminosäuren im Blut und Urin mal überprüft?

      Hast Du mal für längere Zeit und höher dosiert (300 mg oder mehr) Magnesium eingenommen? Wenn ja, hat sich damit etwas verändert?
      Nicht dass ich das jetzt unbedingt raten würde, aber bei einem evtl. Magnesiummangel könnte das einiges bewirken (wobei ich -noch- nicht weiß, ob Du einen Mangel hast).

      Der Gedanke von Nebelelfe an ein Muskelzentrum ist sicher eine sinnvolle Sache.


      lg
      Lilo

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        #4
        Ja die gute alte Psycho-Schiene, die mögen die Ärzte. Alles was sie gleich erkennen, erkennen sie, und alles andere bezeichnen sie als psychisch, Trefferqoute: 100%. Wobei man natürlich auch sagen muss, dass es einen nicht beträchtlichen Teil von Patiente4n gibt, die zwar minimale Phatologienb haben, sich aber dermaßen hineinsteigern, dass man den Leidensdruck primär durch die eigene Wahrnehmung nehmen kann. Aber das undifferenierte 5 min Psycho-Geblubbere ist schon etwas billig.

        Zum Thema. Naja warum warst du noch nicht beim Muwkelspezi? Mich wundert es, dass nichtmal ein EMG oder ne LP gemacht wurde.

        Der normale Vorgang, meiner Erfahrung nach ist, dass zumindest zuerst die Untersuchungen gemacht werden, passen die ist es psychisch, passen diese nicht wird gesagt man arbeite nicht richtig mit, können sie das nicht mehr bringen werden die Befunde gefälscht. Das wäre so das typische Vorgehen um die Leute die nicht im Lehrbuch beschrieben werden (ihre Krankheit) zu "behandeln".

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          #5
          PS: Was du haben könntest kann ich dir aber auch nicht sagen, erstmal musst du halt die üblichen Untersuchungen machen lassen, großes Labor, LP, EMG, NLG, MEP und ggf auch mal Laktat wegen dem Muskelkater. MRT Kopf und HWS schadet auch nie, da kann man immer mal was finden.

          Ev bringt dich das weiter? Wegen den Schmerzen kann man verschiedenes Probieren, Lyrica, Gabapeptin, FLupiritn ev Opiate, hängt davon ab wie stark der Schmerz ist, Muskelkater klingt jetzt nicht soo schmerzhaft, da würde ich auch nicht zu den Hämmern wie Flupiritn oder gar Opiate greifen, wenn es aber wirklich stark schmerzen sollte kann man sich damit Verschnaufpausen gönnen, aber das Suchtpotanzial darf man nicht unterschätzen, insb bei Schmerzen.

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            #6
            Deine Überschrift kannst Du verwenden, wenn du beim 10. Arzt warst.
            Viele hier haben einen langen Arztmarathon hinter sich.

            Was Du beschreibst ist ja irgendwie ziemlich unspezifisch. Wenn ich Dich richtig verstanden habe sprichst Du aber von einem Muskelproblem.
            Der Facharzt für alles mit den Muskeln ist der Neurologe. Zu dem solltest Du erst einmal gehen und dann evtl. in eine Muskelambulanz.
            Wenn da übrhaupt Nichts herauskommt kann man über andere Ursachen nachdenken. Gerade bei den Muskeln gibt es unendlich viele Möglichkeiten, weil sich fast alles auf die Muskeln auswirkt, von Infektionen bis Stoffwechselstörungen und was noch so alles irgendwo im Körper passieren kann.
            It's a terrible knowing what this world is about

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              #7
              Hallo EyeCatcher, wie geht es Dir inzwischen. Ich hoffe besser. Warst Du mal bei einem Borreliosespezialisten? Auch ohne Antikörper kann man eine Borreliose haben. Viele Grüße

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